Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan: Erklärung Dignitas infinita über die menschliche Würde
  2. Kirchen müssen die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie aufarbeiten!
  3. Deutscher Geschlechter-Gesetz-Irrsinn - Alle 12 Monate ein 'anderes Geschlecht'
  4. Biograf Peter Seewald korrigiert Papst Franziskus: Papst Benedikt XVI. hat Geschichte geschrieben
  5. Papst Franziskus will Gänswein offenbar zum Nuntius ernennen
  6. Innsbrucker Bischof Glettler fällt den Lebensschützern in den Rücken
  7. Anhaltende Proteste gegen Ausstellung in einer Kirche in Italien
  8. Werden Sie Schutzengerl für kath.net für mindestens 2024 und 2025!
  9. Riccardo Wagner wurde katholisch: „Ich wollte nie Christ sein. Ich war Atheist“
  10. Papst wieder mit dem Titel "Patriarch des Westens"
  11. BRAVO! - 6000 Teilnehmer beim Marsch für das Leben in München
  12. Oster: „Ich danke Ihnen allen sehr für kompromisslosen Einsatz für Schutz des menschlichen Lebens“
  13. Brüsseler Barbarei ist Angriff auf die Menschenrechte und eine Schande für Europa!
  14. Der "leise Mord" an den kleinen Kindern soll in Deutschland zu 100 % vertuscht werden!
  15. Treten Sie wie Papst Franziskus mutig für "Wir töten unsere Kinder nicht!" ein!

Bin ich ein Sünder wie alle anderen oder steckt etwas Verdorbenes in mir?

1. Oktober 2023 in Aktuelles, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus: zwei Verhaltensweisen. Der Unterschied zwischen dem Sünder und dem Verdorbenen. Die Wand aus Gummi, hinter der man sich verbirgt, und die Bereitschaft zur Umkehr. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Angelus mit Papst Franziskus auf dem Petersplatz am sechsundzwanzigsten Sonntag im Jahreskreis: „Amen, ich sage euch: Die Zöllner und die Dirnen gelangen eher in das Reich Gottes als ihr. Denn Johannes ist zu euch gekommen auf dem Weg der Gerechtigkeit und ihr habt ihm nicht geglaubt; aber die Zöllner und die Dirnen haben ihm geglaubt. Ihr habt es gesehen und doch habt ihr nicht bereut und ihm nicht geglaubt“.

Das heutige Evangelium erzähle von zwei Söhnen, die der Vater bitte, in den Weinberg zu gehen und dort zu arbeiten (vgl. Mt 21,28-32). Der erste antworte sofort mit „Ja“, dann gehe er aber nicht. Der zweite hingegen lehne vorerst ab, überlege es sich dann aber anders und gehe.

„Was soll man zu diesen beiden Verhaltensweisen sagen?“, fragte sich der Papst. Man denke sofort, dass man für die Arbeit im Weinberg Opfer bringen müsse, und dass dieses Opfer koste und nicht selbstverständlich sei, Doch das Problem bestehe hier nicht so sehr im Widerstand gegen die Arbeit im Weinberg als vielmehr in der Aufrichtigkeit gegenüber dem Vater und gegenüber sich selbst.


Zum ersten Sohn, der „ja“ sagt, aber dann nicht gehe: „Er will den Willen seines Vaters nicht tun, aber er will auch nicht darüber diskutieren und darüber reden“. Also verstecke er sich hinter einem „Ja“, hinter einer vorgetäuschten Zustimmung, die seine Faulheit verberge. Er komme ohne Konflikt aus, aber er betrüge und enttäuschte den Vater und lasse es ihm auf eine schlimmere Weise an Respekt fehlen, als er es mit einem unverblümten „Nein“ getan hätte. Das Problem sei so, dass er nicht nur ein Sünder sei, „sondern ein Korrupter, ein Verdorbener, weil er ohne Probleme lügt, um seinen Ungehorsam zu verbergen und zu verschleiern, ohne einen Dialog oder eine aufrichtige Konfrontation zu akzeptieren“.

Der andere Sohn sei dagegen aufrichtig. Nicht perfekt, aber aufrichtig. Natürlich hätten wir gerne gesehen, dass er sofort „Ja“ sagen würde. Er zeige aber zumindest unverblümt und ein wenig mutig sein Zögern. Das heißt: „Er übernimmt die Verantwortung für sein Verhalten und handelt im Lichte des Tages“.

Mit dieser grundlegenden Ehrlichkeit stelle er sich schließlich selbst in Frage, er erkenne, dass er geirrt habe. Er sei ein „Sünder“, aber kein Verdorbener. Für den Sünder gebe es immer Hoffnung auf Erlösung. Für den Verdorbenen und Korrupten sei dies jedoch viel schwieriger. In der Tat seien seine falschen „Ja-s“, seine eleganten, aber heuchlerischen Auftritte und seine zur Gewohnheit gewordenen Fiktionen wie eine dicke „Wand aus Gummi“, hinter der er sich vor den Rufen des Gewissens verstecke. Diese Heuchler richteten viel Übel an: SÜnder ja, Verdorben nein!

„Schauen wir nun auf uns selbst“, so der Papst abschließend, „und stellen wir uns im Lichte all dessen einige Fragen. Bin ich angesichts der Anstrengung, ein ehrliches und großherziges Leben zu führen, mich nach dem Willen des Vaters zu richten, bereit, jeden Tag ‚Ja' zu sagen, auch wenn es mich etwas kostet? Und wenn ich versage, bin ich dann aufrichtig und setzte ich mich dann mit Gott hinsichtlich meiner Schwierigkeiten, meiner Fehler, meine Schwächen auseinander?“.

Und weiter: „Wenn ich Fehler mache, bin ich dann bereit, Buße zu tun und umzukehren? Oder drücke ich ein Auge zu und lebe mit einer Maske, indem ich mich nur darum kümmere, gut und anständig zu erscheinen? Bin ich letztlich ein Sünder wie alle anderen, oder steckt da etwas Verdorbenes in mir?“.

Nach dem Angelus forderte der Papst alle auf, in diesem Monat Oktober die Schönheit des Rosenkranzgebets neu zu entdecken. Am Festttag der heiligen Therese vom Kinde Jesu kündigte Franziskus die Veröffentlichung eines apostolischen Schreibens zu deren Botschaft an (15. Oktober).

Foto (c) Vatican Media

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Gesualdo 2. Oktober 2023 
 

@Adamo, es macht mich fassungslos,

mit welch herablassenden Duktus Sie hier den "Pfarrer im Gottesdienst" zum Steigbügelhalter Ihrer Verachtung des aktuellen Pontifikats missbrauchen. Man muss sich dass mal auf der Zunge zergehen lassen: Der Papst redet wie ein Pfarrer! Schande über ihn!
Der Papst hat beim Angelus sehr gute Worte gewählt. Ihr Beitrag bestätigt dies!


0
 
 serafina 1. Oktober 2023 
 

Selbsterkenntnis ist der beste Weg zur Besserung


0
 
 Adamo 1. Oktober 2023 
 

Der Papst Franziskus predigt wie ein Pfarrer im Gottesdienst!

Von einer guten konkreten Leitung unser Heiligen Katholischen Kirche ist überhaupt nichts zu
spüren.

Es sei denn als Resultat seiner bisherigen Tätigkeiten sind das Hinauswerfen glaubenstreuer Bischöfe und das Einsetzen neuer, die den überlieferten wahren Glauben an Jesus Christus verloren haben!


0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Werden Sie Schutzengerl für kath.net für mindestens 2024 und 2025!
  2. Biograf Peter Seewald korrigiert Papst Franziskus: Papst Benedikt XVI. hat Geschichte geschrieben
  3. Vatikan: Erklärung Dignitas infinita über die menschliche Würde
  4. Papst Franziskus will Gänswein offenbar zum Nuntius ernennen
  5. Riccardo Wagner wurde katholisch: „Ich wollte nie Christ sein. Ich war Atheist“
  6. Brüsseler Barbarei ist Angriff auf die Menschenrechte und eine Schande für Europa!
  7. ,Meine letzte Mahlzeit wird das Mahl des Lammes sein‘
  8. Wenn der Pfarrer seine Haushälterin verantwortungsgemeinschaftet
  9. Deutscher Geschlechter-Gesetz-Irrsinn - Alle 12 Monate ein 'anderes Geschlecht'
  10. Papst wieder mit dem Titel "Patriarch des Westens"
  11. Innsbrucker Bischof Glettler fällt den Lebensschützern in den Rücken
  12. Der "leise Mord" an den kleinen Kindern soll in Deutschland zu 100 % vertuscht werden!
  13. Lebensrecht ist nicht nur eine religiöse Frage, sondern es geht um die Grundlagen der Menschheit
  14. Schottische Katholiken sind schockiert: Ernannter Bischof stirbt plötzlich vor seiner Bischofsweihe
  15. Aufbahrung und Beisetzung eines Heiligen Vaters

© 2024 kath.net | Impressum | Datenschutz