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Vatikan: Laienmitarbeiter wenden sich an den Papst

21. Mai 2021 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
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Eine Petition (vorerst anonym, aber die Unterschriftensammlung ist im Gang), die sich an Franziskus richtet, nach den Maßnahmen von vor einem Monat, die einige Gehaltsbereiche gekürzt und in Beförderungen und Überstunden eingegriffen haben


Rom (kath.net/as) „Sparsamkeit für alle, keine Verschwendung und Privilegien mehr“. Die Sparmaßnahmen in den öffentlichen Finanzen des Vatikans – vom Papst nach dem Ausbruch der Pandemie und dem starken Rückgang der Einnahmen auferlegt, die im Jahr 2020 zu einem Haushaltsdefizit von fast 50 Millionen führen werden – haben eine Unzufriedenheit unter den Laienangestellten des Vatikans ausgelöst, etwa 5.000 zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Governatorato.

Mitarbeiter protestieren – die wichtige italienische Wirtschafts- und Finanzzeitung „Il Sole 24 Ore“ berichtet am 20 Mai 2021. Auch andere Medien wie „Il Messaggero“ und „Il Fatto Quotidiano“ haben sich für den Vorgang interessiert. Die Petition wurde zuerst vollständig von der Seite korazym.org unter der Verantwortung von Vik van Brantegem. van Brantegem war langjähriger Mitarbeiter des vatikanischen Pressesaals. Er hatte Papst Johannes Paul II. auf unzähligen Reisen begleitet und die Arbeit der Journalisten organisiert

Nach den von Franziskus vor mehr als einem Monat getroffenen Entscheidungen über die Kürzung der Gehälter für einige Gruppen und Eingriffe in den „turn over” (sowie Eingriffe in Überstunden und Beförderungen) wurde unter den Angestellten eine Petition gestartet (die Unterschriftensammlung ist im Gange), um gegenüber den oberen Ebenen der Kurie ihre „Bitterkeit“ über die Art und Weise der Maßnahme auszudrücken und den Papst zu bitten, eine Delegation von ihnen zu treffen, nicht ohne vorher auf „die enorme Kritizität, die das ganze System kennzeichnet und die es dazu verleitet, viel Geld zu verschwenden“ und die Notwendigkeit einer „starren Gehaltsstruktur für Laienmanager innerhalb sehr präziser Grenzen, die mit dem Geist des Dienens und der Aufopferung, an den wir Angestellten immer appellieren, übereinstimmt“ hinzuweisen.


„Prächtige Wohnungen der APSA mietfrei vergeben“

Der Brief fragt: „Wofür bezahlen wir, Eure Heiligkeit? Für die Kassen des Obolus, die für die Armen bestimmt sind, für die Erhöhung der Gehälter der Laien-Führungskräfte oder für die sehr teuren externen Beratungsfirmen, die sie regelmäßig in Anspruch nehmen?“. Diese Frage stellen die Mitarbeiter des Vatikans, die mit dem Finger auf die „außergewöhnlichen Vorteile“ zeigen, auf die, wie sie behaupten, (einige) Laienmanager zählen können: „Sie bewohnen prächtige Wohnungen der APSA, die sich in den prestigeträchtigsten Gegenden Roms befinden, ohne irgendeine Miete an die betreffende Verwaltung zu zahlen (man könnte eine Berechnung der entgangenen Einnahmen aus der Miete für Gebäude anstellen, die für das ‚Privileg’ bewohnt werden) und ohne irgendwelche Ausgaben für die Renovierung zu tätigen, im Gegensatz zu uns Mitarbeitern, die für alles bezahlen“, heißt es unter anderem in der Petition: „Neben der kostenlosen Miete möchten wir Autos für den privaten Gebrauch, Rabatte auf Einkäufe, ihnen gewidmete Sekretärinnen, Erstattung von Ausgaben verschiedener Art erwähnen“.

Für einige „Gehälter von bis zu 25.000 Euro pro Monat“.

In Wirklichkeit gibt es, wie sich herausstellt, nur sehr wenige Laien-Führungskräfte (und die meisten sind ins System der „Vatikan-Finanzen“ eingegliedert), die ein der City würdiges Gehalt und die Nutzung repräsentativer Wohnungen genießen, aber es gibt sie, und das kollidiert sowohl mit der apostolischen „Mission“ als auch mit dem durchschnittlichen internen Gehaltssystem. „Das eigentliche Problem besteht darin, dass der Vatikan auf einem System von Privilegien basiert, die sowohl wirtschaftlich als auch rufschädigend sind“, heißt es in dem Dokument, in dem hervorgehoben wird, dass zum Beispiel die „überhöhten“ Verträge von Laienmanagern „nicht aufhören, Erstaunen hervorzurufen, Summen, die von 6.000 bis 10.000 bis zu 25.000 Euro pro Monat reichen. Zu viel, für ein System wie das unsere, das auf dem Geist des ‚Dienstes an der Kirche’ beruhen sollte“:

„Am schwerwiegendsten ist in Bezug auf das Motu Proprio der Ausschluss der wohlhabendsten Gruppen von der Gehaltskürzung, obwohl im apostolischen Schreiben auf die Kriterien der ‚Verhältnismäßigkeit und Progressivität’ verwiesen wird“.

 


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