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Polen: Das Kardinal-Wyszyński-Jahr 2021 hat begonnen

5. Jänner 2021 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
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Polnisches Parlament: Es sei „unmöglich, die Verdienste und die Rolle, die Primas Stefan Wyszyński in diesen Jahren für Polen und die Kirche spielte, genau zu beschreiben. Er und Johannes Paul II. waren zusammen die großen Lehrer der Nation.“


Warschau (kath.net/pl) Mit überwältigender Mehrheit hatte das polnische Parlament das Jahr 2021 zum Kardinal- Wyszyński -Jahr erklärt. Unterhaus und Oberhaus würdigten bereits Ende November die Leistungen von Kardinal Stefan Wyszyński (1901-1981) des Kirchenmanns, der dazu beigetragen hat, das Christentum unter kommunistischer Herrschaft zu bewahren und zu stärken. Der Kardinal hatte die polnische Kirche auf dem Höhepunkt der kommunistischen Unterdrückung geleitet. Der Senat beschrieb ihn als „einen der größten Polen des 20. Jahrhunderts“. Es sei „unmöglich, die Verdienste und die Rolle, die Primas Stefan Wyszyński in diesen Jahren für Polen und die Kirche spielte, genau zu beschreiben. Er und Johannes Paul II. waren zusammen die großen Lehrer der Nation und unterstützten die Polen in den schwierigsten Momenten in der Geschichte unseres Heimatlandes“. „Er hat das Schicksal der polnischen Kirche in den dunkelsten Jahren des Stalinismus mit außergewöhnlicher Sorgfalt überwacht. Für seine unerschütterliche Haltung gegenüber den kommunistischen Autoritäten, für seinen Widerstand gegen die Zerstörung des sozialen und kirchlichen Lebens – ausgedrückt durch den berühmten Satz „Non possumus!“ – war er mehrere Jahre inhaftiert.“ „Der Millenniums-Primas hat in seiner priesterlichen Tätigkeit auf die inhärente Würde des Menschen aufmerksam gemacht, aus der alle Menschenrechte hervorgehen. Er war nicht nur ein Verkünder universeller christlicher Werte, sondern auch ein Staatsmann, der, wie er selbst sagte: ‚Seine Heimat mehr liebte als sein eigenes Herz‘.“


Wyszyńskis Seligsprechung war für Sommer 2020 geplant gewesen und wurde wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Ein neuer Termin steht noch nicht fest. Die polnische Kirche wartet offenbar auf die Möglichkeit, die Seligsprechung als öffentliches Großereignis zu begehen, was derzeit ja wegen der weltweiten Pandemie nicht möglich ist.

Archivfoto Kardinal Wyszyński © Polnische Bischofskonferenz

 


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