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Wieder Aufregung um Papstzitat über Homosexuelle

12. Juni 2024 in Aktuelles, 7 Lesermeinungen
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Abermals macht die mutmaßliche Verwendung eines Wortes, das viele als abwertend empfinden, Schlagzeilen


Rom (kath.net/KAP) Mehrere italienische Medien haben am Mittwoch berichtet, dass der Papst ein Wort über Homosexuelle gebraucht habe, das von vielen als abfällig empfunden wird. Bei einem nicht öffentlichen Treffen mit Priestern der Diözese Rom habe er am Dienstagnachmittag abermals das italienische Wort "frociaggine" gebraucht, das in etwa dem deutschen Wort "Schwuchtelei" entspricht. Die italienischen Medienberichte beriefen sich auf anonyme Teilnehmer des vertraulichen Treffens mit dem Papst. Unklar blieb, ob der Papst sich das Wort zu eigen machte oder es lediglich zitierte.


Die Rom-Korrespondentin der argentinischen Zeitung "La Nacion", Elisabetta Pique, berichtete, der Papst habe bei dem Treffen erzählt, dass ihm ein Geistlicher gesagt habe, es gebe "hier im Vatikan zuviel Schwuchtelei". Übereinstimmend berichteten mehrere Medien, dass der Papst auch über die Frage der Zulassung von Homosexuellen in Priesterseminare gesprochen habe. Er habe betont, dass es "gute Jungs" seien, dennoch gelte: "Mit dieser Veranlagung besser nicht (ins Priesterseminar)."

Erst vor zwei Wochen hatten ähnliche Aussagen des Papstes international für Schlagzeilen gesorgt. Bei einer nicht-öffentlichen Begegnung mit italienischen Bischöfen hatte Franziskus gewarnt, dass es zu viel "Schwuchtelei" in katholischen Priesterseminaren gebe. Nachdem diese Worte an italienische Medien durchgestochen wurden, hatte der Vatikan eine offizielle Entschuldigung veröffentlicht und betont, dass der Papst niemanden habe beleidigen wollen. Vom jüngsten rund 90-minütigen Gespräch veröffentlichte das vatikanische Presseamt am Dienstagabend eine allgemein gehaltene Zusammenfassung. Zum Thema Homosexuelle heißt es darin: "Der Papst sprach erneut über das Thema der Zulassung von Personen mit homosexuellen Tendenzen in Priesterseminare. Er unterstrich die Notwendigkeit, sie in der Kirche willkommen zu heißen und zu begleiten. Und (er unterstrich) die vom Klerusdikasterium formulierte Mahnung zur Vorsicht bezüglich ihrer Aufnahme ins Priesterseminar."

 

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Lesermeinungen

 Johannes14,6 19. Juni 2024 
 

Pride-Bewegung sei verbunden mit der Herz-Jesu-Verehrung

Die Pro-LGBTQ Gruppe Outreach, geleitet von James Martin SJ, reklamiert in einem Artikel die Herz-Jesu-Verehrung für LGBTQ, es gehe allein um Liebe, u fühlt sich vom Papst ermutigt:

"Und deshalb scheint mir die Verbindg des Heiligen Herzens mit Pride so eng verbunden. Im Kern signalisiert die Pride-Flagge allen, dass Liebe Liebe ist. Sie ist eine Botschaft der universellen Einbeziehung und Zugehörigkeit, eine Botschaft, die für die Mission der Kirche und für die Vermittlung von Gottes Liebe für alle Menschen von zentraler Bedeutung ist. Diese Botschaft der universellen Aufnahme und Liebe wird durch die ständige Ermahnung von Papst Franziskus zum Ausdruck gebracht: „ Todos, todos, todos! “ ..

Für Menschen wie mich, die sich entschieden haben, in einer Kirche zu bleiben, die sich oft als Herausforderung erweisen kann, bietet Pride eine Chance, die Verbindung zwischen Gottes Liebe und der Liebe, Akzeptanz, Einbeziehung und Umarmung zu spüren, die den Kern der LGBTQ-Bewegung ausmachen."

outreach.faith/2024/06/the-connection-between-pride-and-the-sacred-heart-of-jesus/


0
 
 MutigSein 13. Juni 2024 
 

Leider Paddel bringt der Papst wieder genau die Menschen auf den Plan die eh schon

einen „dicken Hals“ bei der Thematik haben. Ich habe mehr und mehr das Gefühl, als ob der Papst es irgendwie einerseits allen recht machen will ( wer sind wir zu urteilen. ) aber dann wieder unbedacht falsche Worte zum Zurückrudern verwendet. Er sollte einfach klar und deutlich und ohne Abwertung die Lehre der Kirche offenbaren und nicht mal Ja mal Nein! Das sind doch weit offene Türen für die Synodalen.


1
 
 Paddel 13. Juni 2024 

Damit leistet Papst Franziskus der katholischen Kirche einen Bärendienst

das ist doch genau das, was der Katholischen Kirche vorgeworfen wird, wenn ihre Lehre verteidigt wird. Ausgrenzung, Diffamierung usw.
Mit solchen herablassenden, entwürdigenden Bezeichnungen macht es Papst Franziskus den Verteidigern der Katholischen Lehre zur Sexualität extrem schwer. Er legt damit ein Stolperstein auf den Weg zur Erkenntnsi und wirkt damit auch noch spalterisch und reizt zur Wut.
Ist das Absicht? Wenn das jetzt zum zweiten Mal passiert kann man auf solche Gedanken kommen.


1
 
 SalvatoreMio 13. Juni 2024 
 

"Der Ton macht die Musik" - und nicht nur das ...

@MutigSein @lakota (siehe Ihre Worte an anderer Stelle!) Es ist wahr: es steht einem Mann, der oftmals mit "Heiliger Vater" angesprochen wird, eine solch lockere Zunge mit unwürdigen Worten nicht an. - Er begibt sich offenbar gern aufs Glatteis, schweigt aber dann, wenn er reden müsste, auch wenn es zum Skandal würde:
Der Weltkindertag im Vatikan am 26. Mai! Ausgerechnet der Komiker Roberto Benigni durfte auftreten, schwang großspurig allerlei persönliche Worte und äußerte vor den vielen Kindern und Erwachsenen: ""Sie alle, haben Sie keine Angst, denn es gibt keine Hölle, kein Fegefeuer. Es gibt nur den Himmel, wo Sie jetzt sind, das Reich der Kindheit, der Jugend, voller Träume". Und der Papst schweigt!


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 MutigSein 13. Juni 2024 
 

Guten morgen Jothekieker. Mir wurde beigebracht „der Ton macht die Musik“

Solche Worte sind eines Papstes nicht angemessen! Was immer er -zu Recht oder Unrecht- denkt, darf er gern öffentlich äußern m; Aber bitte nicht mit derartigen Worten. Beleidigungen sind nicht zielführend. Und nein : ich bin kein Verfechter und Anhänger gleichgeschlechtlicher Beziehungen, aber äußere mich öffentlich nicht abfällig


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 Carlotta 12. Juni 2024 
 

Keine Live-Mitschnitte mehr...

Laut La Croix soll er sich auch über Schönheits-Chirurgie bei Männern, insbesondere über das "Aufpolstern des Hinterns" ausgelassen haben. Die Kommunikations-Abteilung des Vaticans ist in Bedrängnis und ändert fortlaufend die Regeln über die Berichterstattung über den Papst und verbietet Live-Mitschnitte. Gegen die Weitergabe von hinter verschlossenen Türen gefallenen Äusserungen ist jedoch (noch) kein Kraut gewachsen.


2
 
 Jothekieker 12. Juni 2024 
 

So what?

Was war an den zitierten Worten nun schlimm, außer daß sie ein paar Schwulenfunktionären que(e)r runtergehen?


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