Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. So nicht, Mr. Präsident!
  2. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  3. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  4. "Welcher Teufel reitet Sie, Frau Paganini?"
  5. Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
  6. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  7. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  8. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  9. Wissenschaftler zum Grabtuch von Turin: ‚Diese Energie haben wir auf der Erde nicht‘
  10. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  11. Jeder zweite Deutsche wünscht sich ein Leben nach dem Tod
  12. Burke: Ein anhaltender Clash zwischen Papst Leo und Trump? „Das ist übertrieben“
  13. Vatikan stoppt Seligsprechungsverfahren für argentinischen Bischof Jorge Novak
  14. Glaubensbekenntnis vor Millionenpublikum: Spanische Fashion-Influencerin Susana Arcocha getauft
  15. Italien: Seligsprechungsverfahren für Teenager eröffnet

Das Konzil der Medien - ein US-Journalist packt aus

1. Juni 2021 in Weltkirche, 25 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Laut Robert Moynihan wurde das 2. Vaticanum vom renommierten Time-Magazin in eine progressive Richtung zu lenken versucht.


Washington D.C. (kath.net/LifeSiteNews/mk) Laut dem Journalisten-Veteranen und Vatikan-Experten Dr. Robert Moynihan hat das Time-Magazin gewaltigen finanziellen Einfluss auf den Ausgang des Zweiten Vatikanischen Konzils genommen.  Moynihan berichtet, dass der mittlerweile verstorbene Journalist Robert Blair Kaiser ihm 2004 anvertraut habe, dass er von seinem Arbeitgeber und Gründer des Time-Magazins, Henry Luce, mit einem monatlichen Budget von $ 20.000 zum Konzil nach Rom geschickt worden sei. Mit diesem Geld sollte er regelmäßige Zusammenkünfte von Konzilsteilnehmern und -journalisten veranstalten, um so den Ausgang des Konzils in eine progressive Richtung zu lenken.

Kaiser habe erzählt, dass er eine besonders große Wohnung in Rom angemietet habe, wo er tatsächlich regelmäßige abendliche Feiern mit 50 bis 100 Journalisten, Priestern, Bischöfen und Diplomaten veranstaltet habe. Es sei nicht bloß um den Informationsaustausch gegangen, sondern vor allem darum, „einen Ort zu schaffen, wo die Agenda einer ‚offeneren Kirche‘ frei diskutiert werden konnte“.


Laut Moynihan wurde Kaiser tatsächlich zu einem der einflussreichsten Journalisten des Konzils. Er habe durch seine Berichterstattungen die „Linie“ vorgegeben, dass die katholische Kirche gerade eine Revolution durchmache, die ihr Gesicht von Grund auf verändern werde. Kaiser selbst habe in einem Buch aus dem Jahr 2002 über seine „Dinner Partys“ berichtet, die zu einer wichtigen Anlaufstelle für progressive Konzilsteilnehmer geworden seien.

Der Vatikan-Experte fügte hinzu, dass wir dringend genauer verstehen müssten, was beim Konzil wirklich geschah, um es im Licht der beständigen und tradierten Lehre der Kirche zu deuten.

Diese Schilderungen passen zu einer Ansprache von Papst Benedikt XVI. einige Tage nach seiner Rücktrittserklärung im Februar 2013, also an einem sehr bedeutsamen Punkt seines Pontifikats: er sprach damals vor dem Klerus von Rom davon, dass es „zwei Konzilien“ gegeben habe, ein wahres der Konzilsväter und eines der Medien. Für Letztere sei das Konzil ein politischer Kampf gewesen, in dem sie für jene Seite Partei ergriffen hätten, die zu ihrer Weltsicht am besten gepasst habe. Dieses Konzil der Medien sei bisher das vorherrschende gewesen, das sich stärker ausgewirkt habe und viele Probleme, viel Unheil und Elend hervorgebracht habe. Der Papst sah die gegenwärtige Aufgabe darin, dem wahren Konzil zum Durchbruch zu verhelfen.

Henry Luce, der Gründer von „Time“, war unter anderem Mitglied der berüchtigten amerikanischen Studentenverbindung „Skull & Bones“ („Schädel & Knochen“), wo er den Decknamen „Baal“ („Dämon“) getragen haben soll. Kaiser wiederum förderte in seinem späteren Leben Initiativen, die die von oben eingesetzte kirchliche Hierarchie beseitigen und eine von unten aufgebaute „Volkskirche“ einsetzen wollen.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  2. Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
  3. So nicht, Mr. Präsident!
  4. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  5. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  6. "Welcher Teufel reitet Sie, Frau Paganini?"
  7. Wissenschaftler zum Grabtuch von Turin: ‚Diese Energie haben wir auf der Erde nicht‘
  8. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  9. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  10. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  11. Bischof: „Bin durch diese Äußerungen von Staatsanwälten und Richtern verletzt. Das ist Hassrede“
  12. Sängerin Nina Hagen bereut ihre Abtreibungen
  13. Vatikan stoppt Seligsprechungsverfahren für argentinischen Bischof Jorge Novak
  14. Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelt gegen christlichen YouTuber
  15. Glaubensbekenntnis vor Millionenpublikum: Spanische Fashion-Influencerin Susana Arcocha getauft

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz