Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Das Gratis-Christentum des Hendrik Wüst
  2. Vatikan reagiert auf LGBT-Sexualkonzept für katholische Schulen in Hamburg!
  3. 'Was ich am Katholizismus schon immer toll fand...'
  4. Ablehnung ökumenischer Konzile ist modernistisch
  5. Der vatikanische Synodalismus ist ein Anachronismus
  6. Tragisches Ende einer Medjugorje-Wallfahrt: Zwölf polnische Pilger sterben bei Busunglück in Ungarn
  7. Bischof widerruft Erlaubnis, dass die Piusbruderschaft in Lourdes Sakramente spenden dürfen
  8. Vor Papstbesuch in Lourdes: Alle Rupnik-Mosaike werden dauerhaft verhüllt
  9. Der Bischof und der Denunziant
  10. Biologische Eltern verklagen Leihmutter, weil diese Abtreibung verweigerte
  11. Jedes Rosenkranzgebet sollte mit einer klaren Intention begonnen werden!
  12. Die denkwürdige Wandlung des Tucker Carlson
  13. SPÖ-Ministerinnen fordern ‚Schutzzonen‘ um Abtreibungskliniken
  14. Papst Leo XIV. nimmt Rücktrittsgesuch von Bischof Wiesemann an
  15. Nach Lebensschutzdemonstration: Zwölf Polizisten von Linksradikalen verletzt

Hauptursache für den Rücktritt Benedikts war seine Schlaflosigkeit gewesen

30. Jänner 2023 in Chronik, 18 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Neun Wochen vor seinem Tod hatte der Papst em. Benedikt XVI. einen letzten Brief an mich geschrieben. Darin nannte er als die Hauptursache für seine gesundheitliche Erschöpfung und damit für den Rücktritt seine Schlaflosigkeit.“ Von Peter Seewald


Vatikan (kath.net/pl) Das Nachrichtenmagazin „Focus“ berichtet über einen letzten Brief von Papst em. Benedikt XVI. an seinen Biographen Peter Seewald. Angestoßen wurde die Focus-Berichterstattung durch das Buch von Peter Seewald, „Benedikts Vermächtnis“, dessen Erscheinen im Hamburger Verlag Hoffmann und Campe unmittelbar bevorsteht. In dem Brief Benedikts, den der „Focus“ (mit Ausnahme eines kleinen geschwärzten Absatzes)in voller Länge als Fotodokument veröffentlicht und den Seewald als authentisch bestätigt hat, schrieb Benedikt neu Wochen vor seinen Tod, dass ihn seit dem Weltjugendtag in Köln (2005) „die Schlaflosigkeit“ „ununterbrochen begleitete“. „Mein Arzt hatte anfangs keine Bedenken, auch starke Mittel einzusetzen, die zunächst die volle Verfügbarkeit am nächsten Tag garantierten“, der Emeritus. Allerdings kamen diese bald „an ihre Grenzen“. 2012, bei seiner Reise nach Lateinamerika, sei morgens sein Taschentuch „total mit Blut durchtränkt“ gewesen, was ein Chirurg aber so in Griff bekam, dass die Verletzungen durch einen mutmaßlichen Sturz im Badezimmer“ nicht sichtbar gewesen seien. Ein neuer Leibarzt habe dann für die Verringerung der Schlafmittel plädiert und auf die Kürzung des öffentlichen Programms bei Auslandsreisen. „Es war klar, dass ich“ den Weltjugendtag Rio de Janeiro im Juli 2013 „unter diesen Umständen nicht mehr bewältigen könnte, sondern dass ein neuer Papst die Aufgabe übernehmen müsste. Das bedeutete die Notwendigkeit meines Rücktritts vor Ostern 2013.“


Neun Wochen vor seinem Tod, mit Datum 28. Oktober 2022, hatte der emeritierte Papst Benedikt XVI. einen letzten Brief an mich geschrieben. Darin nannte er als die Hauptursache für seine gesundheitliche Erschöpfung und damit für den Rücktritt seine Schlaflosigkeit. Der Einsatz von Schlafmitteln, die er offenbar bereits seit 2005 nutzen musste, sei ausgeschöpft gewesen.

Benedikt XVI. wollte zu seinen Lebzeiten um die näheren Umstände seines mit seiner Erschöpfung begründeten Rücktrittes kein Aufsehen machen. Leider wird daher noch immer über mögliche andere Gründe für seine Demission spekuliert, gerade auch nach seinem Tod. Gerüchte über Erpressung und einem wie auch immer gearteten Druck, der auf ihn ausgeübt worden sei, verstummen nicht. Genauso wie die Vermutung, „Vatileaks“ sei der wahre Grund für den Rücktritt gewesen. Der italienische Historiker Roberto de Mattei meinte kürzlich sogar: „Der Verzicht auf das Papsttum bleibt also unerklärlich“. Was für ein Unsinn.

Nach dem Tod Benedikt XVI. fühle ich mich verpflichtet, das mir anvertraute entscheidende Detail aus der Krankengeschichte des deutschen Papstes zu veröffentlichen. Ich hoffe, dass damit die Verschwörungstheorien und irren Spekulationen endgültig aus der Welt geschafft werden. Der Rücktritt Benedikts hatte gesundheitliche Gründe, genau so, wie er es in seiner Rücktrittserklärung zum Ausdruck brachte. Er hatte übrigens bereits 2010 in unserem Interviewbuch „Licht der Welt“ unmissverständlich angekündigt, dass er von der Option für die Demission Gebrauch machen würde, sobald seine Kräfte es nicht mehr zuließen, das Amt Petri auszuüben. Leider hat davon kaum jemand Notiz genommen.

Großer kath.net-Buchtipp – NEUERSCHEINUNG!
Peter Seewald: Benedikts Vermächtnis
Das Erbe des deutschen Papstes für die Kirche und die Welt
Hardcover, 400 Seiten
2023 Hoffmann Und Campe
ISBN: 978-3-455-01258-3
Preis Österreich: 25,70 Euro

 


Bestellmöglichkeiten bei unseren Partnern:


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Vatikan reagiert auf LGBT-Sexualkonzept für katholische Schulen in Hamburg!
  3. Der Bischof und der Denunziant
  4. Das Gratis-Christentum des Hendrik Wüst
  5. Stift Heiligenkreuz: Abt Maximilian Heim tritt zurück
  6. Papst Leo XIV. nimmt Rücktrittsgesuch von Bischof Wiesemann an
  7. 'Was ich am Katholizismus schon immer toll fand...'
  8. Neues Eigentümer-Ehepaar lässt Ex-Epstein-Ranch drei Tage lang exorzieren
  9. Tragisches Ende einer Medjugorje-Wallfahrt: Zwölf polnische Pilger sterben bei Busunglück in Ungarn
  10. Der vatikanische Synodalismus ist ein Anachronismus
  11. Ablehnung ökumenischer Konzile ist modernistisch
  12. Die denkwürdige Wandlung des Tucker Carlson
  13. Nach Lebensschutzdemonstration: Zwölf Polizisten von Linksradikalen verletzt
  14. 21 Märtyrer: 20 ägyptische Kopten und ein Wanderarbeiter aus Ghana
  15. Passauer Bischof Oster warnt in Altötting vor Verfall des christlichen Menschenbildes

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz