Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Piusbruderschaft kritisiert ‚Doppelmoral‘ nach Verweigerung des Zutritts zur Basilika in Assisi
  2. 'Und ich dachte, es müßte um Gott und das Heil der Seelen gehen. Ich bin ja so naiv'
  3. 'Denn es wird nicht zu dem kommen, was diese Lügner versprechen.'
  4. Jesuitenpater Thomas Reese mit irrer Aussage: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘
  5. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  6. Nicht mehr zu retten - Zum Substanzverlust der Kirche
  7. ‚Synodalität – ein Wort ohne Begriff? Ein erfundenes Narrativ macht Karriere
  8. Kardinal Müller: „Muslime respektieren kein schwaches Christentum, das sich des Kreuzes schämt“
  9. Eine vergiftete Unterstützungserklärung
  10. Während Messfeier mit Erstklässlern: Bengalisches Feuer in katholische Kirche geworfen
  11. Kardinal Burke: Sexuelle Unmoral heute erinnert an Sodom und Gomorrha
  12. 'Gott, hilf mir. Jesus, hilf mir. Seid ihr Jungs bereit? Let’s Roll'
  13. Wundersame Heilung, eine Marienerscheinung und Berufung mit 4 Jahren
  14. ‚Das Exil von Pater Edmund‘
  15. Nigeria: Bischöfe schlagen nach erneuten Massakern Alarm

Steinmeier warnt vor konfessionellen Spaltungen in Europa

28. Juni 2014 in Deutschland, 20 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Bürgerunzufriedenheiten, wirtschaftliche Krisen mit religiösen Auswirkungen.


Magdeburg (kath.net/ KNA)
Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat vor einer Wiederbelebung konfessioneller Gegensätze in Europa gewarnt. „Spaltungen, die wir schon längst überwunden glaubten, kehren in neuer, kulturell-ökonomischer Gestalt zurück“, sagte Steinmeier am Donnerstagabend in Magdeburg. „Statt gemeinsam zu überlegen, wie die Folgen eines unkontrollierten Finanzkapitalismus gebändigt werden können, tun sich zwischen den Völkern alte Trennlinien wieder auf“, so der Außenminister in einem Festvortrag zum Gedenken an die Einführung der Reformation in Magdeburg. Dagegen könnten die Kirchen als Vorbild einer „Einheit in Vielfalt“ dienen.


Stereotypen würden „allzu leichtfertig“ wieder hervorgeholt, kritisierte der SPD-Politiker: „Wenn eine Wirtschaftskrise vor allem als Gegensatz zwischen der katholisch-lateinischen Welt und dem protestantischen Nordeuropa verstanden wird; wenn in Italien, Frankreich und Spanien Rufe laut werden, sich wieder stärker auf die eigene Katholizität zu besinnen und sich gegen die protestantische Hegemonie aufzulehnen; wenn im Norden Europas das Gefühl wächst, nur noch Zahlmeister für die verschwenderischen Länder des lateinischen Südens zu sein.“ Zudem bemerke bei all dem niemand, „wie mit einigen flotten Sätzen zur Zukunft Griechenlands und Zyperns außerhalb der Eurozone und der EU das orthodoxe Erbe Europas mal eben abgesprengt wird“.

In ihrer friedlichen Vielfalt könnten die Kirchen ein Beispiel für die europäische Gesellschaft sein, betonte der SPD-Politiker. Auch in der gegenwärtigen Krise seien die Christen gefragt, diese Tradition zu verteidigen. Sie sei wichtiger „als manch verwirrender Ruf nach der Verteidigung der 'christlichen' Wurzeln Europas, der häufig das Aushalten von Verschiedenheit missachtet“, so Steinmeier, der auch Präsident des Deutschen Evangelischen Kirchentags 2019 ist.

Die Rede in der Johanniskirche stand unter dem Titel „Mischt Euch ein! Christsein und Politik 500 Jahre nach der Reformation“. Laut Überlieferung gab Martin Luther am 26. Juni 1524 mit einer eindringlichen Predigt in der Johanniskirche den Anstoß zur Reformation in Magdeburg. Es war die erste deutsche Großstadt, die sich zur Reformation bekannte. Dies gilt als wegweisend für die reformatorische Bewegung in Norddeutschland und Skandinavien.

(C) 2014 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Jegliche mediale Nutzung und Weiterleitung nur im Rahmen schriftlicher Vereinbarungen mit KNA erlaubt.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Konfessionen

  1. 'Lieber Johannes Hartl, ich sitze auch zwischen allen Stühlen wie du'
  2. Zahl der Lutheraner steigt weltweit, sinkt aber in Europa
  3. Kirchenmitglieder wählen vor allem CDU/CSU
  4. Schweiz: Konfessionslose auf dem Vormarsch
  5. Württemberg: 2010 wurden deutlich mehr Katholiken evangelisch







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Wundersame Heilung, eine Marienerscheinung und Berufung mit 4 Jahren
  3. Britisches Parlament stoppt Gesetz zur assistierten Sterbehilfe
  4. Zu jedem Zeitpunkt werden auf der Welt ungefähr 8.000 bis 9.000 Messen gefeiert
  5. Scharfe Kritik von Birgit Kelle an Leihmutterschaftsentschuldigung von Jens Spahn
  6. Kardinal Aveline: Motto von Leos Frankreichreise hat auch mit dem Lebensschutz zu tun
  7. X ist Nummer 1 unter Europas Nachrichten-Apps
  8. Jesuitenpater Thomas Reese mit irrer Aussage: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘
  9. Messermann brüllte „Allahu Akbar” in französischer Kirche – Festnahme
  10. Britisches Unterhaus stimmt erneut über Sterbehilfe-Gesetz ab
  11. 'Gott ist gut'
  12. 'Und ich dachte, es müßte um Gott und das Heil der Seelen gehen. Ich bin ja so naiv'
  13. Nicht mehr zu retten - Zum Substanzverlust der Kirche
  14. Spanischer Erzbischof erinnert angesichts der Migrationskrise an die Reconquista
  15. Papst Leo XIV. hebt Gehaltskürzungen im Vatikan auf

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz