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Norwegen erwacht: Erster Marsch für das Leben seit fast 40 Jahren

17. Juni 2026 in Prolife, 1 Lesermeinung
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Bischof von Oslo, Hansen, sah im Marsch ein Zeichen für das wachsende Interesse am Schutz des Lebens und für eine religiöse Erneuerung in Norwegen, hofft auf jährliche Wiederholung.


Oslo (kath.net/pl) Nach einer Pause von fast 40 Jahren nahmen am 13. Juni rund tausend Befürworter des Lebensschutzes am „Marsch für das Leben“ in Oslo teil. Trotz widriger Wetterbedingungen zogen die Teilnehmer durch die Straßen der norwegischen Hauptstadt und machten auf die Notwendigkeit aufmerksam, das Leben Ungeborener zu schützen. Das berichtet das polnische katholische Portal „Opoka“, das von der Polnischen Bischofskonferenz verantwortet wird und lehramtstreue Positionen vertritt. Der von der Gruppe „Velg Livet“ [„Wähle das Leben“} organisierte Marsch war eine Reaktion auf die jüngste Ausweitung der Abtreibungsgesetze und das wachsende Engagement junger Norweger in der Debatte um den Lebensschutz. Die Teilnehmer trugen Transparente mit Slogans wie „Eine Stimme für die Stimmlosen“ und „Wähle das Leben“ und unterstrichen damit ihre Überzeugung, dass jedes Kind ein Recht auf Leben hat.


Die Organisatoren hoben die starke Beteiligung junger Menschen hervor; dies zeige, dass die Diskussion über Abtreibung in Norwegen noch lange nicht abgeschlossen sei. Zudem betonten sie die Bedeutung des christlichen Zeugnisses und des Gebets als Grundlage für einen nachhaltigen gesellschaftlichen Wandel, erläutert „Opoka“.

Der Bischof von Oslo, Fredrik Hansen, sah in dem Marsch ein Zeichen für das wachsende Interesse am Schutz des Lebens und für eine religiöse Erneuerung in Norwegen. Er äußerte die Hoffnung, dass sich die Veranstaltung zu einer jährlichen Initiative entwickeln möge, die die Lebensschutzbewegung vereint.

Ein besonders bemerkenswerter Aspekt des Marsches war die Zusammenarbeit von Christen verschiedener Konfessionen. Katholiken, Lutheraner, Pfingstkirchler und Mitglieder evangelikaler Gemeinden schlossen sich zu einer Veranstaltung zusammen, die viele Teilnehmer als Beginn einer neuen Phase gesellschaftlichen und religiösen Engagements im Land betrachteten.

In Reden vor dem Parlamentsgebäude wurde die Notwendigkeit einer breiteren Debatte über den Wert des Lebens ungeborener Kinder betont. Nach Ansicht der Organisatoren und einiger junger Politiker bleibt die Frage nach dem moralischen Status des Ungeborenen eine der größten Herausforderungen im aktuellen öffentlichen Diskurs Norwegens.

Foto Bischof Hansen (c) Bistum Oslo


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