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Stigmatisierter Fra Elia bei Gebetsabend in Krems

30. Mai 2018 in Österreich, 6 Lesermeinungen
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Heilungen und Wunder passieren rund um einen Italiener, der die Wundmale Christi trägt. Er ist am Donnerstag in Österreich. Von Petra Knapp-Biermeier.


Linz (kath.net) Der Gekreuzigte, der heilige Franziskus, der heilige Padre Pio. Dann kommt er. Blaues Hemd, braune Hose, im Garten, beim Arbeiten. „Ich sage immer: Dein Wille geschehe“, sagt er, und zwischendurch sieht man sie kurz. Rote Flecken auf dem Handgelenk. Das vierminütige Video, das sich jeder auf dem Kanal youtube anschauen kann, zeigt Fra Elia Cataldo, einen Italiener, der die Wundmale Christi trägt.

Er lebt eigentlich sehr zurückgezogen, und eher selten tritt er an die Öffentlichkeit. Dass er am Fronleichnamstag in der niederösterreichischen Stadt Krems einen Gebetsabend hält, ist deswegen ein kleines Wunder, findet P. Jean-David Lindner, Johannesbruder und Gründer der Gemeinschaft Bethabara.

Er ist Veranstalter einer internationalen Konferenz (International Bethabara Conference, IBC), in deren Rahmen Fra Elia sprechen wird. Dieser habe „einen sehr direkten Draht zu Gott“, beschreibt Lindner das Charisma des 56-jährigen Italieners. „Durch sein Gebet wirkte Gott schon viele Heilungen und Wunder.“

„Er nimmt eigentlich sehr wenige Einladungen zu Gebetsdiensten im Ausland an“, erzählt er. Fra Elia sei trotz seiner regelmäßig wiederkehrenden Leiden „ein sehr freudiger Mensch“, und „ein Ratgeber für viele Menschen“.

Menschen mit den Wundmalen Christi, etwa der Heilige Franziskus oder Pater Pio, seien hilfreich, „um zu zeigen, dass diese Jesus-Geschichte nicht etwas Altes, Verstaubtes ist und dass das Heil nicht durch einen netten Spaziergang gekommen ist, sondern durch das Leiden Christi“, erklärt P. Jean-David Lindner.


„Es ist eine Bestätigung, dass es echt ist, was die Kirche lehrt.“ Gott habe im Laufe der Geschichte immer bestimmte Menschen genutzt, durch die er besonders gewirkt habe. Im Fokus stehe aber immer „die Erneuerung unseres Glaubens“.

Fra Elia hat lange Zeit mit seiner besonderen Berufung gekämpft, die schon in Kindheitstagen begann. Mit sieben Jahren wurde er zu Beginn der Fastenzeit immer schwächer, sodass ihn seine Eltern schließlich ins Spital brachten. Die Ärzte schickten sie in der Karwoche nach Hause – ihr Sohn sei nicht mehr zu retten. Am Karsamstag erholte sich der kleine Junge jedoch komplett, alle Symptome verschwanden.

Ab diesem Zeitpunkt erlebt er alljährlich die Fastenzeit auf diese Weise das Leiden Jesu Christi mit. Mit 20 zog er nach Mailand und arbeitete dort für die Post. Eines Tages musste er ein Paket ausliefern, beim dortigen Kapuzinerkonvent. Als er vom Portier hereingebeten wurde, habe er das Gefühl gehabt, „Zuhause angekommen zu sein“, erfährt man in der Lebensbeschreibung auf seiner Website.

Dort empfing er mit 28 Jahren die Stigmata, die Wundmale Christi. Seither erlebt er an seinem Körper jedes Jahr während der Fastenzeit die Leiden Christi: 40 Tage Schlaflosigkeit, dann die Geißelung am ganzen Körper, die Stacheln der Dornen auf seinem Kopf... An jedem Karfreitag brechen dann die Wunden an Händen, Füßen und an der Brust neu auf, er schwitzt Blut, an seinem Körper bilden sich Ödeme.

Aber seine Wunden riechen nicht nach Blut, sondern duften nach Rosen. Tun kann er gegen seinen Zustand nichts. Die Kirche untersuchte die Vorgänge durchaus kritisch. 2004 schickte der Vatikan Ärzte und Psychiater bei ihm vorbei – eine natürliche Erklärung für seinen Zustand fanden sie keine.

Fra Elia war zunächst alles andere als erfreut, als er die Wunden entdeckte. Zunächst vermutete er, dass er eine Form von Herpes habe, und er und einige Mitbrüder beobachteten die Sache. Als sich der Verdacht erhärtete, dass es die Wundmale Christi sein könnten, die er trug, wagte er zunächst nicht, seine Oberen zu informieren. Und es stürzte ihn in eine tiefe persönliche Krise, denn er wäre gerne ein „normaler“ Kapuzinerpater gewesen wie die anderen.

Deswegen verließ er den Konvent wieder und begann, ein „normales“ Leben zu führen, allerdings angepasst an seine regelmäßig wiederkehrenden Schwächezustände. Er half Kranken und Gefangenen und arbeitete in einer Chemiefabrik. Während der kompletten Fastenzeit konnte er jedoch nie arbeiten.

Jedes Jahr erneuerte er jedoch bei seinem früheren Prior seine Gelübde. Mit den Jahren begriff Fra Elia jedoch, dass er einen eigenen, einzigartigen Weg gehen solle. Um Gott besser hören zu können, zog er sich zurück in ein Kloster, wo ihn niemand kannte. So landete er im Herbst 2000 im Konvent Monte Uliveto Maggiore in der Toskana.

Dort wurde ihm klar, dass es sein Auftrag sei, Gott zu den Menschen zu bringen, auch zu jenen, die ihn noch nicht kennen. Er gründete eine neue Gemeinschaft in Terni, die „apostoli di Dio“, die Apostel Gottes.

Termin: Am Donnerstag, 31. Mai, hält Fra Elia im Rahmen der International Bethabara Conference (IBC) in Krems a. d. Donau einen Gebetsabend. Ort: KPH Krems, Dr. Gschmeidlerstr. 28. Um 16 Uhr feiert Diözesanbischof Klaus Küng die Heilige Messe. Nach dem Abendessen startet der Gebetsabend mit Vortrag von Fra Elia um 19 Uhr. Ende: 21.30 Uhr. Ein Tagesticket für Donnerstag kostet 20 Euro. Weitere Informationen: www.ibc-mission.org


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