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Der achte Tag und das Bekenntnis des Thomas

vor 6 Stunden in Aktuelles, keine Lesermeinung
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Leo XIV. am Sonntag der Barmherzigkeit: ‚Mein Herr und mein Gott‘. Glaube am achten Tag. Wo finden wir ihn? Wie erkennen wir ihn? Wie glauben wir? Die Fülle der Eucharistie und die Sendung aus der Mitte des Glaubens. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Die Begegnung des auferstandenen Christus mit dem Apostel Thomas, wie sie das Evangelium dieses Sonntags überliefert (vgl. Joh 20,19–31), stand im Zentrum der Katechese, die Papst Leo XIV. beim Regina Caeli am Weißen Sonntag auf dem Petersplatz entfaltete, wobei er zugleich auf die Bedeutung dieses Tages verwies, den Johannes Paul II. der Göttlichen Barmherzigkeit gewidmet hatte.

Dieses Geschehen verortete der Papst in der Zeit nach Ostern und legte dar: „Das Ereignis findet acht Tage nach Ostern statt, während die Gemeinde versammelt ist, und dort begegnet Thomas dem Meister, der ihn einlädt, die Male der Nägel anzusehen, seine Hand in die Wunde in seiner Seite zu legen und zu glauben“. In dieser Szene eröffne sich der Zugang zur Frage nach der eigenen Begegnung mit dem Auferstandenen: „Es ist eine Szene, die uns dazu anregt, über unsere Begegnung mit dem auferstandenen Jesus nachzudenken. Wo finden wir ihn? Wie erkennen wir ihn? Wie glauben wir?“. Der Evangelist lasse erkennen, wo sich diese Begegnung vollziehe und wie sie sich erschließe: „Der heilige Johannes, der dieses Ereignis schildert, gibt uns genaue Hinweise: Thomas begegnet Jesus am achten Tag in der versammelten Gemeinschaft und erkennt ihn an den Zeichen seines Opfers“. Aus dieser Erfahrung gehe das Bekenntnis des Thomas hervor, das den Höhepunkt des Evangeliums bilde: „Mein Herr und mein Gott!“ (V. 28).


Zugleich betonte der Papst, dass der Glaube nicht selbstverständlich sei: „Gewiss, es ist nicht immer leicht zu glauben. Das war es nicht für Thomas und das ist es auch für uns nicht“. Daraus ergebe sich die Notwendigkeit, den Glauben zu nähren und zu stärken. Die Kirche lade deshalb am „achten Tag“, an jedem Sonntag, dazu ein, sich zu versammeln und die Eucharistie zu feiern. In ihr „hören wir die Worte Jesu, beten wir, bekennen wir unseren Glauben, teilen wir die Gaben Gottes in der Liebe, bieten wir vereint mit dem Opfer Christi unser Leben dar, nähren wir uns von seinem Leib und seinem Blut, damit wir dann selbst Zeugen seiner Auferstehung sein können“ - dabei vereise der Begriff „Messe“ - „Aussendung“, „Mission“ - auf diese Sendung (vgl. Katechismus der Katholischen Kirche, 1332). Die sonntägliche Eucharistie sei unverzichtbar für das christliche Leben.

Am morgigen Montag wird Leo XIV. zu seiner Apostolischen Reise nach Afrika aufbrechen. In diesem Zusammenhang erinnerte er an die Märtyrer von Abitina. Sie hätten auf das Angebot, ihr Leben durch den Verzicht auf die Eucharistie zu retten, geantwortet, sie könnten nicht leben, ohne den Tag des Herrn zu feiern. Der Papst betonte, dass sich der Glaube aus dieser Quelle nähre und wachse. Darin „vereinen sich unsere – wenn auch begrenzten – Bemühungen durch Gottes Gnade wie das Tun der Glieder eines einzigen Leibes - des Leibes Christi - zur Verwirklichung eines einzigen großen Heilsplans, der die gesamte Menschheit umfasst“. Aus dieser Mitte heraus erschließe sich auch die Gestalt des christlichen Lebens, indem durch die Eucharistie „unsere Hände zu ‚Händen des Auferstandenen‘“ würden, die „mit den Spuren der Arbeit, der Entbehrungen, der Krankheit, des Vergehens der Jahre, die man ihnen ansieht, ebenso wie mit einem zarten Streicheln, einem Händedruck und einer Geste der Nächstenliebe seine Gegenwart, seine Barmherzigkeit und seinen Frieden“ bezeugten.

Abschließend unterstrich der Papst: „In einer Welt, die so sehr des Friedens bedarf, verpflichtet uns dies mehr denn je, eifrig und treu an unserer eucharistischen Begegnung mit dem Auferstandenen teilzunehmen, damit wir von dort als Zeugen der Liebe und als Träger der Versöhnung neu aufbrechen können“.

 


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