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Game over?

1. Juli 2010 in Deutschland, 8 Lesermeinungen
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Das Bistum Würzburg versetzt den umstrittenen Pfarrer Roland Breitenbach in den Ruhestand und wirft ihn aus seiner Dienstwohnung. Dieser ist darüber sauer


Würzburg (kath.net)
Die Diözese Würzburg hat die Aussage des umstrittenen Pfarrers Roland Breitenbach vom 30. Juni 2010 in der "Mainpost" entschieden zurückgewiesen. Dieser hatte in der Zeitung zu seiner kommenden Ablöse gemeiint: "der Vorgang ist ein Trick, um ihn loszuwerden". Gemeint ist damit, dass die Zeit des umstrittenen Pfarrers in der Pfarrei jetzt abgelaufen ist.

Breitenbach muss per 1. September 2010 in Pension gehen, das Bistum hat ihm seine Dienstwohnung aufgekündigt und bereits einen neuen Pfarrer bestimmt. Über den Rauswurf aus seiner Dienstwohnung ist Breitenbach jetzt allerdings sauer und lässt dies auch über Lokalmedien rausposaunen. Das Bistum verweist hier auf die vorliegenden Fakten und betont: "Am 29. Juni 2010 fand in Würzburg ein Gespräch zwischen Bischof Dr. Friedheim Hofmann, Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand, Domkapitular em. Dr. Heinz Geist und Pfarrer Roland Breitenbach statt. Pfarrer Breitenbach, seit 1974 Pfarrer von Schweinfurt-Sankt Michael und seit 1968 in Schweinfurt tätig, ist gemäß den Vorgaben des Kirchenrechts altersbedingt verpflichtet, mit Erreichen des 75. Lebensjahrs dem Bischof seinen Rücktritt anzubieten. Das ist in wenigen Wochen der Fall."

Mit 1. November 2010 tritt der bisherige Dekan von Haßfurt, Pfarrer Joachim Morgenroth, seine neue Aufgabe an als Pfarrvikar in der Pfarreiengemeinschaft Schweinfurt-Zentrum an. Das Pfarrhaus von Sankt Michael soll ab 1. November 2010 für längere Zeit Dienstwohnung von Pfarrvikar Morgenroth werden. Um Pfarrvikar Morgenroth einen reibungslosen Einzug in seine Dienstwohnung zu ermöglichen, ist es laut Bistum notwendig, dass diese rechtzeitig frei wird. Das sei ein völlig normaler Vorgang beim Wechsel oder der Ruhestandsversetzung eines Pfarrers. Für das Bistum ist die Reaktion von Breitenbach umso "unverständlicher" zumal ihm die Diözese auch angeboten hat, bei der Suche nach einer neuen Wohnung in Schweinfurt-Zentrum behilflich zu sein, und bereits erste Mietobjekte in den Blick genommen hat. Game over für Breitenbach in Schweinfurt? Nicht ganz, denn aus der Erklärung des Bistums geht auch hervor, dass es Ziel des Gesprächs war, Pfarrer Breitenbach auch im Ruhestand eine pastorale Mitarbeit in Schweinfurt zu ermöglichen. Angeblich möchten dort viele Menschen weiterhin den Kontakt mit ihm aufrecht erhalten.

Breitenbach hatte in der Vergangenheit immer wieder gegen Liturgierichtlinien verstoßen und auch Bischöfe beschimpft. So betete er vor einigen Jahren bei einer so genannten „Allerweltsmesse“ mit "Segensworten" zu Allah, Brahma, Vishnu, den Muttergottheiten der Naturvölker und Manitou. Damals stellte das Bistum Würzburg gegenüber KATH.NET fest: „Pfarrer Breitenbach wurde darauf aufmerksam gemacht, dass für interreligiöse Elemente in Gottesdiensten die Richtlinien der Bischofskonferenz zu berücksichtigen sind, die kürzlich erlassen wurden.“ Vergangenes Jahr ermutigte der Pfarrer bei einer Bergmesse die Wanderer während der Predigt einen kräftigen Schluck aus dem Bierkrug zu nehmen. 2007 beschimpfte er die Bischöfe auf seiner Homepage und meinte: "Die deutschen katholischen Bischöfe befinden sich in einem ähnlich paradoxen Zustand wie eine Frau, die zu Weihnachten singt 'Ihr Kinderlein kommet' und gleichzeitig die Pille nimmt."


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Lesermeinungen

 Kathole 2. Juli 2010 
 

@Tolstefanz: Aktionismus ist noch kein kirchliches Leben!

Sie verwechseln kirchliches Leben mit menschlichem Aktionismus, ein für die deutsche Ortskirche ganz typisches Mißverständnis. Lebendige Kirche zeichnet sich in erster Linie durch intensives Gebetsleben aus sowie durch Vertiefung des Glaubens aus den Quellen der Sakramente und der Heiligen Schrift, gelesen unter Zuhilfenahme der 2000-jährigen Überlieferung der Kirche, mit besonderer Berücksichtigung der Kirchenväter und Kirchenlehrer, sowie des authentischen Lehramts der Kirche. Dieses intensive Gebets- und Glaubensleben mündet in den inneren Drang, den Glauben zu bezeugen, an Andere weiterzugeben und mit Anderen zu teilen, sowie Christus in den Armen, Kranken, Entrechteten, Leidenden, Verfolgten und an den Rand Gedrängten zu dienen, in Deutschland etwa ganz besonders den tagtäglich grausamst dahingemordeten Ungeborenen.

Aus einem solchen lebendigen Glauben hervorgegangene Events sind eine wunderbare Sache. Bloße Events ohne diese tiefe Gründung im Glauben und in den Sakramenten der Kirche haben aber mit kirchlichem Leben nichts zu tun, auch wenn sie von einem Pfarrer organisiert werden.


2
 
 Tolstefanz 1. Juli 2010 
 

Lebendiges Gemeindeleben

Pfarrer Breitenbach ist mir seit Jahren durch die Lebendigkeit seiner Seelsorgearbeit aufgefallen. Starrheit gibt es noch genügend. Gut, dass es Priester gibt, die diese Starrheit durchbrechen!
Vergangenes Jahr besuchte ich einen Motorradfahrer-Gottesdienst in Schweinfurt St.Michael. Ich war überwältigt, dass tausende von Motorradfahrern zu diesem Gottesdienst gekommen waren.


1
 
 Charlene 1. Juli 2010 

unfassbar

Warum duldet die Kirche in Würzburg die Gotteslästerungen? Warum stand der Mann nie vor einem Kirchengericht? Warum erhält er Geld aus Kirchensteuermitteln? Warum sucht das Bistum ihm eine Wohnung? Wieso darf der Priester kirchenfeindliche Sekten wie WSK unterstützen?


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 Dismas 1. Juli 2010 

Dieser total Verirrte

hätte schon längst entfernt werden müssen!
Ich bin der Meinung wie \"Kathole\": das sind Verunreinigungen des Glaubens, die dieser Mann vollbracht hat. Ich verstehe nicht, wie ein Bischof solchen echten Missbräuchen des Amtes zusehen kann. Er hat für die Verkündigung der reinen Lehre zu sorgen. Dies gehört zu den vom Hl.Vater gefrderte innere Reinigung der Kirche. Christus warnt hier eindringlich:
Matthäus 18,6 \"Wer aber einen dieser Kleinen, die an mich glauben, zum Abfall verführt, für den wäre es besser, dass ein Mühlstein an seinen Hals gehängt und er ersäuft würde im Meer, wo es am tiefsten ist. 7 Weh der Welt der Verführungen wegen! Es müssen ja Verführungen kommen; doch weh dem Menschen, der zum Abfall verführt!\"
Das muss der Maßstab der Bishöfe sein, hier müssen sie handeln und nicht immer wieder \"Vertuschen\"!!


2
 
 Alfredo Card. Ottaviani 1. Juli 2010 

Pfr. Breitenbach

Man liest ja immer wieder über die \"segensreiche Tätigkeit\" von Pfr. Breitenbach.

Was ist denn an der Arbeit von Pfr. Breitenbach segensreich gewesen?

– die entstellten Liturgien?
– die Irrlehren in der Verkündigung?
– der Febronianismus, der in der Pfarrei fröhliche Urständ feiert?

Er hat sicher auch viel Gutes bewirkt, dies will ich nicht in Abrede stellen. Aber er hat auch eine Menge Mist fabriziert und das rührte aus seiner persönlichen Überschätzung!

Ich hoffe, der Nachfolger kann die Pfarrei wieder auf Linie der Kirche bringen und muss nicht die Hölle durchleben!

Viel Glück, Herr Nachfolger!

+ Alfredo Card. Ottaviani


2
 
 Tadeusz 1. Juli 2010 

Hm

Wir-sind-die-Kirche prahlt über die Unterstützung durch Breitenbach.

Wieso war es unmöglich, Breitenbach schon früher nicht loszuwerden?

Was er angerichtet hat, hat er angerichtet...


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 ThomasMoore 1. Juli 2010 

Krokodilstränen

Wenn ich über meinen Arbeitgeber so hergezogen hätte wie es Pfarrer Breitenbach tat und tut, hätte man mich schon lange fristlos gekündigt. So ist das, wenn man sich nicht an die Spielregeln halten will. Also sollte er froh sein, daß man in Würzburg und anderswo so viel Geduld hat.
Konsequent wäre es, wenn sich Pfarrer Breitenbach ganz aus der Kirche zurückzieht, wenn er deren Positionen nicht vertreten kann, was seine Aufgabe als Priester eigentlich wäre. Fazit: Beruf und Berufung verfehlt!


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 Kathole 1. Juli 2010 
 

Bleibt nur die biologische Lösung für die Alt-68er?

Wann wird der deutsche Episkopat endlich den Mumm aufbringen, mit solchen \"Verunreinigungen des Glaubens und des christlichen Lebens\" durch die von Benedikt XVI geforderte \"innere Reinigung\" der Kirche aufzuräumen, ohne erst jahrzehntelang auf die biologische Lösung zuzuwarten? Auch das ist eine Form des unsäglichen Vertuschens.


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