Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Statt Jesuskind in der Krippe ein schleimiges Alien-Monster in der ARD!
  2. Die Skandalchristmette im SWR verstört und verärgert
  3. "'Potestas sacra' für Laien: worum es letztlich geht"
  4. THESE: 'Viele Priester ignorieren das Übernatürliche in der Lehre!'
  5. SWR-Skandalchristmette - Zuständig ist die Diözese Rottenburg-Stuttgart!
  6. Kardinal Nemet: Papst Leo ist der Löwe, der die Wölfe jagen wird
  7. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“
  8. Vorbehaltlos Ja zum Leben!
  9. USA bombardieren Islamisten nach Massaker an Christen in Nigeria
  10. Psychologe verteidigt Therapie bei ungewollter gleichgeschlechtlicher Neigung
  11. ‚Jede Frau ist stark genug‘, um sich nach einer Vergewaltigung für ihr Baby zu entscheiden
  12. Neuer Papst erweist sich als Publikumsmagnet
  13. Zeitliche und ewige Zukunft
  14. Massive Mehrheit in Österreich sieht Leben mit Muslimen kritisch
  15. „Driving home for Christmas“ – Nun ist Chris Rea auf dem Weg in seine ewige Heimat

Bischof Krautwaschl meint: ‚Diskussion zum Thema Frauenweihe nicht beendet’

19. Februar 2024 in Österreich, 15 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Das Thema sei vielen so wichtig, dass die Diskussion weiter geführt werden müsse.


Graz (kath.net/jg)
Die Katholische Aktion Österreich (KAÖ) hat sich im Januar für die Verwendung einer „geschlechtergerechten Sprache“ eingesetzt. Etwa zur selben Zeit wurde eine Umfrage veröffentlicht, aus welcher hervorgeht, dass nur ein Viertel der Österreicher (26 Prozent) das Gendern in der Sprache unterstützt. (Siehe Link) kath.net hat bei Wilhelm Krautwaschl, dem Bischof von Graz-Seckau und in der Österreichischen Bischofskonferenz für das Laienapostolat, nachgefragt, was er von den Aussagen der KAÖ hält.

Das „KAÖ-PräsidentInnen-Team“, bestehend aus Ferdinand Kaineder, Katharina Renner und Brigitte Knell, hat in einer Stellungnahme vom 24. Jänner mit dem Titel "Kein Zurück hinter die Geschlechtergerechtigkeit" mehrere Forderungen aufgestellt. Bischof Krautwaschl weist darauf hin, dass die Stellungnahme nicht mit ihm abgestimmt war.

kath.net: In der Stellungnahme ist folgendes zu lesen: „Das Geschlecht eines Menschen bestimmt sein Leben und seine Lebensmöglichkeiten in vielen Aspekten. Es ist eine grundlegende Determinante für jedes Individuum. Deshalb sind Gleichwertigkeit und Gerechtigkeit für alle Menschen unabdingbar. Das soll und muss sich auch in einer geschlechtergerechten Sprache ausdrücken, ebenso in der Gestaltung aller Lebensbereiche.“


Wiederholt haben Umfragen gezeigt, dass die "geschlechtergerechte Sprache" von einer deutlichen Mehrheit der Menschen abgelehnt wird, weil sie die Sprache komplizierter und schwererer verständlich macht. Halten Sie diese Forderung der KAÖ für sinnvoll?

Bischof Krautwaschl: Innerhalb der katholischen Kirche gibt es unterschiedliche Meinungen. Man muss nicht alle Standpunkte teilen, aber im Sinne eines synodalen, wertschätzenden Umgangs sind diese ernst zu nehmen.

kath.net: Im übernächsten Absatz der Stellungnahme heißt es: „Wir sind uns bewusst, dass sich selbst in der Kirche diese Ungleichheit (zwischen den Geschlechtern) fortsetzt, weil beispielsweise Frauen aus den Weiheämtern, die mit Leitung verbunden sind, ausgeschlossen sind. Dies lässt sich aus den Evangelien und dem Verhalten Jesu nirgends herauslesen. Es gibt vielmehr das Zukunftsbild, dass alle Unterschiede aufgehoben werden in eine neue Gerechtigkeit hinein.“
Wie lässt sich dies mit dem Apostolischen Schreiben Ordinatio Sacerdotalis vereinbaren, in welchem Papst Johannes Paul II. festgestellt hat, dass die Kirche keine Vollmacht hat, Frauen die Priesterweihe zu spenden?
Sollen tatsächlich alle Unterschiede zwischen Mann und Frau „aufgehoben“ werden? Entspricht dies der Ergänzung von Mann und Frau, wie sie in der Schöpfungsordnung vorgesehen ist? (Siehe z.B. KKK 371-373)

Bischof Krautwaschl: Das Apostolische Schreiben Ordinatio Sacerdotalis hat die Diskussion zum Thema Frauenweihe nicht beendet; diese Diskussion wird, weil das Thema vielen so wichtig ist, weiter geführt werden und muss wie jedes Thema in einer liberalen Gesellschaft Platz haben. Die Bedeutung von Mann und Frau ist entsprechend unseren Grundlagen eindeutig.

kath.net: Im letzten Absatz der Stellungnahme wird auf die „Regenbogenpastoral“ Bezug genommen: „Zur Förderung der Geschlechtergerechtigkeit hat das Forum Beziehung, Ehe und Familie der Katholischen Aktion Österreich die Plattform „Regenbogenpastoral Österreich“ ins Leben gerufen. Sie vernetzt kirchliche Angebote für LSBTIQ*-Personen und weist Pfarren, die sich zu einem queersensiblen Verhalten verpflichten, mit dem Prädikat „a+o“ (akzeptierend und offen) aus.“
Wird dabei auf Einhaltung der katholischen Morallehre geachtet?

Bischof Krautwaschl: Zu diesem Thema hat die vatikanische Deklaration Fiducia supplicans eine Annäherung definiert, die in unseren Breiten durchaus begrüßt wurde, auch von der KAÖ. Mit dieser oder dem nachsynodalen Schreiben Amoris laetitia als Maß bleibt die katholische Morallehre gültig.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Statt Jesuskind in der Krippe ein schleimiges Alien-Monster in der ARD!
  2. Weihnachtsspende für kath.net - Wir brauchen JETZT Ihre HILFE!
  3. ISLAND-REISE - SOMMER 2026 - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  4. Die Skandalchristmette im SWR verstört und verärgert
  5. "'Potestas sacra' für Laien: worum es letztlich geht"
  6. ‚Jede Frau ist stark genug‘, um sich nach einer Vergewaltigung für ihr Baby zu entscheiden
  7. THESE: 'Viele Priester ignorieren das Übernatürliche in der Lehre!'
  8. Kardinal Nemet: Papst Leo ist der Löwe, der die Wölfe jagen wird
  9. SWR-Skandalchristmette - Zuständig ist die Diözese Rottenburg-Stuttgart!
  10. Ermittlungen im Fall Orlandi offenbar an einem Wendepunkt
  11. USA bombardieren Islamisten nach Massaker an Christen in Nigeria
  12. Psychologe verteidigt Therapie bei ungewollter gleichgeschlechtlicher Neigung
  13. Wie Johannes vom Kreuz mit nervigen Menschen umging
  14. „Driving home for Christmas“ – Nun ist Chris Rea auf dem Weg in seine ewige Heimat
  15. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz