Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. So nicht, Mr. Präsident!
  2. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  3. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  4. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  5. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  6. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  7. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  8. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  9. Burke: Ein anhaltender Clash zwischen Papst Leo und Trump? „Das ist übertrieben“
  10. Schwedischer Kirchenhistoriker: Viele junge Menschen wollen katholisch werden, besonders Männer
  11. Trump gegen Papst Leo: Wenn Weltpolitik auf das „Heilige“ trifft
  12. Setzt euer Vertrauen nicht in Prinzen!
  13. Marsch für das Leben München – Unterstützung von Bischof Barron, Schweigen von Marx und Wilmer
  14. Papst betont in Algier Gemeinsamkeit von Christen und Muslimen
  15. Viel Lärm um nichts?

Vatikan: Laienmitarbeiter wenden sich an den Papst

21. Mai 2021 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Eine Petition (vorerst anonym, aber die Unterschriftensammlung ist im Gang), die sich an Franziskus richtet, nach den Maßnahmen von vor einem Monat, die einige Gehaltsbereiche gekürzt und in Beförderungen und Überstunden eingegriffen haben


Rom (kath.net/as) „Sparsamkeit für alle, keine Verschwendung und Privilegien mehr“. Die Sparmaßnahmen in den öffentlichen Finanzen des Vatikans – vom Papst nach dem Ausbruch der Pandemie und dem starken Rückgang der Einnahmen auferlegt, die im Jahr 2020 zu einem Haushaltsdefizit von fast 50 Millionen führen werden – haben eine Unzufriedenheit unter den Laienangestellten des Vatikans ausgelöst, etwa 5.000 zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Governatorato.

Mitarbeiter protestieren – die wichtige italienische Wirtschafts- und Finanzzeitung „Il Sole 24 Ore“ berichtet am 20 Mai 2021. Auch andere Medien wie „Il Messaggero“ und „Il Fatto Quotidiano“ haben sich für den Vorgang interessiert. Die Petition wurde zuerst vollständig von der Seite korazym.org unter der Verantwortung von Vik van Brantegem. van Brantegem war langjähriger Mitarbeiter des vatikanischen Pressesaals. Er hatte Papst Johannes Paul II. auf unzähligen Reisen begleitet und die Arbeit der Journalisten organisiert

Nach den von Franziskus vor mehr als einem Monat getroffenen Entscheidungen über die Kürzung der Gehälter für einige Gruppen und Eingriffe in den „turn over” (sowie Eingriffe in Überstunden und Beförderungen) wurde unter den Angestellten eine Petition gestartet (die Unterschriftensammlung ist im Gange), um gegenüber den oberen Ebenen der Kurie ihre „Bitterkeit“ über die Art und Weise der Maßnahme auszudrücken und den Papst zu bitten, eine Delegation von ihnen zu treffen, nicht ohne vorher auf „die enorme Kritizität, die das ganze System kennzeichnet und die es dazu verleitet, viel Geld zu verschwenden“ und die Notwendigkeit einer „starren Gehaltsstruktur für Laienmanager innerhalb sehr präziser Grenzen, die mit dem Geist des Dienens und der Aufopferung, an den wir Angestellten immer appellieren, übereinstimmt“ hinzuweisen.


„Prächtige Wohnungen der APSA mietfrei vergeben“

Der Brief fragt: „Wofür bezahlen wir, Eure Heiligkeit? Für die Kassen des Obolus, die für die Armen bestimmt sind, für die Erhöhung der Gehälter der Laien-Führungskräfte oder für die sehr teuren externen Beratungsfirmen, die sie regelmäßig in Anspruch nehmen?“. Diese Frage stellen die Mitarbeiter des Vatikans, die mit dem Finger auf die „außergewöhnlichen Vorteile“ zeigen, auf die, wie sie behaupten, (einige) Laienmanager zählen können: „Sie bewohnen prächtige Wohnungen der APSA, die sich in den prestigeträchtigsten Gegenden Roms befinden, ohne irgendeine Miete an die betreffende Verwaltung zu zahlen (man könnte eine Berechnung der entgangenen Einnahmen aus der Miete für Gebäude anstellen, die für das ‚Privileg’ bewohnt werden) und ohne irgendwelche Ausgaben für die Renovierung zu tätigen, im Gegensatz zu uns Mitarbeitern, die für alles bezahlen“, heißt es unter anderem in der Petition: „Neben der kostenlosen Miete möchten wir Autos für den privaten Gebrauch, Rabatte auf Einkäufe, ihnen gewidmete Sekretärinnen, Erstattung von Ausgaben verschiedener Art erwähnen“.

Für einige „Gehälter von bis zu 25.000 Euro pro Monat“.

In Wirklichkeit gibt es, wie sich herausstellt, nur sehr wenige Laien-Führungskräfte (und die meisten sind ins System der „Vatikan-Finanzen“ eingegliedert), die ein der City würdiges Gehalt und die Nutzung repräsentativer Wohnungen genießen, aber es gibt sie, und das kollidiert sowohl mit der apostolischen „Mission“ als auch mit dem durchschnittlichen internen Gehaltssystem. „Das eigentliche Problem besteht darin, dass der Vatikan auf einem System von Privilegien basiert, die sowohl wirtschaftlich als auch rufschädigend sind“, heißt es in dem Dokument, in dem hervorgehoben wird, dass zum Beispiel die „überhöhten“ Verträge von Laienmanagern „nicht aufhören, Erstaunen hervorzurufen, Summen, die von 6.000 bis 10.000 bis zu 25.000 Euro pro Monat reichen. Zu viel, für ein System wie das unsere, das auf dem Geist des ‚Dienstes an der Kirche’ beruhen sollte“:

„Am schwerwiegendsten ist in Bezug auf das Motu Proprio der Ausschluss der wohlhabendsten Gruppen von der Gehaltskürzung, obwohl im apostolischen Schreiben auf die Kriterien der ‚Verhältnismäßigkeit und Progressivität’ verwiesen wird“.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. So nicht, Mr. Präsident!
  2. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  3. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  4. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  5. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  6. Sängerin Nina Hagen bereut ihre Abtreibungen
  7. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  8. "Derselbe Polarstern"
  9. Bischof: „Bin durch diese Äußerungen von Staatsanwälten und Richtern verletzt. Das ist Hassrede“
  10. Der unerklärte Formatwechsel beim Konsistorium der Kardinäle im Januar
  11. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  12. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  13. Papst Leo gegen Präsident Trump – Was steckt dahinter?
  14. Nach Extremerfahrung des Mondflugs: Artemis-Kommandant Wiseman fragte nach christlichem Seelsorger
  15. Burke: Ein anhaltender Clash zwischen Papst Leo und Trump? „Das ist übertrieben“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz