Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Das Gratis-Christentum des Hendrik Wüst
  2. Vatikan reagiert auf LGBT-Sexualkonzept für katholische Schulen in Hamburg!
  3. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  4. 'Was ich am Katholizismus schon immer toll fand...'
  5. Ablehnung ökumenischer Konzile ist modernistisch
  6. Tragisches Ende einer Medjugorje-Wallfahrt: Zwölf polnische Pilger sterben bei Busunglück in Ungarn
  7. Vor Papstbesuch in Lourdes: Alle Rupnik-Mosaike werden dauerhaft verhüllt
  8. Der vatikanische Synodalismus ist ein Anachronismus
  9. Der Bischof und der Denunziant
  10. Die denkwürdige Wandlung des Tucker Carlson
  11. Der integre Leib der Gottesmutter und ihr unbeflecktes Herz
  12. Der Glaube, der Gott nicht loslässt
  13. SPÖ-Ministerinnen fordern ‚Schutzzonen‘ um Abtreibungskliniken
  14. Warum der Teufel das Braune Skapulier so sehr hasst!
  15. Papst Leo XIV. nimmt Rücktrittsgesuch von Bischof Wiesemann an

Zwischen Stille und Verkündigung: Die missionarische Berufung des Christen

21. Juni 2026 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Leo XIV.: Die persönliche Begegnung mit Christus, die innere Betrachtung und die Verkündigung des Evangeliums in einer Welt voller Widerstände. Von Armin Schwibach


Rom (keth.net/as) Papst Leo XIV. richtete beim traditionellen Angelusgebet am Zwölften Sonntag im Jahreskreis den Blick auf das Evangelium der Liturgie aus dem Matthäusevangelium (Mt 10,26–33). Im Mittelpunkt seiner Katechese stand die Aussendung der Jünger durch Jesus und dessen Aufforderung: „Was ich euch im Dunkeln sage, davon redet im Licht, und was man euch ins Ohr flüstert, das verkündet auf den Dächern“ (Mt 10,27). Der Papst erläuterte, dass Jesus hier eine Verbindung zwischen dem herstelle, „was uns ‚ins Ohr geflüstert wird“, das heißt dem, was wir tief im Herzen vernähmen, und dem, „was wir allen verkünden sollen“. Christus erinnere daran, dass die Verkündigung des Evangeliums vor allem bedeute, anderen Zeugnis von der persönlichen Begegnung mit ihm zu geben. Diese Begegnung sei für jeden Menschen einzigartig und bilde den Ursprung jeder authentischen Mission.

Leo XIV. führte aus, dass die Kraft des Apostolats nicht in erster Linie von Methoden oder organisatorischen Mitteln abhänge. Vielmehr beruhe sie „jenseits von Techniken und Mitteln“ auf dem Wirken des Heiligen Geistes im Menschen und auf der Wahrhaftigkeit der Antwort, die der Mensch auf dieses Wirken gebe. In diesem Zusammenhang verwies er auf den heiligen Thomas von Aquin, der die Verkündigung als Weitergabe dessen beschrieben habe, was zuvor betrachtet worden sei: „contemplata aliis tradere“ (Summa Theologiae, III, q. 40, a. 1, ad 2).


Der Papst wandte sich sodann gegen die Vorstellung, die Betrachtung Gottes sei nur wenigen Menschen vorbehalten. Man dürfe nicht meinen, dass das „Betrachten“ eine ausschließliche Erfahrung sei, die nur einigen Heiligen oder Mönchen und Einsiedlern vorbehalten bleibe. Vielmehr seien alle Christen dazu fähig, wenn sie sich darum bemühten, inmitten ihrer täglichen Verpflichtungen Zeiten der Stille zu bewahren. In solchen Augenblicken könne der Mensch vor Gott verweilen, auf seine Stimme hören, ihm Freuden und Sorgen anvertrauen und gemeinsam mit ihm das eigene Leben betrachten.

Gerade diese Übung, so erklärte Leo XIV., forme den Menschen. Sie mache ihn „immer mehr zu Menschen mit einem festen und bewussten Glauben“ und dadurch zu glaubwürdigen und freien Aposteln. Auf diese Weise würden Christen zu Männern und Frauen, die fähig seien, „das Licht des Evangeliums in jedem Umfeld und in jeder Lebenssituation widerzuspiegeln“ und davon auch dort Zeugnis abzulegen, „wo sein Wert nicht verstanden oder akzeptiert wird“. Anschließend richtete der Papst den Blick auf den Evangelisten Matthäus und die Situation der christlichen Gemeinden, an die dessen Evangelium ursprünglich gerichtet gewesen sei. Matthäus habe für Gemeinschaften geschrieben, die unter schwierigen Bedingungen lebten. Sie hätten Feindseligkeiten und Verfolgungen erfahren. Leo XIV. rief in Erinnerung, dass viele Christen auch heute an verschiedenen Orten der Welt ähnliche Erfahrungen machten. Schon damals sei die Versuchung groß gewesen, sich entmutigen zu lassen oder von Müdigkeit und Angst überwältigt zu werden.

In dieser Perspektive stellte der Papst fest, dass die Herausforderung für Christen heute dieselbe bleibe wie damals. Es sei eine Aufgabe, den Lehren Jesu treu zu bleiben und sein Wort zu verkünden. Dies bedeute, „auf Hass mit Liebe zu antworten, auf Überheblichkeit mit Sanftmut und auf Entmutigung mit Beharrlichkeit“. Aus diesem Grund müsse der Christ die Wurzeln seines Glaubens und seiner Sendung in einer innigen Beziehung zu Christus verankern. Leo XIV. betonte, dass gerade diese Verbundenheit mit dem Herrn die Kraft verleihe, nicht aufzugeben und seine Botschaft weiterhin allen Menschen zu verkünden. Diese Botschaft sei eine Botschaft „der Hoffnung, der Liebe und des Friedens“. Der Papst fügte hinzu: „Die Welt hat sie sehr nötig!“

Zum Abschluss seiner Betrachtung richtete Leo XIV. den Blick auf die Gottesmutter. Er betete darum, dass die Jungfrau Maria den Gläubigen helfe, ihrer Berufung entsprechend missionarische Jünger Christi zu sein: „Die Jungfrau Maria helfe uns, missionarische Jünger Jesu, des Herrn, zu sein, jeder nach seiner eigenen Berufung“.

Foto (c) Vatican Media)

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Stefan Fleischer 21. Juni 2026 

Die Botschaft unserer Verkündigung

Wichtig scheint mir, dass unsere Botschaft katholisch d.h. allumfassend ist, bzw. wieder werde, wo sie in Einseitigkeiten abzudriften droht oder bereits ist. Nur so ist, bzw. wird sie glaubwürdig. Und nur so können interne Streitigkeiten oder gar Grabenkämpfe vermieden oder zumindest abgeschwächt werden. Paulus mahnt uns:
«Ich ermahne euch aber, Brüder, im Namen Jesu Christi, unseres Herrn: Seid alle einmütig und duldet keine Spaltungen unter euch; seid ganz eines Sinnes und einer Meinung. … Ich meine damit, dass jeder von euch etwas anderes sagt: Ich halte zu Paulus - ich zu Apollos - ich zu Kephas - ich zu Christus. … Ist denn Christus zerteilt? Wurde etwa Paulus für euch gekreuzigt? Oder seid ihr auf den Namen des Paulus getauft worden? (1.Kor 10,11-13 )… Denn ihr seid immer noch irdisch eingestellt. Oder seid ihr nicht irdisch eingestellt, handelt ihr nicht sehr menschlich, wenn Eifersucht und Streit unter euch herrschen? (1.Kor 3,3-3)


0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  3. Warum der Teufel das Braune Skapulier so sehr hasst!
  4. Der Bischof und der Denunziant
  5. Das Ziel, für das der Mensch bestimmt ist. Die Aufnahme Mariens als Verheißung des ewigen Lebens
  6. FEST MARIA KÖNIGIN - Einladung zur Gebets-Novene zur Muttergottes - 13. bis 21. August
  7. Gott hingegen vergeht nie! Wir existieren, weil er uns liebt!
  8. Tragisches Ende einer Medjugorje-Wallfahrt: Zwölf polnische Pilger sterben bei Busunglück in Ungarn
  9. Der integre Leib der Gottesmutter und ihr unbeflecktes Herz
  10. Ablehnung ökumenischer Konzile ist modernistisch
  11. 21 Märtyrer: 20 ägyptische Kopten und ein Wanderarbeiter aus Ghana
  12. Wie die deutsche Bundesregierung Ihre Steuergelder verschwendet!
  13. Cardinal Confusione
  14. Das Gratis-Christentum des Hendrik Wüst
  15. Vor 100 Jahren: Guadalupe-Bild heimlich in Kleiderschrank versteckt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz