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| ![]() Nordische Bischofskonferenz beendet Herbstvollversammlung in Paderbornvor 7 Stunden in Weltkirche, keine Lesermeinung Nordische Bischöfe beraten über gesellschaftlichen Zusammenhalt, Weltsynode und christliche Identität Paderborn (kath.net/Nordische Bischofskonferenz) Vom 21. bis 25. September 2026 tagte die Nordische Bischofskonferenz (NBK) zu ihrer Herbstvollversammlung im westfälischen Paderborn. Auf Einladung des Paderborner Erzbischofs Udo Markus Bentz und des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken kamen die Oberhirten der nordeuropäischen Länder im Haus Immaculata sowie im Bonifatiushaus zusammen, um über drängende Fragen von Kirche und Gesellschaft zu beraten. Im Mittelpunkt der Konferenz standen neben dem weltkirchlichen Synodalen Prozess auch die Themen gesellschaftlicher Zusammenhalt, der Umgang mit Fremdheit in einer krisenhaften Welt sowie die Zukunft der Familie. Zwischen Heimat und Weltoffenheit: Bischof Varden fordert Balance in der Migrationsdebatte In seiner Eröffnungsansprache mit dem Titel „Den Fremden willkommen heißen“ spannte der Präsident der Bischofskonferenz, Bischof Prälat Erik Varden OCSO (Trondheim und Tromsø), einen Bogen von der biblischen Turmbau-zu-Babel-Erzählung zu den aktuellen Herausforderungen der Gegenwart. Angesichts von weltweiten Krisen und wachsendem Populismus warnte Varden vor einer Verhärtung des gesellschaftlichen Diskurses: Gleichzeitig betonte der Bischof, dass einheimische Kulturen bewahrt und Verantwortung übernommen werden müsse: „Die christliche Herausforderung, die vor uns liegt [...] ist es, zwei Aufgaben auszubalancieren: nationale Einheit und Identität zu fördern und gleichzeitig Bedürftigen und Fremden gegenüber aufgeschlossen zu sein.“ Für den 25. Oktober 2026 kündigen die Bischöfe einen Hirtenbrief zum Thema Migration an. Im Dialog mit der Ortskirche Neben Arbeitssitzungen besuchten die Bischöfe die theologische Fakultät Paderborn und trugen sich im Rathaus in das Goldene Buch der Stadt Paderborn ein. Ihren Gastgeber trafen die Mitglieder der NBK in Herne, wohin Erzbischof Bentz übergangsweise seinen Amtssitz verlegt hat. Hier nahm der Vorsitzende der NBK, Bischof Erik Varden, an einer Podiumsdiskussion zum Thema: „Kirche in säkularer Gesellschaft“ teil. Erzbischof Bentz und Bischof Varden diskutierten gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus dem katholischen Haupt- und Ehrenamt über geistliche Aufbrüche, missionarische Erfahrungen und die Frage, was Christinnen und Christen in einer Zeit tiefgreifender gesellschaftlicher Veränderungen trägt. Weichenstellungen für die Umsetzung der Weltbischofssynode 2027–2028 Intensiv widmeten sich die Bischöfe der Umsetzung des Fahrplans der Weltbischofssynode. Um die lokalen Kirchen in Skandinavien bestmöglich zu unterstützen, beschloss die Bischofskonferenz, die diözesanen Synodenteams für das Frühjahr 2027 zu regionalen Versammlungen einzuladen. Dabei soll ein strukturierter Bericht erarbeitet werden, der die bisherigen synodalen Prozesse und die Organe der Kirchengemeinschaft beleuchtet und auswertet. Blick nach vorn: Die Schönheit der christlichen Ehe neu verkünden Ein weiterer Schwerpunkt galt der Vorbereitung auf das bevorstehende Treffen der Bischofskonferenzen-Präsidenten in Rom zum Thema „Zehn Jahre nach Amoris Laetitia“ im Oktober 2026. Die Bischöfe bedauerten, dass kirchliche Dokumente zum Thema Ehe und Familie in der öffentlichen Wahrnehmung allzu oft auf kontroverse Einzelfragen reduziert werden, während die pastorale Herausforderung darin besteht, dass immer weniger Menschen überhaupt den Bund der Ehe eingehen. Die NBK sprach sich daher dafür aus, die Diskussion von verengten Streitpunkten wegzuführen: „Die Kirche muss die Schönheit und Bedeutung der christlichen Ehe als lebenslange, treue und fruchtbare Gemeinschaft hervorheben und in ihrer Verkündigung stärker betonen.“ Zum Abschluss der mehrtägigen Beratungen und des tiefen geistlichen Austauschs in Paderborn brachten die nordischen Oberhirten ihre tiefe Dankbarkeit für die großzügige finanzielle Unterstützung aus Deutschland sowie für die vielfältigen Hilfen des Bonifatiuswerkes zum Ausdruck. Diese jahrzehntelange Solidarität bildet ein unverzichtbares Fundament für das seelsorgliche Wirken in den nordischen Diasporagebieten, womit die Bischöfe zuversichtlich auf die kommenden pastoralen Aufgaben in ihren Heimatländern blicken. Bildunterschrift: Die Nordische Bischofskonferenz beim Besuch im Bonifatiuswerk zusammen mit em Apostolischen Nuntius für die Nordischen Länder, Erzbischof Julio Murat (5.v.r.), der Generalsekretärin Sr. Anna Mirijam Kaschner (4.v.l.) und dem Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, Mgr. Georg Austen (3.v.l). Foto (c) Theresia Meier/Bonifatiuswerk Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal! ![]() LesermeinungenUm selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. | ![]() Mehr zu | ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Top-15meist-gelesen
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