Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  3. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  4. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  5. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  6. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  7. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  8. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  9. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  10. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  11. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  12. Bemerkenswerte Geste: Wenn Papst Leo nach Frankreich kommt, werden alle Kirchenglocken läuten
  13. Mutmaßlicher IS-Anhänger soll Anschlag auf eine Kirche in Bremen geplant haben - Festnahme
  14. Der evangelischen Theologischen Hochschule Basel soll die Akkreditierung entzogen werden
  15. Gender-Ideologie: Katholische Familie kämpft um ihre Tochter

Venezuela: Kirchenkritik an Zerstörung von Hilfsgütern

25. Februar 2019 in Chronik, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Bischöfe pochen auf Ende der Gewalt und auf Einlass der Hilfskonvois - Jesuit Infante: Regime hat bei den Gewaltexzessen "sein wahres Gesicht gezeigt"


Caracas (kath.net/KAP) Hochrangige Kirchenvertreter haben das Vorgehen des Regimes von Nicolas Maduro gegen Hilfslieferung nach Venezuela stark kritisiert. Die Kirche bete für die Todesopfer, Verletzten und Verhafteten, welche der Einsatz der Sicherheitskräfte an den Grenzen des Landes am Wochenende gefordert habe, erklärte Kardinal Baltazar Porras am Sonntag (Ortszeit) auf Twitter. Die Regierung vollziehe eine "sinnlose Repression", so der Erzbischof von Berida und Apostolischer Administrator von Caracas, und weiter: "Gewalt ist die Waffe der Herzlosen. Möge sich der Hass nicht im Herzen der Venezolaner einnisten." Porras schloss mit der Bitte um "Segen für unser Vaterland und alle, die uns helfen".

Vertreter der venezolanischen Regierung und Opposition werfen sich gegenseitig vor, für das Feuer auf einer Grenzbrücke verantwortlich zu sein, bei dem am Wochenende von Interimspräsident Juan Guaido koordinierte internationale Hilfskonvois beschossen und Hilfslieferungen verbrannt waren. Insgesamt soll es laut lokalen Medienberichten im ganzen Land mindestens fünf Tote sowie Dutzende Verletzte und Verhaftungen gegeben haben. Ein Schiff mit Hilfsgütern, das aus Puerto Rico in Richtung Venezuela gestartet war, musste nach Drohungen von Machthaber Maduro wieder umkehren.


Die venezolanische Bischofskonferenz postete am Sonntag (Ortszeit) ein Video, bei dem Bischof Felipe Gonzalez, Bischof des Apostolischen Vikariats Caroni, die Proteste gegen die Gewalt begleitet. Er habe darum gebeten, dass die humanitäre Hilfe ins Land gelassen werde, doch sei das Regime diesen Forderungen gegenüber gleichgültig, hieß es.

Ähnlich hatte der Bischof von San Cristobal, Mario Moronta, "alle Soldaten und Polizisten" dazu aufgerufen, "im Namen Gottes nicht auf jene zu schießen, die eine gute Tat für ganz Venezuela setzen wollen". Die Sicherheitskräfte sollten sich als Angehörige des Volkes verstehen und an ihre leidenden Familien, Nachbarn und Freunde denken. "Respektiert, schützt und würdigt das venezolanische Volk", so der Bischof, der zugleich die Regierung anklagte: Das Anzünden jener Hilfe, die Symbol der internationalen humanitären Hilfe anderer Länder sei und für den Einsatz vieler Frauen und Männer aus Venezuela stehe, sei nicht nur eine "unmoralische Sünde, sondern ein inhumaner Akt, für den sich das Regime vor Gott rechtfertigen wird müssen", so Moronta.

Angst vor Krieg

Als ein "himmelschreiendes Verbrechen" und als nächste Eskalation im Machtkampf zwischen Maduro und Guaido bezeichnete der venezolanische Jesuit Alfredo Infante, Chefredakteur der Zeitschrift "Sic" des Sozialforschungszentrums "Gumilla" seines Ordens, die jüngsten Entwicklungen in der Venezuelakrise. "Das Regime hat sein wahres Gesicht gezeigt", erklärte Infante am Montag gegenüber der italienischen Nachrichtenagentur "SIR". Maduros Regierung weigere sich, die Not und Armut der Bevölkerung seines Landes - der es in den Landregionen mittlerweile nur noch ums Überleben gehe - zu sehen. Sie sei "zu allem fähig, um ihre Lügen zu rechtfertigen".

Mittlerweile haben etwa drei Millionen Menschen das krisengebeutelte Venezuela verlassen, zehntausende fliehen täglich allein ins benachbarte Kolumbien. Trotz des offensichtlichen Notstands lehnt Maduro internationale Hilfen weiter ab und lässt stattdessen die Landesgrenzen schließen, damit keine Hilfsgüter das Land erreichen. Der Krisenstaat ist mittlerweile weitgehend isoliert, Berichte von Infektionskrankheiten machen die Runde.

Infante erklärte, er sehe Maduros Regime als "illegal und illegitim", fürchte aber zugleich eine "mögliche internationale Intervention". Ein Krieg wäre "immer katastrophal", würde er doch den Verlust von Menschenleben bedeuten und Instabilität sowie eine sehr schwierige Regierungsführung mit sich bringen. "Der friedliche Weg wäre, Maduro davon zu überzeugen, das Land nicht in die Katastrophe zu stürzen", so der Ordensmann.

Die vereitelte Ankunft der ersten Hilfskonvois war von Venezolanern in aller Welt mit höchster Spannung erwartet worden. In vielen Ländern - darunter auch in Österreich - gab es Gebetsaufrufe und Fürbitt-Messen für Frieden in dem südamerikanischen Krisenstaat.

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich



NICOLE: Was DU über die Fastenzeit wissen solltest! from kath.net on Vimeo.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

  26. Februar 2019 
 

Was sagt eigentlich der Papst zu seinem Freund

Madura? Seine Bischöfe in Venezuele sprechen da eine klare Sprache.


3
 
 Gandalf 25. Februar 2019 

Es lebe der Sozialismus!

...
...
...
p.s. ironie natürlich. Die armen Menschen in dem Land, gut, dass wir in Ländern des Kapitalismus leben dürfen


5
 
 Bernhard Joseph 25. Februar 2019 
 

Maduro überzeugen?

Den kann man ebenso wenig überzeugen, wie seinerzeit Hitler und Stalin.

Die einzige Hoffnung einen Bürgerkrieg zu verhindern liegt beim Militär. Verweigern weitere Generäle Maduro die Gefolgschaft, dann kollabiert das System. Leider haben aber gerade die Generäle Blut an den Händen und fürchten dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden.

Maduro selbst ist ein armseliger sozialistischer Despot, der um jeden Preis an der Macht bleiben will.


9
 
 Adamo 25. Februar 2019 
 

So sind die LINKEN

Maduro ist ein Linker, Kim Jung Un in Nordkorea ebenso. Sie geben vor Gerechtigkeit für den kleinen Mann zu üben, was tun sie aber, Maduro läßt das ganze Volk in Venezuela verhungern und Kim Jung Un halbiert die jetzt schon kargen Essensrationen für sein Volk auf 50% und er selbst platzt vor Fett aus allen Nähten und baut dazu noch bedrohliche Atomraketen. So handeln Kommunisten wenn sie an der Macht sind.
Furchtbar !


9
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Venezuela

  1. Venezuela schließt sein Foltergefängnis, viele politische Gefangene sind auf dem freien Fuß!
  2. Gott schütze Venezuela!
  3. Das Völkerrecht starb nicht in Caracas. Es starb in Sarajevo, Kigali, Aleppo, Mariupol, Pokrovsk usw
  4. Rechtsanwalt Steinhöfel: Maduro war ohne legales Amt, hatte keine völkerrechtliche Immunität mehr
  5. Venezuela: Flüchtlingskatastrophe vor Weihnachten
  6. Venezuela: Projektpartner von „Kirche in Not“ getötet
  7. Venezuela: „Entweder tötet uns Covid-19 oder der Hunger“
  8. Venezuela: „Wir leisten quasi Sterbebegleitung“
  9. Delegation aus Venezuela in Rom erwartet
  10. Venezuela: Polizei griff bei Randalen während Messfeier nicht ein







Top-15

meist-gelesen

  1. Die Würde des Menschen kennt keine Grenze: In den Augen Gottes ist niemand unsichtbar
  2. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  3. „Die hl. Märtyrer von Międzyrzecz waren Menschen aus Fleisch und Blut, die bereit waren…“
  4. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  5. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  6. Bemerkenswerte Geste: Wenn Papst Leo nach Frankreich kommt, werden alle Kirchenglocken läuten
  7. Wer ist der Mann auf dem Tuch?
  8. Mutmaßlicher IS-Anhänger soll Anschlag auf eine Kirche in Bremen geplant haben - Festnahme
  9. Programm für Lateinamerika-Reise des Papstes veröffentlicht
  10. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  11. Präsident Trump nominiert Tochter von Franklin Graham zur Sonderbotschafterin für Religionsfreiheit
  12. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  13. Fast der gleiche Glaube?
  14. Gender-Ideologie: Katholische Familie kämpft um ihre Tochter
  15. Slowakei: Papst Leo XIV. grüßt die Teilnehmer des Nationalen Marsches für das Leben in Bratislava

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz