Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Der deutsch-synodale Irrweg in Zahlen: Nur 25 Priesterweihen in ganz Deutschland im Jahr 2025!
  2. Papst Leo auf Versöhnungskurs
  3. Vatikanische Theophantasien zur Frauenfrage
  4. Vom Elend der Fürbitten
  5. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  6. Theologe Thomas Söding: „Es braucht eine katholische Internationale!“
  7. Der stumme Gott unserer Zeit
  8. Wenn der Wiener Erzbischof den Heiligen Geist gegen das Kirchenrecht ausspielen möchte
  9. Realitätsverlust im Bistum Chur
  10. BDKJ Nordrhein-Westfalen will Verbot der AfD
  11. Krautwaschl zu Grünwidl: Bin nicht gezwungen worden!
  12. Bischof Elbs ermutigt zur Beichte: "Herz ordnen und sich auf Ostern vorbereiten"
  13. Muslime wählen SPD und Linke, Christen wählten CDU
  14. Ramadan sorgte für Unfrieden an Wiener Schulen!
  15. Michelle Obama ermutigt Mütter arbeiten zu gehen

Eunuch als Geschlechtsidentität?

1. Oktober 2022 in Aktuelles, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der Weltverband für Transgender-Gesundheit (WPATH) fordert dessen Einführung und lässt sich dabei von obskuren Seiten beraten – Kinder ohne Mindestalter sollen Hormontherapien zur Geschlechtsumwandlung machen dürfen.


Zürich (kath.net/ sb)

Der Weltverband für Transgender-Gesundheit (WPATH) fordert die Einführung eines Eunuch als Geschlechtsidentität.  Der Weltverband berät laut der «New York Times» medizinische Fachverbände aller Arten und ist der Orientierungspunkt für Krankenversicherungen weltweit. Und diese Organisation hat ihre Empfehlungen aus dem Jahre 2012 aktualisiert. In der 8. Version der Standards of Care for the Health of Transgender and Gender Diverse People (SOC8) sind zwei neue Forderungen auffällig, wie die «Neue Zürcher Zeitung» (NZZ) vom 25. September hinwies: Wegfall der Altersbeschränkung für Hormontherapien bei unmündigen Menschen und die neue Geschlechtsidentität «Eunuch».

Hormontherapien und Geschlechtsoperationen an 5-Jährigen?

Bisher galt die Empfehlung ein Mindestalter für Hormontherapien ab 14 Jahren oder für operative Entfernungen ab 15 Jahren. Nun soll diese Empfehlung des Mindestalters wegfallen und Hormontherapien und operative Eingriffe viel früher möglich sein. Kritiker sind schockiert, dass diese Fragen immer mehr ideologisiert werden und Kinder dazu gebracht werden können im Namen der sexuellen Gesundheit das Geschlecht zu ändern.

Eunuch als Identität

Neu fordert SOC8 auch die Einführung der zusätzlichen Identität «Eunuch» zu ermöglichen. Die NZZ schrieb über die Geschichte des Eunuchen: «Eunuchen spielten in der Menschheitsgeschichte über Tausende von Jahren eine Rolle, z. B. im chinesischen oder byzantinischen Kaiserreich oder im Osmanischen Reich. Kastration konnte einerseits als Bestrafung gedacht sein, andererseits war sie auch eine Voraussetzung, um hohe Ämter zu übernehmen. Auch in der europäischen Musik waren Kastratensänger über die Jahrhunderte hinweg vertreten.»

Doch diese erzwungene Kastration gibt es nicht mehr und die Empfehlung richtet sich auch nicht an Personen, die aus medizinischen Gründen, zum Beispiel Prostatakrebs, die Hoden entfernen mussten. «Die WPATH geht davon aus, dass es Personen gibt, die ihre Geschlechtsidentität als ‘Eunuch’ sehen und entweder bereits nichtfunktionsfähige Hoden haben oder sich deren Nichtfunktionsfähigkeit wünschen oder gar eine Penisamputation anstreben.» so die NZZ. Jedoch ist fraglich wie viele solche Wünsche überhaupt existieren oder nicht diese Möglichkeit Wünsche generieren will. Der Zürcher Oberarzt des Universitätsspitals Zürichs Matthias Waldner hat bisher keine entsprechende Anfragen bekommen. Er gehe von einzelnen Personen aus.

Beraten durch Eunuch Archive – pädosexuelles Tümmelfeld?

Viele Quellen und Fachliteratur gibt es dazu nicht. Stattdessen verweist WPATH immer wieder auf die Eunuch Archive, eine Internet-Diskussionsseite von etwa 130'000 Nutzern. Die NZZ zeigte auf, dass diese Chatrooms «im geschützten Bereich des Archivs eine grosse Anzahl von Geschichten [beinhaltet], die direkt mit dem sadistischen sexuellen Missbrauch von Kindern zu tun haben. […] Das klingt jetzt weniger nach harmloser Online-Selbsthilfegruppe», wie es die WPATH beschrieb.

Dass ein Kind sich bereits als Eunuch betrachten will, erscheint für Waldner unwahrscheinlich, zumal die entsprechenden hormonellen Einflüsse noch gar nicht existieren bei Kindern. Deshalb erfolgte auch ein Aufschrei über diese Forderung, gerade auch mit Hinblick auf eine Kastration im Kindesalter. «Für die meisten Menschen ist der Wunsch nach Kastration nicht nachvollziehbar», führte er weiter aus.
 


Quelle NZZ


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDE-DEADLINE - 25. MÄRZ!!!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Krautwaschl zu Grünwidl: Bin nicht gezwungen worden!
  4. "Er hat meine Pläne durchkreuzt": Warum der Teufel Angst vor Johannes Paul II. hatte
  5. Realitätsverlust im Bistum Chur
  6. Wenn der Wiener Erzbischof den Heiligen Geist gegen das Kirchenrecht ausspielen möchte
  7. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  8. Heimisch sein im Vatikan - Papst Leo XIV. wohnt wieder in der klassischen Papstwohnung
  9. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  10. Einladung zur Novene zum Hl. Josef
  11. Der deutsch-synodale Irrweg in Zahlen: Nur 25 Priesterweihen in ganz Deutschland im Jahr 2025!
  12. Papst Leo auf Versöhnungskurs
  13. Hatte J.D. Vance doch Recht? Wenn Hitler-Vergleiche in Deutschland die Polizei auf den Plan rufen
  14. 'Ich verstehe Gott nicht': Ältester Deutscher feiert 110. Geburtstag
  15. Vom Elend der Fürbitten

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz