Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. 'Und ich dachte, es müßte um Gott und das Heil der Seelen gehen. Ich bin ja so naiv'
  2. Piusbruderschaft kritisiert ‚Doppelmoral‘ nach Verweigerung des Zutritts zur Basilika in Assisi
  3. 'Denn es wird nicht zu dem kommen, was diese Lügner versprechen.'
  4. Jesuitenpater Thomas Reese mit irrer Aussage: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘
  5. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  6. Nicht mehr zu retten - Zum Substanzverlust der Kirche
  7. ‚Synodalität – ein Wort ohne Begriff? Ein erfundenes Narrativ macht Karriere
  8. Ein Drittel der 15-Jährigen in Deutschland kann nicht mehr ausreichend lesen oder rechnen!
  9. 'Gott, hilf mir. Jesus, hilf mir. Seid ihr Jungs bereit? Let’s Roll'
  10. Kritik von Theologen an der Beurlaubung von P. Edmund Waldstein
  11. Wundersame Heilung, eine Marienerscheinung und Berufung mit 4 Jahren
  12. Nigeria: Bischöfe schlagen nach erneuten Massakern Alarm
  13. US-Präsident Donald Trump gratuliert Katholiken zum Fest Maria Geburt
  14. 'BILD' greift kath.net-Beitrag von Kardinal Müller auf
  15. Scharfe Kritik von Birgit Kelle an Leihmutterschaftsentschuldigung von Jens Spahn

Der grosse Betrug

26. Mai 2020 in Kommentar, 44 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Als kürzlich moderne TheologInnen unverhohlen den Wortgottesdienst als gleichwertig mit der Heiligen Eucharistie darstellten, da wurde mir wieder einmal klar, welch grosser Betrug innerhalb unserer Kirche zurzeit läuft - Von Stefan Fleischer


Schweiz (kath.net)
Als kürzlich moderne TheologInnen unverhohlen den Wortgottesdienst als gleichwertig mit der Heiligen Eucharistie darstellten, nicht expressis verbis, aber indem sie bewusst auf Heilige Messen verzichteten um Wortgottesdienste feiern zu können, da wurde mir wieder einmal klar, welch grosser Betrug innerhalb unserer Kirche zurzeit läuft. Diese Gleichstellung eines Sakramentes mit irgend einer anderen Frömmigkeitsübung (oder ist es sogar nur ein Freizeitangebot unter vielen anderen, ein Beitrag zur moralischen Aufrüstung oder was auch immer?) ist nur die Spitze des Eisbergs. Dabei werden wir einfachen Gläubigen um den unermesslichen Wert des Heiligen Messopfers betrogen, um die Früchte unserer Erlösung durch Leiden und Tod unseres Herrn. Dabei wird aus dem in der Person Christi handelnden Priesters ein ganz normaler Eventmanager. Damit wird diese Art der Gegenwart des Herrn unter uns genauso als unbedeutend erklärt wie die Realpräsenz, die Gegenwart Christi mit Seele und Leib, mit Gottheit und Menschheit hier und jetzt unter den Gestalten von Brot und Wein.
 


Dass dies überhaupt möglich geworden ist, hängt mit einem anderen Betrug zusammen, welcher schon seit langer Zeit läuft, sich ganz leise und unscheinbar eingeschlichen hat und nun immer offener zu Tage tritt. Es geht um den Betrug an uns Gläubigen in Bezug auf die Lehre unserer Kirche. Immer mehr wird uns diese nur noch gekürzt, geschönt oder gar entstellt präsentiert. Immer mehr werden wir mit der Schokoladeseite unseres Glaubens abgespeist. Immer öfter wird die ganze Grösse Gottes und damit die ganze Verbindlichkeit seines Willens unterschlagen. Das aber ist eine der erfolgreichsten Taktiken des Widersachers. Schon im rein menschlichen Bereich ist die halbe Wahrheit oft eine ganze Lüge. In Bezug auf Gott entstellt sie das Antlitz Gottes für uns und macht so eine wirklich tragfähige Beziehung zu ihm beinahe unmöglich. Sie öffnet auch Tür und Tor für Einseitigkeiten, Verniedlichungen wie Überzeichnungen, und bietet so den Gegnern unserer Kirche Angriffsflächen noch und noch.
 

Dabei haben doch unsere Hirten und alle anderen Mitarbeitenden den Auftrag der Kirche entgegengenommen, die Lehre der Kirche zu verkünden, zu erläutern und zu verteidigen. Mindestens ein Teil von ihnen hat sogar das feierliche Versprechen der Treue zu dieser Kirche und ihrer Lehre abgelegt. Sollten wir uns also nicht darauf verlassen können, dass wir von ihnen die ganze Wahrheit und nichts als die Wahrheit vorgelegt bekommen? Ist das Verhalten vieler heute nicht eine klare Pflichtverletzung und damit ein Betrug an uns, die wir nicht in der Lage sind alle ihre Aussagen auf den Wahrheitsgehalt zu überprüfen?



«Wer euch aber ein anderes Evangelium verkündigt, als wir euch verkündigt haben, der sei verflucht, auch wenn wir selbst es wären oder ein Engel vom Himmel.» (Gal 1,8) Das sind harte Worte des Völkerapostels. Zumindest bedenken sollten wir sei allemal. Denn nur der ganze Glaube ist der wahre Glaube, nur der ganze Gott ist der wahre Gott.
 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Eucharistie

  1. Vatikan korrigiert argentinische Bischöfe: Gläubige dürfen kniend und auf die Zunge kommunizieren
  2. Eucharistische Prozession zum 250-jährigen Jubiläum der USA
  3. Die katholische Insel des Friedens
  4. „Ein Leib, ein Glaube“
  5. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  6. „Ich kann die Kommunion nicht empfangen. Ist es trotzdem sinnvoll, zur Messe zu gehen?“
  7. "Der Herr ist wirklich in diesen Gestalten von Brot und Wein gegenwärtig"
  8. Tausende bei Eucharistie-Prozession in New York City
  9. Theologin: Eucharistie vereint, heilt und verwandelt
  10. Weihbischof Hofer bei "Adoratio" über die tiefste Form des Gebets







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. 'Und ich dachte, es müßte um Gott und das Heil der Seelen gehen. Ich bin ja so naiv'
  3. Nicht mehr zu retten - Zum Substanzverlust der Kirche
  4. Spanischer Erzbischof erinnert angesichts der Migrationskrise an die Reconquista
  5. Drei katholische Bischöfe werden am Marsch für das Leben teilnehmen
  6. Archäologen ‚absolut‘ sicher: Bethsaida gefunden
  7. Vatikan erinnert neue Missionsbischöfe: „Liturgie ist nicht unser eigenes Werk“
  8. Ein Drittel der 15-Jährigen in Deutschland kann nicht mehr ausreichend lesen oder rechnen!
  9. YouTube-Kanal der Erzdiözese Łódź wurde ohne Wissen oder Zustimmung der Administratoren entfernt
  10. 'BILD' greift kath.net-Beitrag von Kardinal Müller auf
  11. Die Würde des Menschen ist unverfügbar
  12. US-Präsident Donald Trump gratuliert Katholiken zum Fest Maria Geburt
  13. Kritik von Theologen an der Beurlaubung von P. Edmund Waldstein
  14. 'Schweigen angesichts des Bösen ist selbst Böses'
  15. Kardinal Müller: „Muslime respektieren kein schwaches Christentum, das sich des Kreuzes schämt“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz