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„Das Dubium wird zur Initiative“

1. Juli 2021 in Aktuelles, 4 Lesermeinungen
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Initiator Andre Wiechmann: „Ich war überrascht über die vielen positiven Stimmen zum Dubium. Der Wunsch nach einer stärkeren Vernetzung wurde von Gläubigen aus vielen Bistümern nach uns getragen.“


Bochum (kath.net/PM) Zum Pfingstfest 2021 haben drei Katholiken aus dem Bistum Essen ein Dubium auf den Weg nach Rom gebracht. Das Dubium soll Fragen rund um die Themen Priestertum, Sexualmoral, Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften, verbotene Gottesdienstgemeinschaft durch unrechtmäßige Interkommunion und Laienpredigt in der Eucharistiefeier klären. Ziel ist die Klärung der Frage nach dem Vorliegen eines Schisma im Sinne des can. 751 CIC/1983. Die katholischen Medien berichteten ausführlich über das Dubium. Durch die Berichterstattungen wurde der Wunsch nach einer Beteiligung und stärkerer Vernetzung laut. „Ich war überrascht über die vielen positiven Stimmen zum Dubium. Der Wunsch nach einer stärkeren Vernetzung wurde von Gläubigen aus vielen Bistümern nach uns getragen“, so Andre Wiechmann.


Der Mitinitiator des Dubiums führt weiter aus: „Um dem Wunsch nach einer Vernetzung nachzukommen, haben wir die Facebook Gruppe „Initiative Dubium“ gegründet (www.facebook.com/groups/dubiuminitiative). Diese Gruppe bietet eine passende Plattform für die Vernetzung. Hier ist jeder herzlich eingeladen, der sich hinter die im Dubium formulierten Zweifel stellen kann und so in den Gemeinden Zeugnis für den katholischen Glauben geben möchte.“

Gleichzeitig gab es auch zögernde Stimmen in Bezug auf das Dubium: „Fragen nach der Rechtmäßigkeit einer solchen Aktion wurden natürlich auch gestellt“, räumt Wiechmann offen ein. Hier gab es vor allem Sorge um ein mögliches Ungehorsam gegenüber den Bischöfen. Wiechmann beruhigt: „Zur Frage des Gehorsams gegenüber den Bischöfen ist can. 392 § 1 einschlägig. Der Text weist darauf hin, dass der Bischof die Einheit mit der Gesamtkirche wahren muss. Ein Bischof, der die in dem Dubium aufgeführten Rechtsbrüche befürwortet, kommt dieser Aufgabe nicht nach und stellt sich gegen die Einheit der Kirche. Außerdem bricht er den anlässlich seiner Weihe abgelegten Amtseid. Ein Bischof kann und darf nichts verlangen, was universalkirchlich verboten ist. Die Initiative unterstützt Bischöfe, die die Einheit in Lehre und Disziplin mit Papst und Gesamtkirche wahren.“

Weiter führt der Initiator aus: „Das Dubium wurde zudem vor Versendung kirchenrechtlich geprüft.“

Wie geht es nun weiter?

Die Initiatoren hoffen aktuell auf ein Responsum aus Rom, auch wenn sie wissen, dass es darauf kein Rechtsanspruch gibt.

Ziel dieses Prozesses ist eine nachhaltige Initiative, die die Präsenz einer katholischen Meinung in den Ortsgemeinden aufzuzeigen soll. „Das ist natürlich auch ein Dienst an der Einheit der katholischen Kirche in Deutschland mit Rom“, so Andre Wiechmann.


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