Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  2. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  3. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  4. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  5. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  6. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  7. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  8. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  9. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  10. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  11. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  12. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  13. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  14. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“
  15. Vatikan bestätigt Sexualverbrechen des toten Ordensgründers Buela

Papst erinnert an Nizäa-Konzil und fordert Theologie "von unten"

1. Dezember 2023 in Weltkirche, 35 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


2025 jährt sich die erste große ökumenische Kirchenversammlung zum 1.700. Mal - Erstmals äußerte Franziskus nun den Wunsch nach einer dauerhaften gemeinsamen Feier des Osterfestes aller Christen


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Papst Franziskus hat die Internationale Theologenkommission des Vatikans zur Wiederentdeckung des Konzils von Nizäa aufgerufen. 2025 jährt sich die erste große ökumenische Kirchenversammlung zum 1.700. Mal. Sie formulierte die bis heute gültigen Grundlagen des christlichen Glaubens. Anlässlich des Jubiläums äußerte Franziskus am Donnerstag den Wunsch nach einer dauerhaften gemeinsamen Feier des Osterfestes aller Christen.

Aufgrund verschiedener Berechnungsarten können Ostertermine von orthodoxer und katholischer wie evangelischer Kirche bis zu fünf Wochen auseinanderfallen. Im Jubiläumsjahr 2025 fällt Ostern im westlichen wie östlichen Kalender auf denselben Tag. "Wie schön wäre es, wenn dies den konkreten Beginn einer immer gemeinsamen Feier von Ostern markieren würde!", so der Papst bei der Zusammenkunft mit den Theologen.

In Nizäa sei der Glaube an Jesus, den einzigen Sohn Gottes bekräftigt worden. Heute sei es "die Aufgabe der Theologen, neue und überraschende Schimmer des ewigen Lichts Christi im Haus der Kirche und in der Dunkelheit der Welt zu verbreiten", erklärte Franziskus.


Weiter forderte er die Theologen der Kommission zur Offenheit auf, sich nicht mit bereits Erreichtem zufrieden zu geben und erinnerte an ihre Verantwortung für eine synodale Kirche. "Seien Sie in ihrer kollegialen Arbeit und im Austausch ihrer kirchlichen und kulturellen Eigenheiten Zeugen einer Kirche, die in der Harmonie des Geistes wandelt, die im Wort Gottes und in der lebendigen Tradition verwurzelt ist und die mit Liebe und Unterscheidungsvermögen die kulturellen und sozialen Prozesse der Menschheit in dem komplexen Übergang, den wir erleben, begleitet."

Heute brauche es eine Denkweise, "die es versteht, überzeugend einen Gott darzustellen, der liebt, der vergibt, der rettet, der befreit, der die Menschen fördert und sie zum brüderlichen Dienst aufruft", so der Papst. Die Kommission müsse sich dieser Notwendigkeit auf qualifizierte Weise annehmen, indem sie eine evangelisierende Theologie vorschlage, die den Dialog mit der Welt der Kultur fördere.

Unerlässlich sei dabei, dies im Einklang mit dem "Volk Gottes" zu tun, betonte Franziskus, der zugleich eine Theologie "von unten" forderte: "mit einem privilegierten Blick für die Armen und die Einfachen, und gleichzeitig 'auf den Knien', denn die Theologie wird auf den Knien geboren, in der Anbetung Gottes".

Ähnlich hatte sich das katholische Kirchenoberhaupt bereits Anfang November in einem Begleitschreiben zur Approbation neuer Statuten seiner Theologie-Akademie geäußert. Die Theologie brauche eine "mutige Kulturrevolution", forderte er damals. Ihre Vertreter sollten den Geruch der Menschen um sie herum annehmen. Ihre Arbeit sollten sie "auf den Knien" verrichten, mit anderen Wissenschaften gemeinsam und über die jeweiligen Disziplinen hinausgehend.

Copyright 2023 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. USA: Frauen klagen Planned Parenthood wegen Druck in Richtung Abtreibung
  3. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  4. Erschütterndes Historiendrama: Netflix-Serie „Fauda“ verarbeitet den Terror des 7. Oktober
  5. Muslimische Organisation: ‚In 45 Jahren wird Frankreich wieder katholisch‘
  6. Frankreichs neue „Generation Leo“: Warum die Jugend plötzlich wieder zum Papst strömt
  7. „Er befiehlt seinen Engeln, dich zu behüten auf all deinen Wegen“ (Psalm 91)
  8. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  9. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  10. Thérèse von Lisieux und die ‚Süßigkeit‘ eines Buches über die Apokalypse
  11. Gesetzesvorschlag zum Verbot von Konversionstherapien in Nordirland ist ‚gefährlich‘
  12. 'Jesus macht alles und ich nichts'
  13. UN-Bevölkerungsfonds berichtet über das Leid der Frauen in Gaza
  14. Rosenkranzmonat Oktober steht im Zeichen des Friedens
  15. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz