Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Lehramtstreue Bischöfe als „Königsmörder“?
  2. Kardinal Woelki zur Polarisierung in der Bischofskonferenz: „Diese Situation ist belastend“
  3. These: Der dreifaltige Gott soll in der Liturgie der Messe verkündet werden
  4. Glaubenspräfekt warnt vor "Internet-Theologen" und Selbstsicherheit
  5. „Jesus ja, Kirche nein? – Das ist wie: ‚Ich bin für Fußball, aber gegen Fußballvereine‘“
  6. Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
  7. Papst Leo sendet kraftvolle Grußbotschaft an die Teilnehmer des „Marsch für das Leben“/Washington
  8. Seligsprechungsprozess für Pater Alfred Delp SJ wird eröffnet
  9. Bischof von Cordoba: Priester durften bei Zugsunglück Sterbesakramente nicht spenden
  10. Erzbistum Paris beruft angesichts der boomenden Konversionen eine Kirchenversammlung ein!
  11. Die Stunde der Heuchler
  12. Josef Grünwidl ist neuer Erzbischof von Wien
  13. Eine unerträgliche Verharmlosung des tatsächlichen NS-Unrechts!
  14. "Wir sind Zuschauer bei etwas, was einem Völkermord sehr nahekommt"
  15. USA: Breite Mehrheit für Massenabschiebungen – Neue Umfragen stützen Trump-Kurs

Gott erfahren

28. Juli 2024 in Kommentar, 9 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ein Gastkommentar von Stefan Fleischer.


Grenchen (kath.net)
Gott erfahren, das ist heute ein Grundbegriff der modernen Religionspädagogik. Sicher, es gibt sie, diese direkte, unerwartete Gotteserfahrung. Es gibt das Wunder, dass Gott direkt und klar erkennbar, für eine konkrete Person erfahrbar wird. Gottes Wege sind unergründlich. Persönlich habe ich solches in meinem bisherigen, langen Leben nie erlebt. Sicher, auch für mich gab es Erfahrungen, welche ich auf Grund meines Glaubens Gott zuordnen konnte, ja musste. Auf die Frage aber, was zuerst war, der Glaube oder die Erfahrung, war die Antwort stets der Glaube. Ich habe Gott hin und wieder spürbar erfahren, weil ich bestimmte Ereignisse und/oder Erfahrungen auf Grund meines Glaubens Gott zuordnen musste. Ohne diesen Glauben wäre all das Zufall gewesen. Im Glauben aber erkannte ich, dass Zufall das ist, was Gott mir in seiner Vorsehung zufallen lässt.


Nicht umsonst heisst es in der Schrift: «Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet; wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden.» (Mk 16,16) Von Gotteserfahrungen im Sinn dieser Religionspädagogik habe ich dort bisher nichts gefunden. Es geht um den freien Willen des Menschen. Wir können im Glauben annehmen, was Gott uns geoffenbart hat. Dann werden wird Gott erfahren, und zwar so, wie wir an ihn glauben. Wir können aber auch seine Offenbarung ablehnen, wir können selbst wissen, selbst bestimmen wollen, was richtig und was falsch, was gut und was böse ist. Dann werden wir ihn so erfahren, wie wir glauben, dass er sei. Das aber werden wir dann nicht Gott zuschreiben, sondern uns selbst.
Wie gesagt, Gott kann uns direkte und persönliche Gotteserfahrungen schenken, wenn er dies will, wenn er dies für nützlich hält, für uns, für unsere Nächsten, für die Kirche, für die ganze Welt. Doch was nützen solche Erfahrungen, wenn wir nicht glauben, wenn wir sie allem Möglichen zuschreiben, nur nicht Gott? Er aber kann auch unseren Weg durch die finsterere Schlucht führen. (vgl. Ps 23,4) Auch dann müssen wir ihn erkennen, und das heisst glauben.

Deshalb muss die Kirche wieder klar und unmissverständlich Gott verkünden, den ganzen, grossen, herrlichen, allmächtigen, allwissenden, dreifaltig einen Gott, der uns ganz nahe ist und doch so erhaben über uns, voll Erbarmen und doch der gerechte Richter der Lebenden und der Toten. Er ist absolut unbegreiflich und doch offenbart er sich uns so, dass unser begrenzter Verstand sagen kann: «Ja, Herr, ich glaube, hilf meinem Unglauben.» (vgl. Mk 9,21-24)

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Lehramtstreue Bischöfe als „Königsmörder“?
  3. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  4. Erzbistum Paris beruft angesichts der boomenden Konversionen eine Kirchenversammlung ein!
  5. Kardinal Woelki zur Polarisierung in der Bischofskonferenz: „Diese Situation ist belastend“
  6. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  7. Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
  8. Ein neuer Beginn in der DBK ist möglich
  9. Josef Grünwidl ist neuer Erzbischof von Wien
  10. Papst Leo sendet kraftvolle Grußbotschaft an die Teilnehmer des „Marsch für das Leben“/Washington
  11. „Papst Leo XIV. stellt in allen seinen Predigten und Ansprachen immer Jesus Christus in die Mitte“
  12. Neuerlich ein Vandalenakt im Petersdom
  13. These: Der dreifaltige Gott soll in der Liturgie der Messe verkündet werden
  14. Die Stunde der Heuchler
  15. Goldensteiner Schwestern: Schwere Vorwürfe um Spendengelder

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz