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„Der Zölibat: notwendig und unaufhebbar!“

6. September 2022 in Kommentar, 59 Lesermeinungen
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„Die Kampfansage deutscher Reformatoren gilt schon immer dem Zölibat. Dies hat sich seit Luthers Zeiten nicht verändert und dies gilt insbesondere in der Zeit des Synodalen Irrwegs der Kirche in Deutschland.“ Von Joachim Heimerl


Wien-München (kath.net/joh) Die Kampfansage deutscher Reformatoren gilt schon immer dem Zölibat. Dies hat sich seit Luthers Zeiten nicht verändert und dies gilt insbesondere in der Zeit des Synodalen Irrwegs, den die Kirche in Deutschland beschritten hat: Der Zölibat muss fallen und dies um jeden Preis, darum geht es in erster Linie.

Wo der katholische Glaube schwindet, da schwindet zuallererst immer auch die Akzeptanz der Priester und des Zölibats; wer sich von Christus entfernt, der entfernt sich ganz zwangsläufig auch vom Verständnis der Lebensweise, die ER uns vorgelebt hat. Die „Ehelosigkeit um des Himmelreichs willen“ (Mt 19,12) erscheint dann nur noch als überkommenes Beiwerk, nicht mehr als ein Kernmotiv des Evangeliums und der Verkündigung der Apostel (1 Kor 7,7). Als bloßes „Gesetz“ sei der Zölibat demnach längst Makulatur; zwar sei er dem Priestertum „angemessen“, aber im Grunde ein museales Relikt. Stattdessen sollen verheiratete Priester her.

All diese Tendenzen hat Kardinal Alfons Maria Stickler (1910-2007) in seinem vielbeachteten Buch „Der Klerikerzölibat“ schon 1993 beschrieben.

Stickler macht darin sehr deutlich klar, dass der Zölibat eben nie nur ein schales Gesetz gewesen ist, das man jederzeit ebenso beliebig abschaffen könnte, wie man es einmal eingeführt hat; im Gegenteil: Die Enthaltsamkeit der Kleriker geht, wie Stickler zeigt, in der mündlichen Tradition bis auf die Apostel zurück und wurde bereits in der frühen Kirche selbstverständlich von allen Geistlichen erwartet. Freilich waren die meist verheiratet; das änderte aber nichts daran, dass sie von der Weihe an, mit ihren Frauen nicht mehr verkehren durften; sie sollten sie fortan wie eine Schwester lieben. Diese Praxis führt Stickler überzeugend auf 1 Kor. 9 zurück und weist auf die entsprechenden Beschlüsse der Konzile von Tours (461), Gerona (517) und Auvergne (535) hin. Vor allem aber macht er klar, dass es beim Zölibat um viel mehr geht als um einen äußeren Verzicht oder eine rigorose Praxis: Es geht um Christus und mit ihm um das Priestertum des Neuen Bundes; es geht – kurz gesagt – um alles oder nichts; wo der Glaube an Christus stirbt, schreibt Stickler, da „stirbt auch die Enthaltsamkeit“, und wo Häresien und Schismen auftreten, tritt als Vorbote immer die Abschaffung des Zölibats auf. Dies war während der Reformation bei Protestanten, Calvinisten, Zwinglianern und Anglikanern zu sehen – heute sieht man es bei den deutschen „Synodalen“ und ihren Anhängern in aller Welt. In der Tat ist der Zölibat zu einem Gradmesser der Treue zur Kirche geworden, und weil es dabei im Letzten um Christus geht, hat die Kirche stets an ihm festgehalten, dies auch in schweren Zeiten, und sicher in schwereren als heute. Als Beispiel nennt Stickler die Situation der Kirche in Frankreich zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Während der Revolution verheiratete Priester mussten damals entweder ihre (ungültige) Ehe aufgeben oder wurden aus dem kirchlichen Dienst entfernt. Auf einen komfortableren Mittelweg, den man heute vorschlagen würde, ließ man sich stattdessen niemals ein. Es gab keine Zugeständnisse an die Welt; nicht wenn es um das Heiligste geht und um diejenigen, die es vermitteln.


Niemand aber hält über Jahrhunderte lediglich an einem schnöden Beiwerk fest oder an einem beliebigen Gesetz, und dies schon gar nicht, wenn es in der Welt permanent auf Ablehnung stößt. Auch diese Ablehnung aber kommt letztlich von Christus her und ist wie SEIN Gütesiegel: Wie die Welt IHN schon immer abgelehnt hat, lehnt sie auch diejenigen ab, die ihm in seiner Lebensform folgen und die ihm als seine Priester sakramental verbunden sind.

Heute ist diese Ablehnung in der Gesellschaft ohne Zweifel dramatisch spürbar, und inzwischen hat sie sogar die Kirche erfasst, denn selbst hier steht der Zölibat mittlerweile unter dauerndem Beschuss: Bischöfe wie Priester sind zu Verrätern an der priesterlichen Lebensform geworden, man darf sogar sagen: zu Verrätern Christi, zu Verrätern dessen, dem sie in der Weihe gleichgestaltet worden sind und dessen zölibatäres Leben sie teilen sollen.

Gerade der Zölibat weist ja mit Christus auf das innerste Wesen des Priestertums hin: Der Priester ist in einer sakramentalen und ontologischen Einheit mit Christus verbunden, und weil das so ist, ist das Priestertum niemals auf eine äußere Funktion beschränkt. Es ist nicht ein „Beruf“ wie jeder andere, sondern eine heilige Berufung; vor allem aber erfasst es den ganzen Mann. Stickler schreibt, es erfasst ihn, „was sein Inneres und Äußeres angeht, und was seinen Dienst betrifft. Christus will von seinem Priester Seele, Herz und Leib und in seiner gesamten Tätigkeit die Reinheit und die Enthaltsamkeit als Zeugnis dafür, dass er nicht mehr nach dem Fleisch, sondern nach dem Geiste lebt (Röm 8,8).“

Priester zu sein, ist keine halbe Sache, und wer sich selbst nicht opfert, kann nie das Opfer Christi vollziehen. Stickler nennt dies ganz klar das „andauernde Opferleben“ des Priesters, das heute so wenig verstanden wird wie der Opfercharakter der heiligen Messe. Mit dem levitischen Priestertum des Alten Bundes, das eine kultische, nur auf die Zeit des Tempeldienstes begrenzte Enthaltsamkeit praktizierte, hat dieses neutestamentliche Priestertum nichts mehr zu tun; es überragt jenes, wie Stickler sagt, „dem ganzen Wesen nach“.

Nirgends wird dies äußerlich sichtbarer als wiederum am Zölibat und gerade deshalb wird er so nachhaltig bekämpft. Immer, wenn es um den Zölibat geht, geht es ja stets nur um die gleiche Frage, nämlich um die, ob er nicht endlich aufgehoben oder wenigstens aufgeweicht werden könne. Der vorgebliche Priestermangel mache dies notwendig, auch wenn der in Wahrheit aus dem eklatanten Mangel an Gläubigen resultiert. Stickler wiederum antwortet auf diese Frage mit einer Gegenfrage, die kaum einen Spielraum offen lässt: „Angesichts der auch vom offiziellen Lehramt der Kirche bestätigten und vertieften Theologie des neutestamentlichen Priestertums dürfen wir uns fragen, ob die Gründe für den Zölibat tatsächlich nur für eine 'Angemessenheit' sprechen, oder ob er nicht doch notwendig und unverzichtbar ist, ob nicht doch ein Junktim zwischen beiden besteht.“

Dieses „Junktim“, von dem Stickler spricht, ist in der Apostolischen Tradition und letztlich in Christus begründet. Dass die lateinische Kirche dieses Junktim bewahrt hat, zeichnet sie als „katholisch und apostolisch“ aus; man könnte sagen: Es ist ihr „Markenkern“ und deshalb unverzichtbar. Zudem könnte die Kirche hier niemals gegen ihr Herkommen von den Aposteln handeln. Und selbst wenn sie in Ausnahmefällen verheirateten Männern die Priesterweihe spendet, wäre gerade in diesen Fällen die Praxis der ehelichen Enthaltsamkeit wiederzuentdecken und in ihrer Notwendigkeit deutlich zu machen.

Ohne das Opfer der Ganzhingabe an Christus kann niemand ein Leben als Priester führen. Kardinal Stickler zeigt dies quer zum heutigen Mainstream auf, und genau dies macht sein Buch noch immer so erfrischend und aktuell. Es wiederzuentdecken ist allemal ein geistlicher Gewinn; keineswegs nur für Kleriker. Dagegen darf man die Vorschläge des Synodalen Irrwegs ruhigen Gewissens links liegenlassen.


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Lesermeinungen

 QuoVadisKirche 15. September 2022 
 

Zölibat

Das ist so ein ganz wichtiges Thema. Hier regional haben
innerhalb der letzten 3 Jahre 2 Priester ihr Amt wegen des Zölibats aufgegeben. Bedauerlich für die Gemeinden weil diese Priester- wie sagte meine Tochter- „einen echt guten Job gemacht haben.“ Die Presse berichtete tagelang davon. Die betroffenen Gemeinden waren allesamt unglücklich. Es sind keine jungen Priester gewesen sondern allesamt schon einige Jahre im Beruf. Einerseits schade aber ich kenne ja von Beginn an die Vorschriften meines Jobs und weiß worauf ich mich einlasse. Neidvoll blickt einer dieser Männer heute im Interview auf seinen protestantischen Mitbruder der eine Familie hat aber trotzdem seinen Beruf ausüben darf.
Machmal frage ich mich wieso diese Männer überhaupt Priester geworden sind. So stark kann der Glaube ja nicht sein, wenn man sich bewusst entgegen den Regeln verhält und seinen Beruf so mir nichts dir nichts wegwirft


0
 
 Mariat 9. September 2022 

Das schmerzt !

@laPlastite, das was Sie schildern, schmerzt sehr - und leider kommt dies öfters vor. Ob nun öffentlich oder heimlich.
Dennoch geht es Dr. Joachim Heimerl, selbst Priester, um den Zölibat, der von manchen Menschen nicht mehr akzeptiert - oder falsch verstanden wurde.

Es gibt sicher noch Priester die ihn leben - trptz aller Hindernisse - auch von Gläubigen.
Es ist kein einfacher Weg - sondern ein Weg voller täglicher Opfer. Aber mit diesen Opfergaben - kann Gott Seelen retten.
Gott möge alle Priester und zölibatär lebende Meschen stärken und schützen.

Gottes reichen Segen
Mariat


1
 
 laPlatiste 9. September 2022 
 

@Zeitzeuge @Mariat

Ich bin nur eine einfache Fraun ich kenne mich in den Dogmen und Kirchengesetze nicht aus. Ich bin aber nicht blöd, ich kann sehen und mir einen Reim drauf machen. Wenn ich so einen Hochwürden sehe der unseren Biergarten besucht in Begleitung einer Frau oder gar eines Mannes und ich sehe auch mehr, vielleicht küssen oder Händchen halten, dann weiß ich auch warum dieser Pfarrer nicht bei sich um die Ecke in den Biergarten geht, obwohl der vielleicht schöner oder preiswerter ist sondern etliche Kilometer über die Dörfer fährt und das bei den heutigen Preisen für Sprit. Wenn also sexuelle Enthaltsamkeit zum Zölibat gehört, dann ist das keines. Man braucht es nicht mehr abschaffen, die entsprechenden Priester und das sind nicht wenige haben es abgeschafft.


1
 
 Mariat 9. September 2022 

@laPlatiste

Der Zölibat, oder zölibatär leben, bedeutet keineswegs " NICHT Heiraten, sondern - ein Keusches, reines Leben - mit sexueller Enthaltsamkeit zu führen!!!
Eben so, wie Jesus Christus - es vorgelebt hat!

Falls es so wäre, wie Sie meinten - würden alle Paare, die in einer "wilden Ehe" leben, im Zölibat leben.

Auch ein Leben im Kloster ist auf Keuschheit ausgerichtet.

@Zeitzeuge, gerne bete ich für Ihr Anliegen.


2
 
 Zeitzeuge 9. September 2022 
 

@laPlatiste!

Bzgl. Triebbeherrschung (für Mann und Frau!)
empfehle ich Ihnen dringend, 1 Kor 10,13 zu lesen.

Daß die meisten Katholiken in unseren Breitengraden
nicht mehr beichten gehen, dürfte auch Ihnen
bekannt sein, ebenso daß die Todsünde der Unkeuschheit sich nicht nur auf die Sexualmoral,
sondern auch auf die damit verbundene Ehemoral bezieht (Humanae vitae!).

Zur gültigen Beichte gehört die übernatürliche
Reue, also der aufrichtige Wunsch, die Sünde
nie begangen zu haben verbunden mit dem aufrichtigen Vorsatz, es nie wieder zu tun.
Wenn Sie meine Beiträge gelesen haben, wüssten Sie, daß ein Priester der sexuelle Beziehungen
pflegt, genauso im Stand der Todsünde ist wie
seine Kokubine und falls er die hl. Messe zelebriert, erneut eine Todsünde begeht, ob es jetzt
"sehr viele" sind? Auf jeden Fall ist jeder einzelne Fall einer zuviel!

Als jahrzehntelanger Personaler habe ich übrigens
meine Ohren ganz nah am Volke gehabt, galt als
"Kümmerer", der einiges mit Menschen erlebt hat..!


0
 
 laPlatiste 8. September 2022 
 

@Zeitzeuge

Sie kennen sich wie man sieht sehr gut in den Paragraphen der Theologie und des Kirchenrechts aus. Das Ohr am Volk haben Sie wohl eher nicht. Sicher ist vieles nicht wahr, was so erzählt wird, aber wenn man von einem Verdacht erfährt, kann man genauer hinsehen und sieht leider, daß so vieles passiert, was nicht sein sollte. Zum Glück haben wir das Sakrament der Beichte und schon ist die Seele wieder rein.


2
 
 laPlatiste 8. September 2022 
 

Zölibat bedeutet ehelos leben, d.h. ein Priester darf keinesfalls heiraten. Natürlich ist Sexualität außerhalb einer Ehe Sünde, die kann aber gebeichtet werden. Grund für eine Laisierung eines katholischen Priesters sehe ich deshalb nur dann, wenn er unbedingt heiraten will und man ihn nicht davon abbringen kann oder wenn er so tölpelhaft ist, daß jeder gleich sieht, was Sache ist. Denn das schadet dem Ruf der Kirche. Als Frau, die öfters mal in einem Biergarten aushilft, weiß ich, daß Männer nun mal zum allergrößten Teil triebgesteuert sind. Das hat Gott so gemacht und das ist kein böser Wille der Männer. Wenn jeder Priester in den Laienstand versetzt werden soll, der den Zölibat nicht schafft, dann würde sich der Priestermangel sehr verstärken und das wollen wir alle ja nicht.


1
 
 Zeitzeuge 8. September 2022 
 

Werte Giuseppina Maria Nicolini, ich habe nicht gesagt, daß diese Fälle

"extrem selten" wären, nur, daß ich persönlich

nicht "sehr viele" erlebt habe.

Damit wollte ich das "sehr viele" hinterfragen.

Wir sind uns aber ganz sicher einig, daß jeder

Einzelfall einer zuviel ist und im Fall vom

erwiesenen Missbrauch sowohl kirchenrechtlich

als auch strafrechtlich hart zu ahnden ist.

Ebenso, daß Priester, die anderweitig gegen

den Zölibat verstoßen, entsprechend dem kirchl.

Strafrecht zu bestrafen sind.

Jegliche Vertuschung ist verwerflich!


0
 
 Zeitzeuge 8. September 2022 
 

Liebe lesa und alle, die für mich beten wollen, daß meine Krebserkrankung

nicht rezidiv wird, vielen, herzlichen Dank!

Bzgl. des Zölibatsthemas ist von den Kritikern
strikt das irreversible Dogma des Tridentinums
(DH 1810-NR 744) zu beachten, auf das ich bereits
weiter unten hingewiesen habe und im Wortlaut
wiederhole:

Wer sagt, Kleriker, die die heiligen Weihen empfangen haben, oder Ordensleute mit dem feierlichen
Gelübde der Keuschheit könnten eine Ehe eingehen,
und der Ehebund sei trotz des entgegenstehenden
kirchlichen Gesetzes und des Gelübdes gültig, und
die gegenteilige Auffassung sei nichts als eine
Verurteilung der Ehe, und alle könnten eine Ehe
eingehen, die nicht spüren, daß sie die Gabe der
Keuschheit haben, auch wenn sie sie gelobt haben,
der sei ausgeschlossen. Denn wenn sie Gott richtig
darum bitten, dann verweigert er sie nicht; er
duldet es nicht, daß wir über unsere Kräfte versucht werden (1 Kor 10,13)."

Dieses Dogma ist von allen Katholiken bei den
Zölibatdiskussionen unbedingt zu beachten!


0
 
 SalvatoreMio 8. September 2022 
 

An "Zeitzeuge"

@Lieber Zeitzeuge: gerne schließe ich mich dem Gebet für Sie für die Untersuchung am 20. September!


1
 
 Zeitzeuge 8. September 2022 
 

Werte Giuseppina Maria Nicolini.

offen und ehrlich: Mein Umgang mit kath. Priestern
geht bis in die 50er Jahre zurück. Mir sind zwei
Priester bekannt geworden, die sich nicht an ihr
Zölibatsversprechen gehalten haben, einen davon
kannte ich persönlich; priesterliche Missbrauchs-
täter waren und sind mir keine pers. bekannt.
Außer einem "modernen" Kaplan, der nach dem Konzil
in einer anderen Pfarrei solche Schandtaten begangen hat.
"Sehr viele" ist eine kühne Behauptung, denn das
würde bedeuten, daß es "sehr viele" Priester gibt,
die im Stand der Todsünde leben und die hl. Messe
zelebrieren, wenn dem so ist, wäre das himmel-
schreiend!
Im übrigen sind Sie ja auf meine Kommentare und
Verlinkungen nicht eingegangen, aber das ist ja
auch nicht notwendig.

Für Ihre Segenswünsche bzgl. meiner Krankheit
bedanke ich mich und wünsche Ihnen ebenfalls
einen besinnlichen Abend!


2
 
 Großinquisitor 8. September 2022 
 

Es trollt hier wieder und das nicht zu knapp. Nicht jeder ist eben bonae voluntatis, wie @Zeitzeuge sagt.
So zeigt leider sich immer wieder das Fehlen einer schlagfähigen Inquisition.


2
 
 Fatima 1713 8. September 2022 
 

@Giuseppe Maria Niccolini

"Entweder der Zölibat wird gelebt und durchgesetzt oder man lässt es bleiben."

