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Das 11. Gebot einer politisch-korrekten Kirche: Du sollst nicht Trump loben!

7. März 2025 in Kommentar, 12 Lesermeinungen
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Und Vorsicht, wenn Du es trotzdem machst, dann kommt die Lokalzeitung mit einer "Horrorgeschichte" und Dein Bischof wird nervös - Warum können viele Trump nicht differenziert betrachten? - Ein Kommentar von Roland Noé


Graz (kath.net/rn)
Zugegeben, wenn man die Ukrainepolitik von Trump derzeit "betrachtet", dann fällt es einem schwer, ihn verteidigen. Das will ich in dem Punkt auch gar nicht und das kann man mit gutem Grund kritisieren, auch wenn ich noch immer hoffe und bete, dass Trump im Endeffekt für die Ukraine eine Lösung ermöglichen wird, damit das tägliche Morden durch die Russen aufhört und es für die Ukraine eine gute und sicher Zukunft geben kann.

Bei Trump muss man aber zwischen Außen- und Innenpolitik klar unterscheiden. Und in der Innenpolitik hat er bereits in den ersten Stunden viel Gutes gemacht, dass die "üblichen Verdächtigen" aufregt. Erkannt hat das auch der bekannte steirische Priester Pfr. Roger Ibounigg und das in seiner Predigt erwähnt, dass es gut ist, dass Trump klargestellt hat, dass es nur zwei Geschlechter gibt, eigentlich eine Selbstverständlichkeit. "Unter der Trump-Regierung wird es die offizielle Politik der Vereinigten Staaten sein, dass es nur zwei Geschlechter gibt: Männlich und weiblich. Der viel geschmähte Trump, wo sind die Bischöfe? Das muss ja ein Bischof sagen." Pfr. Ibounigg bekannte, dass er innerlich gejubelt hat, als er diese Inauguration-Rede hörte. Der Pfarrer von Pöllauberg betonte, dass die Heiligsprechung von Trump deswegen natürlich nicht bevorstehe. Aber dies müsse nicht sein. Gott verwendet manchmal auch Leute von außerhalb. Er erinnert dazu an den Perserkönig Kyros, der im Buch Jesaja als Werkzeug Gottes beschrieben wird. "Wenn die Kirche schweigt, dann reden andere."


Und der bekannte steirische Pfarrer hat noch weitere "Verbrechen" von Trump gelobt. Denn dieser hat angeordnet, dass die "sechsfarbige Fahne", bei der übrigens das "himmelblau", das marianische "blau" fehlt, in Zukunft an keinen amerikanischen Regierungsgebäude mehr hängen darf. "Ich sag bewusst nicht Regenbogenfahne, das Wort ist zu schön, das gehört uns". Lob gab es von Ibounigg auch, dass Trump das Fördern des Töten kleiner Kinder im Mutterleib durch Steuergelder verboten hat. Dies betreffe z.b. die umstrittene USAID. Auch, dass Trump Männer im Frauensport verboten hat und es keine Gelder mehr für den "Genderwahn" gibt, wird von Ibounigg begrüßt.

Mehr hat es nicht genügt, dass die "Kronen"-Zeitung drei Wochen später die Predigt vom 13. Februar ihren Lesern auftischt und eine Polter-Geschichte gegen den Pfarrer inszeniert: "wettert", "Brandrede", "Scharfmacher der steirischen Kirche" und Fake-News wie: "US-Präsident Donald Trump sieht der Geistliche wiederum kurz vor der Heiligsprechung", was der Pfarrer eben genau nicht gesagt hat. Die Krone echauffiert sich weiters, weil der Pfarrer im Pfarrblatt auch zur kirchlichen Sexualmoral Stellung genommen hat und Klima-Kleber als "Endzeit-Sekte" kritisiert hat. 

Nach dieser verzerrten "Kronen"-Story wurde man natürlich beim lokalen Bischof vorstellig, der von "unerfreulichen Sache" spreche. Dieser gestand aber ein, dass man beim Gendern dennoch einiges hinterfragen könne, das müsse erlaubt sein. Wie großzügig vom Bischof, möchte man fast schmunzelnd sagen. Aber eine Frage hätte ich dann schon noch: Warum sind viele Menschen bei Trump unfähig, das zu loben, was man aus christlicher Sicht klar loben muss und das kritisieren, was es zu kritisieren gibt?

P.S. Im Gespräch mit der „Krone“ differenzierte übrigens auch Ibounigg und betonte, sich in seiner Predigt hauptsächlich auf Trumps Geschlechter- und Familienpolitik bezogen zu haben. Er könne unmöglich seine gesamten politischen Handlungen beurteilen, etwa was die Ukraine oder Russland betreffe. Moralisch sei Trump für ihn kein Vorbild.

VIDEO der PREDIGT:


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