Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Sadomasochistische Gruppe auf dem Katholikentag in Würzburg
  2. Vom Streuner zum Messdiener: Welpe „Johnny“ findet ein neues Zuhause
  3. Selektive Wahrheiten und die römische Geduld
  4. Vom Benehmen mit Majestäten
  5. Homosexuellenapostolat Courage International kritisiert Synodenbericht
  6. Ein Jahr Papst Leo XIV.
  7. Kommen kirchenrechtliche Sanktionen für deutsche Bischöfe?
  8. Eine nötige Klarstellung aus Rom
  9. Ein Moment zum Schämen
  10. Vom Segen Gottes und dem Fake-Segen dieser Welt
  11. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts bei Unfall schwer verletzt
  12. Papst warnt erneut die Piusbrüder! Geste wäre "ein schismatischer Akt"
  13. Wuppertaler stellv. Stadtdechant: „Lebendige Bindung an die Weltkirche“ statt „deutsche Sonderwege“
  14. „Klimaschützer“ fliegen am häufigsten
  15. Ein Akt der Demut?

Die Armen vor Gott

29. Jänner 2023 in Aktuelles, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus: der Verzicht auf Verschwendung ermöglicht es uns, den Wert von uns selbst, von Menschen und Dingen zu schätzen. Drei Herausforderungen gegen die Mentalität der Verschwendung. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net) Angelus am vierten Sonntag im Jahreskreis mit Papst Franziskus auf dem Petersplatz: die Seligpreisungen (vgl. Mt 5,1-12).

Die erste und grundlegende laute: „Selig, die arm sind vor Gott; / denn ihnen gehört das Himmelreich“ (V. 3).

„Wer sind die ‚Armen vor Gott’?“, fragte sich der Papst. Es seien dies diejenigen, die wüssten, dass sie sich selbst nicht genügten, dass sie sich nicht selbst genügen könnten, und die als „Bettler Gottes“ lebten: „sie fühlen sich von ihm bedürftig und erkennen, dass das Gute von ihm kommt, als Geschenk, als Gnade. Diejenigen, die arm vor Gott sind, schätzen das, was sie erhalten. Deshalb wünschen sie, dass keine Gabe vergeudet wird. Heute möchte ich mich mit diesem typischen Aspekt der Armen vor Gott befassen: nicht zu verschwenden. Jesus zeigt uns, wie wichtig es ist, nicht zu verschwenden, zum Beispiel nach der Vermehrung der Brote und Fische, wenn er uns auffordert, die übrig gebliebenen Speisen einzusammeln, damit nichts verloren geht. Der Verzicht auf Verschwendung ermöglicht es uns, den Wert von uns selbst, von Menschen und Dingen zu schätzen. Leider wird dieser Grundsatz jedoch häufig missachtet, vor allem in wohlhabenderen Gesellschaften, in denen eine Kultur der Verschwendung und des Wegwerfens vorherrscht. Ich möchte daher drei Herausforderungen gegen die Mentalität der Verschwendung vorschlagen“.


Erste Herausforderung: das Geschenk nicht vergeuden, das wir sind. Jeder von uns sei ein Gewinn, unabhängig von seinen Gaben. Jede Frau, jeder Mann sei nicht nur reich an Talenten, sondern auch an Würde, werde von Gott geliebt, sei wertvoll. Jesus „erinnert uns daran, dass wir nicht wegen dem selig sind, was wir haben, sondern wegen dem, was wir sind“. Wahre Armut sei es also, wenn ein Mensch loslasse, sich weggebe und sich verausgabe. Wir kämpften mit Gottes Hilfe gegen die Versuchung an, uns für unzulänglich und falsch zu halten und uns selbst zu bemitleiden.

Zweite Herausforderung: „die Gaben, die wir haben, nicht zu verschwenden“. Es zeige sich, dass jedes Jahr etwa ein Drittel der gesamten Lebensmittelproduktion der Welt verschwendet werde. Und das, während so viele Menschen hungerten. Die Ressourcen der Schöpfung könnten nicht auf diese Weise genutzt werden. Die Güter müssten gehütet und geteilt werden, damit niemandem das Notwendige fehle: „lasst uns nicht verschwenden, was wir haben, sondern eine Ökologie der Gerechtigkeit und der Nächstenliebe, des Teilens verbreiten!“.

Schließlich die dritte Herausforderung: die Menschen nicht fallen lassen und wegwerfen. Die Kultur des Wegwerfens besage: „ich benutze dich so lange, wie ich dich brauche. Wenn du mich nicht mehr interessierst oder mich behinderst, werfe ich dich weg“. So würden vor allem die Schwächsten behandelt: ungeborene Kinder, alte Menschen, Bedürftige und Benachteiligte. Aber Menschen dürften nicht weggeworfen werden, niemals. Jeder Mensch „ist ein heiliges und einzigartiges Geschenk, in jedem Alter und in jedem Zustand. Lasst uns das Leben immer achten und fördern!“.

„Wir sollten uns einige Fragen stellen“, so der Papst abschließend: „Zunächst einmal: wie lebe ich die Armut vor Gott? Schaffe ich Platz für Gott, glaube ich, dass er mein Gut, mein wahrer, großer Reichtum ist? Glaube ich, dass er mich liebt, oder werfe ich mich traurig weg und vergesse, dass ich ein Geschenk bin? Und dann: achte ich darauf, nicht zu verschwenden, gehe ich verantwortungsvoll mit den Dingen, den Gütern um? Und bin ich bereit, sie mit anderen zu teilen? Und schließlich: betrachte ich die zerbrechlichsten Menschen als kostbare Gaben, die Gott mir anvertraut? Erinnere ich mich an die Armen, an die, denen das Notwendige vorenthalten wird?“.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE CHANCE - SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Sadomasochistische Gruppe auf dem Katholikentag in Würzburg
  3. Selektive Wahrheiten und die römische Geduld
  4. Kommen kirchenrechtliche Sanktionen für deutsche Bischöfe?
  5. Vom Streuner zum Messdiener: Welpe „Johnny“ findet ein neues Zuhause
  6. Eine nötige Klarstellung aus Rom
  7. Pompei: Keine irdische Macht wird die Welt retten!
  8. Besuch einer LGBTQ-Gemeinde
  9. Vom Segen Gottes und dem Fake-Segen dieser Welt
  10. Überraschendes Blutwunder in Neapel bei Papstbesuch
  11. 'Der Papst sollte diese wöchentlichen Presse-Mehrkämpfe unterlassen'
  12. Wenn die Wahrheit unglaubwürdig ist: Bankmitarbeiterin beendete Telefonat mit Papst Leo
  13. Solschenizyns düstere Prognose: Wenn die Seele der Zivilisation stirbt
  14. Völliger Realitätsverlust bei deutscher Ministerin
  15. Ein Moment zum Schämen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz