Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  2. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  3. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  4. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  5. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  6. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  7. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  8. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  9. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  10. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  11. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  12. Wir können NICHT schweigen!
  13. EILT! - Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  14. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“
  15. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare

Eunuch als Geschlechtsidentität?

1. Oktober 2022 in Aktuelles, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der Weltverband für Transgender-Gesundheit (WPATH) fordert dessen Einführung und lässt sich dabei von obskuren Seiten beraten – Kinder ohne Mindestalter sollen Hormontherapien zur Geschlechtsumwandlung machen dürfen.


Zürich (kath.net/ sb)

Der Weltverband für Transgender-Gesundheit (WPATH) fordert die Einführung eines Eunuch als Geschlechtsidentität.  Der Weltverband berät laut der «New York Times» medizinische Fachverbände aller Arten und ist der Orientierungspunkt für Krankenversicherungen weltweit. Und diese Organisation hat ihre Empfehlungen aus dem Jahre 2012 aktualisiert. In der 8. Version der Standards of Care for the Health of Transgender and Gender Diverse People (SOC8) sind zwei neue Forderungen auffällig, wie die «Neue Zürcher Zeitung» (NZZ) vom 25. September hinwies: Wegfall der Altersbeschränkung für Hormontherapien bei unmündigen Menschen und die neue Geschlechtsidentität «Eunuch».

Hormontherapien und Geschlechtsoperationen an 5-Jährigen?

Bisher galt die Empfehlung ein Mindestalter für Hormontherapien ab 14 Jahren oder für operative Entfernungen ab 15 Jahren. Nun soll diese Empfehlung des Mindestalters wegfallen und Hormontherapien und operative Eingriffe viel früher möglich sein. Kritiker sind schockiert, dass diese Fragen immer mehr ideologisiert werden und Kinder dazu gebracht werden können im Namen der sexuellen Gesundheit das Geschlecht zu ändern.

Eunuch als Identität

Neu fordert SOC8 auch die Einführung der zusätzlichen Identität «Eunuch» zu ermöglichen. Die NZZ schrieb über die Geschichte des Eunuchen: «Eunuchen spielten in der Menschheitsgeschichte über Tausende von Jahren eine Rolle, z. B. im chinesischen oder byzantinischen Kaiserreich oder im Osmanischen Reich. Kastration konnte einerseits als Bestrafung gedacht sein, andererseits war sie auch eine Voraussetzung, um hohe Ämter zu übernehmen. Auch in der europäischen Musik waren Kastratensänger über die Jahrhunderte hinweg vertreten.»

Doch diese erzwungene Kastration gibt es nicht mehr und die Empfehlung richtet sich auch nicht an Personen, die aus medizinischen Gründen, zum Beispiel Prostatakrebs, die Hoden entfernen mussten. «Die WPATH geht davon aus, dass es Personen gibt, die ihre Geschlechtsidentität als ‘Eunuch’ sehen und entweder bereits nichtfunktionsfähige Hoden haben oder sich deren Nichtfunktionsfähigkeit wünschen oder gar eine Penisamputation anstreben.» so die NZZ. Jedoch ist fraglich wie viele solche Wünsche überhaupt existieren oder nicht diese Möglichkeit Wünsche generieren will. Der Zürcher Oberarzt des Universitätsspitals Zürichs Matthias Waldner hat bisher keine entsprechende Anfragen bekommen. Er gehe von einzelnen Personen aus.

Beraten durch Eunuch Archive – pädosexuelles Tümmelfeld?

Viele Quellen und Fachliteratur gibt es dazu nicht. Stattdessen verweist WPATH immer wieder auf die Eunuch Archive, eine Internet-Diskussionsseite von etwa 130'000 Nutzern. Die NZZ zeigte auf, dass diese Chatrooms «im geschützten Bereich des Archivs eine grosse Anzahl von Geschichten [beinhaltet], die direkt mit dem sadistischen sexuellen Missbrauch von Kindern zu tun haben. […] Das klingt jetzt weniger nach harmloser Online-Selbsthilfegruppe», wie es die WPATH beschrieb.

Dass ein Kind sich bereits als Eunuch betrachten will, erscheint für Waldner unwahrscheinlich, zumal die entsprechenden hormonellen Einflüsse noch gar nicht existieren bei Kindern. Deshalb erfolgte auch ein Aufschrei über diese Forderung, gerade auch mit Hinblick auf eine Kastration im Kindesalter. «Für die meisten Menschen ist der Wunsch nach Kastration nicht nachvollziehbar», führte er weiter aus.
 


Quelle NZZ


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  3. Ein moderner Menschenhandel: Die Ersatzmutterschaft durch Kauf eines Kindes
  4. Wussten Sie, dass es einen Schutzpatron für Gewichtsheber gibt?
  5. Jakobsweg steuert auf neues Pilger-Rekordjahr zu
  6. Finnische Langzeitstudie: Anstieg an psychiatrischen Erkrankungen nach ‚Geschlechtsumwandlung‘
  7. Neuer Eichstätter Bischof Würtz will jetzt beim deutsch-synodalen Irrweg mitmachen
  8. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  9. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  10. US-Studie: Regelmäßiger Kirchgang sorgt für glücklichere Ehen und mehr Intimität
  11. USA: Monat des Respekts für das Leben im Zeichen des Kampfs gegen Abtreibungspillen
  12. Florentiner Klosterapotheke entwickelte eines der frühesten Cola-Rezepte
  13. Gericht in Tschechien rehabilitiert "Märtyrer-Kardinal" Trochta
  14. Thilo Sarrazin warnt vor Folgen der demografischen Entwicklung in Berlin
  15. EILT! - Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz