Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Deutsche Bischofskonferenz beschließt: Man will in Rom um Erlaubnis für Laienpredigt bitten
  2. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  3. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  4. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  5. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  6. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  7. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  8. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  9. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  10. "Deutsche Kirchen" ersetzen spirituelle Dimension der Fastenzeit durch weltanschauliche Agitation
  11. „Gemeinnutz vor Eigennutz“: Bischof erntet Kritik für NS-Vergleich in Richtung AfD
  12. Papst antwortet auf Leserbrief eines Atheisten
  13. 'Ein Katholizismus ohne Beichte ist wie ein Krankenhaus ohne Medikamente'
  14. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  15. Kärntner Ordinaritaskanzler: Rechthaberei in der Kirche überwinden

Schweiz: Bischöfe verurteilen „inakzeptables Verhalten“ von Ameti - Im religiösen Empfinden verletzt

10. September 2024 in Schweiz, 8 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Skandalfotos der Schweizer Politikerin haben Folgen: Schweizer Bischofskonferenz reagiert unamüsiert; in ihrer Partei wird über Parteiausschluss diskutiert; es läuft eine Strafanzeige, ihre zwei Arbeitgeber haben den Skandal auf ihrem Schreibtisch


Zürich (kath.net) Die Schweizer Bischofskonferenz (SBK) hat auf die Skandalfotos der GLP-Politikerin Sanija Ameti reagiert. „Die Mitglieder der Schweizer Bischofskonferenz verurteilen dieses inakzeptable Verhalten“, schreiben die Bischöfe, die sich gerade in St. Gallen zur Vollversammlung befinden. „Selbst wenn man von der religiösen Darstellung der Muttergottes – die dieses Bild sehr deutlich zeigt – absieht, zeugt die Verwendung dieses Bildes von Gewalt und Respektlosigkeit gegenüber der menschlichen Person.“ Die Bischöfe stellen fest, dass sie sich in ihrem religiösen Empfinden verletzt sehen, wie viele weitere Katholikinnen und Katholiken. Zwar seien sie „dankbar für das Schreiben von Sanija Ameti an den Bischof von Chur, in dem sie die katholische Gemeinschaft um Vergebung bittet“, dennoch „sind die Bischöfe gehalten, ihre tiefe Missbilligung öffentlich zum Ausdruck zu bringen“. Das berichten kath.ch und weitere Schweizer Medien. Ameti hatte auf Instagramm Bildmaterial hochgeladen, das sie bei Schießübungen mit einer Sportpistole zeigte, als Zielscheibe dienten ihr die Köpfe von Maria und dem Jesuskind (siehe Foto oben).


Auch die Grünliberale Partei (GLP Schweiz) ist über die von der Politikerin Sandra Ameti veröffentlichten Fotos keineswegs begeistert. Jürg Grossen, Präsident der GLP Schweiz, sagte gegenüber dem Onlinemedium „Watson.ch“: „Das ist an Dummheit nicht zu überbieten.“ Er erläuterte weiter, dass man in Gremien der Partei über das weitere Vorgehen in dieser Angelegenheit zu beraten werde. „Der Ausschluss von Sanija Ameti aus den Grünliberalen ist eine von mehreren Optionen, die wir diskutieren werden.“ Ameti ist Juristin und ist in Bosnien Herzegowina geboren, Das berichtet der „Tagesspiegel“.

Ameti gehört der Parteileitung der GLP des Kantons Zürich an, ist aber nach dem politischen Aufschrei nach ihren Schießübungen jetzt zurückgetreten.

Außerdem wurde bereits eine Strafanzeige gegen sie eingereicht: Die Junge SVP hat Strafanzeige wegen Verletzung der Glaubens- und Kultusfreiheit eingereicht, wie die Partei inzwischen mitteilte. Auch der Präsident der Bewegung Maas-voll, Nicolas Rimoldi, kündigte eine Anzeige an. Das berichtete der „Blick.CH“. Die Kantonspolizei Zürich twitterte auf X: „Die Kantonspolizei Zürich hat Kenntnis von diesem Post und prüft dessen Inhalt.“

Auch beruflich hat sich Ameti schwer geschadet. Das Berner Kantonsparlament erhielt eine Anfrage der SVP, da Ameti als Doktorandin an der Universität Bern tätig ist, berichtet das Schweizer Nachrichtenportal „Nau.Ch“, außerdem habe sich ihr Arbeitgeber Farner Consulting von der Aktion distanziert.

„Es geht mir nicht gut und ich weiss nicht, wie lange ich das noch aushalten kann“, teilt Sanija Ameti inzwischen mit, wie verschiedene Schweizer Medien berichten. Offenbar haben sie und ihre Familie sich mittlerweile in Polizeischutz begeben. Vor wem genau sie dabei geschützt werden muss, bleibt bisher im Unklaren.

UPDATE: Die Stellungnahme der Schweizer Bischöfe im Wortlaut:

Inakzeptable Zielscheibe für Schiessübungen - 10.09.2024

Sanija Ameti, die für ihre politischen Aktivitäten bekannt ist, hat ein Bild von einer Mutter mit ihrem Kind für ihre Schiessübungen verwendet. Anschliessend hat sie dieses mit Einschusslöchern übersäte Bild auf Instagram veröffentlicht. Die Mitglieder der Schweizer Bischofskonferenz verurteilen dieses inakzeptable Verhalten. Selbst wenn man von der religiösen Darstellung der Muttergottes – die dieses Bild sehr deutlich zeigt – absieht, zeugt die Verwendung dieses Bildes von Gewalt und Respektlosigkeit gegenüber der menschlichen Person.

Wie viele Katholikinnen und Katholiken fühlen sich auch die Schweizer Bischöfe in ihrem religiösen Empfinden verletzt. Sie sind dankbar für das Schreiben von Sanija Ameti an den Bischof von Chur, in dem sie die katholische Gemeinschaft um Vergebung bittet. Trotzdem sind die Bischöfe gehalten, ihre tiefe Missbilligung öffentlich zum Ausdruck zu bringen. In unserer Gesellschaft bleibt es von entscheidender Bedeutung, dass Bildung und Erziehung aktiv zum Respekt der menschlichen Person und ihrer religiösen Überzeugungen beitragen.

St. Gallen, 9. September 2024


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDUNG nur mehr bis 25. MÄRZ möglich!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Deutsche Bischofskonferenz beschließt: Man will in Rom um Erlaubnis für Laienpredigt bitten
  4. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  5. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  6. "Europa hat die Gefahr der islamischen Republik Iran noch immer nicht begriffen"
  7. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  8. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  9. "Deutsche Kirchen" ersetzen spirituelle Dimension der Fastenzeit durch weltanschauliche Agitation
  10. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  11. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  12. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  13. 'Ein Katholizismus ohne Beichte ist wie ein Krankenhaus ohne Medikamente'
  14. „Gemeinnutz vor Eigennutz“: Bischof erntet Kritik für NS-Vergleich in Richtung AfD
  15. Ein Gott, der nichts mehr verlangt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz