Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Was interessiert mich das Geschwätz von Rom...
  2. Papst warnt vor eigenmächtigen Änderungen bei der Messe
  3. Wenn sich Gratismut in Angst verwandelt
  4. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  5. Katholiken fordern Exkommunikation der „katholischen“ US-Gouverneurin Maura Healey
  6. 500 Euro für ein Sakrament oder was ist das wirkliche Problem?
  7. Der integre Leib der Gottesmutter und ihr unbeflecktes Herz
  8. Warum der Teufel das Braune Skapulier so sehr hasst!
  9. Das Kirchenjahr als Weg durch die Heilsgeschichte. Dem Gottesdienst soll nichts vorgezogen werden!
  10. ‚Waldbrände in der Kurie‘
  11. Der Glaube, der Gott nicht loslässt
  12. Schwuler Aktivist übt scharfe Kritik an Jens Spahn: „Es gibt kein Grundrecht auf ein Kind!“
  13. "Satanisches Lachen" - US-Demokraten aus Massachusetts feiern Ermorden von Kindern bis zur Geburt!
  14. Generalstaatsanwalt von Texas: „Baby Gabriel verdient eine Chance auf Leben“
  15. Kardinal Aveline: „Der christliche Glaube hat heute viel mit Widerstand zu tun“

Denken Sie, ich gehe mit der Soutane ins Meer?

15. Juli 2011 in Deutschland, 75 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


"Im Urlaub bin ich nicht als Bischof identifizierbar, es sei denn, die Menschen erkennen mich am Gesicht", erklärt Bischof Ackermann (Trier). Er verteidigt den Dialogprozess, lehnt aber einen Alleingang der katholischen Kirche in Deutschland ab


Trier (kath.net)
Der Trierer Bischof Stephan Ackermann hat in einem Interview mit "Volkfreund.de" den Deutschen Dialogprozess verteidigt und gemeint, dass es "keine Kultur der Folgenlosigkeit geben dürfe. „Wenn am Ende der Dialogprozess ohne Ergebnis bleibt, ist die Frustration programmiert", erklärt Ackermann. Auf die Frage, ob sich bei der Diakoninnen- und Priesterweihe für Frauen etwas ändern muss oder nicht, meinte der Bischof: "Das ist lehramtlich so festgelegt. Wichtig ist es aber, mehr Frauen in verantwortliche Positionen zu bekommen, die nicht an das Weiheamt gebunden sind."

Ackermann übte in dem Zusammenhang auch Kritik an der Oberin der Waldbreitbacher Franziskanerinnen, Schwester Basina Kloos, die behauptet hat, dass es nicht Gottes Wille sein könne, dass Frauen zu diesen Ämtern nicht zugelassen werden. "Hat Schwester Basina das wirklich so gesagt? Dann wundere ich mich, dass sie einen direkteren Draht hat zu Gottes Willen für die Kirche als der Papst und das ganze Lehramt zusammen."


Beim Thema "Zölibat" sagte der Bischof von Trier dann, dass selbst wenn Priester heiraten dürfen, die eigentlichen Fragen, vor denen wir stehen, nicht gelöst werden können. "Die Herumreiterei auf der Zölibatsfrage halte ich für ein Ablenkungsmanöver von den Kernfragen. Allerdings ist es an uns Priestern und Bischöfen, den Zölibat überzeugend zu leben." Zu den wiederverheirateten-Geschiedenen meint der Bischof, dass man zu Lösungen kommen müsse, die deutlicher machen, dass diese Menschen nicht aus der kirchlichen Gemeinschaft herausfallen. Auf die Nachfrage des Journalisten von "Volksfreund.de", ob damit Geschiedene, die erneut heiraten, zur Kommunion zugelassen werde sollen, erklärt Ackermann: "Der Trierer Bischof sieht es so, dass wir es hier nicht bei der gegebenen Situation belassen können. Hier sind verschiedene Güter gegeneinander abzuwägen: die Hochschätzung der Unauflöslichkeit des Sakraments der Ehe und der Respekt vor der konkreten Lebenssituation von Menschen. Da verbieten sich Schnellschüsse."

Einen Alleingang der katholischen Kirche in Deutschland in der Frage lehnt der Bischof aber ab. "In der katholischen Kirche gibt es nie einen Alleingang losgelöst von Rom. Das geht nicht." "Ob denn der in Mannheim begonnene Dialogprozess letztlich doch zum Scheitern verurteilt?" fragt schließlich der Journalist und bekommt als Antwort: "Nein! Es kann doch sein, dass wir in diesem Dialogprozess auch Lösungen in den Blick nehmen, die gesamtkirchlich von Bedeutung sind …"

Schließlich gibt Ackermann in der Zeitung auch noch ein paar Details über seinen Urlaub preis. Er halte es mehr mit dem Wasser und dem Meer. Auf die Frage, welche Urlaubskleidung denn ein Bischof trage, erzählt der Bischof von Trier dann: "Denken Sie, ich gehe mit der Soutane ins Meer? Im Urlaub bin ich nicht als Bischof identifizierbar, es sei denn, die Menschen erkennen mich am Gesicht."





Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Dialogprozess

  1. Frieden und Toleranz
  2. Kardinalstaatssekretär möchte mit Papst-Kritikern einen Dialog führen
  3. Pöbeln auf Twitter ist modern
  4. Kirche zu interreligiösem Dialog verurteilt
  5. Dialogprozess im Praxistest: Nur vier Familien bei Veranstaltung
  6. Meisner: Text des Diözesanrats im Widerspruch zur katholischen Lehre
  7. Deine (BDKJ)-Message an die Kirche
  8. Müller zum Dialogprozess: Die Bischöfe haben keinen Spielraum!
  9. Komm, Heiliger Geist, der Reformen schafft...
  10. Ist im DBK-Dialogprozess Platz für 'römische' Katholiken?






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. Wenn sich Gratismut in Angst verwandelt
  3. "Satanisches Lachen" - US-Demokraten aus Massachusetts feiern Ermorden von Kindern bis zur Geburt!
  4. "Mit Leib und Seele bei Gott – unsere Berufung zur Vollendung"
  5. "... der Sieg, der die Welt besiegt hat, ist unser Glaube” (1 Joh 5,4)"
  6. Bistum Limburg: Franziskaner verlassen nach mehr als 150 Jahren Kloster Marienthal
  7. Kardinal Aveline: „Der christliche Glaube hat heute viel mit Widerstand zu tun“
  8. Ein Fall für den Staatsfunk: Wie Georg Restle Verschwörungsmythen als „Haltung“ verkauft
  9. Was interessiert mich das Geschwätz von Rom...
  10. ‚Waldbrände in der Kurie‘
  11. Frankreich: Massenansturm auf Kartenreservierungen für die Papst Leo-Reise!
  12. Karekin II. – persönliche Erinnerungen und der Versuch einer nüchternen Bilanz
  13. Trauer im Bistum Hongkong: Ältester Trappist der Welt im Alter von 108 gestorben
  14. Jugendliche: Mladifest in Medjugorje "Tankstelle für den Glauben"
  15. Katholisches College erwirbt Freimaurertempel

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz