Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  2. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  3. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  4. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  5. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  6. „Warum bin ich Christ“
  7. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  8. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  9. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  10. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen
  11. Was auch immer Synodalität sein soll
  12. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  13. Was eine Messe wiegt
  14. Papst ernennt Petersdom Nachfolger von Kardinal Gambetti
  15. 'Christen können Todesstrafe in gutem Gewissen ablehnen'

Über die wahre Freude!

19. Juli 2024 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Seele kann durch die Loslösung von allem Irdischen ein Abbild unseres eucharistischen Herrn werden – und darin liegt Freude, egal wie viel es kosten wird - Die Jugendkolumne von kath.net - Von Magdalena Preineder


Wien (kath.net)

Wenn mich die letzten Wochen eines gelehrt haben, dann, dass es in dieser Welt nur eines gibt, was wir nicht loslassen sollen: Gott selbst. Aber alles andere? Alles andere soll von unserem Herzen so losgelöst sein, dass unser Herz nur noch Gott gehört und er entscheidet, was darin noch einen Platz haben darf, so weit, dass wir in Anbetracht egal welcher Umstände mit Hiob sagen können: „Der Herr hat gegeben, der Herr hat genommen; gelobt sei der Name des Herrn.” (Hiob 1,21)

Wenn wir Gott erkennen, dann sehen wir, das alles andere auf dieser Welt nichtig ist – von so wenig Wichtigkeit wie ein kleines Staubkorn. Nichts aus dieser Welt wird je Bestand haben können.

Und darin liegt eine große Freiheit und eine Freude. Ich denke, es ist jene Freude, die unsere heiligen Vorbilder verkostet haben – sie haben die Größe Gottes gekostet, sie haben erkannt, wie sehr er alleine unsere Liebe verdient und das alles andere nur dazu dienen sollte, ihn zu verherrlichen und den Weg des Himmelreichs zu gehen.

Freude liegt in der Losgelöstheit von den irdischen Dingen, denn umso losgelöster wir davon sind, umso offener ist unsere Seele für Gott und seinen Willen. Wie sonst sollten wir das leben können, was er für und von uns erhofft, wie sonst sollten wir seinen Willen suchen und annehmen können unabhängig davon, was er für uns bereithält? Hat uns nicht Christus in einer seiner schwersten Stunden genau das aufgezeigt: Es braucht die Loslösung, die so radikal ist, dass sie die Loslösung unseres ganzen Ichs, selbst unseres Willens, von der Welt erfordert – während unserer Seele immer das Zukünftige vor Augen stehen soll.


In dem Moment als Christus seine Menschlichkeit und deren Zerbrechlichkeit in tiefster Einsamkeit erlebte, machte er das, was vielen in milderen Umständen noch als zu gewagt erscheint – er hat sich seinem Vater zugewandt und gesprochen: „Nicht wie ich will, sondern wie du willst.“ (Mt 26,39)

Er hat sich hingegeben und sich dem Vater übergeben. Der Sohn Gottes bekennt sich zum Willen seines Vaters. Er legt alles ab, was ihn daran hindern könnte dessen genialen Plan auszuführen – obwohl er wusste, was kommen wird.

Und dieser Akt des Loslassens des eigenen Willens, der selbst bei Christus in seiner Menschlichkeit erforderlich war, hat eines ermöglicht: das Sterben des Weizenkornes, das reiche Frucht bringt. Auf keine andere Weise wäre das möglich gewesen als durch die Willensvereinigung mit dem Vater. Jesus selbst hat schon hier erfahren, was er Simon offenbart hat: „Wenn du aber alt geworden bist, wirst du deine Hände ausstrecken und ein anderer wird dich gürten und dich führen, wohin du nicht willst.“ (Joh 21,18) Das Weizenkorn, das stirbt, indem es sich selbst, alle Pläne und Vorstellungen, selbst seinen Willen, einfach alles, loslässt, kann Frucht bringen, weil es den Plänen eines Höheren entsprechend geführt wird. Es hat sich losgelassen, nicht in einer ungesunden Weise, sondern in einer „Ich vertraue mich dir an, mache du, was deine Weisheit als das Beste erkannt hat“-Weise.

Dieses Loslassen, das Jesus uns schon in Gethsemane zu lernen eröffnet hat, ist jener Weg, der zu einem Leben führt, das der Eucharistie entspricht, das gleichsam eucharistisch ist: Es ist Selbsthingabe. Es bedeutet selbst in der tiefsten Gebrochenheit zu sagen „Nicht wie ich will, sondern wie du willst“ – es ist die Willensvereinigung mit dem Vater und darin die vollkommene Annahme all dessen, was kommen wird. So sehr, dass die Seele nichts zurückhält – alles bietet sie dem Vater, dem Sohn folgend, an und gelangt so zu einem Leben, das Abbild der Eucharistie wird: Sich selbst gebend, sich selbst überlassend, so sehr eins mit dem Willen des Vaters, das es ihm freisteht, mit, an und durch diese Seele zu handeln, wie er es als das Beste erkennt – so dass die Seele mit allem, was der Vater für sie bereithält so ausgegeben werden kann, wie der Leib des Herrn an die Gläubigen.

Die Seele kann durch die Loslösung von allem Irdischen ein Abbild unseres eucharistischen Herrn werden – und darin liegt Freude, egal wie viel es kosten wird, so wie der Tod Jesu uns die ewige Freude erschlossen hat. 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Arabische Jugendliche störten Abendmesse mit „Allahu Akbar“-Rufen in Wien
  3. Ukrainischer Bischof: Haben Russland nie um Hilfe gebeten
  4. Papst mahnt Studierende: Glaubenslehre nicht einseitig auslegen
  5. Messi: Ohne Gott wäre ich nie so weit gekommen
  6. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  7. Das Hochzeitsmahl und die Einladung Christi: das Verhältnis zwischen Gott, Christus und der Kirche
  8. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen
  9. Die Wintersonne der Vernunft
  10. Astrochemikerin Karin Öberg erhält Pius-XI.-Medaille von Papst Leo XIV.
  11. Papst ernennt Petersdom Nachfolger von Kardinal Gambetti
  12. Präsident der Rabbinerkonferenz: Druck auf Juden in Europa steigt
  13. Wien: Über 3.000 Teilnehmende beim "Marsch fürs Leben"
  14. Frankreich: Jugendliche schänden Kirche und feiern islamistischen Rap-Song
  15. Papst Leo XIV. verlässt heute das Gemelli-Krankenhaus

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz