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Rom erwägt ein "Kommissariat" der deutschen Synode

30. März 2023 in Aktuelles, 36 Lesermeinungen
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Präfekt des Dikasteriums für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung weist Bätzing & Co. zurecht - Keine Laienpredigt möglich UND Übersetzungen liturgischer Texte müssen "treu und angemessen" sein - Keine neuen Riten möglich!


Rom (kath.net/as/rn)

Der Präfekt des Dikasteriums für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung hat sich mit einem Brief zu Wort gemeldet und verweist auf Themen, die auch beim Besuch ad limina apostolorum im November 2022 diskutiert wurden. In der Tat hat Bätzing auch bei dieser Gelegenheit versucht, das Dikasterium von der Notwendigkeit zu überzeugen, die Sakramente von Laien verwalten zu lassen, weil es an Priestern mangle.

Mit diesem Schreiben kommt ein trockenes Nein aus Rom zu den Irrwegen, die diese Prälaten seit Jahren betreiben, und im Staatssekretariat haben einige begonnen, die Geduld zu verlieren. "Man denkt über eine Art Kommissariat nach, wobei die Art und Weise und die Personen noch nicht festgelegt sind. Eine Kommission, die von einem Geistlichen geleitet wird und sich mit dieser Frage befasst. Es ist klar, dass ein Instrument wie die Synode instrumentalisiert wird, um andere Interessen voranzutreiben, die die Einheit mit dem Stuhl Petri untergraben", berichtet ein Prälat.

In dem Schreiben erinnert der Kardinalpräfekt Bischof Bätzing an die geltenden Vorschriften und weist darauf hin, dass die Laienpredigt nicht zur Praxis werden kann.

Canon 764 des Codex des kanonischen Rechts besagt nämlich: "Presbyter und Diakone haben die Befugnis, überall zu predigen, und zwar mit der zumindest vermuteten Zustimmung des Rektors der Kirche, es sei denn, diese Befugnis ist vom zuständigen Ordinarius eingeschränkt oder ganz aufgehoben worden oder durch ein besonderes Gesetz eine ausdrückliche Erlaubnis erforderlich ist", und Kanon 766 sieht eine Ausnahme vor: "Laien können zur Predigt in einer Kirche oder einem Oratorium zugelassen werden, wenn es unter bestimmten Umständen die Notwendigkeit erfordert oder in besonderen Fällen die Nützlichkeit dazu rät, gemäß den Anordnungen der Bischofskonferenz und vorbehaltlich von can. 767, §1".


Roche präzisiert: "Dies ist kein Ausschluss der Laien und natürlich auch keine Leugnung des Rechts und der Pflicht eines jeden getauften Mannes oder einer jeden getauften Frau, das Evangelium zu verkünden, sondern vielmehr eine Bestätigung der Besonderheit dieser Form der Verkündigung, die die Homilie ist".

Die Predigt der Laien könne "im Bewusstsein der christlichen Gemeinschaft Missverständnisse über die Form und Identität des Priesters hervorrufen".

Es sei notwendig, schreibt Roche, zu erklären, "dass es Unterscheidungen gibt, die der Geist macht, der verschiedene Charismen hervorbringt, die sich unterscheiden und ergänzen", und fügt hinzu: "Wort und Sakrament sind untrennbare Wirklichkeiten, und insofern sie nicht nur formale Ausdrucksformen der Ausübung der 'sacra potestas' sind, sind sie weder trennbar noch delegierbar".

Auch im Hinblick auf das Bestreben, einen Ritus für die Spendung der Heiligen Taufe durch Laien zu erhalten, betont Kardinal Roche, dass dieses Sakrament nur in Abwesenheit oder bei Verhinderung eines Klerikers von Laien gespendet werden kann. Diese Bedingung gilt als erfüllt, wenn ein ordentlicher Taufspender innerhalb eines Monats nicht erreicht werden kann. Solche Umstände scheinen jedoch "in keiner Diözese im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz vorzuliegen, wenn man die Daten des Päpstlichen Jahrbuchs über den verfügbaren Klerus zugrunde legt", erklärt der Präfekt.

Der Kardinal erklärt, dass in der 2006 verabschiedeten deutschsprachigen Ausgabe der Taufliturgie der im lateinischen Original enthaltene Abschnitt über die Taufe von Kindern in Abwesenheit eines Priesters oder Diakons nicht aufgenommen wurde, "weil die Deutsche Bischofskonferenz die in den Missions- oder Neuevangelisierungsländern am häufigsten vorkommenden Notlagen nicht berücksichtigt hat". Aus diesem Grund gibt es in der Tat keinen anerkannten Ritus in deutscher Sprache für die Feier der Taufe durch einen außerordentlichen Geistlichen. Auch der von einigen deutschen Diözesen und evangelischen Landeskirchen im Jahr 2021 herausgegebene ökumenische Taufritus für Kinder aus konfessionell verbundenen Familien hat keine Genehmigung erhalten und sollte daher nicht verwendet werden.

Roche sprach auch ein anderes Thema an: die Übersetzung liturgischer Texte ins Deutsche. Die Übersetzungen müssen "treu und angemessen" sein, erklärte der Präfekt. "Es geht nicht darum, neue und andere Riten für einzelne Nationen zu schaffen, sondern die Möglichkeit zu bieten, den einen römischen Ritus in der Besonderheit jeder Kirche zu leben".

Alle Anträge auf "Anpassung" liturgischer Texte müssen mit einem Antrag auf Anerkennung durch die Bischöfe an das Dikasterium geschickt werden. Andernfalls wird es zu Missbrauch kommen.

Der Brief, mit dem sich Papst Franziskus an diese Bischöfe, Presbyter, Männer und Frauen, die das Volk Gottes in Deutschland ausmachen, wandte, hatte also keine Wirkung. Der Papst hatte 2019 geschrieben: "An der Wurzel dieser Versuchung liegt der Gedanke, dass angesichts so vieler Probleme und Unzulänglichkeiten die beste Antwort darin bestünde, die Dinge neu zu ordnen, Veränderungen und vor allem "Ausbesserungen" vorzunehmen, die das Leben der Kirche in Ordnung und Harmonie bringen und es der gegenwärtigen Logik oder der einer bestimmten Gruppe anpassen. Auf diesem Weg könnte es scheinen, dass alles gelöst und die Dinge wieder in Ordnung gebracht werden, wenn das kirchliche Leben in eine "gewisse" neue und alte Ordnung eintritt, die den Spannungen ein Ende setzt, die unserem Menschsein innewohnen und die das Evangelium hervorrufen will

Einmal mehr beweist der deutsche Synodalweg, dass er nicht mit Petrus verbunden bleiben will, und einige deutsche Bischöfe instrumentalisieren die Laien selbst, um ein eigenes ideologisches Projekt zu verwirklichen. Das Risiko ist sehr groß, vor allem weil, vielleicht hat es jemand vergessen, die Seelsorger für die Seelen ihrer Gläubigen verantwortlich sind und "extra Ecclesiam nulla salus".


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Lesermeinungen

 Dismas 2. April 2023 

@MPDE

also Kardinal Ratzinger hat z.B. im April 1999 in Weimar bei der Pro Missa Tridentina ein Pontifikalamt im Usus Antiquior zelebriert.
So stimmt Ihre Aussage nicht, es sei denn, Sie beziehen "zeitlebens" auf sein Ponitfikat.


1
 
 Martinus Theophilus 1. April 2023 
 

@Wynfried

Sie haben recht: Es wird immer schwieriger, geeignete Kandidaten für das Bischofsamt zu finden. Von daher ist es dringend an der Zeit, für eine bessere und lehramtstreue Ausbildung der Priesterkandidaten zu sorgen.

Was das Konkordatsrecht angeht, so gilt zumindest für Bamberg das Bayernkonkordat. Das Domkapitel hat dort kein Wahlrecht, sondern der Papst kann jeden ernennen, der von einem der bayerischen Bischöfe oder Kapitel vorgeschlagen wurde. Von daher wäre hier z.B. eine Ernennung von Erzbischof Gänswein möglich. Bei Bedarf wäre man in Regensburg oder Passau sicher bereit, dem Papst einen entsprechenden Vorschlag zu schicken.


1
 
 SCHLEGL 31. März 2023 
 

@MPDE

Darf ich Sie als Priester des lateinischen und des byzantinischen Ritus (für Ukrainer) sehr bitten die Bezeichnung "UNIERTE" absolut zu vermeiden! Das Wort "UNIATEN" ist ein böses Schimpfwort, welches besonders die Russisch-orthodoxe (putinistische)Kirche gegenüber den griechisch-katholischen Ukrainern verwendet.
Außerdem stimmt Ihre Behauptung nicht, es ist nämlich dem zuständigen-katholischen Ordinarius erlaubt, einen Priester einer katholischen Ostkirche (auch wenn er verheiratet ist) als Seelsorger in einer römisch-katholischen Pfarren einzusetzen.


1
 
 Zeitzeuge 31. März 2023 
 

Ergänzend im Link ein alter Aufsatz von Dr. Kaschewsky (+2020)

aus der Una Voce Korrespondenz über tendenziöse
Übersetzungen des römischen Messbuchs von 1970.

Das sind traurige Fakten und teilweise aufgedeckte
"progressistische Ideologie"........ .

www.una-voce.de/uploads/1/2/8/3/12837883/80_h_5.pdf


2
 
 Zeitzeuge 31. März 2023 
 

Bzgl. Übersetzungen verweise ich Interessenten auf die unten verlinkten

interessanten Ausführungen des Kanonisten und
Lateinkenners Hochw. Dr. Weishaupt, dessen
berechtigte Kritik wohl niemand unter Ideologie-
verdacht stellen wird........ .

www.geroweishaupt.com/liturgie/pr%C3%A4sidialgebete/


2
 
 SCHLEGL 31. März 2023 
 

@ ThomasR

Das geht nicht! Die Pfarreseelsorge hat eindeutig nach dem "ordentlichen Ritus" (natürlich ordentlich zelebriert, was leider häufig nicht geschieht) durchgeführt werden! Daran hat auch Papst Benedikt festgehalten, ohne wenn und aber.


2
 
 MPDE 31. März 2023 
 

@ThomasR

Was Sie beschreiben ist nicht sehr realistisch, dass es keine Bischöfe aus "NOM-Seminaren" mehr geben wird, das werden wir beide nicht erleben. Es ist auch wieder fatal hier diese Trennung aufzumachen. Ein Bischof sollte im besten Fall mit der Pastoral seines Bistums bekannt sein. Ein Priester aus einer altrituellen Gemeinschaft betreut aber explizit nur Gläubige, die auch den Alten Ritus besuchen - ähnlich wie ein Priester einer unierten Kirche. Es kann auch rechtgläubige Bischöfe ohne Alten Ritus geben. Papst Benedikt hat zeitlebens den römischen Ritus nach Paul VI. gefeiert.


1
 
 ThomasR 31. März 2023 
 

Ernennung der Bischöfe aus den altrituellen Gemeinschaften

würde auch helfen in Deutschland wieder zum Gleichgewicht kommen.

Ich glaube nicht, daß ein altritueller Bischof würde der Liquidation des Priesterseminars (2022 PAssau und Würzburg) oder Erstkommunion ohne Beichte (bterifft wenigstens 50% der Erstkommunikinder) zustimmen.
Frauen (und Laien allgemein) als Predigerinnen hätten bei einem altrituellen Bischof eher schlechte Karten.
Ich kenne auch keinen altrituellen Priester der Hlg Kommunion (ohne Beichte) für evangelische Ehepartner oder Bezeichnung der EKD als Kirche bzw als Verbund von Kirchen zustimmen würde, oder?

Alle altrituellen Priesterseminare in der Weltkirche platzen aus allen Nähten (so voll), die meisten Novus ordo Priesterseminare außer Afrika werden sowieso ein nach dem anderen geschlossen - irgendwann fehlen novus Ordo Kandidaten für BIschofsämter insbesondere in Deutschland, wenn es so weiter geht, ganz.


3
 
 SCHLEGL 31. März 2023 
 

@discipulus

Dieser Entscheidung des Konzils von Trient ist mir bekannt, aber ich halte es für nicht sehr klug eine Übersetzung aus dem Original, die noch dazu Schwächen hat, als Norm anzusehen.
Seit Trient haben wir ja viele alte griechische Texte, denken wir nur an den Kodex Sinaiticus, den Tischendorf im 19. Jahrhundert entdeckt hat.
Es stört mich einfach, wenn besonders "traditionsverbundene Katholiken" (nach eigener Auffassung) mit solchen Aussagen die Leute irritieren.
Damit werden genauso Ideologien (= interessensbedingte Erkenntnisprozesse) erzeugt, wie auf der "modernen" Gegenseite, die ebenfalls von einer ideologischen Basis ausgeht. Und da ist man als "armer rechtgläubiger Priester" mittendrin -:).


2
 
 MariaMutterDerKirche 31. März 2023 
 

wenn ich nicht mehr weiter weiß, gründ ich einen Arbeitskreis

Bankrott-Erklärung!


0
 
 discipulus 31. März 2023 
 

Werter Msg. Schlegl,

nur ungern widerspreche ich Ihnen. Aber theologisch normativ ist m.E. tatsächlich der Text der Vulgata, so die Entscheidung des Konzils von Trient. Fraglich ist lediglich, für welche Vulgata-Version das gilt, m.E. für jene, die Johannes Paul d.Gr. approbiert hat.

Das ändert allerdings nichts an der Richtigkeit Ihrer übrigen Aussagen. Für wissenschaftlich-exegetische Fragen ist natürlich der griechische Text normativ. Und natürlich ist dieser auch Richtschnur für das Verständnis der Vulgata, wo die Übersetzung ins Deutsche fraglich ist. Das gilt insbesondere für die Verwendung des Neutrum Plural peccata, der im Lateinischen durchaus auch die Bedeutung eines Singulars besitzen kann. Das habe ich @Chris2 auch schon mehrfach geschrieben, er möchte das offensichtlich nicht zur Kenntnis nehmen.


0
 
 SCHLEGL 31. März 2023 
 

@Chris2

Sie sind sprachlich im Irrtum! Normativ ist NICHT der lateinische Text, sondern der griechische Originaltext des Neuen Testaments! Da steht eindeutig in Lk 2,14: " Eirene en tois anthropois EUDOKIAS !" Eudokia aber heißt eindeutig WOHLGEFALLEN (Gottes).
Ebenso ist die Übersetzung die SÜNDEN (peccata) der Welt falsch, denn griechisch steht in Joh 1,29: "...ho airon ten HAMARTIAN tou kosmou!" Das griechische Wort " HAMARTIA" ist im Singular und bedeutet DIE SÜNDE der Welt.
Ebenso ist Ihr Zitat aus dem römischen Kanon nicht korrekt, weil das Wort "incolumitas" eben "Wohlfahrt, Sicherheit, Heilung, Genesung" bedeutet. Vom "ewigen Heil" steht dort nichts.
Auf diese Art und Weise bringt man nur die Leute durcheinander. Die richtige Übersetzung der Wandlungsworte steht bereits im Gotteslob, daher wird sie auch (hoffentlich bald) im neuen deutschen Messbuch kommen.


3
 
 ThomasMoore 31. März 2023 

Kardinal Roche

Es ist aus meiner Sicht dringend angebracht, dass Roche ehrlich darüber nachdenkt, wo die Spalter, Häretiker, Konzilsablehner und Gehorsamsverweigerer gegenüber Rom denn sitzen? Bei den Gemeinschaften der Tradition oder den Protagonisten des "Synodalen Weges"?


6
 
 ThomasMoore 31. März 2023 

zurückdrehen möglich?

"..."Laienpredigt nicht zur Praxis werden kann."
Tja, das ist sie flächendeckend doch schon längst. In der Pfarrei, in der ich aufgewachsen bin, schon seit mehr als 30 Jahren.. hat man das in Rom erst jetzt gemerkt?

""Es geht nicht darum, neue und andere Riten für einzelne Nationen zu schaffen, sondern die Möglichkeit zu bieten, den einen römischen Ritus in der Besonderheit jeder Kirche zu leben".
warum sendet man dann jemand nach Mexico um einen Mayan-Messritus mit den dortigen Bischöfen auszuarbeiten? Der sieht sogar einen "Mayan-Altar" vor..
https://www.lifesitenews.com/blogs/official-draft-of-new-mayan-rite-of-mass-confirms-elements-of-ancient-pagan-worship-lay-principals/

"Alle Anträge auf "Anpassung" liturgischer Texte müssen mit einem Antrag auf Anerkennung durch die Bischöfe an das Dikasterium geschickt werden. Andernfalls wird es zu Missbrauch kommen."
Missbrauch gibt es schon seit Jahrzehnten flächendeckend und niemand schreitet dagegen ein.


3
 
 hape 31. März 2023 

@Uwe Lay,

wieso sollten die Synodalen irgendetwas beweisen wollen? Die schaffen Fakten, das reicht. Kirchenrecht hin oder her, das Recht muss immer ein Stück weit interpretiert werden, am Ende ist alles eine Frage der Auslegung. In der Sprache der Synodalen: es ist eine Frage der Machtverhältnisse. Die Synodalen provozieren, debattieren und relativieren. Sie spielen auf Zeit. Sie haben viel Zeit. Denn sie sind reich an Geld. Am Ende wird Rom zustimmen, weil die im Ungehorsam geschaffenen Fakten nie mehr aus der Welt geschafft werden können. Das Kirchenrecht folgt der Praxis und deklariert Unrecht zu Recht. So war es auch beim Lektoren- und Kommunionhelferdienst. Mit dem Erlass "Spiritus Domini" (Der Geist des Herrn) änderte Papst Franziskus den Kanon 230-§1 des kirchlichen Gesetzbuchs und machte damit zum Recht, was Jahrzehnte zuvor von weitsichtigen Leuten im pastoralen Ungehorsam eingeführt worden war. Dieser Mechanismus funktioniert. Das haben die Synodalen verstanden.


4
 
 SalvatoreMio 31. März 2023 
 

Zuwiderhandlungen wie Laienpredigt

Der Zug rollt längst: 1x mal pro Monat "predigt" bei uns eine hauptamtl. Person. In der nahegelegenen Wallfahrtskirche geschieht es nun jeden Sonntag in der Fastenzeit durch diverse Personen - ganz gewiss auf Wunsch des jetzt zurückgetreten Bischofs. Man ist rundum weitgehend ausgerichtet auf die "neudeutsche Kirche" mit bunten Fahnen. Ob sich das noch stoppen lässt?


4
 
 Uwe Lay 31. März 2023 
 

Was interessiert uns, was Rom sagt

Nun dürfen wir alle gespannt darauf sein, wie die Reformbischöfe beweisen werden, daß Rom sie ermutigen wolle, die Laienpredigt in der hl.Messe einzuführen und daß nur Ewiggestrige diese römische Klarstellung mißverstünden!
Uwe Lay Pro Theol Blogspot


4
 
 Zeitzeuge 31. März 2023 
 

Sehr richtig, lieber Chris2,

was Lehrabweichler betrifft, scheint ROM das
kirchl. Strafrecht weitgehend suspendiert zu haben.

So haben die DBK-Bischöfe (alle im Gleichschritt!)
nicht die korrekte Übersetzung des "pro multis"
im deutschen Missale vorgenommen - ganz zu schweigen von der niemals durchgeführten Revision der
"Königsteiner Erklärung".

Solange nicht kanonische Strafen angedroht und
im Weigerungsfall auch verhängt werden, wird
sich nichts ändern.

Ich befürchte aber ein neues päpstliches
Motu proprio gegen den klassischen römischen
Ritus der hl. Messe und dessen Anhänger - mit
einer restriktiven Kommission mit z.B. den
Kardinälen Braz (Zerstörer der Immaculata-
Franziskaner) und auch Roche, die früheren
Ecclesisa Dei-Gemeinschaften und die Petrus-
brüder kann man natürlich viel leichter regide
behandeln als Bischof Bätzing & Co., da spielt
auch Hirtensorge keine Rolle.

Ich hoffe sehr, daß ich mich irre!

Im Link Kardinal Müller über die Tragik der
Untätigkeit ROM bzgl. der synodal verwirrten
Häresien!

www.die-tagespost.de/kirche/synodaler-weg/die-tragik-des-roemischen-schweigens-art-236823


5
 
 Seeker2000 31. März 2023 
 

Wann kommt Stufe 3?

Wann handelt Rom endlich biblisch? Vielleicht falsche Literatur für den Vatikan?

- Zurechtweisung alleine
- Zurechtweisung unter Zeugen
- E N T F E R N U N G


2
 
 ThomasR 31. März 2023 
 

Übernahme der kommissarischen Leitung über die meisten Priesterseminare*

in Deutschland
durch z.B. Communaute St.Martin dringendst gefragt.
Sonst ist es davon auszugehen, daß weitere Priesterseminare , ähnlich Passau und WÜrzburg, beide 2022 geschlossen werden.
Das über die meisten Priesterseminare in Deutschland verbreitetes antropozentrisches Priesterbild ist im Berufungsapostolat auch weitgehendst unattraktiv.
Um Priesterausbildung in Deutschland zu retten gibt es drindeden Bedarf Abstand von Döpfnerismus in der Priesterausbildung zu nehmen (allein schaffen vielleicht es noch ca 2-3 Häuser)

www.youtube.com/watch?v=TgX2YJRltsY&t=34s


2
 
 Wynfried 31. März 2023 

@ Martinus Theophilus

Vollkommen richtig!
Ich frage mich nur, wo geeignete Bischofskandidaten für Bamberg, Paderborn und Osnabrück herkommen sollen. Katholische Milieus brechen immer mehr weg, und die Personaldecke wird immer dünner. Außerdem gilt in Deutschland weiter das Konkordatsrecht, was die Auswahl glaubenstreuer Kandidaten nicht leicht macht macht.


4
 
 Chris2 31. März 2023 
 

Falls das "Kommissariat" kommt und

Befugnisse wie z.B. bei den Franziskanerinnen der Immaculata oder dem Malteserorden bekommen und auch einsetzen sollte, rappelt es im Karton. Falls es allerdings bei einer Ankündigung des Darübernachdenkens bleiben oder nur ein Sturm im Wasserglas werden sollte, würde alles die Lage nur noch weiter verschlimmern ...


5
 
 Chris2 31. März 2023 
 

Ein Anfang. Immerhin.

Zur Frage der "treuen und angemessenen" Übersetzungen liturgischer Texte ins Deutsche hätte ich ein paar Vorschläge: Die seit 1970 im Messformular klaffenden Wunden tendenziös falscher Übersetzungen:
- "für alle vergossen" > "für viele vergossen" (pro multis)
- "Menschen seiner Gnade" > "Menschen guten Willens" (bonae voluntatis)
- die ominös-kollektive "Sünde der Welt" > "Sünden der Welt" (peccata mundi)
- "gehet hin in Frieden" > "geht, Ihr seid gesendet" o.ä. ("ite missa est)
- [unsicher: "unverlierbares Heil" > "ewiges Heil"?]
Wie man sieht, könnte in diesen Stellen ein zentraler Schlüssel zur Glaubenskatastrophe in Deutschland liegen (allsonntägliches Suggerieren einer All- oder gar Zwangserlösung, jedenfalls egal, wie schwer man auch sündigt). Ein oder zwei Stellen fallen mir wohl gerade nicht ein. Sehr schlecht geschlafen...)


5
 
 Zeitzeuge 31. März 2023 
 

Warum kein päpstliches Moto proprio mit klaren, strafbewehrten

Bedingungen? So ändert sich wohl überhaupt nichts!

Ganz zu schweigen von den Häresien der synodal
Verwirrten; die anstehenden Bischofsernennungen
sind ein guter Maßstab für die Ernsthaftigkeit
des Vatikans bzgl. Lehramtstreue - übrigens nicht
nur in Deutschland.......!

Bzgl. der synodalbewegten Lehrabweichungen vgl.
im Link Kardinal Müller!

www.die-tagespost.de/kirche/synodaler-weg/die-tragik-des-roemischen-schweigens-art-236823


6
 
 Martinus Theophilus 31. März 2023 
 

Noch wichtiger sind klare Personalentscheidungen aus Rom.

Ein Kommissariat wäre ein Schritt in die richtige Richtung. Noch wichtiger sind jedoch die Personalentscheidungen des Heiligen Vaters: Die Bischofsstühle von Bamberg, Osnabrück und Paderborn müssen mit Männern besetzt werden, die aus ihrer Ablehnung des Kurses von Bätzing und Co. keinen Hehl machen. Und bereits amtierende Bischöfe müssen spüren, dass sie ihr Amt riskieren, wenn sie sich nicht der römischen Linie anpassen.


8
 
 hape 31. März 2023 

Wenn ich nicht mehr weiter weiß,

gründ' ich einen Arbeitskreis. Oder ein Kommissariat. Auf jeden Fall einen Rat. Oder doch nur einen Ausschuss? Endlose Sitzungen, endlose Texte, endlose Pressemitteilungen. Eins ist klar: mit Räten und Gremien kennt sich keiner besser aus wie die Deutschen. Da sind sie zuhause. Jede Pressemeldung gibt denen Gelegenheit, ihr anders-katholisches Lehramt im Gespräch zu halten. Hauptsache, keine Entscheidung. Denken in Prozessen.

Was bleibt? Es bleiben im innersten ihres Herzens verletzte Seelen. Verzweifelte lehramts- und papsttreue Katholiken, die still und leise ertragen, wie das Wort Gottes weiter zerredet und entstellt wird. Werden sie treu bleiben?

Kreuzweg. Passion. Emmaus-Gang. Hoffen, dass der Sieger über den Tod mit uns geht. Dass er uns tröstet. Dass er sich der trägen Herzen von uns Unverständigen erbarmt. Dass er uns lehrt, alles zu glauben, ausgehend von Mose und den Propheten. Was sie gesagt haben, was in der gesamten Schrift über IHN geschrieben steht (Lk 24,13-29).


7
 
 winthir 31. März 2023 

Die postulierte Einheit von Wort und Sakrament

wurde bereits aufgeweicht durch Konzelebrationen, Festprediger, predigende Diakone - die ja nicht (
mehr) in persona christi handeln.


5
 
 bertaa 30. März 2023 
 

die BUNTEN Bischöfe in Deutschland müssen gestoppt werden

wollen es Bätzing und Co . so veranstalten ,wie der Bundestag,dass ein Mann wie Markus Ganserer als Quotenfrau für die Grünen im Bundestag einziehen kann,obwohl biologisch und rechtlich ein Mann?
Klar--ein saloppes Beispiel,aber die Tendenzen,dass die kath. Kirche zu einem bunten Zirkus verkommt,wenn diese keinre stoppt ist ersichtlich..
Es gibt noch gute Kardinäle und Bischöfe wie Woelki,die diesen Zirkus nicht mitmachen und von Baetzing und Co. gemobbt werden..
Ich empfehle Baetzing und seine bunten Freunde,zur Luther-Kirche zu wechseln..
Dort können diese dann ihre Buntheit ausleben,bevor diese Typen die kath. Kirche versauen


5
 
 lesa 30. März 2023 

Weiterbeten!


7
 
 Andel 30. März 2023 
 

Es wird höchste Zeit,

dass ein Machtwort aus Rom kommt. Bätzing und Co. können ja eine "deutsch-katholische" Kirche gründen. Sie sollen uns unseren Glauben in Ruhe leben lassen. Im Nachbarort gab es einen Segnungsgottesdienst mit "großem Tamtam", anders kann man es nicht mehr nennen. Nicht einmal zu einer Mitfeier der heiligen Messe an Hochfesten wird so eindringlich eingeladen, weder im Wochenblatt der Pfarre noch mündlich durch die Priester. Aber dieser Segnungsgottesdienst wurde sogar in den Medien, einschließlich Kirchenzeitung,beworben. Es ist alles einfach nur noch traurig.


6
 
 Joachim Heimerl 30. März 2023 
 

Roche taugt nicht viel und hat ein verheerendes Nichtwissen über die Theologie

des zweiten Vatikanums, was sich an seinem Hass gegen die "Alte Messe" und dem Unsinn, den er hier permanent verbreitet, überdeutlich zeigt. Hier hat er auch mal was gut gemacht...das wurde aber auch Zeit, Eminenz!


5
 
 discipulus 30. März 2023 
 

Hoffentlich bald

Na, dann hoffen wir mal, daß diese Kommission rasch eingerichtet wird und vernünftige Mitglieder bekommt.


7
 
 DonGiovanni 30. März 2023 
 

Rom reagiert? - eine Überrasschung

Da bin ich einmal wirklich positiv überrascht. Man geht nicht nur gegen den Alten Ritus vor, sondern endlich einmal auch gegen die Modernisten des synodalen Weges. Ich hoffe, dass Kardinal Roche dadurch auch erkennt, dass die wirklichen Probleme der Kirche weniger beim Alten Ritus als beim synoldalen Weg liegen.
Ein Kommisariat wird die deutschen Bischöfe im guten Sinn entmachten.
Die Bischöfe wollen ihre Leitungsvollmacht beschnitten wissen und zugleich spielen sie sich auf als Herren über Gottes Erbteil und meinen über die apostolische Lehre frei verfügen zu können, wie es ihnen und den Medien passt.


8
 
 Jothekieker 30. März 2023 
 

Falscher Absender

Der Brief geht in Ordnung. Er trägt aber den falschen Absender. Mr Roche nimmt nach seinen Tiraden gegen die Alte Messe schon lange niemand mehr ernst.


5
 
 girsberg74 30. März 2023 
 

Dieser Beitrag lässt hoffen!


4
 
 Vox coelestis 30. März 2023 
 

Ein Hoffnungszeichen

Immerhin ein Schritt in die richtige Richtung. Wer jetzt aber meint Bätzing und Co. würden dadurch auf die Bremse treten, dürfte sich getäuscht haben.
Zum Einen werden sie dieses Schreiben wieder verdrehen und hinbiegen wie sie es brauchen, und zum Anderen hat es für sie ohne die Unterschrift des Papstes sowieso nicht die entsprechende Autorität.
Also vorerst wird sich dadurch (noch) gar nichts ändern.


4
 

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