Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:








Top-15

meist-diskutiert

  1. „Das hier ist ein Satire-Account, oder? ODER????“
  2. Rosenkränze für Weltjugendtag 2023 aus Recycling-Material
  3. "Redet miteinander und habt Sex miteinander – Und geht niemals mit Groll zu Bett!"
  4. Belgien: Mann will Ordensschwester werden
  5. Ramadan-Wünsche vom Vatikan: Gemeinsam "Zeugen der Hoffnung"
  6. New Yorker Elternteil möchte das eigene (erwachsene) Kind heiraten
  7. DBK-Vorsitzender Bätzing: Debatte um selbstbestimmtes Sterben „sehe ich mit großer Sorge“
  8. Gebetsstätte Wigratzbad bekommt neue Leitung
  9. Also gut, Bischof Bätzing, reden wir über Sex
  10. Polnische Bischöfe gegen Corona-Impfstoffe von AstraZeneca und Johnson & Johnson
  11. Kardinal Müller: „Ich halte Benedikt XVI. für einen Kirchenlehrer der Zukunft“
  12. US-Bundesstaaten wollen ‚Trans-Frauen’ von Sportbewerben der Damen ausschließen
  13. Sind staatliche Einschränkungen für religiöse Veranstaltungen erlaubt?
  14. Covid-Impfpass als Werkzeug für eine globale Gesundheitsdiktatur?
  15. Zwei US-Bischöfe unterstützen LGBT-Kampagne für Ende der ‚Gewalt gegen Transgender’

„Die Weisheit Gottes will, dass wir in unserem Glaubensleben wachsen und reifen“

6. April 2021 in Spirituelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Nuntius Eterović: „Die tiefe Erkenntnis in das österliche Geheimnis ist eine Frucht des Heiligen Geistes, der nunmehr die Apostel zu erklärten Zeugen des Geschehens vom Ostermorgen werden lässt.“


Berlin (kath.net) kath.net dokumentiert die Radiobotschaft Seiner Exzellenz, Erzbischof Dr. Nikola Eterović, Apostolischer Nuntius, an die Hörerinnen und Hörer des Senders Novaradio in der Schweiz zum Hohen Osterfest 2021 (Joh 20,1-9) und dankt für die freundliche Erlaubnis zur Veröffentlichung in voller Länge:

Verehrte Hörerinnen und Hörer von Novaradio!

    Die Botschaft des Wortes Gottes am Hohen Ostersonntag endet mit den Worten: „Denn sie hatten noch nicht die Schrift verstanden, dass er von den Toten auferstehen müsse“ (Joh 20,9). Der Evangelist Johannes ist Zeuge der Ereignisse, als Maria Magdalena zu ihnen kommt und berichtet, man habe das Grab des Herrn Jesus geöffnet und ihn weggenommen (vgl. Joh 20,1-2). Die Apostel Petrus und Johannes laufen nun ebenfalls zu der Stelle und sehen in das Grab hinein, der Heilige Petrus geht hinein und sieht die Leinenbinden liegen und das zusammengebundene Tuch, das Jesu Antlitz bedeckt hatte, an einer anderen Stelle (vgl. Joh 20, 4-7). Der Evangelist Johannes berichtet genau und bemerkt auch, dass auch er, „der andere Jünger“, hineinging und glaubte (vgl. Joh 20,8).

    Der Glaube, von dem im Evangelium des heiligen Johannes die Rede ist, ist noch nicht jener Glaube an die Auferstehung Jesu Christi, den der Heilige Petrus freimütig bekannt hat, nachdem der Heilige Geist über ihn gekommen war. In seiner Pfingstpredigt belegt er, wie sehr er nun die Schrift verstanden hat (vgl. Apg 2,14-36). Die tiefe Erkenntnis in das österliche Geheimnis ist eine Frucht des Heiligen Geistes, der nunmehr die Apostel zu erklärten Zeugen des Geschehens vom Ostermorgen werden lässt. Es ist ein Weg des Glaubens, der vom leeren Grab, zu den Erscheinungen in Galiläa hin zum Bekenntnis vor aller Welt führt, dass Gott seinen Eingeborenen Sohn nicht im Tod lässt, sondern auferweckt hat.


    Die Weisheit Gottes will, dass wir in unserem Glaubensleben wachsen und reifen. Die österliche Botschaft soll uns zu Herzen gehen und nicht nur unseren Verstand beschäftigen. Die Reaktion der Menschen, die in Jerusalem die Predigt des Petrus hörten, war eindeutig: „Als sie das hörten, traf es sie mitten ins Herz“ (Apg 2,15). Auch das ist ein Weg des Glaubens. Maria Magdalena und die Apostel ahnen am Ostermorgen etwas, dass sich im Laufe der Zeit zur Gewissheit formt: „Der Herr ist auferstanden! Ja, er ist wahrhaft auferstanden!“ Vom leeren Grab kann der Glaube nicht leben, sondern nur von einem vom Osterglauben erfüllten Herzen. Eine sichere Leiter zu dieser Herzenserkenntnis ist das Wort Gottes, die Schrift. Sie führt uns und begleitet uns, vor allem dann, wenn sie uns vom Herrn Jesus selbst erschlossen wird. So wie den beiden Jüngern, die sich voll Trauer von Jerusalem auf den Weg nach Emmaus machten (vgl. Lk 24,13-36), wo sie Jesus trafen, ihn aber nicht erkannten. Er erschließt ihnen die Schrift und bricht das Brot mit ihnen. Sie erkennen ihn, auch wenn sie ihn nicht mehr mit den Augen sehen. „Brannte nicht unser Herz in uns, als er unterwegs mit uns redete und uns den Sinn der Schriften eröffnete?“ (Lk 24,32)

    Sie erkannten ihn, als er mit ihnen das Brot brach (vgl. Lk 24,31). Und immer wenn wir uns zur Eucharistiefeier versammeln, können auch unsere Augen aufgehen, und wir erkennen den Herrn Jesus, der für uns gestorben und für uns auferstanden ist. „Für uns und zu unserem Heil“ bekennen wir im Glaubensbekenntnis. ER ist für uns geboren worden und am Kreuz gestorben. Doch das ganze österliche Geheimnis gilt unserem Heil, insbesondere die Auferstehung Christi. Ohne die Auferstehung Christi wäre unser Glaube nutzlos (vgl. 1 Kor 15,17). Denn unser Heil liegt im Leben, zunächst hier auf Erden, wo wir mit unserem Leben bezeugen sollen, dass wir die Schrift verstanden haben, dass das Wort Gottes uns zu Herzen geht und wir aus der Gnade des Heiligen Geistes eifrige Missionare für Sein Evangelium, die Schrift, sein sollen. Unser Heil liegt letztendlich aber im ewigen Leben, wo wir in Gemeinschaft mit den Heiligen die Gegenwart des dreieinen Gottes erleben dürfen.

    Auf dem Weg dorthin sind wir nicht allein. Unsere heiligen Fürsprecher helfen uns, insbesondere die selige Jungfrau Maria, die wir in der österlichen Festzeit als die Königin des Himmels anrufen. Wir werden die Schrift verstehen lernen, wenn wir uns nach ihr richten, denn sie hat als erste und treueste Jüngerin ihres Sohnes die Worte, die sie hörte, nicht nur bewahrt, sondern „in ihrem Herzen erwogen“ (Lk 2,19).

    In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein Osterfest, das in der hellen Freude des Herzens das schöne Osterlied anstimmt:

„Das Grab ist leer, der Held erwacht,
der Heiland ist erstanden!
Da sieht man seiner Gottheit Macht,
sie macht den Tod zuschanden“.
Alleluja!

Archivfoto Nuntius Eterović (c) Apostolische Nuntiatur Berlin


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu









Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net-Gewinnspiel 2021: Gewinnen Sie eine ROMREISE!
  2. „Das hier ist ein Satire-Account, oder? ODER????“
  3. Gebetsstätte Wigratzbad bekommt neue Leitung
  4. Kardinal Müller: „Ich halte Benedikt XVI. für einen Kirchenlehrer der Zukunft“
  5. Belgien: Mann will Ordensschwester werden
  6. „Wenn meine Kirche jetzt auf dem Mittelmeer unter der Flagge der Antifa segelt, ist das der Bruch!“
  7. Kommen Sie mit - Familienwallfahrt ins Heilige Land mit P. Leo Maasburg - Oktober 2021
  8. Also gut, Bischof Bätzing, reden wir über Sex
  9. "Redet miteinander und habt Sex miteinander – Und geht niemals mit Groll zu Bett!"
  10. New Yorker Elternteil möchte das eigene (erwachsene) Kind heiraten
  11. Polnische Bischöfe gegen Corona-Impfstoffe von AstraZeneca und Johnson & Johnson
  12. „Ratzinger ein Spalter, Küng ein Versöhner?“
  13. Frankreich: Historische Dorfkirche brennt bis auf die Grundmauern nieder
  14. Keine Eucharistie im Lockdown: Priester bittet Gläubige um Vergebung
  15. Covid-Impfpass als Werkzeug für eine globale Gesundheitsdiktatur?

© 2021 kath.net | Impressum | Datenschutz