Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Alte Messe braucht die Piusbruderschaft nicht
  2. ZDF hasst Katholiken
  3. Eduard Habsburg: Alte Messe ist ‚absolute Antithese zur heutigen Welt‘
  4. Erzbistum Washington entlässt Exorzisten wegen Äußerungen zu UFOs und Dämonen
  5. Kurienerzbischof Pozzo: „Die beiden Formen des Römischen Ritus nicht gegeneinander ausspielen“
  6. Christus bleibt nicht im Tempel! Fronleichnam: Einladung für die Gegenwart
  7. "Gesegneten Frohnleichnahm" - eine CSU-Blamage zu Fronleichnam
  8. Bischof Algermissen: kfd-Positionspapier zu § 218 StGB ist nicht katholisch
  9. Das Beichtgeheimnis: Festgeschrieben für die Ewigkeit?
  10. Kardinal Woelki: In der Eucharistie schenkt sich Christus selbst
  11. Besorgniserregende antidemokratische und gewaltaffine Haltungen bei jungen Muslimen
  12. Die Menschenwürde hat keinen Reisepass
  13. ‚Jedes Knie soll sich beugen‘: Erzbischof Fisher ruft zum Knien vor der Eucharistie auf
  14. Papst: „Ich bin zutiefst berührt, dass Sie darüber sprechen können“
  15. Rektor Jan Frąckowiak: „Ein Priester muss ein Mann des Glaubens sein“

Moskauer Patriarch beschimpft Gegner Russlands als "Kräfte des Bösen"

28. Februar 2022 in Weltkirche, 12 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Patriarch Kyrill kritisiert aber mit keinem Wort den russischen Angriff auf die Ukraine - Ukrainisches orthodoxes Kirchenoberhaupt Epifanij vergleicht Putin mit Hitler und warnt davor, dass die ganze Welt von Russlands Atomwaffen bedroht ist


Moskau/Kiew (kath.net/KAP) Das Oberhaupt der Russisch-orthodoxen Kirche, Patriarch Kyrill I., hat sich einmal mehr nicht vom Angriff Russlands auf die Ukraine distanziert. In seiner Predigt bei einem Sonntagsgottesdienst in Moskau sprach Kyrill von äußeren "bösen Kräften", die nicht nur Russland, sondern die ganze "Rus" bedrohen würden. Der Patriarch verwendete mit "Rus" einen Begriff, der auf die ethnokulturelle und kirchliche Einheit von Russland, Belarus und Ukraine anspielt. Wörtlich sagte der Patriarch: "Gott bewahre, dass die gegenwärtige politische Situation in der uns nahen brüderlichen Ukraine darauf abzielt, dass die bösen Mächte, die immer gegen die Einheit der Rus und der russischen Kirche gekämpft haben, die Oberhand gewinnen."

Das Unterpfand dieser Einheit der Rus sei die Russisch-orthodoxe Kirche. "Möge der Herr unsere Kirche in Einheit bewahren", so der Patriarch, der darauf anspielte, dass es in der Ukraine zwei orthodoxe Kirchen gibt: die Ukrainisch-orthodoxe Kirche des Moskauer Patriarchats (UOK-MP) und die eigenständige Orthodoxe Kirche der Ukraine (OKU). Und Patriarch Kyrill fügte hinzu: "Möge der Herr die Völker, die Teil des einheitlichen Raums der Russisch-Orthodoxen Kirche sind, vor mörderischen Kriegen schützen. Wir dürfen uns nicht von dunklen und feindlichen äußeren Kräften auslachen lassen, wir müssen alles tun, um den Frieden zwischen unseren Völkern aufrechtzuerhalten und gleichzeitig unser gemeinsames historisches Vaterland vor allen äußeren Einwirkungen zu schützen, die diese Einheit zerstören können." Der Patriarch rief die Gläubigen schließlich auf, für den Frieden und für die Einheit zu beten.


Die grundsätzlich russlandfreundliche UOK-MP hat allerdings schon vergangene Woche den russischen Präsidenten Wladimir Putin aufgerufen, den Angriff einzustellen. Für einen solchen Krieg gebe es keine Entschuldigung, weder vor Gott noch vor den Menschen, so Metropolit Onufrij, das Oberhaupt der Kirche.

Metropolit Epifanij, Oberhaupt der OKU hat unterdessen in einer Botschaft am Sonntag zur kirchlichen Einheit im Land aufgerufen. Immer mehr Geistliche und Gläubige der UOK-MP hätten das wahre Wesen der Russisch-orthodoxen Kirche und ihres Oberhaupts Patriarch Kyrill erkannt und würden treu zur Ukraine und deren Verteidigung stehen. Er sei überzeugt, so Epifanij, "dass sich viele Hierarchen, Priester und Laien des Moskauer Patriarchats bereits nach ihrer Zukunft fragen, die sie nicht mit dem diskreditierten Patriarchen Kyrill in Verbindung bringen".

Epifanij ging auch auf die atomaren Drohungen des russischen Präsidenten ein. Darin werde deutlich, dass nicht nur die Ukraine in Gefahr sei, sondern die ganze Welt. Wörtlich hielt der Metropolit fest: "Der Geist des Antichristen wirkt im Führer Russlands, dessen Zeichen uns die Schrift offenbart: Stolz, Hingabe an das Böse, Rücksichtslosigkeit, falsche Religiosität. Das war Hitler im Zweiten Weltkrieg. So ist Putin heute geworden." Deshalb sei es nicht nur die Aufgabe der Ukraine, sondern "aller Länder der Welt, aller Menschen guten Willens darin, Putin jetzt zu stoppen".

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich

Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - ANMELDUNG nur noch bis 22. JUNI!!!
  2. ZDF hasst Katholiken
  3. Das Beichtgeheimnis: Festgeschrieben für die Ewigkeit?
  4. "Gesegneten Frohnleichnahm" - eine CSU-Blamage zu Fronleichnam
  5. Erzbistum Washington entlässt Exorzisten wegen Äußerungen zu UFOs und Dämonen
  6. Die Alte Messe braucht die Piusbruderschaft nicht
  7. Östereichische Bischofskonferenz: Lackner bleibt Vorsitzender, Scheuer wieder Vize
  8. Kardinal Woelki: In der Eucharistie schenkt sich Christus selbst
  9. Polen: Fußballer Bartosz Sobczyk gab seine Karriere auf, um Priester zu werden
  10. Aus der Liebe geboren, zur Einheit berufen - Ein Leib, ein Geist, eine Sendung
  11. Papst: „Ich bin zutiefst berührt, dass Sie darüber sprechen können“
  12. Das Maß vor dem Gesetz. Würde, Recht und die Grenzen der Macht
  13. Eduard Habsburg: Alte Messe ist ‚absolute Antithese zur heutigen Welt‘
  14. Papst reagiert bestürzt auf Ermordung von Bischof Afonso/Mosambik
  15. Neuer Trend in den USA: Abkehr von nüchternen Kircheninnenräumen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz