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Hilfswerk: Viele Priester und Ordensleute arbeiten unter Lebensgefahr

19. Jänner 2025 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
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Laut "Kirche in Not" wurden im Vorjahr weltweit mindestens 122 katholische Priester und Ordensleute getötet, verschleppt oder inhaftiert.


Wien (kath.net/ KAP)
Laut Recherchen des weltweiten katholischen Hilfswerks "Kirche in Not" (ACN) wurden im vergangenen Jahr weltweit 13 katholische Priester und Ordensleute ermordet. Zudem seien 38 weitere Personen entführt und 71 inhaftiert worden, wie das Hilfswerk am Freitag in Wien mitteilte. Die dokumentierte Zahl der Entführungen stieg leicht an, 2023 waren es 33 gewesen. Die Zahl der Ermordungen blieb nach 14 im Jahr 2023 nahezu gleich, während die Inhaftierungen von 87 auf 71 sanken.
Das Hilfswerk berichtete von "erschütternden Schicksalen" hinter den Zahlen. In vielen Regionen der Welt sei es lebensgefährlich, als Priester oder Ordensfrau zu arbeiten. Viele kirchliche Mitarbeiter blieben trotz der Gefahr in ihren Einsatzgebieten.


Laut der Statistik von "Kirche in Not" verzeichneten Nigeria, Haiti und Nicaragua die meisten Entführungen und Festnahmen von Kirchenmitarbeitern. In Haiti seien 2024 insgesamt 18 Personen entführt worden, da das Machtvakuum im Land Entführungen begünstige (2023: 2). Alle Betroffenen seien aber wieder freigelassen worden.
Zu den gefährlichsten Ländern für Priester und Ordensleute zählt nach wie vor Nigeria, auch wenn sich die Situation dort leicht verbessert habe, so das Hilfswerk. In dem afrikanischen Land gab es im Vorjahr zwölf Entführungen, auch dort seien aber alle Personen wieder freigekommen.

In Nicaragua hingegen, wo die Regierung hart gegen die Kirche vorgeht, hat sich die Lage verschlechtert. 2024 hätten die Behörden 25 katholische Geistliche neu inhaftiert, insgesamt sitzen 44 im Gefängnis, teilte ACN mit. Auch viele Gläubige im Land seien wegen ihrer Zusammenarbeit mit der Kirche ins Gefängnis gekommen, wobei genaue Zahlen dazu nicht vorliegen. Darüber hinaus seien viele Geistliche und Ordensleute nach einem Auslandsaufenthalt an der Wiedereinreise gehindert worden, andere wiederum wegen drohender Verhaftung geflohen.
Keine verlässlichen Zahlen gibt es laut "Kirche in Not" auch aus China. Von dort sind dem Hilfswerk zufolge neun Fälle von Inhaftierungen bekannt. Während ein Geistlicher im Laufe des Vorjahres freikam, seien fünf andere teilweise seit Jahren in Haft oder stünden unter Hausarrest, im längsten Fall seit 1997.

Copyright 2025 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

 


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