Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vom Elend der Fürbitten
  2. Der deutsch-synodale Irrweg in Zahlen: Nur 25 Priesterweihen in ganz Deutschland im Jahr 2025!
  3. Vatikanische Theophantasien zur Frauenfrage
  4. Der entschärfte Gott
  5. Pater Dietrich von Stockhausen überreicht Papst Leo XIV. Hesemanns aktuelle Studie über Heroldsbach
  6. EuGH-Urteil: Deutscher Kirchenaustritt kein automatischer Kündigungsgrund
  7. Botschaft von Papst Leo zum 10. Jahrestag des nachsynodalen Apostolischen Schreibens Amoris Laetitia
  8. Papst Leo auf Versöhnungskurs
  9. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  10. "Die Zahl der Seminaristen ist im Bistum Chur leider sehr klein geworden"
  11. Theologe Thomas Söding: „Es braucht eine katholische Internationale!“
  12. Peinlich - Deutsche Protestanten glauben mehrheitlich nicht an den dreieinigen Gott
  13. Realitätsverlust im Bistum Chur
  14. Muslime wählen SPD und Linke, Christen wählten CDU
  15. Krautwaschl zu Grünwidl: Bin nicht gezwungen worden!

Menschenhandel ist ein Verbrechen gegen die Menschheit!

12. Dezember 2013 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Papst fordert Gewissenserforschung und stärkere internationale Kooperation zur Bekämpfung der neuen Sklaverei. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Menschenhandel ist ein Verbrechen gegen die Menschheit. Papst Franziskus konzentrierte seine Ansprache bei der Übergabe der Beglaubigungsschreiben von neuen Botschaftern beim Heiligen Stuhl (Algerien, Island, Dänemark, Lesotho, Palästina, Sierra Leone, Cabo Verde, Burundi, Malta, Schweden, Pakistan, Sambia, Norwegen, Kuwait, Burkina Faso, Uganda und Jordanien) ganz auf diese „Bedrohung der Würde der Menschen“.

Der Menschenhandel sei eine leider immer weiter verbreitete Form der Sklaverei, die alle Länder anbelange und die verwundbarsten Menschen betreffe: Frauen und Mädchen, Kinder, Behinderte, die Ärmsten, Menschen, die aus Situationen familiärer oder gesellschaftlicher Zerrüttung kämen. In ihnen erkenne der Christ das Antlitz Christi. Andere Religionszugehörige teilten im Namen der Menschlichkeit das Mitleid mit deren Leiden, verbunden mit dem Einsatz, sie zu befreien und ihre Wunden zu heilen.


Es ist für Franziskus möglich und notwendig, sich für deren Befreiung einzusetzen und diesem schrecklichen Handel ein Ende zu setzen. Dabei gehe es um Millionen von Menschen, die Opfer von Zwangsarbeit, und Sklavenarbeit seien, Opfer eines Menschenhandels aus Gründen der Arbeit und der sexuellen Ausbeutung.

„All dies darf nicht so weitergehen“, so der Papst eindringlich: „Es stellt eine schwere Verletzung der Menschenrechte der Opfer sowie eine Beleidigung ihrer Würde dar. Darüber hinaus handelt es sich um eine Niederlage der internationalen Gemeinschaft“. Keiner dürfe es gestatten, dass diese Frauen, Männer und Kinder „wie Gegenstände behandelt, getäuscht, vergewaltigt und aus verschiedenen Gründen oft mehrmals verkauft werden, um am Ende getötet oder in Leib und Seele zerstört zu werden, um weggeworfen und verlassen zu werden. Das ist eine Schande“.

Diesem Verbrechen gegen die Menschheit müsse mit vereinten Kräften alles entgegengebracht werden, um die Opfer zu befreien und das immer aggressivere Verbrechen zu stoppen, „das neben der Einzelperson die Grundwerte der Gesellschaft und auch die internationale Sicherheit und die Justiz sowie die Wirtschaft, die Familie und das gesellschaftliche Zusammenleben bedroht“.

Der Papst forderte eine gemeinsame Verantwortung und einen entschlosseneren politischen Willen ein, um an dieser Front gewinnen zu können. Die Rechte der Opfer müssten gewahrt werden. Ihren Familienangehörigen müsse Sicherheit garantiert werden, um zu verhindern, dass sich die Korrupten und Kriminellen der Justiz entziehen und das letzte Wort über die Menschen haben.

Die Regierungen und die internationale Gemeinschaft hätten es nicht unterlassen, auf verschiedenen Ebenen Maßnahmen zu ergreifen, um den Menschenhandel zu unterbinden und die Opfer dieses Verbrechens zu schützen und ihnen Hilfe zu bieten. Dieses Verbrechen stehe oft im Zusammenhang mit dem Handel mit Drogen und Waffen, mit dem Transport von irregulären Migranten und mit der Mafia. Leider könne nicht geleugnet werden, dass manchmal auch Vertreter des Staates und Mitglieder von Kontingenten bei Friedensmissionen darin verwickelt seien.

Um gute Ergebnisse zu erzielen, bedarf es für den Papst eines einschneidenden Wirkens auf der Ebene der Kultur und der Kommunikation, was eine tiefe Gewissenerforschung notwendig mache. Der Mensch dürfe nie wie eine Ware verkauft oder gekauft werden: „Wer sie auch nur indirekt benutzt und ausbeutet, wird zum Komplizen dieses Missbrauchs“.

Überall auf der Welt, so Franziskus abschließend, dürften Frauen und Männer nie als Mittel benutzt werden. Sie müssten immer in ihrer unverletzlichen Würde geachtet werden.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Franziskus Papst

  1. Papst Franziskus möchte an Ostermesse teilnehmen
  2. Genesung in kleinen Schritten: Papst geht es etwas besser
  3. Vatikan kündigt nach fünf Wochen ersten Auftritt des Papstes an
  4. Papst will Aschermittwochs-Bußprozession selbst leiten
  5. Vom Argentinier zum Römer: Franziskus über seinen Start als Papst
  6. Fußballbegeisterter Papst mit zwei linken Füßen
  7. Papst will keine Ordensfrauen mit "Essiggesicht"
  8. Papst besucht an Allerseelen Gräber ungeborener Kinder
  9. Dilexit nos
  10. Belgien: Nach Papstaussagen zu Abtreibung und Frauen wollen sich nun 520 Personen ‚enttaufen’ lassen






Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDE-DEADLINE - 25. MÄRZ!!!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Krautwaschl zu Grünwidl: Bin nicht gezwungen worden!
  4. Realitätsverlust im Bistum Chur
  5. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  6. Heimisch sein im Vatikan - Papst Leo XIV. wohnt wieder in der klassischen Papstwohnung
  7. Vom Elend der Fürbitten
  8. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  9. Einladung zur Novene zum Hl. Josef
  10. Der deutsch-synodale Irrweg in Zahlen: Nur 25 Priesterweihen in ganz Deutschland im Jahr 2025!
  11. Vatikanische Theophantasien zur Frauenfrage
  12. Papst Leo auf Versöhnungskurs
  13. Papst bezieht diesen Samstag seine Wohnung im Apostolischen Palast
  14. Pater Dietrich von Stockhausen überreicht Papst Leo XIV. Hesemanns aktuelle Studie über Heroldsbach
  15. Der entschärfte Gott

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz