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Katholischer Demokratieaktivist in Hongkong für Friedensnobelpreis nominiert

7. Februar 2021 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
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Martin Lee Chu-ming prägte die Demokratiebewegung jahrzehntelang, ihm droht nun seitens der chinesischen Verwaltung der Prozess.


Hongkong (kath.net/Catholic News Agency/mk) Martin Lee Chu-ming, ein katholischer Anwalt (Foto), der die Demokratiebewegung in Hongkong mitgegründet hat, wurde nun für den Friedensnobelpreis nominiert. Lee hat fast 40 Jahre lang für das allgemeine Wahlrecht in der chinesischen Sonderverwaltungszone demonstriert und sich hier über zwei Jahrzehnte als Abgeordneter betätigt.
Im April vergangenen Jahres wurde er gemeinsam mit 14 anderen Demokratieaktivisten von der Polizei verhaftet. Offizieller Grund ist die Teilnahme an Protesten gegen ein – nun zurückgezogenes – Auslieferungsgesetz, nach dem angebliche Kriminelle von Hongkong zur Prozessführung nach Festlandchina überstellt werden hätten können. Lee ist aktuell gegen Kaution auf freiem Fuß, in wenigen Tagen soll sein Prozess beginnen.



Die Bewohner von Hongkong genießen im Vergleich mit den Festlandchinesen größere Religionsfreiheit. Peking hat aber in den letzten Jahren die Kontrolle über die Insel verstärkt. Sogar die Diözese Hongkong gab neulich Richtlinien für katholische Schulen heraus, „zur Förderung der korrekten Einstellung zur nationalen Identität“, wo es unter anderem um Respekt vor der chinesischen Flagge und Nationalhymne geht. Eine Gebetsinitiative der katholischen Demokratiebewegung wurde von der Diözese verhindert.
Viele Aktivisten der Bewegung gerieten ins Visier eines neuen Gesetzes für die nationale Sicherheit von vergangenem Juli, das wegen schwammiger Definitionen von „Terrorismus“, „Verhetzung“ und „Kooperation mit dem Ausland“ kritisiert wurde. Auf die genannten Verbrechen droht eine Mindeststrafe von zehn Jahren Gefängnis.


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