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Wien: Semesterschluss "nicht nur mit Diplom, sondern mit Mission"

5. Juli 2026 in Österreich, keine Lesermeinung
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Abschlussgottesdienst der Katholischen Hochschulgemeinde Wien im Zeichen des 80-Jahr-Jubiläums.


Wien (kath.net/ KAP) 
Mit einem Sendungsritual beim Semesterschluss-Gottesdienst hat die Katholische Hochschulgemeinde Wien (KHG) das Studienjahr und ihr 80-Jahr-Jubiläum beendet und Absolventinnen und Absolventen aus ihren Reihen gefeiert. Weihbischof Franz Scharl leitete die traditionelle HOPE-Messe am Sonntag in der Votivkirch. KHG-Leiter P. Simon De Keukelaere rief dabei in seiner Predigt die Studierenden dazu auf, sie sollten das Studium "nicht nur mit einem Diplom in der Tasche abschließen, sondern mit einer Mission", indem sie zu "Hoffnungsträgern für diese Welt" werden.
Anderen Hoffnung zu vermitteln, sei notwendig in einer oft von Einsamkeit, Resignation und Zukunftsängsten junger Menschen geprägten Welt, so der Studentenseelsorger. Gerade in solchen Kontexten komme es darauf an, "die Komfortzone zu verlassen" und "Gottes Liebe in diese Welt zu tragen". Jeder Christ habe den Auftrag, Leiden zu lindern, etwa durch konkrete Hilfe, Begleitung oder Gebet für Studienkollegen oder durch Einsatz für Obdachlose und Arme. Dabei helfe es, Jesus Christus als Mitte des Lebens zu entdecken und mit ihm auch in der Not in Beziehung zu bleiben.


"Jesus verspricht uns kein Wellness-Leben, in dem alles immer einfach ist und es kein Leiden gibt", sagte De Keukelaere. Im "Gott am Kreuz" liege auch der Unterschied des christlichen Glaubens zu jeder anderen Religion und Philosophie. Wer wie von Jesus gefordert das eigene Kreuz auf sich nehme, werde davon jedoch nicht gebrochen, sondern aufgerichtet. "Der Schmerz bleibt, aber er bekommt einen neuen Sinn - die Liebe. Wahre Liebe ist ihrem Wesen nach immer Hingabe, nicht das Leben für sich zu behalten", so der Geistliche.
Vorbilder dafür gebe es dabei auch aus der KHG-Geschichte, sagte De Keukelaere und verwies auf Kurt Schubert (1923-2007): Der spätere Doyen der Judaistik der Uni Wien habe als 22-jähriger Student im Kreis von Prälat Karl Strobl 1945 beim Löschen des brennenden Stephansdoms, den dortigen Aufräumarbeiten sowie jenen an der Universität geholfen und wenige Tage später in Verhandlungen mit den sowjetischen Besatzern erreicht, dass der Unibetrieb nach dem Krieg wieder aufgenommen werden konnte.

Der Gottesdienst wurde begleitet von der HOPE-Band und einem studentischen Vokalensemble. 40 Absolventinnen und Absolventen der Universität erhielten als Erinnerung an ihre Studiumzeit an der KHG jeweils ein Kreuz aus Olivenholz mit Gravur überreicht. Im Anschluss gab es einen Empfang im Salon der KHG in der Ebendorferstraße 8, dem Hauptstandort der Katholischen Hochschulgemeinde Wien.
Die KHG Wien betreut laut eigenen Angaben rund 500 Studierende aller Fachrichtungen. Neben Studierendenzimmern für rund 230 Personen an drei Standorten bietet die Gemeinde ein vielfältiges Angebot an gemeinsamen Events und Zusammenkünften, Gottesdiensten und seelsorglicher Begleitung, Bibelgruppen, gemeinsamen Reisen sowie Stipendien und Förderprogrammen. Ein zentraler Moment ist die HOPE-Sonntagsmesse in der Votivkirche, jeweils sonntags um 18 Uhr während der Studienzeit, und mit anschließendem Get-Together im Cafe Caspar in der Grillparzerstr. 6. 

Copyright 2026 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

Foto: Archiv


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