Ich bin etwas verwirrt. Was genau wollten Sie denn damit sagen, außer dass der Zölibat abgeschafft werden soll, weil er eh nicht funktioniert?


2
 
 lesa 8. September 2022 

Lieber@Zeitzeuge: Gott möge Ihnen weiterhin helfen im Kampf gegen die Krankheit. Er hat es getan und wird es weiterhin tun! Wir beten darum! Danke für Ihre Kommentare hier mit den Literaturzugängen, die wichtiger sind denn je.
@Joachim Heimerl: Wir warten gespannt auf Ihren Fortsetzungsartikel! Die Heilige Wissenschaft ist dringend gebraucht, und Sie beweisen, dass es sie noch gibt, danke!


1
 
 Joachim Heimerl 8. September 2022 
 

Wie immer danke ich allen meinen Lesern sehr herzlich! Ich finde in Ihren Kommentaren immer auch Anr

Es wird in der nächsten Zeit eine Fortsetzung dieses Artikels geben und ich würde mich freuen, wenn Sie auch den beachten würden. Es ist ein schönes Zeichen, dass der Zölibat so geschätzt ist, wie ich dies Ihren Posts entnehme. Allen Gottes Segen! Bitte beten Sie alle für die Bischöfe, die sich auf dem synodalen Weg verirren und viele mit sich reißen.Danke!


1
 
 olga.l 8. September 2022 
 

@lakota

Ich habe nicht geschrieben, dass "zwischen Burka tragen und halbnackt, po-schwenkend durch die Gegend laufen" keine Unterschiede gibt. Ich habe behauptet, dass die Begründungen für das Tragen der Burka und für das Tragen von "züchtiger Bekleidung" ähnlich sind. Wobei sich natürlich diese Kleidung von Fall zu Fall unterscheidet.


1
 
 Fatima 1713 8. September 2022 
 

Danke @olga.l

für Ihre Beispiele, vor allem das mit dem Autofahrer. Denn genau das muss ein Priester machen, der auf Abwege geraten ist, nämlich "Fahrstunden" nehmen: sich von der Frau trennen, zurück kehren, in sich gehen - am besten mit geistlicher Begleitung, überlegen wie es so weit kommen konnte und wieder von vorne anfangen, wobei der Priester einiges an seinem "Fahrstil" ändern wird müssen, um nicht wieder einen Unfall zu bauen. Die falsche Lösung wäre es, zu verzagen und den Führerschein abzugeben oder das Auto zu schrotten und die Autos der anderen gleich mit.


2
 
 Zeitzeuge 8. September 2022 
 

Liebe Mariat,

herzlichen Dank für die Segenswünsche!

Am 20.09. habe ich den nächsten Krebstest, den

dritten nach der OP im November verg. Jahres.

Ich wäre dankbar, wenn Sie und alle, die es

mögen, an diesem Tag für mich um ein weiteres

gutes Ergebnis für mich beten würden.

Vielen Dank!


0
 
 lesa 7. September 2022 

Hingabe schafft Rettung (Johannes Bours)

@physicus: Das Buch "Aus der Tiefe des Herzens: Priestertum, Zölibat und die Krise der katholischen Kirche", ist sehr zu empfehlen, danke für den Hinweis! Kardinal Sarah hat 2021 auch ein Buch veröffentlicht, das Exerzitienvorträge für Ehepaare enthält. Es heißt: "Weckt eure Liebe auf."
Danke für diesen kostbaren Artikel! Er trifft den Kern. Zölibat und Ehe sind wie zwei Pole, die sich bedingen und ergänzen. Beide haben ihre Quelle in der Sakramentalität der Kirche. Diese ist keine Theorie, sondern das Geschehen der größten Liebe, die es gibt. Sie bedeutet die immer neue Hingabe Christi und die Fortsetzung des Erlösungsgeschehens in der Gegenwärtigsetzung von Christi Tod und Auferstehung. Die Ehe ist Abbild dieses Verhältnisses: Christus gibt sich hin an seine Braut die Kirche. Zölibatäre sind sozusagen direkt dem Himmel vermählt, der ein DU ist. Sie bezeugen Christus, der lebt. Ihn nachzufolgen in totaler Hingabe sind sie berufen, wie ER sein Leben hingegeben hat


1
 
 lakota 7. September 2022 
 

@olga.l

Bitte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.

Zwischen Burka tragen und halbnackt, po-schwenkend durch die Gegend laufen, gibts ja noch Unterschiede.
Manchmal frage ich mich schon, ob es gar keinen Anstand mehr gibt.


2
 
 Mariat 7. September 2022 

@Zeitzeuge

Vergelt`s Gott, dass Sie sich so liebevoll, taktvoll und reich an Erkenntnis, in allem was die röm. kath. Kirche betrifft, einbringen - ja, und uns auch belehren.

Gottes reichen Segen für Sie und ihre Lieben
Mariat


3
 
 Zeitzeuge 7. September 2022 
 

Liebe Mariat, Fatima13 und hape. für mich ist diese Diskussion auch

erledigt.

Für Sie und alle hier, die bonae voluntatis sind,

verlinke ich noch einige interessante Artikel

zum Thema "Zölibat".

Ich wünsche einen besinnlichen Abend und eine
gesegnete, gute Nacht!

www.kath-info.de/zoelibat.html


2
 
 Zeitzeuge 7. September 2022 
 

Liebe hape, Mariat und Fatima13, ich schliesse mich Ihnen an; das theologische

Ungenügen, das einige hier bzgl. Zölibat zeigen, ist
nicht überraschend. Ein Dogma des Tridentinums
anathematisiert jeden, der behauptet, alle Kleriker,
die nicht spüren, daß sie die Gabe der Keuschheit haben, auch wenn sie sie gelobt haben, könnten
eine Ehe eingehen (DH 1810), vgl. 1 Kor 7,20 und
10,13.
Gerade für Priester gilt besonders, daß sie weiblichen Personen gegenüber keinerlei sexuelle
Annäherungsversuche machen dürfen, umgekehrt gilt
das natürlich auuch für die Frauen, Mt. 5,28 gilt
hier analog und occasio (nächste Gelegenheit zur
Sünde) ist strikt zu vermeiden! Beide müssen jede
Annäherungsversuche strikt zurückweisen!
Der Priester, der im Konkubinat lebt befindet sich
genauso wie seine Konkubine im Zustand der schweren Sünde, zelebriert er die hl. Messe, sündigt
er erneut schwer - mit allen Folgen!
Gläubige Katholiken wissen das auch ganz genau!
Ein Zölibatsdispens mit Laisierung ist allein dem
Papst vorbehalten, vgl. c. 1042 CIC i.v.m.
c. 1047 CIC, näheres dazu im Link.

www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_con_cfaith_doc_19710113_dispensatione-oblig_ge.html


2
 
 Mariat 7. September 2022 

@olga I.

War Ihre Antwort, Satire?
Im Fatima Lied heißt es in einer Strophe. " Bekleidet euch züchtig". Dies hat überhaupt nichts mit einer Burka zu tun.
Wer zölibatär lebt - auch als Laie, ist unverheiratet, sollte aber auch in Gedanken und Taten, REIN leben.
Dies bedeutet auch, andere und sich selbst nicht in Versuchung führen.


3
 
 Micha ben Jimla 7. September 2022 
 

Wenn der Zölibat in den unierten Teilkirchen der katholischen Kirche anders gehandhabt wird, als in der lateinischen, dann weil das historisch so gewachsen ist. Für zur katholischen Kirche konvertierte evangelische Pfarrer gibt es m.E. aber keinen Grund, so eine Ausmahme zu machen. Dann muss man eben auf diesen einen Konvertiten als Priester verzichten. Entweder der Zölibat für alle oder für keinen oder eben freiwillig als Extraverpflichtung.vWenn es einen Zölibat gibt, dann muss der auch eingehalten werden. Um es mal sportlich zu formulieren, gelbe Karte beim ersten Verstoß und rote Karte gleich Laisierung beim zweiten. Stillschweigend wegsehen geht nicht. Bei der Vaterschaft eines Priester muss m.E. sofort Schluss sein im Interesse des betroffenen Kindes, zu dem sich der Vater offen und ehrlich bekennen sollte.


5
 
 olga.l 7. September 2022 
 

@MariaT

"Und wir Frauen - mit unserer offenherzigen Mode, verführen wir dadurch nicht Priester(beim Kirchgang) - oder Menschen, die keusch leben möchten? "

Mit ähnlicher Begründung verordnen die Taliban in Afghanistan dortigen Frauen die Burka.
Wollen wir das? Doch eher nicht.


6
 
 olga.l 7. September 2022 
 

@hape

Ihre Beispiele stimmen nicht. Wenn mein Mann mich betrügen würde, dann würde ich mich von ihm trennen. Wenn jede zweite Autofahrt mit einem Crash enden würde, dann sollte der Fahrer Fahrstunden nehmen, zum Anti-Agressionstraining gehen oder das Auto ist falsch konstruiert. Ich bin jedenfalls seit fast zwanzig Jahren unfallfrei, obwohl viele Männer behaupten, dass Frauen schlecht fahren. Keinesfalls dürfen Probleme unter den berühmten Teppich gekehrt werden, das macht nur Schaden. Ich bin sehr erschrocken, dass hier solche Meinungen vertreten werden. Hat man an der noch andauernden Krise zu sexuellen Missbrauch von Minderjährigen denn nichts gelernt.


6
 
 hosea141 7. September 2022 
 

Ich denke mal, zölibatär leben heißt ehelos leben. Und das sollten Priester ganz unbedingt ohne jedes wenn und aber. Andererseits sind Priester aber auch Männer und die Natur lässt sich nicht immer verleugnen. So wird es immer mal zu Beziehungen und auch Kindern kommen. Manche Priester nutzen auch die Dienstleistungen von Prostituierten. Das ist Sünde und sollte zeitnah gebeichtet werden, dann ist es aus der Welt. Öffentlich darf es nur gemacht werden, wenn es gar nicht mehr anders geht, denn sonst wirft es ein schlechtes Bild auf die Kirche.


2
 
 Mariat 7. September 2022 

@hape und @Fatima 1713

Völlige Zustimmung!Um zu verstehen, was im ZÖLIBAT leben, bedeutet, müsste man es in GOLDENEN Buchstaben schreiben.
Der Widersacher Gottes freut sich, wenn er Priester verführen kann - und dadurch auch andere.
Doch die Versuchungen sind groß und werden mitunter auch von uns, von den Medien gefördert.
Verschiedene Filme - da geht nicht mehr ohne Bettgeflüster. Pornografie - mitunter sogar Missbrauchvideos an Kindern und so weiter.
Und wir Frauen - mit unserer offenherzigen Mode, verführen wir dadurch nicht Priester(beim Kirchgang) - oder Menschen, die keusch leben möchten?
Die WELT ist voller Sünden - voller Begierden.

Doch das Zölibat ist das EINZIG ehrliche. Denn "um des Himmelreiches Willen, sollte eigentlich jeder die 10 GEBOTE beachten!!!


3
 
 modernchrist 7. September 2022 
 

modernchrist

Danke für den ausgezeichneten Artikel, Dr. Heimerl!
Schon in der Reformation lockte das "tolle" Eheleben unzählige Priester zur Konversion und der Aufgabe ihres katholischen Priesteramtes. Doch Scheidung, Ärger mit missratenen Kindern, geldliche Vorsorgepflicht für die Ausbildung der Kinder, Eheprobleme, Vater- und Ehepflichten warten oft auf den verheirateten Mann. Jesu Wort: Wer es fassen kann, der fasse es! - das gilt , meine ich ganz besonders für den Priester! Die Welt benötigt wirklich christusförmige Priester, die mit Haut und Haaren bereit sind zur Ganznachfolge in der Form der Lebensweise Jesu. Auch der Weg zum Martyrium - wie er z.B. 1933-45 häufig war - ist als Eheloser eher durchzuhalten; er hat keine Verantwortung für Frau und Kinder! Der Weg des katholischen Priesters ist der konkrete Weg Jesu! Weil die Priester jedoch Menschen sind, gibt es Straucheln und Fallen; sie sollen aber schnell zu ihrer ersten Liebe zurückkehren, so Papst Franziskus weise.


3
 
 cyanus 7. September 2022 
 

@olga.l @Giuseppina Maria Nicolini

Dem muß ich ganz energisch wiedersprechen. Jeder weiß, daß gegen den Zölibat verstoßen wird. Na und? Das ist kein Grund ihn abzuschaffen. Jeder weiß, daß auch Priester Kinder zeugen. Ja, so ist das nun einmal. Da kann man nichts machen, der Mensch ist sündhaft. Man sollte es nicht an die große Glocke hängen, denn das schafft Nachahmungstäter und Schluß. Bei dem Priestermangel heutzutage kann man nicht jeden Verstoß gegen den Zölibat ahnden, sonst haben wir bald gar keine Priester mehr. Und wenn die Kirche sogar die Alimente zahlt, tut sie letzlich etwas Gutes.


5
 
 Fatima 1713 7. September 2022 
 

olga.l

Da macht wohl jeder seine eigenen Erfahrungen. Von den vielen Priestern, die ich kenne, würde ich für 99,9% die Hand ins Feuer legen, dass sie den Zölibat leben, und wenn man mit der "Praxis" argumentiert, müsste man alles mögliche "erlauben", da will ich jetzt gar keine Beispiele nennen, die kann sich jeder selber aussuchen.


4
 
 Marloe1999 7. September 2022 

Falscher Ansatz

Ich halte es nicht für zielführend, den Zölibat mit Statistiken zu Kindesmissbrauch zu verteidigen oder abzulehnen. Die Mechanismen, die zu Missbrauch führen haben nicht zwingend etwas mit einer primären Triebstörung zu tun, weshalb Ehemänner durchaus Sexualität mit ihrer Ehefrau leben können und trotzdem übergriffig werden. Halten wir uns doch am Besten an die theologischen Argumente. Ich halte es schlicht für unangebracht, eine (im Westen) so lange gelebte Tradition wie die ehelose Keuschheit für Kleriker aufzugeben. Der Zölibat ist die Lebensform Jesu und macht den Priester frei für den Dienst und die ungeteilte Liebe zu Christus. Das ist für mich das Wesentliche, warum ich für den Zölibat bin.


3
 
 Fatima 1713 7. September 2022 
 

@heiner1898

Dass Pädophile selten heiraten, da wäre ich nicht so sicher. Sonst gäbe es ja nicht so viel Missbrauch innerhalb der Familie. Ich denke man kann sich hinter der Fassade einer Familie genauso gut verstecken wie hinter dem Talar.
Dazu wäre eine Statistik interessant.


3
 
 Fatima 1713 7. September 2022 
 

@hape an @heiner1898

Ich stimme Ihnen, @hape, vollkommen zu. Es ist außerdem ein Irrglaube, wenn man denkt, dass eine Ehefrau unbedingt ein wachsames Auge hat. In sehr vielen Fällen wird der Missbrauch in Familien von den Ehefrauen gedeckt, aus Angst oder auch anderen Gründen.
Die Gleichung "ausgelebte Sexualität verhindert Missbrauch" funktioniert einfach nicht und ist eigentlich eine Beleidigung. Ehe und Familie haben einen viel größeren Wert und es ärgert mich immer wieder, wenn diese Berufung und dieser Stand in solchen Diskussionen als vermeintliche "Missbrauchsverhinderer" missbraucht werden. Eine Beleidigung u.a. der ehelichen Sexualität.


3
 
 heiner1898 6. September 2022 
 

@Mariat

"Ob ein Priester im Zölibat leben kann - liegt in der BERUFUNG von Gott für ihn. Sollte er sich selbst belügen - sich also verstellen - wird er über kurz oder lang scheitern - fallen. "

Ihnen geht es hier mehr um den Priester, mir als Vater (und vielleicht später mal Großvater) geht es mehr um das Wohl der Kinder in "Obhut" eines womöglich pädophilen Priesters. Und da hätte ein verheirateter Priester einiges an Vorteilen zu bieten. Nicht, dass man dann vor Missbrauch sicher ist, auch im familiären Umfeld werden leider Kinder missbraucht, aber ersten heiraten Pädophile in der Regel eher selten und zweitens hätte dort auch noch eine weitere Person (Ehefrau) ein Auge auf den Umgang des Priesters.


4
 
 olga.l 6. September 2022 
 

Ich persönlich glaube nicht, dass der Zölibat sich noch lange hält. Ich möchte das mit der Praxis begründen. Durch viele familär und berufsbedingte Ortswechsel habe ich etliche Pfarreien kennengelernt. Mehr als die Hälfte der Priester, die ich in ihrer Tätigkeit in meinen jeweiligen Wohnorten kennengelernt habe, haben den Zölibat nicht gelebt. Sicher, sie waren nicht verheiratet, aber sie lebten in mehr oder wenigere engen Beziehungen, die oft auch kein großes Geheimnis waren. Und was nicht gelebt wird, sondern nur noch auf dem Papier besteht, das wird in meist kurzer Zeit gar nicht mehr bestehen, denn es ist auch schon jetzt wenig wert.


5
 
 Zeitzeuge 6. September 2022 
 

Katholiken(Lateiner), die meinen Zölibatskritik üben zu müssen,

sollten bei Interesse die tiefschürfende Begrün-

dung

im Link sowie die von mir verlinkten Buchhinweise

des großen Theologen J.A. Möhler lesen bzw.

richtig studieren und an Math. 19,12 denken.....!

opusdei.org/de-de/article/der-zolibat-ist-die-antwort-wenn-er-keusch-gelebt/


2
 
 Mariat 6. September 2022 

@heiner1898

Ob ein Priester im Zölibat leben kann - liegt in der BERUFUNG von Gott für ihn. Sollte er sich selbst belügen - sich also verstellen - wird er über kurz oder lang scheitern - fallen.

www.erzbistum-koeln.de/erzbistum/priesterausbildung/der_weg/Voraussetzungen/


5
 
 Zeitzeuge 6. September 2022 
 

@Heiner1898, bitte die von mir verlinkten Dokumente und Beiträge

studieren, welche ja die Grundlage für meine

Ausführungen bilden, danke!


2
 
 Zeitzeuge 6. September 2022 
 

@Heiner1898,

da gebe ich Ihnen recht!

Solche Männer müßten sofort laisiert werden!

Außerdem müßten die besagten Kriterien in

das Kirchenrecht als Weihehindernis aufgenommen

werden, so daß die Weihe dann ungültig wäre.

Das Vertuschen ist nirgendwo zu rechtfertigen,

nicht im weltlichen Bereich (z.B. Familien,

Sportvereine, Schulen etc.) geschweige denn

innerkirchlich, dieses Vertuschen ist selber

kirchenrechtlich

ein Delikt, vgl. Art. 1 § 1b "Handlungen und

Unterlassungen....im verlinkten MP des Papstes!

www.vatican.va/content/francesco/de/motu_proprio/documents/papa-francesco-motu-proprio-20190507_vos-estis-lux-mundi.html


3
 
 SalvatoreMio 6. September 2022 
 

Die Anziehungskraft der Geschlechter

Jeder von uns trägt große Verantwortung für das Gegenüber, besonders für eine verheiratete Person sowie für einen Priester oder eine andere gottgeweihte Person. Gerade bei gegenseitiger Sympathie müssen wir uns selbst und die andere Person immer wieder respektvoll schützen, damit es nicht zu sehr "funkt". Die Ehrfurcht vor Gott, vor seinen Geboten und die Erziehung, "Mein und Dein" voneinander zu unterscheiden (in sämtlichen Bereichen) muss erlernt werden.


3
 
 kranichsteiner 6. September 2022 
 

In den unierten Teilkirchen der Katholischen Kirche ist es möglich, dass verheiratete Männer die Priesterweihe empfangen können. Zudem dürfen auch evangelische Pfarrer, die zum katholischen Glauben konvertieren, verheiratet sein. Wie ist das möglich, wenn der Zölibat so wichtig sein soll?


5
 
 heiner1898 6. September 2022 
 

@Zeitzeuge

Nehmen wir an ein Mann mit, wie Sie schreiben "tiefsitzenden pädophilen Neigungen" hat sich das Priesteramt "erschlichen". Dann hätte er also gar nicht geweiht werden dürfen, so verstehe ich das jedenfalls. Warum wird er dann, wenn das z.B. bei sexuellen Missbrauch oder Kinderpornographie herauskommt, nicht umgehend laisiert oder seine Weihe für ungültig erklärt? In aktueller Praxis wird dieser Priester meist nur in Bereiche ohne Kinder- und Jugendarbeit versetzt. Neben seiner säkularen Strafe, die nach erfolgter Anzeige meist erst in den letzten Jahren die Regel war.


4
 
 Zeitzeuge 6. September 2022 
 

Ziffer 202 der von mir verlinkten Seminarordnung schliesst natürlich

auch Männer mit pädophilen Neigungen etc. vom

Eintritt in das Seminar und damit der Priester-

weihe aus, was vom Bischof streng zu prüfen ist,

vgl. den weiteren Text in der Seminarordnung!

Wenn hier ein Bischof bei den pflichtgemäßen

Skrutinien aus falscher "Großzügigkeit" wider

die Vorschriften handelt ist das auch eine Art

Vertuschung, ein solcher Bischof macht sich

mitschuldig vor GOTT und den Menschen!


3
 
 Zeitzeuge 6. September 2022 
 

Im Link die von Papst Franziskus approbierte Seminarordnung,

in den Ziff. 199-201 ist klar geregelt, daß

Männer die HS praktizieren, tiefsitzende hs

Tendenzen aufweisen oder die sog. "hs Kultur"

unterstützen nicht zu Priestern geweiht werden

dürfen, ja nicht einmal ins Seminar aufgenommen

werden dürfen!

Wer also derartiges verschweigt, hat sich das

Priesteramt erschlichen, jeder gläubige Katholik

wird bestätigen, daß dieses eine schwer sündhafte

Handlung darstellt........!

www.clerus.va/content/dam/clerus/Ratio%20Fundamentalis/Das%20Geschenk%20der%20Berufung%20zum%20Priestertum.pdf


4
 
 Zeitzeuge 6. September 2022 
 

Lieber hape,

danke für Ihren Beitrag.

Im Link ein weiterer, wichtiger Artikel zum Thema

Zölibat.

Niemand kann ohne das auf den Evangelischen Räten

fußende Gelübde der Armut, Keuschheit und des

Gehorsams Mönch oder Nonne auf Lebenszeit werden.

Es muß aber niemand den Ordensstand wählen, eben-

so muß niemand den Priesterstand wählen.

Sollte er es aber tun, dann weiss er, daß er

sich zum Zölibat verpflichten muß.

Das zu kritisieren ist keinem Heiligen einge-

fallen und war bei den Lateinern stets ein

Kennzeichen sich "liberal" dünkender Katholiken!

opusdei.org/de-de/article/der-zolibat-ist-die-antwort-wenn-er-keusch-gelebt/


3
 
 SCHLEGL 6. September 2022 
 

@ hape 2. Versuch

Danke für den Link! Kardinal Augustin BEA war nicht nur Fachmann der Bibelwissenschaften, sondern er genoss auch das höchste Vertrauen von Papst Pius XII und dem heiligen Papst Johannes XXIII! Etwas Besseres kann man über den Kardinal gar nicht sagen.


2
 
 heiner1898 6. September 2022 
 

Zumindest einen Nachteil hat der Zölibat für Priester. Durch die damit verbundene Ehelosigkeit wird der Priesterberuf auch anziehend für Männer, für die eine Ehe mit einer Frau aus anderen Gründen nicht in Frage kommt, so für Männer mit einerseits homosexueller und andererseits pädophiler Neigung. Man kann beides an dem hohen Anteil männlicher Missbrauchsopfer von Sexualdelikten an Minderjährigen sehen, der teilweise bis achtzig Prozent der Gesamtopferzahl beträgt, während die meisten Sexualdelikte an Minderjährigen im sonstigen Bereich an weiblichen Opfern begangen werden. Zudem ist der Prozentsatz an Männern mit pädophilen Neigungen unter der Priesterschaft mit ca. 5 Prozent (verschiedene Gutachten zum Missbrauch) relativ hoch.


5
 
 Mariat 6. September 2022 

Was vielleicht vergessen wird, bei der Frage nach zölibatärem Leben ist...

Dass es ein Leben mit Christus ist. Ein Opferleben, da es Verzicht auf die Welt, auf eine Familie ist. Die Familie eines im Zölibat lebenden Priesters - und eben so auch, der Verzicht von zölibatär lebenden Laien ect. ist, das Geschenk dass man von Gott dafür bekommt.
So mancher Priester und ebenso Laie bekommt dafür Charismen - Gnadengaben.
ER/Sie sind eines mit Jesus Christus.
Frei von weltlichen Bindungen - kann Gott mit Ihnen wirken - nicht Nur in der hl. Messe.


5
 
 physicus 6. September 2022 
 

Buch

Vielen Dank für den Artikel! Ich möchte auch auf das Buch von Kardinal Sarah "Aus der Tiefe des Herzens: Priestertum, Zölibat und die Krise der katholischen Kirche" verweisen, das auch einen Beitrag von Benedikt XVI. enthält.

Ich bin den zölibatär lebenden Priestern sehr dankbar für ihr Lebenszeugnis. Sie verweisen alleine dadurch auf das Himmelreich - keine halben Sachen, sondern ganz Gott und den Menschen dienen.


5
 
 SCHLEGL 6. September 2022 
 

@hape

Nun, ich würde nicht beurteilen wollen, was Kardinal Bea zustand! Immerhin war er der Beichtvater u. theologischer Berater von Pius XII. Die wegweisende Bibelenzyklika "Divino afflante spiritu" ist das Werk Beas.
Er hat beim Konzil nur die Regel, die für die ORIENTALISCHEN Priester gilt, beschrieben. Mit Kardinal Ottaviani gab es schon auch Schwierigkeiten.
Allerdings wäre eine Änderung der Zölibatsdisziplin in der Mitte des 20.Jh.völlig verfehlt.
Der Zölibat ist die Lebensweise des Herrn eines Teiles der Apostel/frühchristlicher Amtsträger.
Ein orthodoxer Theologe schrieb vor vielen Jahren, die lateinische Kirche sei "zu wenig mystisch", darum müsse sie den Zölibat beibehalten.
Eine Änderung würde das Problem GESCHIEDENER Priester bringen, welches leider in manchen orthodoxen Teilkirchen bereits anzutreffen ist.
Übrigens haben es die zölibatären Priester in der Verfolgungszeit der Sowjetunion leichter gehabt im Untergrund dem Volk zu dienen.


5
 
 Heinerle 6. September 2022 
 

Ehelosigkeit um des Himmelreiches willen oder Zölibatsverpflichtung?

Es wäre hilfreich, wenn hier in der Diskussion unterschieden würde zwischen dem eschatologischen Zeichen der freiwilligen Ehelosigkeit um des Himmelreiches willen, wie es die Ordensleute, geweihten Jungfrauen und zahllose Priester leben, auf der einen Seite und auf der anderen Seite die Zölibatsverpflichtung als Voraussetzung zur Zulassung zum Weihesakrament. Ersteres ist der "evangelische Rat", der zeichenhaft immer von Klerikern und Laien gelebt wurde und den niemand ändern will; zweiteres ist eine später eingeführte kirchliche Vorschrift, die von der Kirche geändert werden kann.


1
 
 Rosenpsalter 6. September 2022 
 

Danke

Vielen Dank für den Artikel. Die Zölibatdebatte in der röm kath. Kirche verstehe ich nicht. Wenn man nicht verheiratet ist, soll man (auch als Laie) enthaltsam leben.


3
 
 SalvatoreMio 6. September 2022 
 

Zölibat - weshalb?

@Sehr geehrter Dr. Heimerl! Seien wir ehrlich! Auch werfür den Zölibat ist, kennt meist nur ein Argument: "Er hat mehr Zeit für seinen Dienst" , was nicht immer überzeugend gelebt wird und als Begründung nicht reicht. Ihre Argumente helfen enorm zu verstehen! Machen wir sie uns zu eigen; antworten wir damit, wenn über den Zölibat geschwätzt wird! Die Priester sollten über alle Sakramente predigen, auch hierüber, denn es geht uns alle an!


5
 
 matthieu 6. September 2022 
 

Verzicht

Der Verzicht als Zeichen wird ja auch unter Laien in der Fastenzeit oft nur noch als veraltet gesehen. Man will abnehmen, oder sich körperlich Gutes tun, aber als geistliche Übung wird es nicht verstanden. Ich bin sicher, das zölibatäre Leben macht auch frei. Aber es ist halt nicht jedem gegeben und die es führen müssen auch etwas dafür tun, dass es gelingt (wie Eheleute auch)


4
 
 Chris2 6. September 2022 
 

Nicht alles, was (nich) kein Dogma ist,

ist auch sinnlos oder gar kontraproduktiv. Ganz für Gott da zu sein wie damals die Apostel, die Jesus buchstäblich aus ihren Familienverbänden gerissen hatte, ist also nicht nur zur Freiheit in Diktaturen, zur Abwendung von Kleriker-Familiendynastien oder zur Vermeidung von Scheidungskriegen von Klerikern sinnvoll. Und viele heutige Probleme sind hausgemacht: Früher hatte man z.B. mehr Kinder und wurden nicht 1/3 der Kinder abgetrieben, weshalb nicht selten eine Schwester ihrem Bruder ins Pfarrhaus folgte. Und die immer zahlreicheren und zermürbenderen Aufgaben und Gremien (Räte) helfen auch nicht gerade...


4
 
 Zeitzeuge 6. September 2022 
 

Ergänzend im Link eine weitere Ausgabe (Reprint?) des Buches

von Möhler!

petrusverlag.de/?artikelid=110


1
 
 Zeitzeuge 6. September 2022 
 

Hochwürden Herr Dr. Heimerl,

danke für Ihren Artikel!

Es ist ja auch ein Dogma des Konzils von Trient,

daß der Stand der frei gewählten Jungfräulichkeit

um des Himmelreiches willen im Verhältnis zur

sakramentalen Ehe der vollkommenere Stand ist

(DH 1810-NR 744).

Allerdings reden wir von den Lateinern, da ja

die katholischen, mit Rom verbundenen Ostkirchen,

die Priesterehe gestatten dürfen.

Bei den Lateinern waren es aber tatsächlich immer

liberale Kräfte, die den Zölibar "aufweichen"

oder sogar abschaffen wollten und genau in deren

"Fußstapfen" wandeln die synodal Bewegten.

Mir ist kein Heiliger bekannt, der am Zölibat

"gerüttelt" hätte!

Der nach dem großen Möhler ungeteilte Dienst

für GOTT und seine hl. Kirche ist gerade in

unserer materialistischen Zeit auch ein sichtbares

Zeichen für die Welt.

Im Link das von Prof. Hattrup neu herausgegebene

Buch von J.A. Möhler über den Zölibat, das auch

heute noch aktuell ist, ja noch aktueller als

damals!

www.unifr.ch/dogmatik/de/assets/public/files/Dokumentation/Online-Bibliothek/Klassiker/Moehler_Zoelibat.pdf


3
 

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