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Mexiko: Weiter viele Priestermorde und deutlich mehr Kirchen-Angriffe

1. Februar 2026 in Aktuelles, keine Lesermeinung
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Bericht dokumentiert wöchentlich über 25 Fälle von Gewalt, Diebstahl oder Erpressung gegen Gotteshäuser - Kirche beklagt Straflosigkeit und zunehmende Diffamierung des Klerus.


Mexiko-Stadt (kath.net/ KAP) 
In Mexiko ist die Zahl der Morde an katholischen Priestern in den vergangenen Jahren auf hohem Niveau in etwa gleich geblieben, während die Angriffe auf Kirchen und religiöse Einrichtungen noch deutlich zugenommen hat. Zu diesem Ergebnis kommt der zehnte Bericht über Gewalt gegen Priester und kirchliche Institutionen, den das mexikanische Centro Católico Multimedial (CCM) am Dienstag vorgestellt hat. Mexiko gilt als eines der gefährlichsten Länder für Priester.
Nach Angaben des CCM wurden seit 2018 insgesamt 13 Priester ermordet: Zehn während der sechsjährigen Amtszeit von Präsident Andrés Manuel López Obrador (2018-2024), drei in den bisher 14 Monaten der aktuellen Regierung von Claudia Sheinbaum (seit Dezember 2024). In der vorangehenden Regierungsperiode von Enrique Peña Nieto (2012-2018) waren es 19 Fälle gewesen. Insgesamt wurden seit 1990 in Mexiko 66 Priester getötet, darunter mit Juan Jesús Posadas Ocampo am Flughafen von Guadalajara 1993 auch ein Kardinal.


Gleichzeitig verzeichnet der Bericht einen starken Anstieg von Angriffen auf Kirchengebäude. Für das Jahr 2025 schätzt das CCM rund 1.400 Übergriffe, was etwa 26 bis 28 Attacken pro Woche entspricht. Hinzugezählt wurden Diebstähle, Schändungen, Erpressungen, Brandstiftungen und tätliche Angriffe. In den 1990er-Jahren lag die Zahl noch bei durchschnittlich rund 208 Angriffen pro Jahr. Nach Berechnungen des CCM ist inzwischen etwa zwölf Prozent der rund 11.000 katholischen Kirchen in Mexiko jährlich mindestens einmal betroffen.
Besondere Sorge bereiten laut Bericht auch schwerwiegende Vorfälle wie Schusswaffeneinsätze in der Nähe von Kirchen sowie Angriffe auf Gläubige, wodurch Gotteshäuser ihre frühere Rolle als "neutraler Raum" verlören. Zu den jüngsten Fällen zählen Brandstiftungen in Kirchen in Veracruz und Michoacán sowie ein versuchter Brandanschlag auf die Kathedrale von Puebla. CCM-Direktor P. Omar Sotelo erklärte, solche Angriffe zielten darauf ab, Gemeinden einzuschüchtern und zum Schweigen zu bringen.
Die Studie warnt zudem vor weitgehender Straflosigkeit und einer zunehmenden Diffamierung des Klerus und fordert stärkere Schutzmaßnahmen sowie eine bessere Zusammenarbeit zwischen Kirche und staatlichen Behörden.

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