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Umgang mit Missbrauchsfall - Bietet Marx dem Papst den Rücktritt an?

6. Mai 2021 in Deutschland, 74 Lesermeinungen
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Kirchenrechtler Schüller meint, dass Marx seinen Rücktritt anbieten werde, wenn sich die Verdachtsmomente beim Umgang mit einem Missbrauchsfall bestätigen sollten - Auch Bätzing und Ackermann sind mit dem Fall eines Pfarrers befasst


München (kath.net)

Der Umgang des Münchner Kardinals Reinhard Marx mit einem des Missbrauchs beschuldigten Pfarrers M. Fehler könnte zum Rücktritt des Erzbischofs von München führen. Laut dem Münsteraner Kirchenrechtsprofessor Thomas Schüller ist Marx seiner Aufklärungs-, Melde-, Informations- und Verhinderungspflicht nicht nachgekommen. Im Gespräch mit der "Augsburger Allgemeinen" (AA) thematisiert Schüller die Schatten seiner Trierer Bischofszeit ab 2002, die Marx jetzt einholen. Brisant ist, dass in dem Fall M. nicht nur Marx, sondern laut der Zeitung auch der heutige Limburger Bischof Georg Bätzing sowie der Trierer Bischof Stephan Ackermann "involviert" waren. Dem Münchner Erzbischof wird vorgeworfen, im Jahr 2006 nach klaren Hinweisen, dass M. ein Missbrauchstäter sein könnte, nicht gehandelt zu haben. Laut "Christ&Welt"  hatte der Pfarrer auch danach noch Kontakt zu Kindern und Jugendlichen, er fuhr mit ihnen sogar in Urlaub und er wurde mehrfach angezeigt.

Für Marx, derm vom deutschen Kriminologe Christian Pfeiffer vorgeworfen wird, der „Hauptschuldige“ dafür zu sein, dass beim kirchlichen Umgang mit Missbrauchsfällen keine Transparenz herrsche, könnte es eng werden. Kirchenrechtler Schüller meint gegenüber der AA, dass Marx seinen Rücktritt anbieten werde, wenn sich die Verdachtsmomente bestätigen sollten.



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Lesermeinungen

 8.Gebot 12. Mai 2021 
 

Mißbrauch gab es leider zu allen Zeiten. Zu glauben, daß der Klerus vor einem gewissen Zeitpunkt dav

und was soll dieser Satz bewirken? soll das eine Entschuldigung sein?
Soll meine Kirche den Ruch an sich haben, dass sie Kinder vergewaltigen lässt durch den wie an anderer stelle beschriebenen "Zelebranten Gottes"?
Hier muss ganz stark der Stall ausgemistet werden!
Es ist eine Schande, dass es hier noch Kommentatoren gibt, die diese Sünden relativieren wollen.


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 hape 10. Mai 2021 

Werter @discipulus,2/2

Insofern würde ich sagen, lässt sich der Satz des Sokrates nicht ohne weiteres auf die Täter beziehen. Deshalb möchte ich erst einmal bei meiner These bleiben.

Zur weiteren Begründung müsste ich allerdings weiter ausholen. Letztlich kann ich sie auch nur mit persönlicher Erfahrung begründen. Nach mehreren gescheiterten Text-Uploads und weil die aktuelle Diskussion hier inzwischen ganz andere Akzente setzt, möchte ich den Austausch an dieser Stelle aber beenden.

Trotzdem nochmals Danke für Ihre Rückmeldung. – Im Gebet verbunden, hape.


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 hape 10. Mai 2021 

Werter @discipulus, 1/2

vielen Dank für Ihre Antwort. In der Tat hatte ich den Satz, „es ist besser Unrecht zu leiden, als Unrecht zu tun“, auf das Opfer bezogen. Über Ihre Frage, ob er nicht auch für straffällig gewordene Bischöfe gelte, musste ich erst nachdenken. Auf den ersten Blick verlangt das Gerechtigkeitsempfinden nach Wiedergutmachung des Schadens und Bestrafung des Täters. Ein Ziel solcher Bestrafung ist wohl, durchaus ein gewisses Leid beim Täter zu verursachen. Allerdings leidet der Täter nicht zu unrecht, sondern zurecht. Das Opfer dagegen leidet zu unrecht.


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 Zodiac 10. Mai 2021 
 

@Andrzej123 Tatnachweis

Die angesprochenen Fälle, welche 2013 und 2016 angezeigt wurden, mussten eingestellt werden, da mangelnder tatnachweis vorlag. Man konnte es nicht mehr beweisen, es lag Aussage gegen Aussage vor. Der beschuldigte Priester stritt hier alles ab, was er bei der 2006er Anzeige bei der Polizei nicht getan hat. Mobbing? Nein, dies ist mal wieder solch eine typische Täterschützende Aussage aus dem näheren Umfeld des Priesters. Die Anzeige 2013 sowie 2016 gingen im übrigen wie auch 2006 ganz unabhängig voneinander bei der Polizei ein, ohne daß die Opfer voneinander wussten und ohne mediale beeinflussung vorweg. Das sollten sie auch mal bitte mit berücksichtigen.


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 Andrzej123 10. Mai 2021 
 

@Zodiac / Mingiex

Werte Mitforisten, danke für die Hinweise bzgl der Anzeige aus 2006.
Bzgl späterer Anzeigen erklärte Bf Ackermann:
"Die Verfahren aus den Jahren 2013 und 2016 wurden jeweils wegen mangelnden Tatnachweises eingestellt."
vgl
https://www.wndn.de/bistum-aeussert-sich-zu-missbrauchsvorwuerfe-gegen-ehemaligen-freisener-pfarrer/

Könnten Sie erklären, warum genau "Tatnachweise" nicht gelangen, obwohl doch die Aussage eines Opfers als Tatnachweis angesehen wird, solange nicht widerlegt?
Liegt hier das weiter unten angesprochene mögliche Mobbing vor?


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 Zodiac 10. Mai 2021 
 

2 getrennte Anzeigen 2006 und 2018

Werter Andrzej123,
Sie schreiben schlicht etwas falsches hier. 2006 wurde der Pfarrer angezeigt, hat selbst zugegeben und trotzdem musste Verfahren eingestellt werden wegen Verjährung. Die Taten bezogen sich auf Ende der 90er Jahre... 2018 wurde der Pfarrer angezeigt wegen einer ihm vorgeworfenen Tat aus dem Jahr 2006/2007,welche erst kürzlich eingestellt wurde und worauf sich Ihre Information bezieht! Bitte strickt voneinander trennen!


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 Mingiex 9. Mai 2021 
 

@Andrzej123 Dauer Kirchengericht Verfahren

Werte(r) Andrzej123, wissen Sie eigentlich wie lange sich solch ein Verfahren vor dem Kirchengericht in die Länge ziehen kann?? Sehr lange! Die Mühlen mahlen dort sehr sehr langsam. Das hat nichts mit dem Fall bzw den vorliegenden Fällen zu tun. 2006 lag ein Eingeständnis des beschuldigten Priesters vor. Der weltlichen Justiz waren bloß die Hände gebunden aufgrund der Gesetzgebung.
Ich persönlich kenne einen Fall, wo von Verfahrensbrginn bis zum Urteil des Kirchengerichts 7,5 ganze Jahre vergehen mussten.
Seit 15 Jahren gibt es Vorwürfe, ganz unabhängig voneinander.


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 Zodiac 9. Mai 2021 
 

Andrzej123 (2)

Und jetzt nochmal ausdrücklich zum mitschreiben!
Der beschuldigte Priester hat 2006 bei der Kriminalpolizei viele Vorwürfe selbst zugegeben. Das was er nicht zugeben hätte, hat er aber auch nicht abgestritten. Er könne sich an die Tat nur nicht mehr so genau erinnern. Dies ist Aktenkundig belegt und das Justizministerium für das Saarland hat dies bestätigt. Also nix mit Fake news und Lüge bzw. Verschwörung gegen den beschuldigten Priester. 2006 war im übrigen noch gar keine Rede von einem Pastor namens Schmidt, welcher angeblich dies alles initiiert haben soll, da alles eine "Vernichtungskampagne" gegen den beschuldigten Geistlichen sein soll. Nein, 2006 bei dem vorliegenden Fall gab dies nicht, was später dem Pastor Schmidt vorgeworfen wurde. Bischof Ackermann hat dies später nach 2016 auch klar gestellt bei einem Besuch in der Gemeinde.


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 Andrzej123 9. Mai 2021 
 

@Zodiac: Ihre Aussagen stehen im Widerspruch zur Staatsanwaltschaft

"Die ANSCHULDIGUNGEN SIND NICHT ERFUNDEN, DA DER BESCHULDIGTE PRIESTER SELBST VIELES ZUGEBEN HAT. Nur der gesetzlichen Verjährungsfrist ist es zu verdanken, dass Pfarrer M. 2006 sich nicht vor einem weltlichen Gericht hat verantworten müssen!"

Die Aussage, dass Verfahren sei ausschließlich wegen Verjährung eingestellt worden ist schlicht und einfach unwahr.
Damit erledigt sich auch die Behauptung, der Beschuldigte hätte die Taten "gestanden".
Vgl. Süddeutscher Rundfunk:

"Gegen den Ex-Pfarrer von Freisen ist ein weiteres Missbrauchsverfahren eingestellt worden. Der Verdacht auf Missbrauch eines Messdieners im Jahr 2007 habe sich nicht hinreichend bestätigt, sagte die Staatsanwaltschaft Rottweil auf SR-Anfrage."


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 gloriosa 9. Mai 2021 
 

Habe noch nichts davon in den Medien mitbekommen.

Habe diese Verdächtigungen erst hier erfahren. Wenn das stimmen würde, wäre es doch sehr eigenartig. Natürlich wäre ich froh, wenn es nicht wahr wäre. Es ist alles schlimm genug.
Wir sollten beten, dass es nicht noch größere Kreise zieht und wir irgendwann ohne Hirten da stehen.


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 Zodiac 9. Mai 2021 
 

Tatsachen zu M. (3)

Dieses Verfahren musste eingestellt werden, da das Gesetz hier auf eine bestimmte Zeit beschränkt war was Strafverfahren angeht. Die ANSCHULDIGUNGEN SIND NICHT ERFUNDEN, DA DER BESCHULDIGTE PRIESTER SELBST VIELES ZUGEBEN HAT. Nur der gesetzlichen Verjährungsfrist ist es zu verdanken, dass Pfarrer M. 2006 sich nicht vor einem weltlichen Gericht hat verantworten müssen! Eine staatliche Behörde hat bestätigt, dass der beschuldigte Priester 2006 vieles zugegeben hat bei der Kriminalpolizei. Dies sind Fakten und Tatsachen. Wer dies leugnet, der belügt sich selbst sowie sein Umfeld. Das Bistum Trier wurde hierüber schriftlich informiert und hat nicht die notwendigen Schritte eingeleitet, um weitere Menschen vor M. zu schützen. Bitte um Berücksichtigung in der eigenen Meinungsbildung dieser Tatsachen, bevor hier wieder Opfer zu Täter gemacht werden.


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 Andrzej123 9. Mai 2021 
 

@Mingiex

Wenn Staatsanwaltschaften entsprechende Verfahren seit 2006 immer wieder eingestellt haben und zwar nicht nur wegen Verjährung sondern auch wegen mangelndem Tatnachweis und wenn seit 2017 laufende kirchengerichtliche Ermittlungsverfahren ebenfalls zu keinem Ergebnis gekommen sind, dann spricht wohl einiges dafür, dass weder ein "Eingeständnis" des Beschuldigten 2006 noch überhaupt jemals verwertbare Zeugenaussagen vorlagen.
Ich denke 15 Jahre Untersuchung ohne Resultat sind per se Unrecht und sprechen jeder Rechtsstaatlichkeit Hohn.
Falls irgendetwas dran gewesen sein sollte, ist es damit abgebüßt.
Falls nicht gilt hier:
"Selig sind, die um Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn das Himmelreich ist ihrer."


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 Zodiac 9. Mai 2021 
 

Tatsachen zu M. (2)

".. Allerdings fordert das Bistum nicht die Akte der Staatsanwaltschaft an und hört auch nicht den Betroffenen der Tat. Ein Fehler: Denn im Gespräch mit Personalchef Scherschel bestreitet M. die Vorwürfe. Dass er diese bei der Kriminalpolizei teils gestand, bleibt unberücksichtigt...."
Frage an @Rodythgrundt: Wenn all dem ganzen absolut nichts dran sein sollte, wie kann es da sein das ein Justizministerium bestätigt, dass der beschuldigte Priester bei der Kripo zu weiten Teilen etwas hierzu zugegeben hat? Eine Behörde wohlgemerkt hat dies bestätigt.Somit hat der Pfarrer etwas zugegeben. Ihre unten aufgeführten Kommentare entsprechen somit nicht der Wahrheit! Sollten mal alle Leser/innen hier in der Runde mit berücksichtigen in ihrer Meinungsbildung über den Fall und Betroffene, gegen die hier ja schon ziemlich unterirdisch kommentiert wurde von @Rodythgrundt.
Wenn hier absolut nichts dran wäre, wäre es nicht Aktenkundig belegt. Verjährung war der Grund der Einstellung des Verfahrens...

www.zeit.de/2021/18/missbrauch-katholische-kirche-kardinal-marx-pflichtverletzung/seite-3


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 Zodiac 9. Mai 2021 
 

Tatsachen zu M. (1)

Am 23. April 2006 erstattet ein 22-jähriger Mann gegen Pfarrer M. Strafanzeige wegen sexuellen Missbrauchs. Angeblicher Tatzeitraum: die späten Neunzigerjahre, als er 15 Jahre alt war. Die Staatsanwaltschaft hört eine Zeugin und vernimmt M. Dieser gibt, wie das saarländische Justizministerium bestätigt, die Taten in weiten Teilen zu. Trotz der »Einlassung des Beschuldigten« wird das Verfahren überraschend eingestellt. Die Taten sind, wie eine Prüfung ergibt, nur um wenige Wochen verjährt. Kirchenrechtlich könnten sie aber noch geahndet werden. So ließe sich verhindern, dass M. weiter in der Macht- und Vertrauensposition eines Seelsorgers tätig ist. Über die Verjährung und den Tatvorwurf informiert die Staatsanwaltschaft das Bistum Trier. Dort heißt der Missbrauchsbeauftragte 2006 Rainer Scherschel und ist zugleich Leiter der Abteilung Seelsorge und Pastorales Personal. Scherschel bestellt M. zum Gespräch ein........

www.zeit.de/2021/18/missbrauch-katholische-kirche-kardinal-marx-pflichtverletzung/seite-3


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 Mingiex 9. Mai 2021 
 

M.

"Ausführlich wird dargelegt, was Marx 2006 als damals oberster Verantwortlicher im Bistum getan - oder unterlassen - habe. Nachdem Vorwürfe gegen den Pfarrer bistumsintern bekannt waren, habe Marx nicht die nötige kircheninterne Untersuchung veranlasst. Und das, obwohl der Geistliche die Taten bei den Ermittlungsbehörden in weiten Teilen zugegeben habe."

www.sueddeutsche.de/politik/missbrauch-in-der-katholischen-kirche-kardinal-marx-pflichtverletzung-1.5279435


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 discipulus 9. Mai 2021 
 

Werter hape,

besten Dank für Ihre Gedanken. Ich stimme Ihnen da ganz zu: völlige Gerechtigkeit können wir nicht erreichen, das bleibt unserem Herrgott vorbehalten. Das entbindet uns aber nicht von der Verantwortung, geschehenes Unrecht bestmöglich aufzuarbeiten und, wo immer möglich, Gerechtigkeit walten zu lassen. Daß das für Dinge, die 20, 40 oder noch mehr Jahre zurück liegen, kaum mehr möglich ist, steht auch außer Frage.

Allerdings muß ich doch noch rückfragen: Gilt denn der Satz "es ist besser, Unrecht zu erleiden als Unrecht zu tun" nur für die Mißbrauchsopfer und jene die Aufarbeitung und Verantwortungsübernahme einfordern? Gilt er nicht auch für die Bischöfe und andere Verantwortliche, die sich gerade in vielen Fällen um ihre Verantwortung herumdrücken?


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 Zodiac 8. Mai 2021 
 

Er wies das Gerücht zurück, M. habe die Pfarreiengemeinschaft verlassen müssen, weil Pfarrer Schmitt ihn „weggemobbt“ habe: „Vielmehr hat das Verhalten des früheren Freisener Pfarrers selbst zu der Situation von Beurlaubung, Ruhestand und schließlich auch zum Verbot der öffentlichen Ausübung des priesterlichen Dienstes geführt.“ Auch wenn das Ergebnis des kirchlichen Strafverfahrens gegen den Priester ausstehe, müsse er als Bischof schon heute „schmerzlich feststellen, dass er Menschen für seine persönlichen Zwecke eingespannt, ja instrumentalisiert hat: ein Verhalten, dass sich mit dem Ethos eines guten Seelsorgers nicht verträgt“. Ackermann betonte, dass es M. untersagt sei, sich in das pastorale Leben der Pfarrei einzumischen. Gleichzeitig verurteilte er aufs Schärfste, dass Pfarrer Schmitt und andere Personen bis heute durch anonyme Briefe verunglimpft werden; diese sei „feige und hinterhältig“.

www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/mit-gottes-hilfe-kann-versoehnung-wachsen/


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 Zeitzeuge 8. Mai 2021 
 

Werter discipulus, Mehrfachversuch :-)

ich freue mich, daß wir in der Frage bzgl.
sexueller Missbrauch mit kath. Geistlichen als
Täter auch in der Vergangenheit einen Konsens erzielt haben, danke!

Bzgl. der Vorkriegszeit kenne ich nur das wichtige
Buch von Hockertz über die Sittlichkeitsprozesse
in der NS-Zeit 1937/38, die von der NS-Presse
weidlich ausgenutzt wurden um gegen die kath. Kirche zu agitieren, wobei aber dank unserer Vorfahren der gewünschte Erfolg ausblieb!

Daß aber damals wirklich Schandtaten geschehen
sind ist trauriger Fakt. Für die 50er Jahre
ist das Gutachten des Dogmatikers Brinktrine
wichtig, in denen er allg. Defizite bei den damaligen
Priesteramtskandidaten aufzeigt.

Für heute will ich schließen und wünsche Ihnen
und allen hier einen gesegneten Sonntag!


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 Geroni 8. Mai 2021 
 

@ discipulus & Zeitzeuge

Meiner Mutter ist sowas auch in den 50ern passiert, dass sie vom angetrunkenen Gemeindepfarrer stark genötigt wurde. Sie war damals bereits jung verheiratet. Der Pfarrer verstarb an alkoholischer Leberzirrhose.
Ich habe erst sehr spät davon erfahren und ich weiß, dass über so etwas nicht laut gesprochen wurde.
Es schwingt - bei Bedrängnissen von Priestern auch manchmal der Verdacht mit, dass die Frau ihn provoziert haben könnte, aber meine Mutter war immer sehr zurückhaltend, sogar scheu und ängstlich.


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 hape 8. Mai 2021 

Werter @discipulus, 3/3

Nicht in jedem Fall wird man Schuld nach Jahrzehnten einwandfrei feststellen können. Müssen wir daher nicht mit einer gewissen Unschärfe leben? Wo ist hier die Grenze? Muss eine Gesellschaft, um der Freiheit willen und um sich auf der Jagd nach Gerechtigkeit nicht schuldig zu machen, nicht eine gewisse Ungerechtigkeit tolerieren? Hat nicht Sokrates ein Stück weit recht, wenn er sagte: es ist besser, Unrecht zu erleiden als Unrecht zu tun?


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 hape 8. Mai 2021 

Werter @discipulus, 2/3

Meine Frage ist nun: ist das überhaupt möglich oder überheben wir uns damit? Als Christen sind wir natürlich dazu angehalten, unser Bestes zu geben, um Gerechtigkeit herzustellen. Daher verstehe ich, dass sich Staat und Kirche um bessere Strukturen bemühen. Zugleich habe ich aber den Eindruck, dass dieser Versuch scheitern kann. Er kann ins jakobinische Moralisieren umschlagen, sodass Unschuldige zu Tätern gemacht werden können. Ich erinnere an Kardinal Wölki. Der gute Wille, Gerechtigkeit für die Opfer zu gewinnen, kann in eine Schuld am vermeintlichen Täter umschlagen, wenn der in Wirklichkeit unschuldig ist.


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 hape 8. Mai 2021 

Werter @discipulus, 1/3

vielen Dank für Ihre Antwort und für Ihr bewegendes Zeugnis! Mit Interesse verfolge ich Ihre Diskussion mit @Zeitzeuge. Dadurch wird mir wieder einmal die Diskrepanz vor Augen geführt zwischen der Opferperspektive auf der einen Seite und dem Phänomen des sexuellen Missbrauchs an sich, wie es sich in Statistiken und Studien darstellt, die naturgemäß ohne Empathie auskommen müssen. Beiden Perspektiven gemeinsam ist aber das Ringen um Gerechtigkeit, um Versöhnung und Heilung.


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 discipulus 8. Mai 2021 
 

Werter Zeitzeuge,

besten Dank für Ihre Antwort. Es stimmt schon, "zahlreich" ist ebenso wie Ihr Begriff der "Ausnahmefälle" ein sehr schwer zu fassender Ausdruck. Es geht ja auch in der Zeit nach 1970 in gewisser Weise um "Ausnahmefälle", das geht in der Diskussion immer ein wenig unter. Das eigentliche Problem ist - egal zu welcher Zeit -, daß diese Fälle nicht konsequent verfolgt wurden. Es ist ja bekannt, daß die vielen Mißbrauchsfälle, die in den jüngeren Studien bekannt geworden sind, auf eine sehr kleine Zahl von Tätern zurückgeht.

Es wäre ein spannendes Forschungsprojekt, ob sich aus Briefen, Büchern etc. aus der ersten Hälfte des 20. Jhdt. Spuren von Mißbrauch durch Priester ausmachen lassen und in welchem Umfang das der Fall ist. Aber auch das bleiben natürlich nicht-repräsentative Stichproben.

Mißbrauch gab es leider zu allen Zeiten. Zu glauben, daß der Klerus vor einem gewissen Zeitpunkt davon nicht betroffen war, scheint mir realitätsfern.


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 Zeitzeuge 8. Mai 2021 
 

Werter discipulus,

danke für Ihre Antwort!

Es schockiert natürlich, was Sie uns an schlimmen
Erfahrungen aus dem Kreis Ihrer Familie berichten.

Sie werden mir auch sicher nicht unterstellen,
daß ich mir bzgl. der Vorkonzilszeit bgzl.
dieser Verbrechen "etwas vormache".

Im Link der Beweis, daß sich vor fast 100 Jahren
schon Papst Pius XI. mit diesem traurigen Thema
beschäftigen mußte.

Interessant wäre zu wissen, ob echte Zeitzeugen
hier auch über entsprechende Vorfälle aus der
Zeit von vor 1965 Auskunft geben können, was
natürlich nicht Ihre persönl. Glaubwürdigkeit beeinträchtigt.

Ich denke, daß mich lediglich der Begriff
"zahlreich" stört, wobei dieser Begriff subjektiv
durchaus verschieden interpretiert werden kann.

Jeder Einzelfall ist bedrückend, da ja ein
Priester der im Status der Todsünde die hl. Messe
zelebriert, eine weitere Todsünde begeht, damals
wie heute!

Gut ist, daß heute innerkirchl. viel härter
durchgegriffen wird inkl. weltl. Bestrafung!

www.kathpedia.com/index.php?title=Crimen_sollicitationis


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 discipulus 8. Mai 2021 
 

Werter Zeitzeuge, (2)

Ein früherer Vorgesetzter erzählte mir von den sexuellen Übergriffen in einem Pfadfinderlager zu Beginn der 60er Jahre. Ich könnte die Liste noch mit weiteren Erzählungen aus meinem Bekanntenkreis fortsetzen. Nur ein Zufall, gab es nur in meinem Bekanntenkreis solche Geschichten? Statistisch gesehen eher unwahrscheinlich.

Mit einer Statistik kann ich das gleichwohl nicht untermauern, wie Sie sehr genau wissen. Wo ist denn Ihre Statistik, die belegt, daß diese Fälle nur „Ausnahmefälle“ waren? Es gibt keine und es kann keine mehr gemacht werden. Warum ging man diesen Fällen damals nicht nach? Ich weiß es nicht. Warum nahmen meine Großeltern ihre Kinder nicht von den Schulen? Haben sie ihren Kindern nicht geglaubt? Gab es keine Alternative? Waren sie aus ihrer eigenen Kindheit einfach daran gewöhnt? Ich kann sie nicht mehr fragen.

Aber ich bin mir ganz sicher: wer glaubt, das Problem der Mißbrauchsfälle sei erst nach 1960 entstanden, macht sich etwas vor.


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 discipulus 8. Mai 2021 
 

Werter Zeitzeuge, (1)

es freut mich, daß Sie keine entsprechenden Erfahrungen machen mußten. Sie haben gewiß auch damit Recht, daß es bei all diesen Fällen insofern um „Ausnahmefälle“ geht, als 99,9% der Priester ein tadelloses Leben führen und nur ein geringer Anteil des Klerus entsprechende Verbrechen verübt. Auch das haben die Studien seit 2010 belegt. Daraus aber zu schließen, daß es nicht auch schon vor 1970 zu zahlreichen Mißbrauchsfällen kam, ist ein Trugschluß.

Ich stamme aus einer, so denke ich, „normalen“ katholischen Familie. Meine Mutter und meine Tante wurden im ländlichen Raum geboren und besuchten eine Klosterschule, um Abitur machen zu können. Sie wußten genau, von welchem Priester, der dort die hl. Messe las, sie sich fernhalten mußten, weil er die Finger nicht von Mädchen lassen mußten. Mein Onkel war einige Jahre früher auf einem katholischen Jungeninternat – er und seine Mitschüler wußten, mit welchen Patres (sic!) sie nie allein in einem Zimmer bleiben durften...


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 Zeitzeuge 8. Mai 2021 
 

Lieber Andrzej123,

danke für Ihre Antwort; ich bestreite natürlich nicht, daß es auch vor 1965 zu schrecklichen Schandtaten sexuellen Missbrauchs durch kath. Geistliche gekommen ist, aber es waren m.E.
Ausnahmefälle.
Ich erinnere mich noch, wie unser Pfarrer um
1964 vor dem Film "Das Schweigen" von Bergmann
gewarnt hat und daß er bei einem Hausbesuch
rügte, bei uns ein Expl. des "Stern" von Nannen
vorgefunden zu haben.
Nach dem Konzil gab es dann im Pfarrheim die
ersten "Beatkonzerte", unser Pfarrer bekam
Depressionen, passte sich aber an.
Damals gaben die Bischöfe auch weitgehend die
kath. Schulen auf und in Königstein wurde
die erste, schismatische Erklärung verfaßt,
die Liturgiedeform (sic!) begann Einzug i.d.
Provinz zu nehmen, nicht weit von hier wurden
die Geistlichen umgeschult, der Liberalismus
zog i.d. deutsche Kirche ein, die Folgen
kennen wir alle!

Ihnen und allen hier wünsche ich einen gesegneten
Tag!


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 Andrzej123 7. Mai 2021 
 

@Zeitzeuge

Sie machen Ihrem Foristen Namen Ehre.
Ich schließe mich an u. bekenne, d. ich niemals bei meinen Kontakten u. Reisen im Rahmen d. kath u. ev Kirche u. Schulen einen Hinweis auf Missbrauch erlebt habe!
Als das Thema schon in den 80ern aufkam, hielt ich das zunächst ausschließlich für eine antikirchliche Kampagne.
Inzwischen habe ich einige Zeugenaussagen gelesen, d. ich glaube.
Über das Spektrum der Verfehlungen und die Größenordnung im Verhältnis zu anderen ges. Bereichen sehe ich mich zu urteilen außerstande.
Was wir wussten war, dass hysterische Mädchen auf Rock Konzerten hinter die Bühne sprangen und den "Stars" ins Hotel folgten. Die Kirche sagte dazu nichts und bei allem Fatalen daran, sträubt sich etwas in mir, hier von "grauenvollem Verbrechen" zu sprechen.
Aber d. Feigheit der kirchlichen Verkündigung war auffallend.
In d. Zusammenhang auch d. Hinweis auf d. damaligen Kultfilm "Stille Tage in Clichy", in d. Eltern, d. d. Protagonisten mit Anzeige drohen, ausgelacht wurden.


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 Zeitzeuge 7. Mai 2021 
 

Es ist natürlich klar, daß sich meine Mitteilung und Anfrage

auf kath. Geistliche bezieht!


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 Zeitzeuge 7. Mai 2021 
 

Ich habe seit den 50erJahren Kontakt mit kath. Priestern in meinem damals kath. geprägten Städtchen

und selber garantiert nie einen Fall von
sexuellem Missbrauch erlebt oder davon
gehört.

In meiner jahrzehntelangen Tätigkeit bei
einer Landesbehörde hatte ich viel mit
Menschen zu tun, niemals wurde mir einer
dieser schrecklichen sexuellen Missbrauchsfälle
mit kath. Geistlichen als Täter geschildert.

Ich bin bei meinen aus dem 19. Jahrhundert
stammenden Großeltern aufgewachsen und hatte
zu deren Geschwistern, also Großonkel und
Großtanten öfter Kontakt, nie wurde ein ent-
sprechender Fall erwähnt.

Frage:

Wer hier kann belastbares Zahlenmaterial bzgl.
des Anteils kath. Geistlicher an diesen Schand-
taten vorlegen a.d. Zeit vor 1965?

Es wird wohl niemand behaupten, daß früher kath.
Geistliche besonders auffällig als Tätergruppe
bzgl. der schweren Sünde sexuellen Missbrauchs
war, ansonsten bitte ich um bewiesene Fakten.

Die körperliche Züchtigung war vor 1965 Schul-
alltag, jeder "Lausbub" wußte aber damals genau,
was geschehen würde, wenn er bei einem Vergehen
erwischt würde.


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 discipulus 7. Mai 2021 
 

@hape

Ich teile Ihre Aussagen zum Wegschauen heute bei vielen Problemen - Abtreibungen sind da "nur" ein Punkt von vielen. Es geht mir auch nicht darum, pauschal ein Urteil über vergangene Generationen zu fällen - ich denke, das steht keinem von uns zu.

Zwei Punkte sind mir aber schon wichtig:
1. Man kann heute nicht so tun, als hätte man von Mißbrauchsfällen in der Kirche vor 2010 nichts gewußt. Das stimmt einfach nicht. Es hat sicher nicht jeder alles gewußt, mancher vielleicht auch nichts, aber vielen war bekannt, daß es nicht wenige solcher Fälle gibt.

2. Diejenigen die damals Verantwortung trugen, hatte die Pflicht, sich kundig zu machen und alle ihnen bekannten Fälle aufzuarbeiten. Wenn ein hoher Geistlicher sich aktiv darum bemüht hat, diesen Dingen nachzugehen und damit nicht weiterkam, ist das eine Sache. Wenn er sich um solche Dinge nicht gekümmert hat, weil er sich so etwas angeblich gar nicht vorstellen konnte, hat er aber seine Hirtenpflicht nachhaltig verletzt.


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 Andrzej123 7. Mai 2021 
 

Handeln ohne zu handeln

ist bekanntlich eine mitunter vernünftige Idee aus der asiatischen Welt.
Aber eben nur mitunter und eher nicht bei diesem Thema.
Wissen ohne zu wissen ist allerdings immer Vermessenheit, leider eine ewige Mode, wie wir von Sokrates gelernt haben.
Getoppt dann noch von moralisch sein ohne es selbst zu sein, wie wir aus dem NT erfahren haben.


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 Theresa80 7. Mai 2021 
 

@Rodythgrundt Wie kommen Sie dazu, von erfundenen Anschuldigungen zu reden? Glauben Sie wirklich, dass 3 hochrangige Bischöfe bedauern ihr oberflächliches Verhalten wenn sie keinen Grund hätten?Es gibt wohl mehrere Personen, die den Priester belasten. Warum werden diese nun von Ihnen als unglaubwürdig dargestellt?


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 DerVersteher 7. Mai 2021 
 

M.

@Rodythgrundt der beschuldigte Priester hat in der Vergangenheit sich sehr sehr distanzlos den jungen Menschen gegenüber verhalten. Finden Sie es normal, wenn im Pfarrhaus (Un)Mengen Alkohol bis zur Bewusstlosigkeit konsumiert wird im Beisein des Priesters? Bei solch einem Verhalten sollten die Alarmglocken anfangen zu läuten!


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 Tschuschke 7. Mai 2021 
 

Fremde Abgründe

Ich stimme @Bernhard Joseph und @discipulus insofern zu: Dass sexueller Missbrauch ein schweres Verbrechen ist und dass jede sexuelle Übergriffigkeit überhaupt nicht geht, weiß jeder Mensch – als Täter oder eben Nicht-Täter. Etwas anderes ist, wenn ein Unbeteilgter von einer solchen Tat hört. Ich wurde als Seelsorger in der Psychiatrie zum ersten Mal damit konfrontiert. Ich konnte mir das - harmloser Mensch, der ich war - nicht wirklich vorstellen. Ich sah auch, was hier in einer Menschenseele angerichtet war. Dass es hier aber nicht um ein individuelles Problem ging, sondern um eine Seuche, das wusste ich nicht in den 90er und Anfang 00er Jahren. Als Bischof oder in der Personalführung tätiger Priester hätte ich mich gewiss mehr mit dem Thema beschäftigt. Aber ich verstehe, dass die Verantwortlichen das Problem nicht vollständig überblickt haben. Sie konnten es nicht.
Wolfgang Tschuschke, Pfr.i.R.


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 lesa 7. Mai 2021 

Manche Fragen lassen sich nur im Glauben lösen (H. Gerl-Falkovitz)

@Kant 1: Selbständig denken ist wichtig (und ziemlich selten) Aber "Vernunft und Glaube"!
Die Poster in diesem Forum wissen sich der christlichen Offenbarung, dem katholischen Lehramt verpflichtet. Aus freier Zustimmung. Das ist GLAUBE, nicht Mainstream!
Die Moraltheologen J. Spindelböck und H. Prader schreiben in ihrem Kommentar zu der Klarstellung aus Rom: „Lehramtliche Aussagen der Kirche betreffend den Glauben und das sittliche Leben erfolgen im Namen Christi, welcher der Kirche die Offenbarung Gottes anvertraut hat, um ihren Inhalt getreu zu verkünden und auszulegen. Verlautbarungen der Glaubenskongregation sind keine Mei-nung unter anderen, keine Zwischenrufe oder Randbemerkungen, sondern gehören zum ordentlichen kirchlichen Lehramt.“
Der Aufruf der Hirten zum Gebet beinhaltet eine dringliche Mahnung, sich am geoffenbarten und durch die Überlieferung geschützten Wahrheit zu orientieren. Die Realität beweist genug, um wieviel mehr damit geholfen ist.


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 Rodythgrundt 7. Mai 2021 
 

Minglex

Hier mein letzter Post in diesem Thread:
Minglex, Sie kommen jetzt schon wieder an mit Ihrem "vieles zugegeben". Das können Sie vergessen! Der Pfarrer beteuert seine Unschuld und kann m. E. auch den Beweis erbringen bzw. hat ihn schon erbracht. Er hat noch niemanden verklagt, aber ich würde es an seiner Stelle noch tun, denn das ihm angetane Unrecht ist ungeheuerlich.


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 hape 7. Mai 2021 

@discipulus und @Tschuschke

Missbrauch in der Kirche. Wer es wissen wollte, konnte es wissen. Das stimmt natürlich. Trotzdem spricht @Tschuschke hier etwas an, das auch mir Sorgen macht.

Ich denke an Abtreibung und die Impfstrategie zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. Alle in Europa zugelassenen Impfmedikamente beruhen m. W. nach auf Zelllinien, die aus Niere eines abgetriebenen weiblichem Fötus beruhen (Entnahme ohne Betäubung beim noch lebenden Fötus, Mord). Die aktuelle Impfstrategie, wird womöglich noch in einer Zwangsimpfung einmünden. Obwohl es einen alternativen Impfstoff gibt, der bislang in Europa nicht zugelassen wurde. 45 Millionen Abtreibungen jährlich, weltweit. Demgegenüber ist die weltweite Sterberate durch Covid-19 m. W. nach verschwindend gering.

Das ist heute. Jeder kann das wissen, der es wissen möchte. Viele schauen weg und laden dadurch schwere Schuld auf sich. Das macht mich sehr vorsichtig, über die Schuld der Generationen meiner Eltern und Großeltern zu urteilen.


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 Andrzej123 7. Mai 2021 
 

Selbstgerechtes Empörungsritual

Obwohl fast keine Einzelheiten bekannt sind (interessant allerdings der Hinweis von Rodythgrundt und die wiederum ungenaue Replik von Mingiex, die offen lässt was nun "zugegeben wurde) überschlagen sich hier nun einige in Tautologien:"Ein grauenvolles Verbrechen ist ein grauenvolles Verbrechen". (Stimmt)
Nur: Nichts genaues weiß man hier nicht und bei aller Schadenfreude, dass hier einmal ein Progressist am Pranger steht, wäre etwas Zurückhaltung erstmal eines Christen würdiger.
Das "grauenvolle Verbrechen" des Ehebruchs hatte Jesus übrigens vergeben mit der einzigen Massgabe, nicht weiter zu sündigen.
Ähnlich wie bei dieser Perikope steht die Frage im Raum, wer auf diesem Gebiet immer so sauber war, hier zu allzu masslosem Steinewerfen berechtigt zu sein.


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 discipulus 7. Mai 2021 
 

@Tschuschke

"Also davon haben wir nichts gewußt."

Bitte sehen Sie es mir nach, wenn ich Ihren Beitrag so ein wenig polemisch zusammenfasse. Natürlich stimmt es, daß Vieles erst heute ins Bewußtsein rückt und daß man immmer auch die Zeitumstände berücksichtigen muß, wenn man über Vergangenes urteilt.

Aber: Daß sexueller Mißbrauch ein grauenhaftes Verbrechen ist, ist seit langem bekannt. Und selbst, wenn das zeitweise geleugnet wurde (vgl. die Grünen...), so war die katholische Morallehre, an der sich alle Geistlichen immer messen lassen müssen, doch immer eindeutig. Und wer vor 2010 wissen wollte, wie verbreitet Mißbrauch war, der konnte es auch wissen. In der Generation meiner Eltern kennt fast jeder einen Geistlichen, der sich an Mitschülern, Ministranten, Freunden, Cousinen, etc. vergangen hat. Wer es wissen wollte, wußte es. Aber viele wollten es nicht wissen - und das ist der eigentliche Skandal.


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 Bernhard Joseph 7. Mai 2021 
 

@Tschuschke - Erschreckende Ahnungslosigkeit

Ihrer Argumentation kann ich in keiner Weise folgen. Man braucht kein Psychologe zu sein, um zu erkennen, was abgrundtief böse ist und genau das ist sexueller Missbrauch. Ein Priester, der sich an Kindern sexuell vergreift, ist sich seines bösen Tuns ganz klar bewusst. Wer an Gott glaubt, hat ein tiefes inneres Gespür für das Böse, es sei denn, sein Glaube ist nur noch Schein.

Offensichtlich ist aber dieses Bewusstsein des Bösen bei einem leider nicht kleinen Teil der Priester schon länger abhanden gekommen, so dass sie, wenn sie auch selbst nicht Täter wurden, so doch klar die Augen verschlossen vor dem ihnen klar erkennbaren sittlichen Verfall in der Kirche.

Mir hat schon in den 80er Jahren ein Theologiestudent von damals mir unvorstellbaren Zuständen im Priesterseminar berichtet. Das konnte aber den Ausbildern nicht verborgen bleiben.

Der moralische Verfall mitten in der Kirche, wie er sich nun zeigt, vollzieht sich nicht unbemerkt.


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 Mingiex 7. Mai 2021 
 

@Rodythgrundt

Nunja, der beschuldigte Priester hat doch selbst 2006 bei der Polizei vieles zugegeben, oder etwa nicht? Ich habe selbst mich mit dem Fall beschäftigt und verstehe gerade nicht wie sie sich so schützend vor diesen mutmaßlichen Täter stellen können. Wenn ich etwas nicht getan habe, dann werde ich doch nicht dies trotzdem zugeben, oder? Das würde ich meiden wie der Teufel das Weihwasser, oder?
Der Betroffene bzw das mutmaßliche Opfer hat in der Vergangenheit in öffentlichen Beiträgen dies mit der Angst vor Rufmord/Verleumdungsklagen geäußert, ja. Diese Angst kann ich voll und ganz verstehen. In der Vergangenheit haben andere Priester und später sogar rechtskräftig verurteilte Täter ihre Opfer mit Verleumdungsklagen überzogen, die Opfer wurden aus dem Dorf gemobbt von Gemeindemitgliedern usw usw, nur weil sie den betreffenden Pfarrer angezeigt hatten. Daher kann ich diese Angst schon verstehen.


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 Zeitzeuge 7. Mai 2021 
 

Im Link Kardinal Müller zum Thema deutsche Theologie!

Bei den Bischofsernennungen von Woelki und Oster
hatte Kardinal Quellet sicher noch mehr Einfluß.

Daß es vor Papst Franziskus auch "Fehlgriffe"
bei Bischofs- und Kardinalsernennungen gab,
ist auch mir schmerzlich bewußt.

Ebenso, daß ROM seit über 50 Jahren viel zu
passiv in der Lehraufsicht ist, das gilt
auch besonders für das "Nihil obstat"!

Warum offenkundige Häretiker nach dem Konzil so gut wie nie
mit der Exkommunikation als Spruchstrafe
belegt wurden und werden entzieht sich
meiner Kenntnis; das Desaster im theol.
Lehrbetrieb in weiten Teilen auch Deutschlands
ist dadurch von ROM mitverschuldet!

Gesegnter Tag!

www.kath.net/print/66161


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 Rodythgrundt 7. Mai 2021 
 

@Minglex

Werter Minglex,

Sie können die Komplexität dieses Falles, auf die Bischof Ackermann zuletzt abermals verwiesen hat, nicht einmal ansatzweise erfassen. Auch sonst niemand, der sich nur aus dem Internet oder anderen Medien informiert, insofern mache ich Ihnen keinen persönlichen Vorwurf. Von wegen "vieles zugegeben"! Das "Opfer" hat selbst vor noch gar nicht so langer Zeit öffentlich erklärt, nichts so sehr zu fürchten, wie vom Pfarrer wegen Rufmords verklagt zu werden. Komisch, wenn doch "vieles zugegeben" wurde... Solange ich lebe, bis zum letzten Atemzug, werde ich jedem, der es hören will, ausführlich erklären, warum der Priester ein Opfer ist, kein Täter. Was hier abgegangen ist, geht auf keine Kuhhaut und ist in höchstem Grade menschenverachtend, aber kennzeichnend für unsere heutige Situation. Auch Rufmord ist eine Form von Mord.


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 Geroni 7. Mai 2021 
 

@ Tschuschke

Nach den vorliegenden Informationen haben Marx, Bätzing und Ackermann gegen die bestehenden Vorschriften gehandelt.
Sie hätten mindestens den Seelsorger aus dem Umgang mit den Jugendlichen herausnehmen müssen. Das ist kein Fehler -das ist Versagen gegenüber den Lämmern und dem Hirtenamt, das den Bischöfen übertragen ist. Über Woelki fallen sie her und meinen, es sei damit genug.
Es zeigt sich die weitverbreitete Ansicht: Kirchenschutz vor Kinderschutz.
Nicht einen Moment nehme ich an, dass Marx & Co. den Rücktritt anbieten- obwohl sie einfach keine Hirten sind - weder gegenüber der Lehre noch für die Menschen, die ihnen anvertraut sind.


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 Mingiex 7. Mai 2021 
 

@Rodythgrundt bitte versuchen Sie nicht aus einem (mutmaßlichen) Opfer einen Täter zu machen. Bitte erwähnen Sie auch in Ihrem Kommentar, dass der beschuldigte Priester 2006 vieles von dem geschilderten bei der Polizei selbst zugegeben hat und nicht abgestritten hat. Dies ist Aktenkundig belegt. Wer etwas nicht getan hat, gibt es auch dann nicht zu, oder?!?


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 Kant1 6. Mai 2021 
 

Marxens böses Spiel im Mißbrauchsskandal

Jetzt kommt der Mißbrauchsskandal in der Kirche hoffentlich endlich da an, wo er hingehört: bei den Bischöfen! Nicht DIE Priester sind schuld am Mißbrauchsskandal, denn es gibt nur einige wenige meist mit einem klaren Profil, die sich vergangen haben, sondern DIE Bischöfe. Warum?
1. Sie haben die Priester nicht gut ausgewählt und die Übeltäter nicht konsequent entfernt.
2. Sie haben sich nicht vor ihre Priester gestellt und Kollektiv-Schuldzuweisungen zurückgewiesen.
3. Sie haben im Gegenteil die wahren Ursachen für den Mißbrauch in der Kirche verschleiert (z.B. durch die Mißbrauchs„studie“) ...
4. ... und stattdessen das Priesteramt, das Priesteramtsverständnis und das Priesterzölibat für den Mißbrauch in der Kirche verantwortlich gemacht (Stichwort „Mißbrauch mit dem Mißbrauch“).
Und Marx ist einer von der übelsten Sorte: er weiß seit langem von den Vorwürfen gegen ihn, hat sie aber nicht aufgedeckt. Stattdessen den großen Aufklärer auf Kosten der Priester gespielt! Schrecklich!


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 lakota 6. Mai 2021 
 

@Tschuschke

Da stimme ich Ihnen grundsätzlich zu.

Sollte aber das, was hier über Marx und Bätzing gesagt wird stimmen, wäre ich durchaus für einen Rücktritt der beiden - nämlich wegen ihrem fiesen Charakter.
Wie sind sie doch Kardinal Woelki angegangen "er würde der Kirche schaden ect." - und jetzt?

Wie heißt es:" wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen".
Ich bin gespannt, was da dran ist.


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 Tschuschke 6. Mai 2021 
 

Bis vielleicht 2010

haben wir alle keine Vorstellung davon gehabt, wie verbreitet sexueller Missbrauch ist. Und wir alle hatten keine rechte Vorstellung davon, was sexueller Missbrauch bei den Betroffenen bewirkt. (Ich war 2004 Seelsorger in einer psychiatrischen Klinik und habe dabei in manchen Abgrund geblickt. Aber so richtig verstehe ich erst heute, was sexueller Missbrauch anrichtet.) Damals wurden Fehler gemacht. Das erkennen wir - heute. Die damals verantwortlichen Bischöfe und Generalvikare usw. erkennen das auch heute. Keiner von ihnen würde diese Fehler wiederholen. Rücktrittsforderungen? Dürfen nur fehlerlose Menschen in der Kirche Ämter bekleiden? Ich habe im Evangelium etwas anderes gehört…
Wolfgang Tschuschke, Pfr.i.R.


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 Chris2 6. Mai 2021 
 

@ThomasR

Danke für die Aufzählung, auch, wenn all das zu erwarten gewesen war...


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 tarsus 6. Mai 2021 
 

Erdbeben in der deutschen Kirche.


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 ThomasR 6. Mai 2021 
 

EB München braucht dringendst eine Strukturreform

und eine Aufteilung in 4-5 kleinere Bistümer um wengstens auf diese Weise den Zugang zu den Sakramenten für die Gläubigen zu gewährleisten.
Im Sommer 2020 sind bewußt priesterliche Urlaubsvertretungen von München ausgeladen(s.link)
für absterbende Klostergemeinschaften im Erzbistum werden keine neue Gemeinschaften selbst vom Ausland geholt
Seit dem Erlassen im Jahr 2004 sind im Münchner Dom nicht einmal die Vorschriften zur Austeilung der Kommunion beachtet worden(stets mit Kommunionpatene,Redemptionis sacramentum Nr. 93)- so meine Kenntnis beim Irrtum bitte korrigieren
Über die Inhalte von Motu proptrio Summorum pontificium wurden die Gläubigen in jeder Pfarre in den Pfarrblättern nicht informiert
Auch in Münchner Priesterseminar wird weder die Ausbildung in zwei liturgischen Formen des RR angeboten, noch die alte Messe z.B.einmal die Woche gepflegt,sowie die an 2 liturgischen Formen des RR interessierte Kandidaten angeblich kontinuierlich ausgeladen
= Viele Aufgaben f. Kard Marx

www.kath.net/news/72675


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 credula 6. Mai 2021 
 

Bischofsernennungen und Staatstheologen

Kardinal Woelki wurde von Papst Franziskus zum Erzbischof von Köln gemacht (als Bistum viel bedeutender als Berlin). Auch Bischof Oster wurde von ihm ernannt. Und umgekehrt hat Johannes Paul II. die Bischöfe Bode, Kamphaus, den armen Tebartz-van Elst oder Feige ernannt. Benedikt XVI. hat z.B. Bischof Overbeck zum Weihbischof und dann zum Bischof von Essen ernannt. Staatstheologen brauchen ein Nihil obstat, das aus Rom kommen muss. Professor Schüller hat seines unter Benedikt XVI. bekommen.


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 Zeitzeuge 6. Mai 2021 
 

Der Brief der theol. Fachschaft Freiburg bzgl. Prof. Windisch läßtt

sich leider nicht verlinken, sorry!


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 Zeitzeuge 6. Mai 2021 
 

Nachtrag u. Ergänzung:

Der Aufsatz in dem von mir verlinkten Heft
7/8 aus 2009 von Theologisches befindet sich
auf S. 245-254.

Ganz kurz drei Theologenschicksale, die wohl
mit dem "Umbruch" nach dem Konzil zusammenhängen:

Prof. Ratzinger war sicher froh, als er von
Tübingen nach Regensburg wechseln konnte.

Prof. May wurde der Lehrstuhl für Kirchenrecht
seines Lehrers u. berühmten Vorgängers Mörsdorf
verwehrt, da gegen ihn agitiert wurde Ende der
60er Jahre.

Prof. Windisch bekam den "Gegenwind" seiner
Fachschaft zu spüren aufgrund eines kath.net-
Artikels, er 2012 vorzeitig emeritiert.

Für wirklich dezidiert unverfälscht kath.
Theologen ist es wirklich sehr schwer, einen
Lehrstuhl bei einer Staatsfakultät zu bekommen,
für Fundamentaltheologen und Exegeten ist es
fast unmöglich, GOTT sei es geklagt!

portal.uni-freiburg.de/fs-theologie/gone/einmal/offenerbrief


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 Zeitzeuge 6. Mai 2021 
 

Werter chorbisch,

klar hat sich Prof. Schüller jetzt viel zurückhaltender ausgedrückt als bei der
"Causa Woelki", insofern gebe ich Ihnen
bzgl. der jetzigen Äusserungen hinsichtl. der
Vorwürfe gegen Kard. Marx u.d. beiden
anderen Bischöfe recht, warten wir ab.

Der tägliche Missbrauch der Missio canonica
wurde aber noch nie von Prof. Schüller thematisiert, gerade die theol. Fak.
Münster ist seit vielen Jahren in weiten
Teilen eine "Kaderschmiede der Progressiven".

Ohne Zweifel gehört Prof. Schüller dazu, das
wollte ich bei dieser Gelegenheit klarstellen.

Gerne wünsche ich auch Ihnen einen besinnlichen
Abend!


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 Octavianus 6. Mai 2021 
 

@hape
Das Thema ist natürlich weit länger, als 10 Jahre virulent!
Denken Sie an Kardinal Meisner.


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 Zeitzeuge 6. Mai 2021 
 

Werte(r) credula,

mit der zugespitzten Formulierung neomodernist.
"Club der Staatstheologen" habe ich natürlich nicht
alle Lehrstuhlinhaber a.d. Staatsfakultäten gemeint,
sondern eben die sich "progressiv" dünkenden, die
heute leider offensichtl. die Mehrheit bilden.
Der em. Papst Benedikt XVI. dazu:
"Besonders beunruhigt mich die Lage an den theol.
Fakultäten Deutschlands, die großen Teils nicht
in den Glauben hineinführen und noch weniger Hilfe
auf dem Weg zum Priestertum sein können."
Ich erinnere an das Buch von Georg May: 300 Jahre
gläubige und ungläubige Theologie!
Im Link ein Aufsatz zum Thema v. Prof- Stöhr.

Prof.Schüller hat als Mitunterzeichner der anti-
römischen Erklärung der 200 Theologen fúngiert.

Bzgl. der Bischofsernennungen im dtsch. Sprachraum
seit 2013 fällt mir kein einziger dezidiert
konservativ-kath. Diözesanbischof ein.

Kard. Seper sprach bereits 1972 von einer
Krise der Bischöfe, "Königstein" war der Anfang,
"Publik" ist unvergessen.

Ich wünsche einen besinnlichen Abend!

www.theologisches.net/files/Theol7-8_2009.pdf


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 Rodythgrundt 6. Mai 2021 
 

Schüller

Herr Schüller ist der neue omnipräsente Küng/Drewermann. Wenn die Medien eine bestimmte Aussage wollen, wenden Sie sich an Schüller und werden nie enttäuscht. Ich kann nur betonen, dass der Fall, auf den hier angespielt wird, auf ERFUNDENEN ANSCHULDIGUNGEN beruht. Der Beschuldiger hat Medienerfahrung und sich bereits als Jugendlicher in der Talkshow Fliege hinreichend geäußert, um seine Unglaubwürdigkeit unter Beweis zu stellen. Er will übrigens zuvor schon von einem Mister X in einem Kaufhaus missbraucht worden sein. Jemand, der damals deswegen von der zuständigen Polizei über seine Aussage und die eingesetzten Aufklärungsmittel informiert wurde, sagte zur Glaubwürdigkeit dieser Story: "Da kann ich ja nur lachen!" Ja, der Geistliche wurde mehrfach angezeigt, aber alle staatlichen Verfahren wurden sehr sorgfältig geprüft und eingestellt! Man lerne endlich aus dem Fall von Kardinal Pell!


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 Chris2 6. Mai 2021 
 

@Zeitzeuge

Sagen wir's mal so: Wenn ein Kirchenlinker einen führenden Mitstreiter derart infrage stellt, ist das ein Indiz, dass da wohl noch einiges mehr unter dem Teppich vor sich hin modert.
Dass die Formulierung "eines jeden anderen Paares" nicht nur absolut akatholisch ist, sondern strenggenommen sogar sexuelle Beziehungen mit Kindern nicht ausdrücklich ausschließt, ist eine Bankrotterklärung...


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 J. Rückert 6. Mai 2021 
 

Es ist weit schlimmer!

Während heute von allen Seiten die Sexualität gelobt wird, zeigt sich oft genug, dass sie umgeht wie ein reißendes Tier.
An solchen Fällen sehen wir doch nur ein leises Kräuseln an der Oberfläche! Über die zahllosen Fälle im weltlichen Bereich spricht man übrigens kaum.


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 chorbisch 6. Mai 2021 
 

@ Zeitzeuge

Verehrter Zeitzeuge, ich habe eben den Artikel in der Augsburger Allgemeinen gelesen und finde, Sie bellen mit Ihrer Kritik an Prof. Schüller den falschen Baum an.

Schüller nennt zwar die Vorwürfe gegen Marx "ein ganzes Bündel an Amtspflichtverletzungen", sagt aber auch, man solle in Ruhe die Untersuchungen über Marx' Amtszeit in Trier und München abwarten.
Nur wenn sich die Verwürfe bestätigten, müsse Marx nach seiner Einschätzung dem Papst seinen Amtsverzicht anbieten.

Ich finde darin nichts, was Ihren Vorwurf rechtfertigt, Prof. Schüller wolle sich als "Saubermann" aufspielen. Er wird auch in dem Artikel nicht als solcher präsentiert, sondern nur als Kirchenrechtler.
Auch Ihre Anklagen gegen ihn gehören nicht zum Thema.


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 credula 6. Mai 2021 
 

Verehrter "Zeitzeuge",

bei allem Respekt vor Ihrer theologischen Bildung: Aber das Kriterium "Staatstheologe" kann es doch nicht sein. Prof. May, Kardinal Müller, Prof. Windisch und viele andere hervorragende Männer waren oder sind Staatstheologen. Diese Position hat es ihnen ermöglicht, viele grundlegende Werke zu verfassen, die Sie mit Recht immer wieder zitieren und nennen. Auch Ratzingers "Einführung ins Christentum" und andere seiner Werke verdanken sich der Tatsache, dass er Staatstheologe war. Also kommt es doch wohl nicht darauf an, sondern auf den Inhalt. Und zu den Bischofsernennungen: Da gibt es bei jedem der letzten Päpste Fehlgriffe und richtige Entscheidungen.


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 Zeitzeuge 6. Mai 2021 
 

Rein hypothetisch:

Falls die drei Bischöfe zurücktreten sollten,
wird nach den bisherigen Erfahrungen seit
2013 ganz sicher kein unbedingt lehramtstreuer
Nachfolger ernannt werden, es sei denn, unser
Papst Franziskus geht von seiner bisherigen
Linie bei Bischofsernennungen ab, was schwer
vorstellbar ist.

Es wäre also nur mehr oder weniger ein Austausch
von Personen aber keineswegs die dringend gebotene
geistig-moralische Wende zur verbindlichen, un-
verfälschten u. unverkürzten kath. Glaubens- und
Morallehre, dazu gehört eine echte Reform in
Christus am Haupt und den Gliedern der Kirche
auf Erden!!


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 Zeitzeuge 6. Mai 2021 
 

Prof.Dr. Thomas Schüller, wohl nicht der richtige Gewährsmann!

Ich gehöre zu den theol. Kritikern der genannten
Bischöfe, aber Thomas Schüller ist selber bekannt
als Mitglied des neomodernistischen "Clubs der
Staatstheologen".
Er hat den schismatischen Aufruf der 200 "Theologen"
gegen das vatikanischen "Nein!" zur blasphemischen
"Segnung" hs. Paare zusammen übrigens mit den
sattsam bekannten Dorothea Sattler und Hubert
Wolf unterzeichnet (tagespost v. 22.3.21)!

Darin steht u.a., man gehe davon aus, "daß das
Leben und Lieben gleichgeschlechtl. Paare vor
GOTT nicht weniger wert sind als das Leben
und Lieben eines jeden (sic!) anderen Paares"
(Anmerkung v. mir: was also damit gleichzeitig
auch für Ehebrecher u. Konkubinarier behauptet
wird!).
Sch. unterstützt somit offenbar den blasphemischen
Versuch eines "Segens", mit dem GOTTES Wohlwollen
auf Verbindungen herabgerufen werden soll, die
SEINER Schöpfungsordnung widersprechen!

Nein, Schüller ist ungeeignet für eine Rolle
als "kirchl. Saubermann"!


Natürlich kritisiere ich auch Kard.Marx & Co.!


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 Aschermittwoch 6. Mai 2021 
 

Die Vergangenheit holt sie ein

Gottes Mühlen sind am malen!
Mir Kommt Wilhelm Busch mit Max und Moritz in den Sinn.


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 garmiscj 6. Mai 2021 

Buch Daniel

Irgendwie denke ich bei der Sache an das Buch Daniel . Zwei mächtige Männer bringen durch hinterhältige Intrige den König dazu , dass der dritte mächtige Mann - Daniel - in die Löwengrube geworfen wird. Letztlich wird Daniel von Gott gerettet, den beiden Anderen geht es nun selbst an den Kragen. Marx, Bätzing und Wölki?


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 Chris2 6. Mai 2021 
 

Welch idyllisches Bild.

Steht es nun eher für die unter der Oberfläche drohende zweite Kirchenspaltung in Deutschland? Oder doch für das schwere - aber hoffentlich heilsame - Beben, das ein Rücktritt dieser drei Bischöfe auslösen würde?
Die Operation Crossroads war jedenfalls die zweite Kernwaffentestoperation der Vereinigten Staaten und machte unzählige Ureinwohner heimatlos. Durchaus passend...

de.m.wikipedia.org/wiki/Operation_Crossroads


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 Rita1937 6. Mai 2021 
 

Marx ist und bleibt eine Fehlbesetzung. Jetzt können wir sein Einschleichen bei den Mächtigen besser verstehen, um eigenes Schäfchen ins Trockene zu bringen. Marx war bereit auch Unschuldige schuldig zu machen, nur damit er gut da steht. Die transparente und gerechte Aufarbeitung der Missbrauchsfälle schaut anders aus.


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 hape 6. Mai 2021 

Wenn das stimmt, was Schüller da kolportiert,

wäre das sehr bedauerlich. Das Thema Verschleierung von Missbrauch ist ja nicht plötzlich vom Himmel gefallen, sondern schon seit über zehn Jahren virulent. Das Trierer Triumvirat hatte also sehr viel Zeit, um aus Eigeninitiative Licht in die Angelegenheit zu bringen. Jetzt würden sie sehr alt aussehen, wenn man ihnen die Vergehen tatsächlich nachweisen würde.


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 Katholikheute 6. Mai 2021 
 

Wenn man

mit dem Finger auf alle Verfehlungen dieser Welt zeigen wollte, man käme an kein Ende.....

Besser jeden Finger auf Christus zu richten, er wird es richten!


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 ottokar 6. Mai 2021 
 

Für diese Vermutung könnte bereits die Rückweisung des Bundesverdienstkreuzes sprechen


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 Bernhard Joseph 6. Mai 2021 
 

Also da ist der Wunsch doch Vater des Gedankens!

Mittlerweile ist es in der Kirche wie in der Politik. Wer den Medien genehm ist, hat keine Konsequenzen zu fürchten, völlig egal welches Versagen belegt ist.

Glaubt jemand ernsthaft, dass die Genannten in irgendeiner Weise zur Verantwortung für Vertuschungen von Missbrauch gezogen würden?

Das sind doch die Guten und die dürfen alles!


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 girsberg74 6. Mai 2021 
 

Aha!

Sonst nichts!


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