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Weltjugendtag mit dem Papst in Lissabon beginnt

1. August 2023 in Aktuelles, 9 Lesermeinungen
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Hunderttausende junge Pilgerinnen und Pilger aus aller Welt von Dienstag bis Sonntag in Portugals Hauptstadt versammelt - Designierter Kardinal Aguiar: Weltjugendtag sei aber "kein katholisches Woodstock" - Papst Franziskus ab Mittwoch in Portugal


Lissabon (kath.net/KAP) In Lissabon beginnt am Dienstag der internationale Weltjugendtag (WJT) der katholischen Kirche. Zu dem sechstägigen Glaubensfest werden hunderttausende junge Pilgerinnen und Pilger aus aller Welt in der Hauptstadt Portugals erwartet, darunter nach Schätzungen etwa 3.000 aus Österreich. Von Mittwoch bis Sonntag ist auch Papst Franziskus vor Ort.

Lissabons Erzbischof Manuel Clemente feiert am Dienstagabend in einem großen Park den Eröffnungsgottesdienst des Großereignisses. Bereits am Dienstagvormittag findet in der Deutschen Schule in Lissabon auch das traditionelle Treffen der Österreicherinnen und Österreicher beim Weltjugendtag statt. Sie werden u.a. von Jugendbischof Stephan Turnovszky und den Bischöfen Wilhelm Krautwaschl, Hermann Glettler und Bischof Josef Marketz begleitet.

Rund 600.000 Jugendliche und junge Erwachsene aus 184 Ländern haben sich nach Angaben der Organisatoren als Dauerteilnehmer für den WJT offiziell registriert. Die meisten von ihnen kommen aus Spanien, Italien, Frankreich, Polen, den USA und dem Gastgeberland Portugal. Zu den Hauptereignissen, einem Abendgebet mit Papst Franziskus am Samstag und der Schlussmesse am Sonntag in einem Parkgelände am Ufer des Flusses Tejo, erwarten die Veranstalter eine noch weitaus größere Zahl an Gläubigen.

Die Unterbringung der jungen Menschen aus aller Welt findet in Gastfamilien und Sammelunterkünften in den gastgebenden Diözesen Lissabon, Setubal und Santarem statt. Bei der Organisation des Großtreffens helfen rund 20.000 Freiwillige aus 150 verschiedenen Ländern mit.


Von den jungen Weltjugendtagspilgern befinden sich etliche Tausend schon seit mehreren Tagen in Portugal. Im Vorfeld des eigentlichen WJT nahmen sie in verschiedenen Diözesen und Landesteilen an sogenannten "Tagen der Begegnung" teil. Dabei sollen die jungen Teilnehmenden Kultur und Alltag des Gastlandes kennenlernen und mit anderen in Kontakt kommen. Auch österreichische Pilgerinnen und Pilger beteiligten sich an den Kennenlerntagen. "Man sieht, dass die Kirche universal ist und die Gläubigen von überall her kommen", beschrieb Markus Platter vom Wiener Zentrum Johannes Paul II. die Stimmung in Porto.

"Kein katholisches Woodstock"

In Lissabon warten auf die jungen Christinnen und Christen aus aller Welt in den kommenden Tagen Gottesdienste und Begegnungen mit dem Papst, geistliche Kurzimpulse in Form von Katechesen der Bischöfe, und auch Aktivitäten wie Musikveranstaltungen, Tanz, Theater und Sport-Turniere. Der Weltjugendtag sei aber "kein katholisches Woodstock", sagte der Lissaboner Weihbischof und künftige Kardinal Americo Aguiar (49) im Vorfeld der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Das Wichtigste sei, dass die Jugendlichen als bessere Menschen nach Hause zurückkehrten, so der WJT-Hauptkoordinator. Neben den Glaubenserfahrungen für die jungen Christen nannte Aguiar als vorrangige Themen des Treffens Umweltfragen, die Folgen der Corona-Pandemie, den Ukraine-Krieg und andere Konflikte. "Es wird um Brückenbauen zwischen verschiedenen Religionen und Gesellschaften gehen; aber auch um das von Papst Franziskus geforderte menschlichere Modell von Wirtschaft, das auf soziale Gerechtigkeit und nicht nur aufs Wachsen ausgerichtet ist."

Die Bedeutung des Weltjugendtags als "spirituell nachhaltige" Erfahrung hob der österreichische Jugendbischof Stephan Turnovszky hervor. "Ich habe bei meinen bisherigen Weltjugendtagen erlebt, dass Gruppen gläubiger Menschen einer Stadt guttun, anders als Fußball-Hooligans", sagte der Wiener Weihbischof der Nachrichtenagentur Kathpress. Die Menge an jungen Erwachsenen, gelebtem Glauben und Freude könne eine Gesellschaft verwandeln, zumindest für einige Tage, so Turnovszky. Diese Erfahrung verwandle nicht selten auch die Jugendlichen selbst: So gäbe es unzählige Berufungen zum geistlichen Leben, aber auch Ehepaare hätten ihre Berufung rund um den WJT gefunden oder es seien überhaupt neue Gemeinschaften entstanden.

Papst besucht auch Fatima

Der Weltjugendtag steht unter dem offiziellen Motto "Maria stand auf und machte sich eilig auf den Weg". Maria sei ein Vorbild für dynamische junge Menschen, die nicht regungslos vor dem Spiegel ihr eigenes Bild betrachteten oder in den Sozialen Netzwerken "gefangen" seien, erklärte Papst Franziskus in seiner Botschaft für das Treffen in Lissabon.

Der Papst wird am Mittwoch in Portugals Hauptstadt eintreffen. Nach den üblichen Treffen mit Vertretern von Politik und Kirche des Landes am ersten Reisetag stehen ab Donnerstag Begegnungen mit jungen Menschen im Vordergrund. So feiert der Papst mehrere Freiluftgottesdienste, Franziskus bietet laut dem Programm auch eine Beichtmöglichkeit für einige Jugendliche an und isst mit jungen Menschen zu Mittag.

Den Samstagvormittag verbringt Franziskus im Marienwallfahrtsort Fatima. Die Extra-Etappe in den knapp 130 Kilometer nördlich von Lissabon gelegenen weltbekannten Wallfahrtsort wurde auf Wunsch des Papstes in seinem Reiseprogramm ergänzt. Franziskus will in Fatima mit kranken Menschen den Rosenkranz beten und ein Friedensgebet halten.

Große Freiluftmesse zum Abschluss

Ein großes Abendgebet am Samstag und die Papstmesse am Sonntag bilden wie schon bei früheren Weltjugendtagen auch in Lissabon Abschluss und Höhepunkt des Großereignisses. Beide Feiern finden im direkt am Wasser gelegenen Parque Tejo am Westufer des Flusses Tejo statt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer übernachten dort von Samstag auf Sonntag unter freiem Himmel.

Papst Johannes Paul II. (1978-2005) hatte die Weltjugendtage 1985 ins Leben gerufen. Sie werden seither im Wechsel jährlich in kleinerem Rahmen in den Diözesen vor Ort sowie rund alle drei Jahre als weltweites Großtreffen organisiert. Das bisher letzte Treffen fand 2019 in Panama statt. Der Weltjugendtag in Lissabon wurde wegen der Corona-Pandemie von 2022 auf 2023 verschoben.

Copyright 2023 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 in dubio 2. August 2023 
 

Zahlen sind deine Freunde

Am Weltjugendtag in Krakau haben 3,5 Millionen Jugendliche und junge Erwachsenen teilgenommen. Laut kath.net-Beitrag werden in Lissabon 600.000 Teilnehmende erwartet. Angesichts dieser Entwicklung (-80%) haben die deutschen Seelsorgenden eine hervorragende überdurchschnittliche Arbeit geleistet.
Gott sei Dank!


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 ThomasR 1. August 2023 
 

mit steigenden Kirchensteuereinnahmen und steigenden Gehälter der Funktionäre

reduziert sich Bereitschaft in die katholische Jugendarbeit und in die Seelesorge allgemein zu engagieren

Katholische Jugendarbeit in der Slowakei s. Bild
(slowakische Kirche kommt ohne Kirchensteuer aus)

www.youtube.com/watch?v=L96HDP7KUrs&t=42s-


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 Elias23 1. August 2023 
 

Chris2: mit Verlaub: meinetwegen kann ein Priester tragen was er möchte

Hauptsache ist doch, dass er für seine Schafe stets präsent ist. Die Pfarrer hier ringsherum tragen alle maximal einen grauen Anzug mit hellem Hemd und Kreuz am Revers. In Soutane oder Ordensgewand habe ich hier noch nie einen Gesehen - ausgenommen es ist ein Ordenspriester. Der Sohn eines ehemaligen Nachbarn ist Pfarrer in einer Gemeinde wo man ihm als Erstes den „Priester-Look“ wie sie es nannten, abgewöhnt hat. Der alte Pfarrer hätte das auch nie getragen. Es ist eine eher junge Gemeinde und der Pfarrer auch erst 40 und glücklich. Wir haben einen pakistanischen Priester hier als Aushilfe und er trug während der großen Hitze hier seinerzeit eine beige 3/4 Hose mit einem dunkelblauen T-Shirt. Dennoch wurde er überall erkannt und hat eine tolle Seelsorge gestaltet. Kleidung ist nur äußerlich. Innere werte zählen viel mehr. Angenehmen Abend allen hier.


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 Chris2 1. August 2023 
 

@Elias23

Die Priester, die ich kenne (und kennen möchte), sind aus anderem Holz geschnitzt. Zwar gehen die wenigsten von ihnen wie Straßenprediger auf die Straßen und Plätze, um die Menschen zu bekehren (das tun die Progressisten meist auch nicht - und wenn doch, dann wollen sie sie meist auch gar nicht bekehren - so wie der bekannte Pfarrer S. in München), aber alle sind als Priester erkennbar, viele in Soutane oder Ordensgewand und nicht nur bestenfalls im Bestatter-Anzug mit Kreuzchen. So manche Ansprache und auch Beichte ist so auch in Notsituationen von Leuten entstanden, die an sich nie einen Priester angesprochen hätten. Und so mancher geplante Selbstmord mag so in einen Frieden in Gott gemündet sein...


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 Chris2 1. August 2023 
 

@bücherwurm

Nichts für ungut. Es gibt weitaus Schlimmeres. Wenn es jemandem auffällt, aber bitte gerne ändern. Danke, auch ganz generell @Redaktion für Eure wichtige Aufbauarbeit im verwüsteten Weinberg des Herrn!


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 Elias23 1. August 2023 
 

WJT 2023 - enttäuschende Zahlen aus Deutschland. aber für Jugendbischof kein Grund zur Bersorgnis.

Er wisse auch nicht woran es liegt.
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**Zitat:**

"Zu den im Gegensatz zum Weltjugendtag 2016 in Krakau deutlich geringeren Teilnehmerzahlen zeigte sich Jugendbischof Wübbe recht unbesorgt: „Wir wissen nicht, woran es liegt.“ Vielleicht fehle es an Erzählgemeinschaften, die die Eindrücke zum Beispiel aus Krakau weitererzählt haben. 8.300 Jugendliche haben sich den Angaben zufolge aus Deutschland angemeldet, rund 3.800 waren bereits bei den Tagen der Begegnung dabei. In Krakau waren es noch rund 16.000 gewesen. Zu der geringeren Zahl der Bischöfe, 29 damals zu 17 aktuell, erklärte er: „Ich freue mich über jeden Bischof, der da ist.“
------------------------------------------------
Mit dieser Einstellung wird man sicher kaum junge Leute für Glauben und Kirche begeistern. Da waren zu meiner Jugend die Pfarrer aber anders bemüht und haben alles getan, uns junge Menschen zum Glauben zu bringen. Was ist heute nur los mit den Pfarrern?


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 lesa 1. August 2023 

@chris2 @bücherwurm: Danke!


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 bücherwurm 1. August 2023 

@Chris2:

Die REDAKTION benutzt dieses Wort nicht. In diesem Fall haben wir einen Beitrag der Katholischen Presseagentur (Österreich) übernommen, wie Sie den Quellenangaben entnehmen können. Gelegentlich ändern wir diesen Begriff, aber nicht immer haben wir die Zeit dafür.


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 Chris2 1. August 2023 
 

Beten wir, dass es ein Fest des Gebetes wird

Kleine Frage @Redaktion: Muss man das Gender-Kunstwort von den "Teilnehmenden" wirklich so übernehmen, wie es von der Nachrichtenagentur kommt? Oder sollte der WJT sich etwa bereits dem Ende zuneigen, analog zu Begriffen wie "Forschende" oder "Seelsorgende", die das Ende ihrer jeweiligen Zunft ausrufen (vermutlich ungewollt, aber durchaus nicht unzutreffend)?


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