Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst Leo XIV. und die Zukunft der liturgischen Einheit der Kirche
  2. Konsekrierte Hostien an Hunde verfüttert: Keine Konsequenzen im Bistum Chur
  3. Insider: Vatikan bereitet sich auf Folgen der Bischofsweihen der Piusbruderschaft vor
  4. Schisma auf leisen Sohlen
  5. Verheiratete Frauen sind (zunehmend) die glücklichsten von allen
  6. Kardinal Marx unter Druck: Zwischen grober Fahrlässigkeit und dem Vorwurf der Vertuschung
  7. Goldenstein-Nonnen doch in Rom? Propst in Sorge
  8. „Bestellt wie eine Ware“: Scharfe Kritik an Leihmutterschafts-Fall in der CDU
  9. Paukenschlag in der Klimadebatte: KlimaGuru Al Gore warnt plötzlich vor neuer Eiszeit
  10. „Theologische Katastrophe“: Massive Kritik am Erprobungsband des neuen evangelischen Gesangbuchs
  11. Back to the future: Durch den Traditionalismus zur Gendergerechtigkeit
  12. Goldenstein-Nonnen: Verstimmung um nun doch durchgeführte Romreise
  13. Goldenstein-Nonnen nach Romreise wieder in Salzburg eingetroffen
  14. Erzbischof Sheen warnte bereits 1965 vor falschem Mitgefühl
  15. Bericht des US-Justizministeriums: Regierung Biden hat traditionelle Christen intensiv durchleuchtet

Geht und verkündet!

19. August 2022 in Spirituelles, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ist also jetzt die Stunde der Laien gekommen? Nein, jetzt ist die Zeit, Menschenfischer zu werden! - Gedanken von Carl Philip Clam VISION2000


Wien (kath.net/vision2000.at)

Es zahlt sich aus, das Ende des Markus-Evangeliums wieder einmal bewusst zu lesen: „Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen!“, heißt es da. Und die Adressaten dieses Auftrags? Das sind wir alle, die Christen des 21. Jahrhunderts. Der Herr schickt uns, jeden, der an Ihn glaubt, zu unseren Mit­menschen… Eine Begegnung hat dem Autor des folgenden Beitrags diesbezüglich die Augen geöffnet.

Wir sind getauft, gehen in die Kirche und manchmal sogar zur Beichte und zahlen Kirchensteuer. Dafür haben wir Anspruch auf das „Rundum-Sorglos-Paket“ der katholischen Kirche. Wir sind die Lämmer, und der Pfarrer ist der Hirte.
Aber wann steigen wir in die Fußstapfen von Jesus? Wann werden wir Hirte? Wann Prophet, König und Priester? Aus lauter Angst, dass uns die Fußstapfen Jesu zu groß sind, bleiben wir zu Hause sitzen und lassen uns von der Kirche berieseln. Aber das bedeutet auch, dass wir nicht auf Jesus hören und Ihm nicht vertrauen.

So lebte auch ich als Katholik vor mich hin. Früher ging es mir um Theologie und Religion – heute geht es mir um die Heilige Schrift und meine Nähe zu Jesus. Denn vor einem Jahr traf ich bei einem Spaziergang in der Natur José aus Spanien. Er lebt, wie es in der Apostelgeschichte geschrieben steht, zieht ohne Besitz und Zuhause durch die Welt, um das Evangelium vom Reich Got­tes zu verkünden, Kranke zu heilen, Dämonen auszutreiben.


Und er singt und spielt auf seiner Gitarre, die er immer mit hat, ist fröhlich und frei, wirkt glücklich. So direkt durfte ich noch nie die Liebe Gottes spüren. Er war irgendwie von einer anderen Welt. Sein Enthusiasmus steckte mich an. Wir musizierten, und er blieb ein paar Wochen unter meinem Dach. Dank José wurde mir vieles klar und wendete sich zum Guten in meinem Leben.
Mir wurde vor allem klar: Jesus spricht auch uns an, wie Er einst die Apostel ansprach. Alles was, Er den Aposteln gesagt hat, sagt Er auch uns. Sein Wort hat Gültigkeit in Ewigkeit: „Folgt mir nach, von nun an sollt ihr Menschenfischer sein.“ Er schickt mich als Lamm unter die Wölfe. Mit diesem Sprung ins kalte Wasser beweisen wir unser Vertrauen in Gott.

Ja, kann ich das? Ich bin doch ein Sünder, ein erbärmlicher Wurm. Nein, das bist Du seit Deiner Taufe nicht mehr. Du bist nun ein Kind Gottes. Du hast die Seite gewechselt, vom Mitläufer zum Gesandten Gottes. Daher schenk Dein Leben Jesus und stelle Dich in Seinen Dienst. Nimm endlich Eigenverantwortung auf dich und werde Hirte! Zeichen und Wunder werden folgen, so spricht der Herr.

Ist also jetzt die Stunde der Laien gekommen? Nein, jetzt ist die Zeit, Menschenfischer zu werden! Das Wort „Laie“ ist mir viel zu technokratisch. Genau das ist ja das Problem. Alle starren auf den Heiligen Vater, die Bischöfe, die Kardinäle und zerreißen sich den Mund, wenn einer wieder im Fernsehen zu progressiv oder zu konservativ ist. Das alles lähmt nur, nimmt unsere Eigenverantwortung. Für einen Aufbruch müssen wir es schaffen, auch außerhalb der Strukturen zu denken und persönlich eine Beziehung zu Jesus aufzubauen.

Wenn wir von Laien in der Kirche sprechen, denken wir an die Nachbarin, die als Passtoralassis­tentin in einem Talar anstatt des Pfarrers predigt. Nein, ich rede nicht von „katholischen Laien“, ich rede von Jüngerschaft, von Menschenfischern. Denn die Nachbarin könnte als Menschenfischer unterwegs sein und dort, wo man es nicht erwartet, die gute Nachricht erzählen, auf der Straße ein Segensgebet oder Heilungsgebet für eine suchende Seele sprechen…

Dann wird sie Tränen der Freude und Enthusiasmus erleben – bereits nach wenigen Minuten. Warum? Weil die Ernte eben so groß ist und es so wenige Arbeiter gibt. Wir überlassen derzeit die Arbeit im Weinberg nur den Priestern und den Zeugen Jehovas.

Wir müssen uns den wichtigen Dingen zuwenden: dem Durst der Welt nach der Wahrheit. Eine Dame sagte mir neulich: „Es ist aber nicht mein Ding, an den Türen zu läuten und zu missionieren.“ Darauf sagte ich ihr: „Du kannst es auch beim nächsten Cocktail machen. Dort gibt es auch Suchende. Es wird deinen Glauben neu auffrischen. Es macht nichts glücklicher, als wenn du jemanden neu begeistern konntest für das Reich Gottes. Das macht dich süchtig.“

Jesus sagt uns, dass Zeichen und Wunder geschehen und unsere Arbeit begleiten und bekräftigen werden. Wir glauben heute viel zu wenig an Zeichen und Wunder. Damit Er diese durch uns wirken kann, müssen wir aber zuerst dem König der Könige unser Leben schenken, Ihm unsere ganze Treue versprechen und Ihn bitten, Seine Gesandten sein zu dürfen.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Konsekrierte Hostien an Hunde verfüttert: Keine Konsequenzen im Bistum Chur
  3. Kardinal Marx unter Druck: Zwischen grober Fahrlässigkeit und dem Vorwurf der Vertuschung
  4. Back to the future: Durch den Traditionalismus zur Gendergerechtigkeit
  5. Schisma auf leisen Sohlen
  6. „Theologische Katastrophe“: Massive Kritik am Erprobungsband des neuen evangelischen Gesangbuchs
  7. Insider: Vatikan bereitet sich auf Folgen der Bischofsweihen der Piusbruderschaft vor
  8. Goldenstein-Nonnen doch in Rom? Propst in Sorge
  9. Goldenstein-Nonnen: Verstimmung um nun doch durchgeführte Romreise
  10. Was Kardinal Marx meint und was das Zweite Vatikanische Konzil lehrt
  11. Die Messe in der außerordentlichen Form kehrt nach Santa Maria Maggiore/Rom zurück
  12. Erzbischof Sheen warnte bereits 1965 vor falschem Mitgefühl
  13. „Es war, als sähe ich Jesus wirklich“
  14. Paris: Klassische lateinische Messe bringt eine neue Generation in die katholische Kirche
  15. Arche-Sprecher warnt vor Zunahme des Islamismus an Schulen in Deutschland

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz