Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  3. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  4. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  5. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  6. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  7. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  8. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  9. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  10. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  11. Anerkanntes Wunder von Fulton Sheen: Baby nach 61 Minuten Atemstillstand lebt, heute kerngesund
  12. Papst Leo: „Diese vier Tage waren buchstäblich erfüllt mit vielen Segnungen, fast schon Wundern“
  13. Abtreibungsbefürworter begehen Farbanschlag auf Malteserklinikum in Flensburg
  14. Priester bei Messer-Attacke in polnischem Kloster getötet
  15. 'Kirche casht ab' - Immer weniger österreichische Katholiken, immer mehr Millionen!

Bischof: "Fürchtet euch nicht, Freunde der Ukraine zu sein"

17. März 2023 in Weltkirche, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Weihbischof von Donezk, Maksym Ryabukha: "Die Ukraine wird in Zukunft nur in ihren ursprünglichen Grenzen bestehen können, oder sie wird nicht mehr existieren" - Bischof bittet um weitere westliche Solidarität


Wien (kath.net/KAP) Zur Solidarität mit der Ukraine hat der ukrainisch-katholische Weihbischof von Donezk, Maksym Ryabukha, aufgerufen. Der Bischof erinnerte im Kathpress-Interview am Donnerstag an die jahrhundertelange Freundschaft zwischen Österreich und der Ukraine. Sein Appell an die Österreicherinnen und Österreicher: "Fürchtet euch nicht, Freunde der Ukraine und ihrer Not leidenden Bevölkerung zu sein!" Österreich sollte im Blick auf die Solidarität mit der Ukraine Vorbildwirkung haben, so der Wunsch des Bischofs.

Die Ukraine habe sich in den vergangenen Jahren klar für Europa, für Freiheit, Menschenrechte und Demokratie entschieden. "Dafür steht auch die Kirche ein." Für ein totalitäres System wie Putins Russland sei dies klarerweise eine Bedrohung, so der Bischof über die Gründe für den russischen Angriff. Für Putin habe die Ukraine deshalb auch kein Existenzrecht.
Die Stimmung im Land beschrieb der Bischof so: "Die Ukraine wird in Zukunft nur in ihren ursprünglichen Grenzen bestehen können, oder sie wird nicht mehr existieren. Putin ist mit seinem imperialistischen Krieg eine Gefahr für die ganze Welt. Die Kirche glaubt an den Sieg des Guten gegen das Böse und betet darum". Große Hoffnung setzte der Bischof in jene Ukrainerinnen und Ukrainer, die in den Westen geflohen sind bzw. dort schon länger studieren oder arbeiten. Sie sollten künftig unbedingt am Wiederaufbau des Landes mitwirken.


Das griechisch-katholische Exarchat Donezk umfasst die Dekanate Donezk, Saporischschja, Kramatorsk und Dnipro. Sitz des Exarchats war bis 2014 Donezk, seither ist es Saporischschja. An der Spitze des Exarchats steht Bischof Stepan Menyok, er wird von Maksym Ryabukha unterstützt, der am 22. Dezember 2022 zum Weihbischof für Donezk geweiht wurde.

Zwei Dekanate des Exarchats sind teilweise von Russland besetzt, eine weiteres vollständig und nur ein einziges befinde sich gänzlich unter ukrainischer Kontrolle, berichtete der Bischof. Erst kürzlich wurden drei Priester des Exarchats von den Russen aus den besetzen Teilen ausgewiesen. Zwei weitere Geistliche, die beiden Ordensmänner P. Bohdan Heleta und P. Ivan Levytsykyy, seien von den Russen verhaftet worden. Von ihnen fehle jede Spur, zeigte sich der Bischof tief besorgt.
In den besetzten Gebieten sei keine geordnete Seelsorge möglich, die Gläubigen versuchten, so gut es geht, in Kirchen oder privat zum Gebet zusammenzukommen. Die Kommunikation mit den Menschen in den besetzten Gebieten sei für die Kirchenleitung kaum möglich, so Weihbischof Ryabukha.

Die Kirche helfe der Bevölkerung, so gut sie könne; etwa mit Nahrungsmitteln, Kleidung, Medikamenten oder auch Unterkünfte für Vertriebene und Ausgebombte. Die Kirche habe in ihren Pfarrgemeinden auch kleine Sozialzentren für Kinder, Familien und ältere Menschen errichtet. Wirtschaftlich seien die Gebiete nahe der Front schwer getroffen, viele Menschen hätten keine Möglichkeit mehr auf ein Einkommen. Hilfe sei unumgänglich.

Neben der materiellen Hilfe sei freilich die psychologische und geistliche Unterstützung ebenso notwendig, betonte der Bischof. Viele Menschen, vor allem auch Kinder, seien durch den Krieg schwer traumatisiert. Das schwäche aber nicht die Widerstandskraft der Menschen. Viele Freiwillige würden unermüdlich in die Kampfgebiete fahren, um die Soldaten zu unterstützen und zu versorgen. Und auch die Kirche - etwa in seiner Person - sei immer wieder im Frontgebiet, um die Soldaten seelsorglich zu unterstützten, so der Weihbischof. Auch im heftig umkämpften Bachmut sei er erst kürzlich wieder gewesen.

Der Bischof zeigte im Interview eine Fotografie von einem Weihnachtsgottesdienst mit Soldaten nahe der Front. "Das war auf offenem Feld in einer Baracke, die mit Planen getarnt war. Draußen hatte es minus 20 Grad, drinnen auch. Doch das Wasser und der konsekrierte Wein, also das Blut Christi, sind nicht gefroren. Physikalisch lässt sich das nicht erklären. Für uns war das ein Zeichen für die Nähe unseres Herrn Jesus Christus, der uns nicht im Stich lässt."

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Papst Leo: „Diese vier Tage waren buchstäblich erfüllt mit vielen Segnungen, fast schon Wundern“
  2. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  3. 'Putin ist auf dem besten Weg, in diesem Jahr mehr Christen zu töten als der ISIS'
  4. Der evangelischen Theologischen Hochschule Basel soll die Akkreditierung entzogen werden
  5. Über das Dämonische
  6. 'Kirche casht ab' - Immer weniger österreichische Katholiken, immer mehr Millionen!
  7. Wissen Sie, wer die Idee zum fünffarbigen Missionsrosenkranz hatte?
  8. 'Ich habe mich geirrt'
  9. Der Mensch als Mitarbeiter Gottes - Fortschritt ist kein Gottesersatz
  10. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  11. Der Katholik Tolkien wird in der anglikanischen Westminster Abbey ein Denkmal erhalten
  12. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  13. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  14. Was ich als Priester von Fulton Sheen gelernt habe
  15. Papst an Klausurschwestern: „Der Herr ruft euch, seine Zeuginnen in Stille, Kontemplation zu sein“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz