Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vom Elend der Fürbitten
  2. Botschaft von Papst Leo zum 10. Jahrestag des nachsynodalen Apostolischen Schreibens Amoris Laetitia
  3. Der deutsch-synodale Irrweg in Zahlen: Nur 25 Priesterweihen in ganz Deutschland im Jahr 2025!
  4. Vatikanische Theophantasien zur Frauenfrage
  5. Peinlich - Deutsche Protestanten glauben mehrheitlich nicht an den dreieinigen Gott
  6. Der entschärfte Gott
  7. Pater Dietrich von Stockhausen überreicht Papst Leo XIV. Hesemanns aktuelle Studie über Heroldsbach
  8. EuGH-Urteil: Deutscher Kirchenaustritt kein automatischer Kündigungsgrund
  9. "Die Zahl der Seminaristen ist im Bistum Chur leider sehr klein geworden"
  10. Realitätsverlust im Bistum Chur
  11. Muslime wählen SPD und Linke, Christen wählten CDU
  12. Bischof Elbs ermutigt zur Beichte: "Herz ordnen und sich auf Ostern vorbereiten"
  13. Krautwaschl zu Grünwidl: Bin nicht gezwungen worden!
  14. Heimisch sein im Vatikan - Papst Leo XIV. wohnt wieder in der klassischen Papstwohnung
  15. „Gesellschaftliche Zeitbombe“: BKA-Studie warnt vor Radikalisierung junger Muslime in Deutschland

Ist der belgische Bischof Johan Bonny ein plumper Antisemit?

16. November 2023 in Chronik, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der katholische Bischof von Antwerpen Johan Bonny sorgt mit Aussagen über Israel für Empörung.


Antwerpen (kath.net)

Johan Bonny, der katholische Bischof von Antwerpen, hat laut einem Bericht der "Jüdischen Allgemeinen" in Belgien mit absurden Behauptungen für Empörung bei den belgischen Juden gesorgt. Von der Vergangenheit bis zur Gegenwart sei es "nur ein kleiner Schritt", meinte Bonny nach dem Angriff auf Israel durch die Hamas und die Reaktion von Israel darauf. Das bemerkte er in einem Brief an "jüdische Freunde" ausgerechnet am 9. November, dem Jahrestag der November-Pogrome der Nationalsozialisten von 1938,

Bonny behauptete, der Westen reagiere widersprüchlich und die "militärischen Großmächte" unterstützten die israelische Armee. Seiner Ansicht nach sei eine Zwei-Staaten-Lösung systematisch und strategisch boykottiert worden, Schuld habe Israel. "Und nach Gaza wird das Westjordanland folgen. Wo bleiben die Menschenrechte, wo bleibt das Völkerrecht?"


Es sei "ärgerlich, dass einige politische und militärische Führer Israels biblische Themen missbrauchen, um ihre mörderischen Aktionen zu legitimieren", meinte Bonny laut der "Jüdischen Allgemeinen". Mit diesen "Aktionen" - gemeint ist die Vereidigung gegen die Angriffe der Hamas - habe Israel angeblich dem Ansehen ihrer Religion geschadet und den Eindruck erweckt, dass Religion mit Blut, Land und Gewalt sei.

In einem Interview mit dem flämischen TV-Sender VRT behauptet Bonny ohne Nachweise, Benjamin Netanjahus Ziel sei "die absolute Vernichtung" Gazas, was angesichts der inzwischen wochenlangen Militäraktionen und der vielen Warnungen vor geplanten Angriffen durch das israelische Militär als absurd erscheint.

In Antwerpen selbst leben etwa 20.000 Juden. Diese sind über die Ausfälle des Bischofs "not amused". In der jüdischen Monatszeitschrift »Joods Actueel« wirft der langjährige Redakteur Guido Joris dem Bischof vor, er hole den Nahostkonflikt nach Belgien. Die Aussagen Bischofs sei ein "Angriff auf die jüdische Religion". Bonny, so Joris, möge sich doch besser auf die Sünden seiner Kirche konzentrieren, darunter den Missbrauch von Kindern, als Israel vorzuschreiben, welche Maßnahmen es gegen die Kindervergewaltiger der Hamas als angemessen betrachte.

In der Zeitung "Standaard" haben inzwischen mehrere jüdische Intellektuelle die Bonny-Behauptungen zurückgewiesen. Bonny unterscheide weder zwischen Juden und Israelis, er unterstelle sogar, Juden seien so genozidal unterwegs, dass sie nur darauf gewartet hätten, endlich zu foltern und zu morden. "Es ist schwer zu verstehen, wie jemand, der so über Juden denkt, überhaupt jüdische Freunde haben möchte", schreiben dort Dennis Baert, Vivian Liska und Theodor Dunkelgrün.

Bonny, der von "Links-Katholiken" dafür gefeiert wurde, weil er Schwulen-Paare segnet und dies angeblich in Abstimmung mit Papst Franziskus gemacht hat, wurde 2023 von der Universität Bonn die Ehrendoktorwürde verliehen, weil  er für ein theologisches und kirchliches Umdenken im Sinne des Zweiten Vatikanischen Konzils stehe. Ob Bonny mit seine anti-jüdischen Thesen noch auf den Grundlagen des II. Vatikanums steht, darf inzwischen bezweifelt werden.

Was das II. Vatikanische Konzil über das Judentum sagt


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 modernchrist 17. November 2023 
 

Hier wäre wieder der Spruch gut gewesen:

Si tacuisses, philosophus mansisses - wenn du geschwiegen hättest, wärst du ein Philosoph geblieben.

So aber kannst du wirklich einpacken, lieber Bischof! Solche Wortmeldungen sind ein riesiger Schaden für die Kirche, für alle moderaten Menschen, bringen nur Zwist, Missverständnis und Leid! Mit wem bespricht ein Bischof eigentlich solche Ergüsse vorher?


1
 
 Everard 16. November 2023 
 

Dieser Bonny

ist nur ein weiterer Beleg für den absoluten Bedeutungsverlust der belg. Amtskirche.
Diese seine Äußerungen sind gemeine Verhetzung, auch wenn er sie naiv-theologischen ummantelt.


4
 
 Labrador 16. November 2023 
 

Lieber Lemaitre - im Prinzip ja, nur das hier ist der Biscof von Antwerpen, Belgien

Johan Bonny und nicht der Bischof von Chur, Schweiz, Bonnemain


2
 
 Lemaitre 16. November 2023 
 

...

Nun, Herr Bonnemain ist ja grundsätzlich nicht so theologisch standfest und eher auf der emotional-subjektiven Schießen der Gerechtigkeit unterwegs, so dass eine solch inhaltlich primitive Aussage jetzt nicht so überraschend, dafür aber umso bedauernswerters ist, eben weil sie von einem Amtsträger der katholischen Kirche kommt.


1
 
 Uwe Lay 16. November 2023 
 

Welch eine Konfusion!

Dieser Bischof vertritt auch theologisch Abstruses, so daß das jüdische Volk in Folge Jesu Kreuzigung und Auferstehung das Recht auf seine Heimat,in dem ihm von Gott gegebenen Land zu leben, verloren habe. Auch scheint er das Recht des Staates, im Notfall Krieg führen zu dürfen zu verneinen!
Uwe Lay Pro Theol Blogspot


3
 
 siebenbuerger 16. November 2023 
 

Nur konsequent

Wenn man schon die nihilistische Weltsicht vertritt wie der Antifa-Mob, ja dann auch vollständig.
Die Aussagen dieses Mannes sind also eigentlich nur konsequent: Wer mit den totalitären Wölfen, die uns allen Freiheit und Glauben weg nehmen wollen, gemeinsame Sache macht, muss man logischer Weise auch deren Antisemitismus mit machen... Sonst wird man noch von deren Einpeitschern als Häretiker angesehen...
Entschuldigen Sie bitte meinen Sarkasmus, aber dieser Wolf im Schafspelz ist wirklich das Letzte!


3
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDE-DEADLINE - 25. MÄRZ!!!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Krautwaschl zu Grünwidl: Bin nicht gezwungen worden!
  4. Realitätsverlust im Bistum Chur
  5. Heimisch sein im Vatikan - Papst Leo XIV. wohnt wieder in der klassischen Papstwohnung
  6. Vom Elend der Fürbitten
  7. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  8. Der deutsch-synodale Irrweg in Zahlen: Nur 25 Priesterweihen in ganz Deutschland im Jahr 2025!
  9. Einladung zur Novene zum Hl. Josef
  10. Vatikanische Theophantasien zur Frauenfrage
  11. Botschaft von Papst Leo zum 10. Jahrestag des nachsynodalen Apostolischen Schreibens Amoris Laetitia
  12. Pater Dietrich von Stockhausen überreicht Papst Leo XIV. Hesemanns aktuelle Studie über Heroldsbach
  13. Der entschärfte Gott
  14. Papst bezieht diesen Samstag seine Wohnung im Apostolischen Palast
  15. "Die Zahl der Seminaristen ist im Bistum Chur leider sehr klein geworden"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz