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Zeitung: Vatikan verwendete Spenden für spekulative Investments

1. Oktober 2020 in Weltkirche, 4 Lesermeinungen
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"Corriere della Sera" zitiert aus Ermittlungsakten der vatikanischen Staatsanwaltschaft in Affäre um Immobilien-Investitionen des Staatssekretariats in London


Rom (kath.net/KAP) Der Vatikan hat offenbar für spekulative Investments in London auch Spenden verwendet, die für soziale Zwecke gedacht waren. Das geht aus Ermittlungsakten der vatikanischen Staatsanwaltschaft hervor, aus denen die italienische Zeitung "Corriere della Sera" am Donnerstag zitierte. Demnach flossen in den Erwerb einer Londoner Geschäftsimmobilie Gelder aus dem sogenannten Peterspfennig. Diese unterlagen laut den Akten einer Zweckbindung für "religiöse und wohltätige Zwecke".


Gegenstand der gerichtlichen Untersuchung ist eine Affäre um Investitionen des vatikanischen Staatssekretariats in einen Bürokomplex in der Londoner Sloane Avenue 60. Die Summe der Aufwendungen bewegt sich laut Medienrecherchen in der Größenordnung von 500 Millionen Euro. Allein an Beratungshonoraren zahlte der Vatikan unterschiedlichen Berichten zufolge mehrere Hunderttausend Euro.

Die vatikanische Staatsanwaltschaft ermittelt laut "Corriere" gegen 15 Personen wegen Veruntreuung, Amtsmissbrauch und Korruption. Wie die Zeitung weiter berichtet, hatte die Vatikanpolizei den zentralen italienischen Geschäftspartner, der die Geldanlage über ein Gefüge von Fondsgesellschaften vermittelte, schon 2013 und mithin ein Jahr vor den Investitionen als nicht vertrauenswürdig eingestuft.

Papst Franziskus selbst hatte die vorübergehende Verwendung von Spenden für Geldanlagen im November 2019 vor Journalisten als Mittel zum Werterhalt gerechtfertigt. Die Anlagen müssten aber diversifiziert, sicher und ethisch einwandfrei sein und das Geld anschließend dem Zweck entsprechend eingesetzt werden, so Franziskus.

Über die Höhe der Einnahmen aus dem Peterspfennig und deren Verwendung gibt der Vatikan keine Auskunft. Die nächste Kollekte findet weltweit am kommenden Sonntag in katholischen Kirchen statt.

Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 phillip 2. Oktober 2020 
 

Vatikan verwendete Spenden für spekulative Investments

Das ist hinlänglich bekannt, mich würde allerdings interessieren, wofür der Papst die 20 Millionen Pfund Sterling auf seinem Privatkonto hortet, von wem die Beträge stammen und bei welchem Vermögen der Papst Armut annimmt?


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 Chris2 1. Oktober 2020 
 

"Berautungshonorare"? Sind für die Verantwortlichen

vielleicht noch ein paar EU-Vizepräsidentenpostenpöstchen bei Frau von der Leyen frei? Damit sie sich bei einem guten Gläschen von den erlittenen Schrecken erholen und schon bald wieder herzhaft über die Untersuchungen der Justiz zuhause lachen können?


2
 
 ThomasR 1. Oktober 2020 
 

Verwendung der Kirchensteuer- und Vermögenseinnahmen der Kirche für spekulative Investments

wie Weltbildverlag (Schaden vermutlich in dreistelliger Millionenhöhe)und Luxussanierungen (statt neue Obdachlosenheime und neue Frauenhäuser ) bzw. extrem teure externe Beratungsleistunngen und üppige Saläre in einem Teil der Ordinariate zum Teil genauso verwerflich und fordert Kirchenaustritte

Kirchensteuer wird inzwischen erzwungen leider gegen Sakramente, Peterspfennig ist dagegen freiwillig.


8
 
 doda 1. Oktober 2020 

Peterspfennig? Nein, seit fünf Jahren keinen Cent.


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