Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  2. AfD-Gemeinderat muss Katholische Landjugendbewegung verlassen
  3. Vatikan sieht Kirche vor Traditionsbruch
  4. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  5. „Die trügerische Taktik der stillen Revolution“
  6. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  7. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  8. Hartl: Wenn das in Frankreich „Schülerproteste sind, warum weht so oft die Palästinenserfahne?“
  9. Good news - Vatikan: Papst Leo ist krebsfrei und braucht keine weitere Therapie!
  10. Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
  11. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“
  12. „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“
  13. Papst Leo sagt die Assisi-Reise ab!
  14. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse
  15. Norwegischer Bischof Erik Varden über „Laetitiae amor“ und „Amoris laetitia“

Österreich: Regierung will "integrationsfördernden" Moscheeunterricht - "Dringender Handlungsbedarf"

27. August 2024 in Österreich, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der Moscheeunterricht soll "im Einklang mit dem österreichischen Wertesystem" stehen. Dazu gehörten unter anderem Demokratie sowie die Gleichberechtigung von Frauen und Männern.


Wien/Linz (kath.net/KAP) Neben dem Religionsunterricht an Schulen gibt es in etlichen Glaubensgemeinschaften auch privaten Unterricht für Kinder in religiösem Rahmen, bei Muslimen etwa in den jeweiligen Moscheen und Gebetshäusern. Das Integrationsministerium will den zuständigen Moscheevereinen dafür Lehrmaterial zur Verfügung stellen, das mehr Bezug zur österreichischen Lebensrealität aufweist, in deutscher Sprache abgefasst ist und die Integration sowie die interreligiöse Kompetenz fördert. Ministerin Susanne Raab (ÖVP) kündigte in einer Aussendung vom Sonntag ein Projekt "Moscheeunterricht 2.0" an, das die Erstellung solcher Materialien zum Ziel hat.


Grundlage ist eine vom Integrationsressort des Landes Oberösterreich in Auftrag gegebene, zwischen 2019 und 2023 durchgeführte Studie, die beim Moscheeunterricht "dringenden Handlungsbedarf" sieht: Das derzeit von den zuständigen Imamen oder Privatpersonen verwendete Lehrmaterial sei "ethnisch einseitig" und weise laut einer vom Integrationsfonds (ÖIF) beauftragten Analyse wenig Bezug zur Lebensrealität in Österreich auf, hieß es.

Integrations-Landesrat Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) zufolge soll durch die Entwicklung von "zeitgemäßem Lehrmaterial" ein "wichtiger Schritt im Kampf gegen religiöse Parallelgesellschaften" gesetzt werden. Der Moscheeunterricht dürfe keine "Gegenentwürfe zu unserer Lebensrealität" zeichnen. Ministerin Raab forderte, die dabei vermittelten Werte müssten "im Einklang mit dem österreichischen Wertesystem" stehen. Dazu gehörten unter anderem Demokratie sowie die Gleichberechtigung von Frauen und Männern.

Mit dem angekündigten Projekt "Moscheeunterricht 2.0" wurde laut Aussendung Prof. Zekirija Sejdini vom Institut für Islamische Theologie und Religionspädagogik der Universität Innsbruck beauftragt. Ziel sei ein "zukunftsorientiertes Angebot für Moscheen" mit Lehrkonzepten und Handlungsleitfäden für einen "kompetenzorientierten und praxisnahen" Unterricht für Kinder und Jugendliche. Zwischen religiöser Vermittlung und österreichischem Alltag soll dabei mehr Bezug hergestellt werden, hieß es.

Copyright 2024 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Eine katholische Fake-Priesterin möchte das Töten kleiner Kinder
  3. "Ministrant Putins": Tück übt scharfe Kritik an Moskauer Patriarch
  4. „Mehr Katholiken in Afrika als in Europa“
  5. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“
  6. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse
  7. Genesungswünsche für Papst: "Lieber Papst Leo ..."
  8. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  9. Medjugorje-Seher: "Ich bin nur ein Werkzeug"
  10. Nach Sperre: Au-pair-Plattform stimmt Vergleich mit christlichem Vater zu
  11. Papst Leo XIV. verlässt heute das Gemelli-Krankenhaus
  12. Papst-Telefonat mit Putin: Leo XIV. tief besorgt über humanitäre Lage in der ukrainischen Stadt Oles
  13. Leo XIV. will Südamerikareise offenbar antreten
  14. Papst wusste offenbar seit einem Monat von Krebsverdacht
  15. Weltmissionssonntag: Vatikan ermöglicht vollkommenen Ablass

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz