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Theologieprofessor Bortkiewicz: „Der Arzt beschloss, den Fötus – also mich – in Stücke zu schneiden“

29. März 2025 in Prolife, 6 Lesermeinungen
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Prof. Paweł Bortkiewicz ist Priester, Theologe und Ethiker. Er erzählte: sein Leben verdankt er „seinen Eltern, die bis zum Schluss die Entscheidung verteidigt haben, ihn zur Welt zu bringen“, und „der Entschlossenheit der Hebamme“.


Warschau (kath.net) „Ich denke, Johannes Paul II. würde heute dasselbe sagen wie uns allen: Habt keine Angst, öffnet die Tür für Christus. Ich weiß, das klingt vielleicht belehrend, aber glauben Sie mir, ich wurde in einer Risikoschwangerschaft geboren – meine Mutter war fast 40 Jahre alt. Der Arzt beschloss, den Fötus – also mich – in Stücke zu schneiden.“ Der Priester, Theologe und Ethiker Prof. Paweł Bortkiewicz beantwortete so auf die Frage eines Journalisten: „Was würde Johannes Paul II. einer Frau sagen, die ein Kind abtreiben möchte?“ Bortkiewicz war einer der Referenten auf der Konferenz „Evangelium Vitae – seit 30 Jahren inspirierend und motivierend“, die von der Katholischen Presseagentur (KAI), dem Zentrum für Leben und Familie und der Stiftung Ordo Iuris Institut für Rechtskultur anlässlich des 30. Jahrestages der Veröffentlichung dieser päpstlichen Enzyklika organisiert worden war. Die Konferenz fand in Warschau im Gebäude der Polnischen Bischofskonferenz statt. Darüber berichtete das offizielle Nachrichtenportal der katholischen Kirche in Polen, „Opoka“.


Bortkiewicz schilderte nach der Journalistenfrage weiter: sein Leben verdanke er „seinen Eltern, die bis zum Schluss die Entscheidung verteidigt haben, ihn zur Welt zu bringen“, und „der Entschlossenheit der Hebamme“.

Dabei sei er sich „des seidenen Fadens bewusst, an dem mein Leben hing. Ich denke, dass dieser päpstliche Aufruf, keine Angst zu haben und sich der unendlichen Kraft Gottes zu öffnen, die auch eine große Inspiration für menschliches Handeln ist, eine große Chance in schwierigen Situationen darstellt. Gott lässt uns wirklich nicht allein. Der Heilige Vater, der in seinem Leben sehr traumatische Erfahrungen gemacht hat, wie den Verlust seiner Mutter, den Tod einer Schwester, die er praktisch nicht kannte, und den frühen Tod seines Bruders, als er diese Worte aussprach, entsprangen ihrer persönlichen Erfahrung.“

Bortkiewicz stellte fest, dass es heute notwendig sei, zur päpstlichen Lehre zurückzukehren. Er lenkte die Aufmerksamkeit auch auf die positive Botschaft des „Evangelium vitae“ – eine Kombination aus dem Evangelium von der Liebe Gottes zum Menschen, dem Evangelium von der Würde des Menschen und dem Evangelium vom Leben.

In seiner Rede hatte Bortkiewicz darauf hingewiesen, dass „wir uns in einer Situation befinden, in der Sterilisation, Abtreibung, Euthanasie und Geschlechtsumwandlung der Maßstab der Demokratie sind“.

Der Theologe wies darauf hin, dass ein Kind heutzutage, wenn es zum Beispiel von einer Krankheit betroffen sei, überhaupt nicht mehr lebenswert sei. „Der Prozess, den wir heute beobachten – der rechtliche und politische Prozess, der kulturelle Wandel – führt zur Entmenschlichung. Und hier kommen wir zum Kern“ des Dokuments „Evangelium vitae“: „der anthropologischen Krise oder der Trennung von Freiheit und Wahrheit“, wobei Freiheit als radikale Anarchie und Befreiung von allen Fesseln behandelt werde.

Bortkiewicz betonte, dass der Kampf zur Verteidigung des Lebens mit der Verteidigung der Identität der menschlichen Person verbunden sei, die heute durch die Gender-Ideologie in Frage gestellt werde.

„Der Papst erinnert uns daran, dass wir mit dem Verlust der Sensibilität für Gott auch die Sensibilität für andere Menschen verlieren und dass die Ablehnung Gottes und Christi zu einem Mangel an Verständnis für andere Menschen führt. Antitheismus wird zum Antihumanismus, und es gibt keine andere Möglichkeit“, schloss der Ethiker und fügte hinzu, dass die Diagnose von Papst Johannes Paul II. heute äußerst relevant und für den Wiederaufbau des gesellschaftlichen Lebens notwendig sei.

Foto: Prof. Paweł Bortkiewicz @ Agata Ślusarczyk /Stiftung Opoka

Die Antwort von Prof. Bortkiewisz auf die Journalistenfrage im polnischsprachigen Original:


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