Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Was interessiert mich das Geschwätz von Rom...
  2. Papst warnt vor eigenmächtigen Änderungen bei der Messe
  3. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  4. Katholiken fordern Exkommunikation der „katholischen“ US-Gouverneurin Maura Healey
  5. Der Bischof und der Denunziant
  6. Ablehnung ökumenischer Konzile ist modernistisch
  7. 500 Euro für ein Sakrament oder was ist das wirkliche Problem?
  8. Tragisches Ende einer Medjugorje-Wallfahrt: Zwölf polnische Pilger sterben bei Busunglück in Ungarn
  9. Warum der Teufel das Braune Skapulier so sehr hasst!
  10. Der integre Leib der Gottesmutter und ihr unbeflecktes Herz
  11. Das Kirchenjahr als Weg durch die Heilsgeschichte. Dem Gottesdienst soll nichts vorgezogen werden!
  12. Schwuler Aktivist übt scharfe Kritik an Jens Spahn: „Es gibt kein Grundrecht auf ein Kind!“
  13. ‚Waldbrände in der Kurie‘
  14. Der Glaube, der Gott nicht loslässt
  15. Nach Lebensschutzdemonstration: Zwölf Polizisten von Linksradikalen verletzt

US-Botschafter sieht Gemeinsamkeiten zwischen Trump und Papst

9. Juli 2026 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der verbale Schlagabtausch zwischen US-Präsident Trump und Papst Leo um Krieg und Migration wurde weltweit beachtet und interpretiert - Nun gibt der US-Botschafter beim Vatikan Hintergrundinformationen dazu


Rom (kath.net/KAP/red) Zwischen Papst Leo XIV. und US-Präsident Donald Trump sieht der US-Botschafter beim Vatikan, Brian Burch, neben Divergenzen auch Gemeinsamkeiten. Burch äußerte sich in einem Gespräch mit italienischen Medien, über das die katholische Tageszeitung "Avvenire" am Mittwoch berichtete. Der Botschafter, der am 4. Juli den Papst zu einem Abendessen in seiner Residenz zu Gast hatte, erläuterte dazu: "Es gibt Divergenzen, vor allem zu der Frage, wie die Politik der USA mit der Soziallehre der Kirche vereinbar ist." Die entscheidende Frage sei aber nicht, ob die beiden Freunde werden, sondern ob das, was der Präsident zu erreichen versucht, mit dem, was der Papst für die Welt wünscht, in Einklang gebracht werden könne.
Der Diplomat sagte, Leo XIV. sei "zutiefst amerikanisch", er liebe und respektiere sein Vaterland. Wo es Differenzen gebe, hoffe der Papst auf eine bessere Zusammenarbeit.

Burch verriet Details zum Besuch des Papstes in der Residenz. Leo XIV., der wie Botschafter Burch lange in Chicago gelebt hat, sei - abgesehen von Sicherheitsleuten - ganz alleine gekommen. Zum ersten Mal seit über 100 Jahren habe ein Papst einen Botschafter zum Abendessen besucht.

Bei dem Besuch hat der Papst gesagt, erläutert Burch, dass vieles von dem, was er tue, irrtümlich als Kritik an den USA interpretiert werde. Das gelte auch für seinen Besuch auf der Flüchtlingsinsel Lampedusa, den er am amerikanischen Unabhängigkeitstag vor dem Besuch beim Botschafter absolvierte: "Er hat mir versichert, dass das nicht gegen die USA gerichtet sei". Viele Kommentatoren hatten dies anders gedeutet.


Zum Thema Migration erklärte der Botschafter, der Papst meine nicht, dass die Bereitschaft zur Aufnahme von Migranten bedeute, eigene Gesetze zu missachten. Wenn der Papst Vorfälle bei der Anwendung der US-Gesetze gegen illegal Eingewanderte kritisiere, erinnere er damit an humanitäre Prinzipien, kommentiere aber nicht die Einwanderungspolitik der USA.

Burch bestätigte, dass es bis heute kein Telefonat zwischen Trump und Papst Leo gab. Er erklärte, Trump sei sehr beschäftigt. Wenn es opportun und notwendig sei, werde er auch mit dem Papst sprechen. Es gebe aber einen ständigen Gesprächskanal.
Zu den weltweit beachteten Verbalattacken Trumps gegen den Papst erklärte Burch, als Staatsoberhaupt dürfe auch der Papst kritisiert werden. Dennoch gebe es zwischen Trump und dem Papst mehr Gemeinsamkeiten, als viele denken. Trump sei gewählt worden, um komplexe Fragen anzugehen. Das gelte ebenso für den Papst.

Manche Ziele teilten beide. Dazu gehöre, dass der Iran keine Atomwaffen haben dürfe. Zu der von Papst Leo XIV. abgelehnten Reise in die USA im laufenden Jahr erklärte Burch, der Papst wolle nicht als zu proamerikanisch wahrgenommen werden; deswegen habe er entschieden, zunächst nicht in die USA zu reisen. Die Meinungsverschiedenheiten mit Trump seien nicht der Grund.

Die Mahnungen des Papstes, den Namen Gottes nicht für Kriege zu missbrauchen, richteten sich, anders als von vielen Kommentatoren gedeutet, nicht gegen die USA, erläutert Burch. "Die USA führen keine religiösen Kriege und zielen nicht auf Zivilisten, wie das der Iran tut", so der Botschafter.

Copyright 2026 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten
Foto aus dieser Begegnung (c) Amerikanische Botschaft am Heiligen Stuhl


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Veritasvincit 9. Juli 2026 
 

Abschaffung der Atomwaffen

"Manche Ziele teilten beide. Dazu gehöre, dass der Iran keine Atomwaffen haben dürfe."

Auch Amerika und Russland dürften keine Atomwaffen haben!


0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. "Mit Leib und Seele bei Gott – unsere Berufung zur Vollendung"
  3. "... der Sieg, der die Welt besiegt hat, ist unser Glaube” (1 Joh 5,4)"
  4. Was interessiert mich das Geschwätz von Rom...
  5. ‚Waldbrände in der Kurie‘
  6. Katholisches College erwirbt Freimaurertempel
  7. Generalstaatsanwalt von Texas: „Baby Gabriel verdient eine Chance auf Leben“
  8. „Habt keine Angst – Noch sind die Glocken nicht verstummt“
  9. Das Kirchenjahr als Weg durch die Heilsgeschichte. Dem Gottesdienst soll nichts vorgezogen werden!
  10. Sechste Staffel von „The Chosen“ angekündigt: Fokus auf die Passion Christi
  11. Orthodoxe bereiten sich mit Fasten auf "Mariä Entschlafung" vor
  12. „Das menschliche Leben muss von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod geschützt werden“
  13. Katholiken fordern Exkommunikation der „katholischen“ US-Gouverneurin Maura Healey
  14. 500 Euro für ein Sakrament oder was ist das wirkliche Problem?
  15. "Es wird Europa zerstören, für immer!"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz