Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Piusbruderschaft kritisiert ‚Doppelmoral‘ nach Verweigerung des Zutritts zur Basilika in Assisi
  2. 'Und ich dachte, es müßte um Gott und das Heil der Seelen gehen. Ich bin ja so naiv'
  3. 'Denn es wird nicht zu dem kommen, was diese Lügner versprechen.'
  4. Jesuitenpater Thomas Reese mit irrer Aussage: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘
  5. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  6. Nicht mehr zu retten - Zum Substanzverlust der Kirche
  7. ‚Synodalität – ein Wort ohne Begriff? Ein erfundenes Narrativ macht Karriere
  8. Ein Drittel der 15-Jährigen in Deutschland kann nicht mehr ausreichend lesen oder rechnen!
  9. Kardinal Müller: „Muslime respektieren kein schwaches Christentum, das sich des Kreuzes schämt“
  10. Eine vergiftete Unterstützungserklärung
  11. 'Gott, hilf mir. Jesus, hilf mir. Seid ihr Jungs bereit? Let’s Roll'
  12. Wundersame Heilung, eine Marienerscheinung und Berufung mit 4 Jahren
  13. Während Messfeier mit Erstklässlern: Bengalisches Feuer in katholische Kirche geworfen
  14. Kardinal Burke: Sexuelle Unmoral heute erinnert an Sodom und Gomorrha
  15. Nigeria: Bischöfe schlagen nach erneuten Massakern Alarm

„Laientaufe: Essen als Vorreiter des Synodalen Irrweges“

17. März 2022 in Kommentar, 41 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„All jenen, die in Essen oder anderswo ihre Kinder taufen lassen möchten, lege ich als Priester ans Herz: Verlangen Sie einen ordentlichen Taufspender. Niemand kann Ihnen dies verwehren, auch Bischof Overbeck nicht“. Gastkommentar von Joachim Heimerl


Essen-Wien (kath.net) In jenen Ausnahmefällen, in denen kein ordentlicher Taufspender zur Verfügung steht, erlaubt das Kirchenrecht ausdrücklich und schon immer die Taufe durch Laien.

Ordentliche Taufspender sind ausschließlich Priester und Diakone, und auch im glaubensschwachen Deutschland sind sie in jeder Diözese in ausreichender Zahl vorhanden. Ausnahme- oder gar Notfälle sind so sicher eine Seltenheit.

Obwohl Deutschland ein Missionsland geworden ist, herrscht hier kein Mangel an ordentlichen Taufspendern und niemand wird behaupten können, er könne in seiner Pfarre nie einen Priester oder einen Diakon erreichen, erst recht dann nicht, wenn es um das Wichtigste geht: die Spendung der Sakramente.

Jeder Priester und jeder Diakon ist zu nichts lieber bereit als dazu, und es ist für alle eine Selbstverständlichkeit, alles Stehen und liegen zu lassen, wenn es um das Heiligste geht.


In Essen scheinen die Dinge jedoch anders zu sein.

Der dortige Bischof Overbeck hat nun 17 Laien ermächtigt, die Taufe zu spenden: sechzehn Frauen und einen Mann.

Angeblich reagiert der Bischof damit auf eine „seelsorglich schwierige Situation“, wie es in einer Aussendung des Bistums heißt.

Spätestens hier reibt man sich dann doch verwundert die Augen: Gibt es in Essen keine Priester und Diakone mehr? Oder aber gibt es etwa so viele Taufen, dass sie von den ordentlichen Taufspendern nicht mehr zu bewältigen wären? Doch beides ist falsch!

Es geht nicht darum, dass es zu wenig ordentliche Taufspender und zu viele Täuflinge gibt, sondern nur darum, dass Laien taufen dürfen, vorzugweise „Laiinnen“ selbstverständlich.

Damit ist aber auch klar, worum es in Wirklichkeit geht: Es geht nicht um die Sicherung der Sakramentenspendung – das ist eine glatte Lüge des Ruhrbistums –, sondern es geht um Kirchenpolitik und schlicht darum, dass die Kirche laikaler wird. Das heißt aber auch: Priester und Diakone werden nun kaum mehr taufen; die Laientaufe wird der Regelfall.

Essens Bischof Overbeck wird damit zum Vorreiter dessen, was auf die deutsche Kirchenprovinz im Zuge des Synodalen Irrweges noch zukommen wird: Es ist der Anfang jener Kirche, die die selige Anna Katherina Emmerick prophezeit hat: Eine dunkle „Kirche“, eine „Menschenmachwerkskirche“, eingefädelt von deutschen „Spitzbuben“. In Essen hat sich genau dies 220 Jahre später erfüllt.

All jenen aber, die in Essen oder anderswo ihre Kinder taufen lassen möchten, lege ich als Priester eindringlich ans Herz: Verlangen Sie ausdrücklich einen ordentlichen Taufspender und damit auch eine ordentliche Taufe. Niemand kann und darf Ihnen dies verwehren, auch Bischof Overbeck nicht – und er kann auch nicht glaubhaft auf eine „Notlage“ verweisen.

Dr. Joachim Heimerl (siehe Link) ist Priester der Erzdiözese Wien und Oberstudienrat.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Zu jedem Zeitpunkt werden auf der Welt ungefähr 8.000 bis 9.000 Messen gefeiert
  3. Scharfe Kritik von Birgit Kelle an Leihmutterschaftsentschuldigung von Jens Spahn
  4. Kardinal Aveline: Motto von Leos Frankreichreise hat auch mit dem Lebensschutz zu tun
  5. X ist Nummer 1 unter Europas Nachrichten-Apps
  6. Jesuitenpater Thomas Reese mit irrer Aussage: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘
  7. Messermann brüllte „Allahu Akbar” in französischer Kirche – Festnahme
  8. Britisches Unterhaus stimmt erneut über Sterbehilfe-Gesetz ab
  9. 'Gott ist gut'
  10. 'Und ich dachte, es müßte um Gott und das Heil der Seelen gehen. Ich bin ja so naiv'
  11. Nicht mehr zu retten - Zum Substanzverlust der Kirche
  12. Spanischer Erzbischof erinnert angesichts der Migrationskrise an die Reconquista
  13. Drei katholische Bischöfe werden am Marsch für das Leben teilnehmen
  14. Archäologen ‚absolut‘ sicher: Bethsaida gefunden
  15. Vatikan wirbt für Religionsdialog - Eine Islamfeindlichkeit im Westen?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz