Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Kann man "Fiducia Supplicans" jetzt einstampfen?
  2. Deutschland: Jüngere Priester lehnen „Synodalen Irrweg“ ab! – DBK beunruhigt
  3. "NEIN" - Papst Franziskus klar gegen Priesterinnen und Diakoninnen!
  4. Kirche ist die ,allerletzte Instanz, die Menschen wegstoßen sollte‘
  5. „Je veux voir Dieu – Ich möchte Gott sehen“
  6. Gericht urteilt: Glockenschlag ist zumutbar
  7. Vertuschung im Mammut-Stil
  8. Präfekt Fernández versichert Koptenpapst Tawadros: Ehe nur zwischen Mann und Frau
  9. Britisches Bistum Nottingham verbietet katholischen Schulen Teilnahme am Pride-Monat
  10. 'Synodale Kirche ODER wie man Katholiken (nicht nur in Österreich) für dumm verkauft
  11. Israelischer UNO-Botschafter: "Was kommt als nächstes? Eine Schweigeminute an Hitlers Todestag?"
  12. "Die Welt tut genau das, was die Hamas-Terroristen wollen"
  13. Raymond Arroyo: Gästehaus Santa Marta viel komfortabler als der ‚zugige’ päpstliche Palast
  14. Kardinal Koch: die arianische Irrlehre gehöre „nicht einfach der Vergangenheit“ an
  15. Anschlag auf ‚Ungläubige’ geplant: Vierzehnjährige in Österreich verhaftet

Mexiko-Stadt: Guadalupe-Fest mit zwei Millionen Pilgern

14. Dezember 2021 in Spirituelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Strenge Präventionsbestimmungen und Foto-Ausdrucke auf den Bänken bei Feiern zum 490. Jahrestag der Marienerscheinungen von Mexiko - Gedenken an die Patronin Lateinamerikas auch in der Wiener Votivkirche


Mexiko-Stadt/Wien (kath.net/KAP) In Mexico City und in vielen Städten weltweit haben Katholiken am Sonntag den 490. Jahrestag der Marienerscheinungen von Guadalupe gefeiert. Nachdem das größte katholische Pilgerfest der Welt im Vorjahr aufgrund der Covid19-Pandemie ausgefallen war und nur dezentral in den Pfarren stattfand, kamen diesmal rund zwei Millionen Pilger zwischen Dezemberbeginn und Sonntagmorgen in das Marienheiligtum, berichtete die Stadtverwaltung der mexikanischen Hauptstadt. Zu den 1.929.115 registrierten Besuchern in der Guadalupe-Basilika dürften im Verlauf des eigentlichen Festtages (12. Dezember) noch etliche weitere dazugekommen sein. Der Pilgerstrom sei nie abgerissen, hieß es.

Auch wenn es in Mexiko derzeit kein nennenswertes Infektionsgeschehen gibt, fanden die Feiern unter strengen Präventionsvorkehrungen und unter Mitwirkung von 9.000 Exekutiv- und Zivilschutzbeamten statt. Zwar durften die zumeist weit angereisten Pilger die in einem nördlichen Viertel von Mexiko-Stadt gelegene Guadalupe-Basilika betreten - jedoch nur gestaffelt, mit Schutzmasken und ohne Möglichkeit eines Übernachtens am Freigelände des Heiligtums. Das Rektorat des Wallfahrtsortes hatte im Vorfeld eingeladen, Fotos einzusenden, von denen 1.400 auf den Sitzbänken des Kirchenraumes angebracht worden waren. Aufgestellt waren auch ebenso viele Kerzen, die von Gläubigen gespendet worden waren.


Bei der auf zahlreichen Kanälen übertragenen traditionellen "Rosenmesse" zu Mittag hob der Erzbischof von Mexiko-Stadt, Carlos Aguiar Retes, die Mutterschaft der Jungfrau Maria hervor. Sie sei "die Mutter der Kirche und unsere Mutter", so der Kardinal. Nach Mexiko sei Maria gekommen, um ihre Liebe zu den Menschen zum Ausdruck zu bringen. Damit sprach Aguiar die Ereignisse vom 9. bis 12. Dezember 1531 an, als am Tepeyac-Hügel - an dessen Fuß sich die heutige Basilika befindet - dem Indio Juan Diego Cuauhtlatoatzin (1474-1548) die heilige Maria in Gestalt einer schwangeren Mestizin erschien. Sie sandte ihn zum damaligen Bischof mit dem Auftrag, eine Kapelle zu errichten. Ihr Abbild, das sie als Zeichen der Echtheit auf Juan Diegos Umhang hinterließ, bildet bis heute den zentralen Punkt der Basilika.
Erst im November hatte Kardinal Aguiar in der Guadalupe-Basilika eine "Heilige Pforte" eröffnet, mit deren Durchschreiten Gläubige unter bestimmten Vorbedingungen ein Jahr lang einen vollkommenen Ablass gewinnen können. Anlass dafür gibt das 100-Jahr-Jubiläum des überstandenen Bombenattentats vom 14. November 1921, als ein Mitarbeiter des damaligen mexikanischen Präsidenten einen Sprengsatz vor dem Gnadenbild von Guadalupe hinterließ, welcher dieses jedoch nicht beschädigte. Auf ein weiteres großes anstehendes Jubiläum hatten am Sonntag sowohl Aguiar als auch Papst Franziskus bei seinem Mittagsgebet verwiesen: 2031 ist der 500. Jahrestag der Marienerscheinungen, welche für die Christianisierung Mittelamerikas von großer Bedeutung waren.

Guadalupe-Feier auch in Wien

Die heilige Maria in ihrer Gestalt als "Unsere liebe Frau von Guadalupe" ist Patronin von Mexiko, Lateinamerika und ganz Amerika, der Philippinen, der indigenen Völker sowie der Ungeborenen findet weltweit Verehrung. Auch in Wien versammelten sich am Sonntag rund 120 Gläubige aus Lateinamerika in der Votivkirche, wo im rechten Kirchenschiff ein im Gedenken an den Kirchenerbauer Erzherzog Ferdinand Maximilian (1832-1872) errichteter Guadalupe-Altar steht. Die mit Lateinamerika-Dekoration und -Musik gestaltete spanischsprachige Messe fand aus Präventionsgründen jedoch am Hauptaltar statt. Sie wurde von Priestern und einem Diakon aus Mexiko sowie aus dem US-Bundesstaat Texas geleitet, unter Anwesenheit auch von Mexikos Botschafter in Österreich, Luis Javier Campuzano Pina.

Weitere bekannte Guadalupe-Altäre gibt es in Europa unter anderem in Lourdes sowie in der Pariser Notre-Dame-Kathedrale, wo das Bild der Jungfrau vom Brand 2019 verschont geblieben ist. In Rom gibt es seit 1958 eine der Jungfrau von Guadalupe und dem heiligen Philipp Neri geweihte Basilika an der Via Aurelia, welche die Nationalkirche der Mexikaner und Lateinamerikaner ist. Noch berühmter bei Rom-Pilgern ist der Guadalupe-Altar, den Papst Johannes Paul II. 1992 in der Krypta des vatikanischen Petersdoms errichten ließ, nur wenige Meter vom Grab des Apostels Petrus entfernt. Zu den bekanntesten Guadalupe-Bildern außerhalb Lateinamerikas zählt zudem auch das in der Verkündigungskirche von Nazareth.

Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Deutschland: Jüngere Priester lehnen „Synodalen Irrweg“ ab! – DBK beunruhigt
  2. Kann man "Fiducia Supplicans" jetzt einstampfen?
  3. "NEIN" - Papst Franziskus klar gegen Priesterinnen und Diakoninnen!
  4. „Je veux voir Dieu – Ich möchte Gott sehen“
  5. Das Wunder, das Carlo Acutis zum Heiligen macht
  6. Jana for Rosenkranz - Freikirchliche Influencerin wirbt für Rosenkranz-Challenge
  7. Ordinatio sacerdotalis ist nach 30 Jahren immer noch de fide
  8. 'Synodale Kirche ODER wie man Katholiken (nicht nur in Österreich) für dumm verkauft
  9. Raymond Arroyo: Gästehaus Santa Marta viel komfortabler als der ‚zugige’ päpstliche Palast
  10. Santo subito - Heiligsprechung von "Cyber-Apostel" Carlo Acutis
  11. Kardinal Koch: die arianische Irrlehre gehöre „nicht einfach der Vergangenheit“ an
  12. Gericht urteilt: Glockenschlag ist zumutbar
  13. Kirche ist die ,allerletzte Instanz, die Menschen wegstoßen sollte‘
  14. Niger: Christen fliehen nach Einführung der Scharia
  15. Präfekt Fernández versichert Koptenpapst Tawadros: Ehe nur zwischen Mann und Frau

© 2024 kath.net | Impressum | Datenschutz