Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst Franziskus verurteilt Traditionalismus in der Kirche
  2. Barmherzigkeit gegenüber „LGBTQ-Katholiken", Unbarmherzigkeit gegenüber Anhängern der "Alten Messe"?
  3. Damit verläßt die Dame eindeutig den Boden der Lehre der katholischen Kirche
  4. Kardinal Cupich ODER wie man 500 Gläubige vertreibt
  5. Nach orthodoxer Heiligsprechung Spannungen zwischen serbisch-orthodoxer und katholischer Kirche
  6. Luxemburgs Forderungen an die Universalkirche, oder: der deutsche Sonderweg färbt ab
  7. Das bundesdeutsche Bermuda-Dreieck der Großideologen
  8. Zwei Drittel der Deutschen sind für die sofortige Abschaffung der Kirchensteuer!
  9. „Eine Gesellschaft ohne Gott ist nicht denkbar, weil sie im Chaos versinken wird“
  10. „Gott ist mein Bräutigam“
  11. Pater Kraschl: Warum die gültige Taufformel verwendet werden muss
  12. Kirche muss reich an Glauben sein, nicht reich an Geld
  13. „Gender widerspricht sich selbst“
  14. Gendern ist ideologisch, missachte gültige Regeln und produziere „sozialen Unfrieden“.
  15. Zahl der Abtreibungen sinkt in Polen auf 107

Bischof Ipolt: „Ich finde, dass wir in Deutschland derzeit ein eher verschämtes Christentum leben“

24. Februar 2022 in Weltkirche, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Bischof von Görlitz reagiert gegenüber kath.net positiv auf den Brief von Erzbischof Gądecki zum Synodalen Weg: „Ob der Brief aus Polen nicht auch unseren synodalen Weg auf Fragen aufmerksam machen kann, die wir vielleicht noch ausblenden?“


Görlitz-Warschau (kath.net/pl) Mit einer positiven Reaktion zum kritischen Brief (Link) des Vorsitzenden der Polnischen Bischofskonferenz, Stanislaw Gądecki, wartete der Bischof von Görlitz, Wolfgang Ipolt, auf. Gegenüber kath.net betonte Ipolt auf Nachfrage: „Wir haben im Zusammenhang des synodalen Weges in Deutschland immer betont, dass wir Teil der Weltkirche sind und sein wollen. Der Brief aus Polen ist eine Stimme aus der Weltkirche. Die sollten wir zunächst hören. In dem Brief spricht Erzbischof Gądecki von verschiedenen Versuchungen, denen die Kirche insgesamt erliegen kann. Wer wollte leugnen, dass es diese Versuchungen gibt? Ich weiß aus meiner unmittelbaren Nachbarschaft, dass die Kirche in Polen derzeit ähnlichen Herausforderungen gegenübersteht wie wir in Deutschland. Ob der Brief aus Polen nicht auch unseren synodalen Weg auf Fragen aufmerksam machen kann, die wir vielleicht noch ausblenden?“

Gleichzeitig reagierte Bischof Ipolt mit Unverständnis auf die Kritik des Essener Generalvikars Klaus Pfeffer am Brief aus dem polnischen Episkopat. Ipolt stellte fest: „Die harsche Kritik an dem Brief kann ich nicht teilen. Papst Franziskus selbst hat von diesem Minderwertigkeitskomplex gesprochen, der den missionarischen Eifer allseits behindert. Ich finde durchaus, dass wir in Deutschland derzeit ein eher verschämtes Christentum leben, dessen Ausstrahlung – aus verschiedenen Gründen – behindert oder verdunkelt ist. Es gilt, die Freude des Evangeliums (Evangelii gaudium) wieder zu gewinnen und  mit einem demütigen Selbstbewusstsein den Glauben zu leben.“

Außerdem erinnerte Ipolt gegenüber kath.net, dass „in den Städten und Dörfern unseres Landes … viele katholische Christen aus Polen“ leben. „Wie selbstverständlich gehören sie auch in unsere Pfarreien und haben dort zum Teil Verantwortung übernommen. Auch in unserem Ordinariat arbeiten bereits einige Frauen aus dem Nachbarland und wirken so beim Aufbau unserer Ortskirche mit. Dafür bin ich dankbar. Dass wir ganz sicher in mancher Hinsicht verschiedene Zugänge zum Glauben und zur Kirche haben, das darf unseren guten Beziehungen keinen Abbruch tun. Immerhin gehören wir zu einer Kirche.“

Archivfoto Bischof Ipolt (c) Bistum Görlitz


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 bibelfreund 25. Februar 2022 
 

Bischof von Format

Das kleinste Bistum, der größte Bischof. Der lebendige Beweis: Geld erstickt den Glauben. Im kleinen, „armen“ Görlitz, eine der schönsten Städte Europas, blüht er! Im satten Westen wie Essen, München etc ist er dem polt-Wahn des Episkopats gewichen. Vor einigen Jahren hatte Bischof Ipold den evangelikalen Publizisten Peter Hahne zum traditionellen Hedwigs-Empfang eingeladen. Die ganze Region war auf den Beinen, das Hauptmann-Theater bis ins Foyer hinein überfüllt, genauso die vorangehende Messe. Das war Evangelisierung vom Feinsten. Das war Bekenntnis-Ökumene! Zwei vollmächtigen Missionare für Jesus, ohne das synodale Gejammer und politische Mainstream-Geheul. Kirche eben!


0
 
 Chris2 25. Februar 2022 
 

"Verschämtes Christentum" ist sehr nett ausgedrückt.

Besser treffen würde es: "Sie schämen sich, Bischöfe und kirchliche Mitarbeiter zu sein", weil ihnen die biblische Botschaft und die Lehre der Kirche zuwider ist, ja, weil sie vielfach kaum noch oder gar nicht mehr glauben. Wer, wie Marx, als Nachfolger der Apostel offene Attacken gegen Christus und seine Kirche reitet und sogar die Hauptursache des Missbrauchsskandals "(ab)segnen" will, hat sich selbst disqualifiziert, im Namen des Herrn oder der Opfer des Missbrauchsskandals zu sprechen. Es ist überfällig, dass Rom das auch offen ausspricht...


0
 
 naiverkatholik 24. Februar 2022 
 

Klerikalismus des Klerikers und GVs Pfeffer

Ich bin fassungslos. Über GV Pfeffers Lächerlichmachung der Position der polnischen Bischöfe. Sie sind für ihn genauso wie vor einiger Zeit die "Römer" Witzfiguren, Nachhut des Mittelalters. Den Missbrauch führt er an. Hätten sich alle an die in seinem Facebookaufruf verächtlich gemachte "ferne katholische Vergangenheit" (die von "Polen" vertreten werde) gehalten, dann wäre der Missbrauch nicht passiert. GV Pfeffer vertritt als Kleriker Postionen, die der gültigen katholischen Lehre widersprechen. Genau das ist Missbrauch seiner Amtsstellung und hohe Form von Klerikalismus. Ein Laie hat die klerikalen Vorteile nicht, seine anfechtbaren Positionen so öffentlich zu verbreiten.


4
 
 SalvatoreMio 24. Februar 2022 
 

Wir leben ein "verschämtes Christentum"?

Ich finde diese Aussage von Herrn Bischof Ipolt überaus freundlich, ja gar geschmeichelt. -
Sehr gut, dass er mit Unverständnis reagiert auf den herablassenden Kommentar von Generalvikar Pfeffer aus Essen über den Brief des Vorsitzenden der Poln. Bischofskonferenz Stanislaw Gądecki, den dieser an Bischof Bätzing richtete.


3
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Papst Franziskus verurteilt Traditionalismus in der Kirche
  2. Warum Sie am 2. April 2023 am Abend in Krakau sein sollten!
  3. DRINGEND - Bitte um Ihre Sommerspende für kath.net - DANKE!
  4. Barmherzigkeit gegenüber „LGBTQ-Katholiken", Unbarmherzigkeit gegenüber Anhängern der "Alten Messe"?
  5. Das bundesdeutsche Bermuda-Dreieck der Großideologen
  6. Damit verläßt die Dame eindeutig den Boden der Lehre der katholischen Kirche
  7. Kardinal Cupich ODER wie man 500 Gläubige vertreibt
  8. „Gott ist mein Bräutigam“
  9. Edith Stein – Ave, Crux, spes unica
  10. „Gender widerspricht sich selbst“
  11. Der Pfarrer von Ars und der Teufel
  12. Zwei Drittel der Deutschen sind für die sofortige Abschaffung der Kirchensteuer!
  13. Ein Blick auf kirchliche Zahlen und Daten zeigt den Grad der Entfremdung
  14. Polnischer Pilgerbus nach Medjugorje in Kroatien verunglückt: Zwölf Tote
  15. Regens: Steigendes Interesse am katholischen Priesterberuf

© 2022 kath.net | Impressum | Datenschutz