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Das Konzil der Medien - ein US-Journalist packt aus

1. Juni 2021 in Weltkirche, 25 Lesermeinungen
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Laut Robert Moynihan wurde das 2. Vaticanum vom renommierten Time-Magazin in eine progressive Richtung zu lenken versucht.


Washington D.C. (kath.net/LifeSiteNews/mk) Laut dem Journalisten-Veteranen und Vatikan-Experten Dr. Robert Moynihan hat das Time-Magazin gewaltigen finanziellen Einfluss auf den Ausgang des Zweiten Vatikanischen Konzils genommen.  Moynihan berichtet, dass der mittlerweile verstorbene Journalist Robert Blair Kaiser ihm 2004 anvertraut habe, dass er von seinem Arbeitgeber und Gründer des Time-Magazins, Henry Luce, mit einem monatlichen Budget von $ 20.000 zum Konzil nach Rom geschickt worden sei. Mit diesem Geld sollte er regelmäßige Zusammenkünfte von Konzilsteilnehmern und -journalisten veranstalten, um so den Ausgang des Konzils in eine progressive Richtung zu lenken.

Kaiser habe erzählt, dass er eine besonders große Wohnung in Rom angemietet habe, wo er tatsächlich regelmäßige abendliche Feiern mit 50 bis 100 Journalisten, Priestern, Bischöfen und Diplomaten veranstaltet habe. Es sei nicht bloß um den Informationsaustausch gegangen, sondern vor allem darum, „einen Ort zu schaffen, wo die Agenda einer ‚offeneren Kirche‘ frei diskutiert werden konnte“.


Laut Moynihan wurde Kaiser tatsächlich zu einem der einflussreichsten Journalisten des Konzils. Er habe durch seine Berichterstattungen die „Linie“ vorgegeben, dass die katholische Kirche gerade eine Revolution durchmache, die ihr Gesicht von Grund auf verändern werde. Kaiser selbst habe in einem Buch aus dem Jahr 2002 über seine „Dinner Partys“ berichtet, die zu einer wichtigen Anlaufstelle für progressive Konzilsteilnehmer geworden seien.

Der Vatikan-Experte fügte hinzu, dass wir dringend genauer verstehen müssten, was beim Konzil wirklich geschah, um es im Licht der beständigen und tradierten Lehre der Kirche zu deuten.

Diese Schilderungen passen zu einer Ansprache von Papst Benedikt XVI. einige Tage nach seiner Rücktrittserklärung im Februar 2013, also an einem sehr bedeutsamen Punkt seines Pontifikats: er sprach damals vor dem Klerus von Rom davon, dass es „zwei Konzilien“ gegeben habe, ein wahres der Konzilsväter und eines der Medien. Für Letztere sei das Konzil ein politischer Kampf gewesen, in dem sie für jene Seite Partei ergriffen hätten, die zu ihrer Weltsicht am besten gepasst habe. Dieses Konzil der Medien sei bisher das vorherrschende gewesen, das sich stärker ausgewirkt habe und viele Probleme, viel Unheil und Elend hervorgebracht habe. Der Papst sah die gegenwärtige Aufgabe darin, dem wahren Konzil zum Durchbruch zu verhelfen.

Henry Luce, der Gründer von „Time“, war unter anderem Mitglied der berüchtigten amerikanischen Studentenverbindung „Skull & Bones“ („Schädel & Knochen“), wo er den Decknamen „Baal“ („Dämon“) getragen haben soll. Kaiser wiederum förderte in seinem späteren Leben Initiativen, die die von oben eingesetzte kirchliche Hierarchie beseitigen und eine von unten aufgebaute „Volkskirche“ einsetzen wollen.

 


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