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Italiens Regierung will Sonntagsöffnungen verbieten

12. September 2018 in Weltkirche, keine Lesermeinung
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Vize-Regierungschef Di Maio kündigt entsprechendes Gesetz an


Rom (kath.net/KAP) Italiens Vize-Regierungschef Luigi Di Maio will den freien Verkauf an Sonn- und Feiertagen wieder verbieten. Ein entsprechendens Gesetz solle binnen eines Jahres verabschiedet werden. Die Liberalisierung der Öffnungszeiten zerstöre die Familien, sagte der Minister für Wirtschaftliche Entwicklung, Arbeit und Soziales am Sonntag laut dem italienischen Fernsehen am Rand einer Veranstaltung in Bari. Das alte Ladenschlussgesetz war erst 2012 im Rahmen eines Maßnahmenpakets zur Ankurbelung der italienischen Wirtschaft abgeschafft worden.


Di Maio, Chef der Fünf-Sterne-Bewegung, hatte sich bereits im Juni für eine gesetzliche Debatte zur Einschränkung der Sonntagsarbeit ausgesprochen. Gewerkschaften begrüßten den Vorschlag, Verbraucherverbände kritisierten ihn.

Laut dem europäischen Statistikamt Eurostat arbeiten in Italien an Sonntagen 15,2 Prozent oder 3,5 Millionen Beschäftigte über alle Sektoren verteilt. Laut dem nationalen Tarifvertrag können Firmen, deren regulärer Ruhetag der Sonntag ist, an 25 Wochenenden im Jahr Sonntagsarbeit verlangen.

Copyright 2018 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


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