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'BSW und AfD: Putins Hufeisen des Grauens'

12. Juni 2024 in Deutschland, 41 Lesermeinungen
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Gestern kam es zum Eklat im Bundestag, als der ukrainische Präsident Selenskyj eine Rede hielt. 4 AfD-Namen sollte man sich merken - Auch NIUS, Junge Freiheit und Reitschuster hatten gestern genug vom AfD/Wagenknecht-Putin-Gehabe - Von Roland Noé


Berlin (kath.net/rn)
135 Gleitbomben in 24 Stunden. Soviele Bomben haben die russischen Kriegstreiber in den letzten Stunden über die Ukraine abgeworfen. Wieder gab es Zerstörung von Häuser, Tote und Verletzte, in vielen westlichen Medien ist das inzwischen kaum mehr ein Thema. Mit höchster Verzweiflung reist der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in die verschiedensten Länder, um sein Volk besser vor den Angriffen schützen zu können. Der jüdische Präsident, der von Putin & Co. als Nazi verunglimpft wird, bekam übrigens gleich zu Kriegsbeginn das Angebot, sein Land in ein sicherers Land verlassen zu können und steht seit Anbeginn seinem Volke bei. Ob er alles richtig gemacht hat? Vermutlich nicht. Aber er ist und bleibt der demokratisch legitimierte Präsident seines Land.

Sein gestriger Auftritt im Deutschen Bundestag zeige, welche Geistes Kinder an den Rändern in der deutschen Politik agieren: Wagenknecht und viele Abgeordnete der AfD boykottierten in Kindergartenmanier sein Auftreten und seine kurze Rede. "Es ist pure Bösartigkeit und billiger Populismus, die Abgeordnete der AfD und von BSW bewiesen haben.Aber dass ausgerechnet jene Politiker, die mit Putin verhandeln wollen, Selenskyj nicht einmal zuhören möchten, ist an Selbstentlarvung nicht zu überbieten", kommentiert Paul Ronzheimer in der BILD das Verhalten. Man sollte auch nie vergessen, welche "Expertin" eine Wagenknecht ist, die wenige Stunden vor dem Beginn des Angriffs auf die Ukraine durch Russland noch felsenfest verkündete, dass Putin das niemals machen würde.

Selenskyj hat es in seiner historischen Rede auf das hingewiesen, was vor allem Deutsche durch wissen sollten: "Ein bis zwei Jahre vor dem Fall der Berliner Mauer konnte niemand damit rechnen, dass sie fällt. Heute rechnet kaum einer damit, dass Putin verschwindet, aber wir werden das zusammen tun."

Die AfD hatte nicht nur seine Rede boykottiert, sondern gleichzeitig in einer Erklärung Lügen und Unwahrheiten über die Ukraine und den dortigen Präsidenten verbreitet und die Ukraine, die seit 2016 bzw. 2022 angegriffen wird, ernsthaft als "Kriegstreiber" bezeichnet. Selensky selbst wurde er von der AfD-Leitung als "Kriegs- und Bettelpräsident" verunglimpft. Dann wollte die AfD, dass die Bundesregierung ihm keine Bühne für Wiederaufbaubettelei geben sollten. Gut, dass nach dem 2. Weltkrieg andere Länder nicht so kleinkariert wie die AfD dachten und beim Wiederaufbau des Landes geholfen haben.


Und dann wurde sogar ernsthaft behauptet, dass Selensky gar nicht mehr rechtmäßig im Amt sei. "Das ist schlicht falsch. In der Ukraine gilt das Kriegsrecht. Damit sind Wahlen ausgesetzt. Auch in Deutschland wäre das im Verteidigungsfall so. Aber es scheint weder Urheber noch Adressaten zu stören", schreibt dazu die "WELT" am Dienstag. Selbst auf X hatten die User genug und die dortigen Twitter-User den offiziellen AfD-Account mit dem Fakten-Check der Lüge überführt und klar gestellt, dass der Präsident durch einen Beschluss des Parlaments weiterhin Präsident der Ukraine ist.

Auch Boris Reitschuster, der die AfD durchaus gegen ungerechte Angriffe immer wieder auch verteidigt hat, hatte gestern genug und schrieb auf X: "Genauso wie sich ein aufrechter Demokrat gegen die Verteufelung und Diffamierung der #AfD aussprechen muss, genauso muss er es scharf verurteilen, dass #Chrupalla #Selensky als 'Kriegs- und Bettelpräsidenten' diffamiert und seine Partei dessen Rede im Bundestag fernbleibt (genauso wie das Wagenknecht-Bündnis). Das ist demonstratives Männchen-Machen vor Putin."

Auch Dieter Stein von der "Jungen Freiheit", die immer wieder durchaus auch AfD-freundlich geschrieben haben, meinte auf X: "Wenigstens vier Abgeordnete widersetzen sich dem unwürdigen Beschluß der Fraktion, den Auftritt des ukrainischen Präsidenten zu boykottieren. Die Pressemitteilung der AfD hat übrigens „Radio Moskau“-Sound." 

Und Julius Böhm von NIUS kommentierte auf X: "Es ist das Verhalten respektloser, unanständiger Kleinkinder, die die Würde & Ehre ihres Mandats nicht begreifen, der Rede eines ausländischen Präsidenten im Bundestag demonstrativ fernzubleiben - und es zeigt einmal mal, wessen Interessen #AfD & #BSW vertreten, die Putins."

Auch Ben Brechtken von NIUS findet klare Worte: "Würde Putin im Bundestag sprechen, AfD und BSW würden nicht nur anwesend sein, sondern auch applaudieren. Diesen Parteien geht es nicht um Diplomatie, sondern um den außenpolitischen Ausverkauf Deutschlands und die Beendigung jeder Westbindung. Sie sind die fünfte Kolonne Moskaus. Mögen sie niemals mitregieren."

Nathanael Liminski, Katholik und Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten des Landes Nordrhein-Westfalen, meinte auf X: "All die Forderungen von AfD und BSW nach Verhandlungen und diplomatischen Lösungen im Ukraine-Krieg sind ein Feigenblatt. In Wahrheit sind sie der verlängerte Arm Moskaus in Deutschland. Ihr heutiges Verhalten im Bundestag ist so vielsagend wie beschämend."

Immerhin vier Abgeordnete widersetzen sich gestern dem Beschluß der eigenen AfD-Fraktion. Ihre Namen sollte man sich merken: Rainer Kraft, Joachim Wundrak, Norbert Kleinwächter und Albrecht Glaser! Den Rest der AfD-Fraktion muss man nicht kennen!

 

 

 


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