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Belgischer Premier De Croo fordert Vatikan auf, Missbrauchsbischof Vangheluwe endlich zu laisieren

26. Jänner 2024 in Aktuelles, 4 Lesermeinungen
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Vangheluwe trat 2010 als Bischof von Brügge zurück - Hat inzwischen den sexuellen Missbrauch von zweien seiner Neffen zugegeben – Premier: „Ich habe den Vatikan erneut aufgefordert, den Titel von Bischof Roger Vangheluwe abzuerkennen“


Brügge (kath.net/pl) „Ich habe gerade mit dem Apostolischen Nuntius über den Besuch von Papst Franziskus in unserem Land gesprochen. Ich habe den Vatikan erneut aufgefordert, den Titel von Bischof Roger Vangheluwe abzuerkennen. Das ist wichtig für die Opfer.“ Das schreibt der Premierminister Alexander De Croo (Open VLD) auf Twitter. Dazu postete er ein Foto von sich und dem Nuntius in Belgien, Franco Coppola.

Medienberichten zufolge hatte die Belgische Bischofskonferenz bereits 2022 den Vatikan dazu aufgefordert, Vangheluwe zu laisieren, diese Forderung wurde Herbst 2023 wiederholt, nachdem man laut dem Bischof von Antwerpen, Johan Bonny, keine Antwort aus dem Vatikan erhalten habe.


Vangheluwe ist emeritierter Bischof von Brügge, sein Rücktrittsgesuch war 2010 von Papst Benedikt XVI. ungewöhnlich schnell angenommen worden. Er hatte den jahrelangen sexuellen Missbrauch eines seiner eigenen Neffen eingeräumt. Später gestand er in einem Interview ein, dass er noch einen weiteren seiner Neffen sexuell missbraucht hatte, diesem hatte er offenbar schon Jahre zuvor Schweigegeld bezahlt. Nach belgischem Strafrecht waren die Taten bereits verjährt.

Laut Anordnung der Glaubenskongregation aus dem Jahr 2011 darf sich Vangheluwe nicht mehr in seinem Heimatland aufhalten, muss sich psychologischer Behandlung unterziehen und darf sein Priesteramt nicht öffentlich ausüben. Offenbar lebt der mittlerweile 87-Jährige weiterhin in einem Kloster im Loiretal.

Das Dikasterium für die Glaubenslehre sollte eigentlich den Fall als eine der dringend zu bearbeitenden Altlasten auf dem Schreibtisch von Präfekt Victor Fernándenz einstufen.

 


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