Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vertrauenskrise in der Kirche
  2. Vatikan korrigiert argentinische Bischöfe: Gläubige dürfen kniend und auf die Zunge kommunizieren
  3. „Puff für alle“: Entsetztes Kopfschütteln über Sexualkunde-Aufgabe an katholisch geprägtem Gymnasium
  4. „Ut unum sint“ - Wahrheit, Tradition und sichtbare Communio
  5. 'Gut' gebrüllt, Löwe?
  6. Kardinal Eijk: Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 muss zurückgewiesen werden
  7. Sacrosanctum Concilium: Die Liturgie und das Geheimnis Christi
  8. MAGNIFICA HUMANITAS
  9. „Leo macht Schluss mit ‚Doppelstandards‘: Warum der deutsche Synodale Weg ins Stocken gerät“
  10. Die ekklesialen Abrissbagger kreisen in den Dörfern
  11. Vatikan veröffentlicht die Leitlinien für den Umsetzungsweg der Synode über die Synodalität
  12. Nach Gipfelkreuzschändung: 18-Jähriger stellt neues selbstgebautes Kreuz auf
  13. Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 ‚beunruhigend‘ und ‚verblüffend‘
  14. Yoga-Kongress am Geburtsort des heiligen Franz Xaver
  15. US-Diözese Wichita hat seit Jahren viele Priesterberufungen

Gott erfahren

28. Juli 2024 in Kommentar, 9 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ein Gastkommentar von Stefan Fleischer.


Grenchen (kath.net)
Gott erfahren, das ist heute ein Grundbegriff der modernen Religionspädagogik. Sicher, es gibt sie, diese direkte, unerwartete Gotteserfahrung. Es gibt das Wunder, dass Gott direkt und klar erkennbar, für eine konkrete Person erfahrbar wird. Gottes Wege sind unergründlich. Persönlich habe ich solches in meinem bisherigen, langen Leben nie erlebt. Sicher, auch für mich gab es Erfahrungen, welche ich auf Grund meines Glaubens Gott zuordnen konnte, ja musste. Auf die Frage aber, was zuerst war, der Glaube oder die Erfahrung, war die Antwort stets der Glaube. Ich habe Gott hin und wieder spürbar erfahren, weil ich bestimmte Ereignisse und/oder Erfahrungen auf Grund meines Glaubens Gott zuordnen musste. Ohne diesen Glauben wäre all das Zufall gewesen. Im Glauben aber erkannte ich, dass Zufall das ist, was Gott mir in seiner Vorsehung zufallen lässt.


Nicht umsonst heisst es in der Schrift: «Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet; wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden.» (Mk 16,16) Von Gotteserfahrungen im Sinn dieser Religionspädagogik habe ich dort bisher nichts gefunden. Es geht um den freien Willen des Menschen. Wir können im Glauben annehmen, was Gott uns geoffenbart hat. Dann werden wird Gott erfahren, und zwar so, wie wir an ihn glauben. Wir können aber auch seine Offenbarung ablehnen, wir können selbst wissen, selbst bestimmen wollen, was richtig und was falsch, was gut und was böse ist. Dann werden wir ihn so erfahren, wie wir glauben, dass er sei. Das aber werden wir dann nicht Gott zuschreiben, sondern uns selbst.
Wie gesagt, Gott kann uns direkte und persönliche Gotteserfahrungen schenken, wenn er dies will, wenn er dies für nützlich hält, für uns, für unsere Nächsten, für die Kirche, für die ganze Welt. Doch was nützen solche Erfahrungen, wenn wir nicht glauben, wenn wir sie allem Möglichen zuschreiben, nur nicht Gott? Er aber kann auch unseren Weg durch die finsterere Schlucht führen. (vgl. Ps 23,4) Auch dann müssen wir ihn erkennen, und das heisst glauben.

Deshalb muss die Kirche wieder klar und unmissverständlich Gott verkünden, den ganzen, grossen, herrlichen, allmächtigen, allwissenden, dreifaltig einen Gott, der uns ganz nahe ist und doch so erhaben über uns, voll Erbarmen und doch der gerechte Richter der Lebenden und der Toten. Er ist absolut unbegreiflich und doch offenbart er sich uns so, dass unser begrenzter Verstand sagen kann: «Ja, Herr, ich glaube, hilf meinem Unglauben.» (vgl. Mk 9,21-24)

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. „Leo macht Schluss mit ‚Doppelstandards‘: Warum der deutsche Synodale Weg ins Stocken gerät“
  2. „Puff für alle“: Entsetztes Kopfschütteln über Sexualkunde-Aufgabe an katholisch geprägtem Gymnasium
  3. Vertrauenskrise in der Kirche
  4. Vatikan korrigiert argentinische Bischöfe: Gläubige dürfen kniend und auf die Zunge kommunizieren
  5. MAGNIFICA HUMANITAS
  6. Kardinal Eijk: Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 muss zurückgewiesen werden
  7. 'Gut' gebrüllt, Löwe?
  8. Komm, o Geist der Heiligkeit! Aus des Himmels Herrlichkeit!
  9. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  10. 'Ich denke, dass Gott der Größte ist! Er kann alle Türen für uns öffnen'
  11. Nach Gipfelkreuzschändung: 18-Jähriger stellt neues selbstgebautes Kreuz auf
  12. „Die Genderideologie ist zutiefst reaktionär“
  13. Die ekklesialen Abrissbagger kreisen in den Dörfern
  14. „Synodenbericht präsentiert einen toxischen ‚Paradigmenwechsel‘“
  15. Sacrosanctum Concilium: Die Liturgie und das Geheimnis Christi

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz