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Erzbischof von Sydney kritisiert TV-Sender wegen einseitiger Berichterstattung zu Sterbehilfe

21. August 2026 in Prolife, 2 Lesermeinungen
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Der Erzbischof fragte in offiziellem Brief an den Sender, „ob ihre Plattformen … dazu dienten, eine Seite einer umstrittenen politischen Debatte zu verstärken“.


Sydney (kath.net/pl) Erzbischof Anthony Fisher OP aus Sydney hat bei der Ombudsfrau Fiona Cameron der Australian Broadcasting Corporation (ABC) Beschwerde gegen deren Berichterstattung über assistierten Suizid eingelegt. „Über einen Zeitraum von neun Tagen hinweg bot die ABC dem Gründer einer Organisation, die sich für eine Gesetzesreform zur Euthanasie und zum assistierten Suizid einsetzt, wiederholt Gelegenheit – sei es im Fernsehen, im Radio, online oder in den sozialen Medien –, für eine Änderung des bundesweiten Verbots zu plädieren, Telemedizin für Euthanasie und assistierten Suizid zu nutzen“, schildert Erzbischof Fisher in seinem offiziellen Brief. Doch „angesichts der Bedeutung des Themas, der Unmittelbarkeit der politischen Entscheidungen, auf die sich die Berichterstattung bezog, sowie der besonderen Verpflichtung der ABC, das Vertrauen der Öffentlichkeit in ihre Unparteilichkeit zu wahren, bitte ich darum, diese Angelegenheiten sorgfältig zu prüfen und zu behandeln“. Darüber berichteten anhand der Erstdarstellung in der Zeitung „The Australian“ verschiedentliche australische und internationale Medien.


Der Erzbischof fragte die Ombudsfrau, „ob ihre Plattformen … dazu dienten, eine Seite einer umstrittenen politischen Debatte zu verstärken“.

Erzbischof Fisher führte vier Fälle innerhalb von neun Tagen im Juli an, in denen der Sterbehilfe-Befürworter Andrew Denton seine Ansichten auf ABC-Plattformen darlegen konnte. Drei dieser Auftritte fanden vor dem Bundesparteitag der ALP (Australian Labor Party) im Juli statt, auf dem ein Ende des bundesstaatlichen Verbots telemedizinischer Beratungen befürwortet wurde. 

Fisher weist darauf hin, dass „die Hauptargumente für die Beibehaltung des Verbots wurden nicht von deren Vertretern selbst vorgebracht“, „sondern weitgehend von Denton zusammengefasst oder charakterisiert“ worden waren. Der Erzbischof wies zudem darauf hin, dass Denton Äußerungen, die er selbst im Jahr 2011 zum Thema „erlösendes Leiden“ gemacht hatte, falsch wiedergegeben habe. „Denton ließ (meine) unmittelbar vorangegangene Antwort weg, in der eindeutig dargelegt wird, dass das Ziel der katholischen Kirche darin besteht, Leid zu lindern.“

Wörtlich schreibt Fisher: „Unter diesen Umständen konnte die Darstellung einer Gegenposition zu einem unbestimmten späteren Zeitpunkt das Fehlen von Meinungsvielfalt in jener Phase, in der das Thema Gegenstand einer aktiven und unmittelbar bevorstehenden politischen Entscheidung war, nicht ausgleichen.

Angesichts der Bedeutung des Themas, der Unmittelbarkeit der politischen Entscheidungen, auf die sich die Berichterstattung bezog, und der besonderen Verpflichtung der ABC, das Vertrauen der Öffentlichkeit in ihre Unparteilichkeit zu wahren, bitte ich darum, diesen Angelegenheiten sorgfältig nachzugehen und sie entsprechend zu behandeln.“

Archivfoto Erzbischof Fisher (c) Erzbistum Syndey


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Lesermeinungen

 LionardoLoredan 21. August 2026 
 

"Aus Recht wird Unrecht, Tugend Plage ..."

Heinrich Schlier weist in seienm tiefgründigen Buch "Mächte und Gewalten im Neuen Testament" auf die gefährlichste Macht des Satans hin, der "Engel des Lichts" zu sein.

Aber er wäre machtlos, denn wir sind seine Vollstreckungsgehilfen.

Maranatha!


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 SpatzInDerHand 21. August 2026 

Nun... zumindest für den deutschsprachigen Raum gilt hier ein "JA"...

Der Erzbischof fragte in offiziellem Brief an den Sender, „ob ihre Plattformen … dazu dienten, eine Seite einer umstrittenen politischen Debatte zu verstärken“.


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